Jan 12

Sie arbeiten temporär? Sie haben Rechte!

Autor: PersonalRadar

Die Temporärarbeit ist schon lange kein rechtsfreier Raum mehr. Wenn Sie jedoch temporär arbeiten ist es wichtig, dass Sie über genügend Informationen betreffend den Rahmenbedingungen haben.

Ohne amtliche Bewilligung läuft gar nichts. Jedes Temporärbüro benötigt eine Bewilligung zum Personalverleih. Diese wird in der Regel vom Arbeitsamt des Sitzkantons des Temporärbüros auf Gesuch hin erteilt. Die Bewilligungsbehörde prüft, ob die Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung erfüllt sind. Sie haben auch klar Anspruch auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag. Dieser muss vor dem ersten Arbeitstag in Ihren Händen sein. Ihr Arbeitsvertrag besteht in der Regel aus 2 Teilen und zwar:

  • dem Rahmenarbeitsvertrag – Dieser regelt die Punkte, die bei allen Einsätzen zur Anwendung kommen
  • dem Einsatzvertrag – Er regelt die Punkte, die für den konkreten Arbeitseinsatz gelten, wie z.Bsp.:
  1. die Art der zu leistenden Arbeit
  2. Beginn und Ende des Einsatzes
  3. die konkreten Arbeitszeiten
  4. die Lohnbestimmungen
  5. allfällige Spesen und Zulagen
  6. die Abzüge für die Sozialversicherungen

Jeder neue Einsatz erfordert deshalb auch einen entsprechenden neuen Einsatzvertrag, welcher ebenfalls vor Einsatzbeginn vorliegen muss.

Aber 8-tung bei den sogenannten Kettenarbeitsverträge. Die sind verboten. Was ist das? Sogenannte Kettenarbeitsverträge, d. h. aufeinander folgende auf jeweils 3 Monate befristete Einsatzverträge bei immer dem gleichen Einsatzbetrieb und in gleicher Funktion sind unzulässig. Mit solchen Kettenarbeitsverträgen würden verschiedene Schutzbestimmungen umgangen, die zu Ihren Gunsten erlassen worden sind. Dagegen können Sie sich wehren.

Auch in Sachen Kündigungsfristen gibt es klare Regeln! In der Temporärarbeit sind bei unbefristeten Einsätzen während der ersten 6 Monate kurze Kündigungsfristen möglich:

  • Während der ersten 3 Monate beträgt die Kündigungsfrist mindestens zwei Tage, wobei dies Arbeitstage sein müssen. Bei der 5-Tage-Woche ist somit eine Kündigung am Freitag mit Kündigungsfrist Samstag/Sonntag ungültig, weil Sie an diesen Tagen in der Regel keine neue Arbeit suchen können. Die Kündigungsfrist von 2 Arbeitstagen gilt für beide Seiten, also für Sie und das Temporärbüro
  • In der Zeit vom 4. bis und mit dem 6. Monat beträgt die Kündigungsfrist mindestens 7 Tage

Bei einem befristeten Einsatzvertrag sind auch gewisse Voraussetzungen zu beachten:

Ist der Einsatzvertrag befristet, muss die Befristung entweder zeitlich mit einem Datum oder sachlich mit einem für Sie nachvollziehbaren Termin versehen sein. Befristungen wie „der Einsatz dauert bis Ende Arbeitsüberlastung“ gelten als unbefristete Einsätze, welche mit den erwähnten Fristen gekündigt werden müssen.

Auch die allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge (GAV), auch wenn deren Inhalt manchmal nur noch die Spezialisten/-innen verstehen und den Arbeitsmarkt stark mit ihren vielen Spezialitäten und Auflagen perforieren wie auch komplizieren, regeln sie vieles was Personaldienstleister beachten müssen. Wenn Sie in einem Einsatzbetrieb arbeiten, welcher einem allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrag untersteht, haben Sie Anspruch auf die darin festgelegten Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen, in der Regel:

  1. die Mindestlöhne
  2. die Lohnzuschläge für Überstunden etc.
  3. den 13. Monatslohn
  4. bezahlte Feier- und Ruhetage, der Ferienanspruch, die Lohnfortzahlung bei Krankheit, Unfall etc.

