Jun 8

„Wir reden mit denen, die etwas zu sagen haben.“ 50Plus-Networker laden zum Interview ein.

Autor: Neugart Daniel G.

„Ich staune wie offen und hilfsbereit Unternehmungen uns zu einem Interview in ihre Firma einladen“ meinte letzthin eine unserer Networkerinnen. „Die haben mir sogar einen Kuchen mitgegeben!“ Wir möchten in einem persönlichen Austausch erfahren was wir gemeinsam besser machen könnten für den Aufbau eines altersfreundlichen Arbeitsmarktes. Von 10 Anrufen bekommen wir im Schnitt zwischen 5 und 7 Termine!

Offensichtlich ist es in der Wirtschaft ein Bedürfnis mit direktbetroffenen älteren Stellensuchenden zusammen zu kommen. „Genial-Banal“ hat ein Geschäftsführer einer KMU in Basel unsere einzige authentische 50Plus-Sensibilisierungskampagne kurz und knackig auf den Punkt gebracht.

Unermüdlich sind unsere intensiv ausgebildeten 50Plus-Networker unterwegs um neue Kontakte mit Entscheidungsträger aus der Wirtschaft zu knüpfen. Mit fünf ausgewählten, individuellen Fragen vereinbaren wir einen Interview-Termin und besuchen potenzielle Arbeitgeber aus der jeweilig relevanten Region und Branche.

Vielleicht ist bis heute niemand auf diese Idee gekommen, weil es zu einfach ist? Wir reden mit denen die etwas zu sagen haben und wir bekommen Feedbacks die uns Mut machen. Es besteht dringender Aufklärungsbedarf.

Es fehlt nicht der Wille, sondern die Zeit!

Daniel G. Neugart, Autor dieses Beitrages, Präsident und Geschäftsführer
SAVE 50Plus Schweiz
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Wir hören vor allem, dass sich die Politik aus dieser Angelegenheit besser heraushalten sollte! Man verweist lediglich im Zusammenhang mit dem BVG auf die Politik. „Die sollen endlich einmal eine gescheite Lösung präsentieren!“ Immer mehr Unternehmen sind sich sehr wohl bewusst, dass eine ganze Generation gefährdet ist. Die Babyboomer. Selbst die neusten Statistiken können nicht mehr schönlügen, dass  immer mehr älteren Arbeitnehmenden gekündigt wird und wie heute bald jedes Kind weiss „…hett dr Papi die gröschti müeh wider e Job zfinde!“ 

Oft sind es dann auch die längst erwachsenen Kinder, die ihrem Vater oder der Mutter „einen Schupf“ geben und sie sogar zu einem Aufnahmegespräch oder zu unserem bewährten 50Plus-Parcours begleiten. In diesen Begegnungen und 50Plus-Fachseminaren, wie zum Beispiel unserem My Way 50Plus Selbstintegrations-programm, werden erfahrene Fachkräfte, die sich auf der Stellensuche befinden intensiv auf die neusten Begebenheiten im realen Arbeitmarkt vorbereitet und zu zertifizierten 50Plus-Networkern ausgebildet. Mit Erfolg! Denn diese Vorbereitungen und der direkte Kontakt zu Entscheidungsträgern fördert das gegenseitige Verständnis, das persönliche Networking und das Selbstmarketing. Wie wir auch wissen, fehlt es in der Wirtschaft weniger am Willen sondern eher an der Zeit konkrete Lösungsmodelle zu finden.

Das 50Plus Imagemarketing

Ein innovativer und vorausblickender Unternehmer ist sich heute auch voll und ganz bewusst, dass unsere Generation ein wichtiges Kundensegment darstellt und dass man eine klare Grundhaltung zu diesem Thema präsentieren muss. Wo bleiben den sonst die“Golden Ager Millionen“ wenn sie keine Arbeit mehr finden und letztendlich ausgesteuert oder noch schlimmer bei der IV gelandet sind? Die Wirtschaft verliert Konsumenten die nachher auch noch der Gesellschaft auf der Tasche liegen und bereits heute schon eine grosse politische Herausforderung darstellen.

Wer soll die Sozialkosten bezahlen? 

Wir wissen doch theoretisch und statistisch seit es die Pille gibt (1960) wie sich der demografische Wandel entwickeln wird. Warum sind wir nicht darauf vorbereitet? Wir erleben jetzt lediglich den ersten Brecher eines Zunamis! Wollen wir wirklich daumendrehend auf einen „Riesechchlapf“ warten? Wir wissen, dass jeder denkt, dass ihn das nichts angeht solange es ihn nicht trifft. Fast jeder der zu uns kommt sagt: „I hätt nie dänkt, dass mir das passiert…“ Sollten wir nicht jetzt und heute verhindern, dass viele ältere Menschen wie in Amerika und Deutschland mehrere Billig-Jobs machen müssen und trotzdem nur noch in Gruppen überleben können? Wäre es nicht an uns, der reichen Schweiz, ein Vorbild zu sein und aktiv etwas gegen Alterslangzeitarbeitslosigkeit und darauffolgender Altersarmut zu unternehmen? Alle andere wäre die SCHWEIZERSCHANDE schlechthin.

Firmenmitglieder unseres schweizweit agierenden Dachverbandes positionieren sich als altersfreundliche Arbeitgeber. Wenn sie vielleicht auch nicht gleich eine Stelle für uns haben, so können solche Unternehmungen uns wenigstens mit einer Vollpatenschaft unterstützen, damit wir weiterhin erfolgreich 50Plus-Fachseminare durchführen können. Und warum unterstützen die RAV’s und die Sozialdienste unsere erfolgreichen 50Plus-Fachseminare nicht? Niemand weiss es…

www.save50plus.ch

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