Mrz 1

Erwerbstätige Frauen sorgen für Zuwachs im Arbeitsmarkt.

Autor: PersonalRadar

Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigt sich trotz des starken Stellenabbaus in der Industrie ziemlich stabil: Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich Ende des letzten Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent auf 3,96 Millionen (Quelle: sda)

Dies obwohl die Industrie und der übrige sekundäre Sektor 2,5 Prozent weniger Beschäftigte hatten. Im Dienstleistungssektor gab es hingegen einen Zuwachs von 0,8 Prozent. In Vollzeitstellen umgerechnet sank die Beschäftigtenzahl von Oktober bis Dezember um 0,5 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag weiter mitteilte.

Gegenüber dem dritten Quartal 2009 erhöhte sich die Beschäftigung um 0,1 Prozent, wenn saisonale Effekte ausgeklammert werden. Allerdings gab es nur bei Dienstleistern mehr Arbeitsplätze, im sekundären Sektor sank die Beschäftigung um 0,5 Prozent. Weniger Beschäftigte hatten insbesondere der Maschinenbau (-6,8 Prozent zum Vorjahr), Hersteller von Metallerzeugnissen (-5,5 Prozent) oder Fabrikanten von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten, Uhren (-6,5 Prozent). Nach Regionen betrachtet stieg die Beschäftigung gesamthaft nur in den Grossregionen Zürich und um den Genfersee – im sekundären Sektor ging sie überall zurück.

Im laufenden Quartal dürfte sich die Lage verbessern: Der Indikator, welche die Zahl der offenen Stellen misst, erhöhte sich gegenüber dem dritten Quartal saisonbereinigt um 7,5 Prozent, und auch die Beschäftigungsaussichten verbesserten sich (0,4 Prozent zum Vorjahr).

Erstmals seit fünf Quartalen gilt der positive Trend auch für die Industrie: Der Index zu den offenen Stellen verzeichnete ein Plus von 9,2 Prozent, jener für die Beschäftigungsaussichten einen Zuwachs von 2,7 Prozent.

Mehr Frauen am arbeiten. In der Schweiz gibt es mehr Erwerbstätige: Die Zahl stieg Ende 2009 im Jahresvergleich um 0,3 Prozent auf 4,534 Millionen. Hauptunterschied der Statistiken ist die Zählweise: Die Erwerbstätigen-Statistik zählt Personen. Bei der Beschäftigung werden Stellen berücksichtigt – wer nicht nur einen Job hat, kommt mehrfach vor.

Der Zuwachs der Erwerbstätigen ist vor allem auf die Einwanderung zurückzuführen: Erwerbstätige mit Schweizer Pass gab es gleich viele wie im Vorjahr, während deutlich mehr Ausländerinnen und Ausländer mit einer Aufenthaltsbewilligung erwerbstätig waren (+6,3%). Auch Grenzgängerinnen und Grenzgänger arbeiteten mehr in der Schweiz.

Nur dank Frauen kam es zu einem Plus: Es gab 0,8 Prozent mehr erwerbstätige Frauen; die Zahl der erwerbstätigen Männer sank um 0,1 Prozent.

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