Auch die Kurzarbeit- und Schlechtwetterentschädigung ist klar geregelt. Allerdings ist diese für Temporärmitarbeitende eher zum klaren Nachteil. Trotzdem haben Sie Rechte! Wenn in einem Einsatzbetrieb kurzgearbeitet wird oder die Arbeit infolge schlechten Wetters ausfällt, haben Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, weil das Arbeitslosenversicherungsgesetz solche Ansprüche ausschliesst. Sie haben jedoch Anspruch auf Lohnfortzahlung Ihres Temporärbüros. Wenn Ihnen deshalb gekündigt wird, haben Sie Anspruch auf Lohnzahlung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist.

Auch die sogenannte berufliche Vorsorge (BVG, Rente) ist vom Gesetzgeber klar vorgegeben! Übersteigt das Jahreseinkommen die BVG-Eintrittsschwelle von CHF 20’520.- (ab 1.1.2009), so muss Sie die Temporärfirma wie folgt versichern:

  • Unbefristete Einsätze – Bei einem unbefristeten Einsatz haben Sie Anspruch darauf, ab Einsatzbeginn ins BVG („2. Säule“) aufgenommen zu werden.
  • Befristete Einsätze –  Wird ein Einsatz über 3 Monate hinaus verlängert, muss die Aufnahme ins BVG ab dem Tag der Einsatzverlängerung erfolgen.
  • Aufeinander folgende Anstellungen –  Folgen mehrere aufeinander folgende Anstellungen beim gleichen Arbeitgeber oder Einsätze für das gleiche Unternehmen bei denen kein Unterbruch von länger als drei Monaten zugrunde liegt,sind die Arbeitnehmenden ab Beginn des insgesamt vierten Arbeitsmonats versichert; wird jedoch vor dem ersten Arbeitsantritt vereinbart, dass die Anstellungs- oder Einsatzdauer insgesamt drei Monate übersteigt, so sind die Arbeitnehmenden ab Beginn des Arbeisverhältnisses versichert.

Der temporär vermittelnde Personaldienstleister muss Konkurs anmelden und hat Ihren Lohn noch nicht bezahlt? Auch da gibt es ein Sicherheitsventil! Jedes Temporärbüro muss eine Kaution (mindestens CHF 50’000.-) hinterlegen. Diese Kaution dient zur Abdeckung offener Lohnforderungen im Falle eines Konkurses des Temporärbüros. Ob der Betrag dann reicht, um alle Forderungen befriedigen zu können, steht auf einem anderen Blatt.

Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser. Ein guter Personaldienstleister geht mit seinen temporären Mitarbeitenden ohnehin fair um und informiert korrekt, sachlich und umfassend. Anbieter von Personaldienstleistungen, die immer noch der Meinung sind, dass die Temporärmitarbeitende einfach arbeiten sollen und keine Auskunftsrechte haben, sollten gemieden werden.

Sie arbeiten temporär? Sie haben Rechte!, 7.2 out of 10 based on 42 ratings

VN:F [1.9.21_1169]
Rating: 7.2/10 (42 votes cast)
Comments

131 thoughts on “Sie arbeiten temporär? Sie haben Rechte!”

  • Machoi sagt:

    Hallo,
    ich war von 2005-2014 in der Schweiz temporär tätig.Nun habe ich von der Stiftung Auffangseinrichtung BVG einen Kontoauszug bekommen,jetzt habe ich das kontrolliert und habe festgestellt, das, das Temporär Büro mir einen unbristeten Arbeitsvertrag gegeben hat, aber nicht ab 1. Tag die BVG eingezahlt hat.(mehrere Temporärbüros) Kann ich da noch etwas unternehmen?
    Ich bin wieder in Deutschland, und bin am überlegen ob ich mir das Geld auszahlen lasse, gibt es da Schwierigkeiten?
    Mit freundlichen Grüßen U.Machoi

    • Hallo – Danke für die Frage. Grundsätzlich ist es immer besser, wenn man solche Sachen vor der Vertragsunterzeichnung kontrolliert! Temporärmitarbeitende sind wie folgt BVG-pflichtig:

      Die Versicherung beginnt ab dem 1. Arbeitstag:
      – falls das Arbeitsverhältnis für eine unbestimmte Dauer abgeschlossen wird;
      – falls das Arbeitsverhältnis 13 Wochen übersteigt;
      – falls der Arbeitnehmer es verlangt;
      – falls der Mitarbeiter für den Unterhalt von Kindern aufkommen muss.

