Feb 19

Die Einwanderung drückt die Löhne der Schweizer! Stimmt das?

Autor: PersonalRadar

Seit das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) im Juni 2002 in Kraft trat, hat sich in der Schweiz viel verändert. Sie besteht immer noch. Die Wirtschaftsleistung ist ungebrochen hoch. Die Rahmenbedingungen sind stabil.

Der ‚Jobsuchestress‘ ist schlimmer als der ‚Dichtestress‘. Läuft die Wirtschaft schlecht, geht der Stress erst richtig los…

Inzwischen gab es doch einige wissenschaftliche Studien, die spezifisch das Thema hatten, ob die Einwanderung Auswirkungen auf das Lohngefüge in der Schweiz hat. Die meisten dieser Arbeiten kommen zum Schluss, dass der befürchtete Lohndruck aufgrund der Einwanderung, empirisch nicht nachgewiesen werden kann. Die Wissens- und Kompetenzgewinne für die schweizerische Wirtschaft sind aber unbestritten und enorm gestiegen. Diese haben dafür gesorgt, dass die Wirtschaft anhaltend stabil blieb und die zu beobachtenden wirtschaftlichen, politischen wie auch gesellschaftlichen Zerfallserscheinungen der Nachbarstaaten der Schweiz erspart blieben.

Trotz allem ist sicher nicht alles gut. Die Zuwanderung führt zu einem unangenehmen Dichtestress mit all seinen Nebenerscheinungen. Die Strassen sind voll, die Infrastruktur aus- bis sogar überlastet und die ermüdende Suche nach geeignetem und zahlbarem Wohnraum macht viele aggressiv und nicht besonders empfänglich für gute Argumente in Sachen Personenfreizügigkeit.

Nichtsdestotrotz sind die rigiden Vorstellungen wie das alles einfach eingedämmt werden kann, der Wirtschaft nicht zuträglich. Läuft diese nicht gut, dann vermindert sich ganz bestimmt auch der Dichtestress. Dieser kommt aber mit aller Macht in anderer Form zurück. Der Jobsuchestress kann genauso nervend werden. Es gibt andere dirigistische Mittel, die wenig rigoros aber umso gezielter ihre lenkende Wirkung entfalten können, um die Einwanderung besser ausgestalten zu können.

Die Studie gibt es nur auf Französisch. Sie würde übrigens von Noé Asensio, Roman Graf und Prof. Dr. Tobias Müller an der Uni Genf geschrieben. Der erste Link gibt Ihnen eine gute Zusammenfassung der Studie auf Deutsch. Es lohnt sich wenigstens da mal einen Blick darauf zu werfen.

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