Nov 27

Prognosen und Indizes verhalten sich bei aller Wissenschaftlichkeit oft launisch wie Diven, die den falschen Blumenstrauss erhalten haben.

Autor: PersonalRadar

Kürzlich stand in einer Publikation der Gratis-Presse die Nachricht, dass die Stellenanzeigen im Internet nach einem Sinkflug, der 1 ½ Jahren dauerte, wieder zunehmen. Das Risiko arbeitslos zu werden hat sich angeblich auch verkleinert.

Gemäss dem Jobpilot-Index von Monster und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) wächst das Jobangebot zum ersten Mal seit Oktober 2009. Auch George Sheldon, Professor für Arbeitsmarktökonomie an der Uni Basel ist der Meinung, dass die sogenannten Frühindikatoren wieder nach oben zeigen und seit Sommer die Zahl der Entlassungen zurückgehen. Das subjektive Empfinden vieler Stellensuchender und solcher, die um ihren Job fürchten müssen, ist sicher anders.

Prognosen und Indizes verhalten sich bei aller Wissenschaftlichkeit oft launisch wie Diven, die den falschen Blumenstrauss erhalten haben. Ihre gute Stimmung kann von einem Moment auf den anderen kippen und Düsternis auf das Gesicht malen.

Es wird leider in vielen seriösen Quellen, und das kann man schon mit Fug und Recht als Tendenz bezeichnen, eine markante Erhöhung der Arbeitslosigkeit vorausgesagt. Zudem ist bekannt, dass viele erwerbslose Menschen in keiner Statistik erscheinen, da sie sich aus dem Berufsleben zurückziehen oder in einem Beschäftigungsprogramm stecken, um ihre ‚Employability’ zu verbessern.

Hoffen wir, dass die Sprunghaftigkeit der Prognosen bald erlahmt und die reale Wirtschaft wieder zur alten Stärke zurück findet. Oder was meinen Sie?

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