      Sowie ab dem Tag, an dem
      – der ursprünglich für eine kürzere Dauer vorgesehene Arbeitseinsatz innerhalb 52 Wochen nach Beendigung des letzten Einsatzes über die 13. Woche hinaus verlängert wird (gemäss GAV Personalverleih);
      – die Verlängerung eines Einsatzes bei derselben Temporärfirma vereinbart wird, falls die Verlängerung und der anfängliche Einsatz zusammen länger als 13 Wochen dauern.

      Ob man da was noch machen kann, entzieht sich offen gestanden meiner Kenntnis. Die Auszahlung wird insofern schwierign werden, da zwischen der Schweiz und Deutschland ein Staatsvertrag besteht, der solche Angelegenheiten in Sachen Sozialversicherungen regelt. Am besten kannst du das abklären, wenn du mit der Auffangeinrichtung Kontakt aufnimmst und das abklärst. Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen. Herzlichst, Markus

  • Gökhan Dumraz sagt:

    Wie kann ich mich gegen den sogenannten Kettenarbeitsvertrag wehren? Ich bin seit 7. Juli 2015 angestellt bei der gleichen Firma zu den gleichen Konditionen. Der auf 3 Monate befristete Vertrag ist beendet. Ich habe keinen neuen Vertrag erhalten und wenn ich in der Firma um eine Festanstellung frage, werde ich hingehalten. Kann ich selber künden, ohne gleich vom ALV eine 3 monatige Sperre zu erhalten?

  • Birgit sagt:

    Hallo…ist dass tatsächlich rechtens??..

    ich arbeite schon seit Jahren( mal mehr mal weniger) immer für das gleiche Temporär Büro in der Schweiz.
    Im laufe der Jahre wurde ich auch an die verschiedensten Feststellen vermittelt und war immer gut aufgehoben.
    Nach (mal wieder) einem längeren Auslandsaufenthalt, habe ich das komplette Jahr 2015 temporär auf Abruf gearbeitet.
    die letzten 4 Monate vom Jahr immer für den gleichen Betrieb mit wöchentlichen Einsatzverträgen.
    Oft kamen 40 -50 Stunden zusammen was am Jahresende aber normal ist. In dieser Zeit habe ich mich körperlich verausgabt und mich die letzten 3 Einsätze aus pflichtbewusst sein hingeschleppt und bin erst nach Ende des Einsatzes zum Arzt der mich dann erst mal 4 Wochen krank geschrieben hat (und mir eine IV – Abklährung nahelegt).
    Habe das Arztzeugniss zum Temporär Büro geschickt und auch mit den Consultions gesprochen.

    die mir die Auskunft erteilten, dass mir kein Tagegeld zusteht, da ich zu der Zeit kein Mandat hatte/habe.

    Freundlicherweise haben sie mir wenigstens mein Arztzeugniss wieder zurück geschickt.

    habe ja auch meinen Teil an diesem Tagegeld bezahlt…steht mir da tatsächlich gar nichts zu??

    habe es immer sehr geschätzt temporär zu arbeiten…
    aber es herrscht ein verdammt rauer Wind

    vielen dank fürs lesen (zu hören)
    und evtl tipp was ich tun kann
    BiRo

    • Hallo Birgit – die Arbeitswelt ist in der Tat rauher geworden. Trotzdem bist du versichert gegen Krankheit. Ich kann dir aber nicht helfen, da ich die Details nicht kenne. Der Personaldienstleister muss das mit dir abklären. Besser ist noch, wenn du die zuständige Person bei der Krankenversicherung ans Telefon bekommst und dort mal einen Termin abmachen kannst, damit in Ruhe deine Angelegenheit fachmännisch geprüft werden kann. Wie eher, desto besser. Herzlichst, Markus

  • Linsin Horst sagt:

    Hallo,habe eine Frage.
    War bis 23.10.2015 bei einer Temporärfirma unter Vertag.
    Am 23.10.2015 würde ich Krankgeschrieben bis 31.10.2015.
    Meine Frage nun steht mir für die Zeit Krankengeld zu ?
    Warte bis heute auf das Geld,wenn ja was kann ich tun damit ich mein Geld bekomme ?.mfg.Horst

    • Hallo Horst – ich kenne die Einzelheiten des Vertrages nicht. Ich weiss auch nicht welche Lösung der Personaldienstleister mit der Krankenversicherung hat. In den meisten Fällen sind die ersten 2 Tage der Krankheit sogenannte Karenztage. Du bekommst kein Krankentaggeld für diese 2 Tage. Danach erhälst du Krankentaggeld, vorausgesetzt du hast ein Arztzeugnis. Dieses muss der Personaldienstleister der Krankenversicherung einreichen, damit er Krankentaggeld zugunsten von dir erhält. Red mal mit denen und kläre das sauber aus. Ist der Personaldienstleister seriös, dann wird er dir den Sachverhalt auch klar erklären können. Herzlichst, Markus

