Sep 19

Der Zuckerberg hat nur eine Maus geboren. Sie piepst ein wenig. Die Wirtschaft kann vom Stuhl steigen.

Autor: PersonalRadar

Das Internet bietet während der Arbeitszeit viel Ablenkung und Zerstreuung. Nicht immer zur Freude der Personalabteilungen und Wirtschaft. Das elektronische Sperren von sozialen Netzwerken am Arbeitsplatz ist Ausdruck von Hilfslosigkeit. Das Problem löst sich ohnehin von selber.

Als vier Studenten, nämlich Mark Zuckerberg, Chris Hughes, Dustin Moskovitz und Eduardo Saverin, in Harvard ihr Studium aufnahmen, wussten sie dazumal nicht, dass ihre Idee, die im Jahr 2004 entstand und den Zweck hatte die Studenten/-inne auf dem Campus besser zu vernetzen, weltweit auf so grossen Zuspruch hoffen kann. Facebook war geboren.

Im August 2009 wurden schon ca. 250 Millionen Nutzer/-innen gezählt. Nur ein Drittel davon kommt noch aus den USA. Was früher noch hip für Jugendliche war, wird inzwischen von den Erwachsenen zwischen 30 – 40 Jahren erobert.

Die Studentenidee entwickelte sich in der Zwischenzeit zu einer veritablen Firma mit ca. 1´000 Mitarbeitenden. Der angeblich Wert der Unternehmung ist gigantisch. Ob er echt ist, wird sich herausstellen.

Denn das elektronische Vernetzen mit anderen Menschen ist eine nette Sache, deren Mehrwert für den Beruf oder das Geschäft sich jedoch noch nicht wirklich abzeichnet.

Viele virtuelle Bekannte auf dem Netz zu haben ist für einige furchtbar wichtig und ein ganz persönlicher Indikator sozialer Aufmerksamkeit. Elektronische Aufmerksamkeit kann durchaus auch eine mögliche Quelle schneller Befriedigung für menschliche Eitelkeiten sein. Wie mehr sich mit einer anderen Person verbinden lassen möchten, desto wichtiger scheint ihr Profil zu sein. Nicht selten ist aber das wirkliche Leben nicht damit einverstanden.

Doch die wirtschaftliche Zukunft sozialer Netzwerke sind nicht gesichert. Die Dienste lassen sich schlecht in Geldmaschinen umwandeln. Werbung kann dazu führen, dass der wertneutrale Austausch von Informationen und Kontakten zwischenn den Nutzer/-innen gestört wird, diese ausbleiben und die Attraktivität schnell verringern.

Einnahmen sind jedoch wichtig, wenn eine schnell wachsende Community wirklich bei Laune gehalten werden will und damit auch die Weiterentwicklung gesichert ist. Nichts geht so schnell vor die Hunde, wie Dienstleistungen, die keine Innovationen anbieten und langsam zum Selbstzweck verkümmern. Andere mit ähnlichen Ideen, werden nachstossen und sich gezielt eine bestimmte Anspruchsgruppe oder Zielpublikum suchen, um Exklusivität mit ausgewählter Membership vorzutäuschen, die sich dann für die Vermarktung besser eignet und Werbeeinnahmen zahlreicher sprudeln lässt.

Facebook und andere Anbieter von sozialen, elektronischen Netzwerken sollten nicht aus den Unternehmen verbannt werden.

Ihr geschäftlicher Nutzen ist zwar im Moment unbedeutend klein und oft eine modische Zeiterscheinung. Verbote reizen aber die kreative Energie vieler, um diese möglichst schlau zu umgehen.

Viel besser sind klar kommunizierte Regeln, die allen klar machen, dass soziale Netzwerke, während der Arbeitszeit ein ‘No-go-Area’ ist und während den Pausen oder am Feierabend emsig genutzt werden dürfen.

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