Okt 1

Der Schweiz geht es viel besser, als sie selbst meint. Die Lust an der Leistung ist ungebrochen.

Autor: PersonalRadar

Es scheint so, dass die Schweiz sich klein macht. Kleiner als sie wirklich ist. Der Finanzplatz ist unter Beschuss. Ein maghrebinischer Oberst tanzt dem Bundespräsidenten auf der Nase herum. Die Arbeitslosigkeit steigt und die Wirtschaft kommt ins Stottern.

Sind das die wirklichen Probleme? Der aggressive Ton von ‚Peitschen-Peer’ aus Deutschland ist verstummt. Seine Partei wurde brüsk in die Ecke gestellt und wird in Zukunft das harte Brot der Opposition essen. Der schweizerische Finanzplatz erholt sich schneller als der Konkurrenz lieb ist und entwickelt neue, moderne Dienstleistungen, die der Regulationswut locker standhalten werden. Die Schweiz ist inzwischen auch von der grauen Liste der OECD verschwunden und der Konflikt mit den USA konnte gütlich und besonnen beigelegt werden. Die Arbeitslosigkeit wächst, vergleichsweise zum restlichen Europa, erfreulich langsam und die bienenfleissige Eidgenossenschaft schafft es einmal mehr, ein gutes Stück ihrer Staatsschulden zu verringern. Der Schweiz geht es viel besser, als sie selbst meint.

Der Erfolg gibt ihr nämlich recht. Die Steuern wurden nicht bis zur Unerträglichkeit erhöht. Somit bleibt den Menschen immer noch genügend Geld in den Taschen für den wichtigen Konsum. Die staatlichen Interventionen zur Stabilisierung der Wirtschaft sind wohl dosiert und führen nicht zu einer ungezügelten Verschuldung, die später die Entwicklung von wichtigen Bereichen behindert und den Aufschwung verzögert. Es bleibt genügend Geld für Forschung, Bildung, Infrastruktur und Innovation übrig. Eine wichtige Voraussetzung, um die kommende Verbesserung der Wirtschaftsentwicklung auch mit Schwung nehmen zu können. Der drückende Schuldendienst in den Nachbarstaaten wird nicht einfach so schnell verschwinden. Hoch besteuerte Bürger/-innen kann man nicht noch mehr ausbeuten, ohne seine politische Klientel zu verärgern.

Immer mehr internationale Unternehmen lassen ihre europäischen Hauptsitze in der Schweiz errichten. Denn die wirtschaftliche und politische Stabilität ist ihnen wichtig. Das Ausbildungsniveau der Menschen und deren Expertenwissen ist hochgeschätzt, die Qualitätsgüte der hiesigen Infrastruktur unbestritten und die geografische Mitte wie auch die Anbindung an die internationalen Verkehrsströme ein Geschenk. Selbst die Bank of China hat kürzlich für ihr Fondsgeschäft Genf als Standort gewählt. Auch die grösste Bank der Schweiz ist nicht mehr am Tropf und hat sich galant aus der staatlichen Umarmung lösen können. Die europäische Konkurrenz wird noch über viele Jahre den Kotau vor der politischen Elite machen müssen und auf massive Unterstützung angewiesen sein, will sie nicht untergehen.

Die Schweiz sollte vor Selbstbewusstsein strotzen. Sie muss mehr Zähne zeigen und unverfrorener auf wunde Punkte jener drücken, die sie immer wieder heftig für angebliche Missstände kritisieren, die sie in ihren eigenen Ländern wohlfeil und verbissen verteidigen. Sie ist und bleibt ein Erfolgsmodell. Warum strömen Herrscharen von bestens ausgebildeter Fach- und Führungskräfte, insbesondere aus Deutschland, in dieses Land? Weil sie Lebens- und Arbeitsbedingungen vorfinden, die das persönliche Fortkommen unterstützen und auf ein freiheitliches Wirtschaftsgefüge treffen, das die Lust an Leistung belohnt.

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