Feb 10

Die Schnapsdrossel trällert am Arbeitsplatz atonal.

Autor: PersonalRadar

Alkohol am Arbeitsplatz zerstört nicht nur Arbeitsverhältnisse, sondern richtet in der schweizerischen Wirtschaft jährlich Schäden an im Wert von ca. einer Milliarde Franken, wie es kürzlich in der Presse zu lesen war.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kommt aufgrund einer Studie zum Schluss, die das Amt in Auftrag gab, dass Alkohol am Arbeitsplatz zu grossen Teilen die Arbeitsproduktivität stark beeinträchtigt und die Wertschöpfungskette ausleiert. Das ist in der Tat keine wirklich neue Erkenntnis. Aber die Studie kommt des Weiteren zum Schluss, dass alkoholisierte Arbeitnehmende 15% weniger leisten als nüchterne. Und diese Zahl ist neu.

Leichte oder starke Rauschzustände haben in einem kaufmännischen Umfeld anfänglich noch weniger Konsequenzen als auf einer Baustelle. Dort ist die Wahrscheinlichkeit weitaus grösser zu verunglücken.  Aber Alkohol vermindert in allen Situationen die Wahrnehmung und wirkt sich während der Arbeit überall negativ aus.

Das Zahlenmaterial für die Studie wurde bei den Mitarbeitenden von 1300 Unternehmen gesammelt. 2% dieser Mitarbeitenden haben ein ernstes Alkoholproblem.  In der Schweiz arbeiten 3,5 Millionen Menschen. Das bedeutet, dass hochgerechnet ca. 70’000 Menschen ihre Arbeit nur mit Alkohol bewältigen können. Diese Zahl entspricht zweimal der Bevölkerung der Stadt Schaffhausen. Prosit!

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