  • Guten Tag liebes Team,
    Meine Frage lautet ,bin Examen. Altenpflegerin in Deutschland in der Schweiz
    Offiziell anerk. FABE wurde im August und immer noch bei Joker Personal AG Zürich angestellt gedacht auf Dauerstelle bis dahin Temporär. Und es ist so
    Bekomme vom Joker 2 Monate Einsatz und dann Leerlauf bis zu einem Monat und mehr zu Hause auf eigene Kosten,weil die wieder kein Einsatz gefunden haben und auf Dauerstelle sowieso nicht,s. Es laufen aber Lebenskosten,die Der Joker klar nicht interessieren.Ist in meinem Fall der Joker nicht verpflichtet sich um der Einsatz schnellmöglichts zu kümmern oder finanziell auszugleichen? Ich von meine Seite habe mich natürlich auf eigene Faust beworben und eine anderer Firma angeschrieben,aber es dauert eben bis man etwas findet.Was interessant ist dass auf Joker Hom Seite weitere Inserate mit Rekrutierungen FABE,s Berufsgruppe Laufen.Sind sie nicht verpflichtet erst mal Angestellte mich zu beschäftigen und danach weiter zu werben um die Arbeitslösigkeit zu vermeiden? Und wie lange darf der Enzatzverzögerung dauern?

    Mit Freundlichen Grüßen
    Katharina Moser

    • Liebe Katharina – der Personaldienstleister hat keine Verpflichtung dich zu beschäftigen. Deine Situation ist sicher nicht einfach. Gut ist, dass du dir eine eigene Festanstellung suchst und hoffentlich auch bald findest. Ich würde den Personaldienstleister noch einmal ansprechen und ihn dazu ermuntern, dass er dich bei der Stellensuche einer Festanstellung aktiv unterstützt, damit du bald wieder ein geregeltes Einkommen hast. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg. Herzlichst, Markus

  • Marco sagt:

    Liebes Personalradar-Team!

    Ich bin auf eure Seite gestossen, da ihr über „Kettenverträge“ redet. Ich arbeite seit 2 Jahren im Temporäreinsatz, bei der gleichen Temporärfirm und beim gleichen Unternehmen. Mein Vertrag wird alle 3 Monate erneut. jetzt lese ich auf eure Seite,dass dies unzulässig ist obwohl ich mir das noch nie bewusst war. Habe ich das falsch verstanden? Was kann ich dagegen tun? Dank für eure Hilfe! Liebe Grüsse, Marco

    • Lieber Marco – Wenn du nach 3 Monaten für den gleichen Einsatzbetrieb wieder einen neuen Arbeitsvertrag erhälst, dann ist das in der Tat ein Kettenvertrag. Wahrscheinlich will man sich das Pensionskassengeld sparen. Ich würde das mit dem Personaldienstleister besprechen und ihn auf die Rechtslage aufmerksam machen. Ansonsten gehe zum AWA (Amt für Wirtschaft) in deinem Kanton und lass das von einem Juristen kostenlos abklären. Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen. Herzlichst, Markus

  • Vladimir Masar sagt:

    Guten Tag zusammen,

    ich habe eine Frage. Ich bin neu in der Schweiz und habe eine temporäre Stelle ( max.3 Monate ) erhalten. ( Job Vermittlungsfimrma)
    Art der zu leistenden Tätigkeit ist Metallbaupraktiker.
    Heute haben wir Asbestsanierung gemacht, ohne Schutzmitteln. Ich bin am Nachmittag nach Hause gegangen, alle meine Arbeitsrapports sind unterschrieben.
    Die Personalagentur will gegen mir eine konventionelle Strafe anleiten.
    Wie soll ich da vorgehen? Ich bin 4 Stunden früher aus der Arbeit gegangen wegen fehlenden Schutzmitteln.
    Dazu will mir die Agentur kein Lohn für letzte 2 Wochen auszahlen.
    Bitte um Hilfe!
    Danke vielmals.
    Vlado

    • Hallo Valdimir – Asbest entfernen ohne Schutzmittel ist lebensgefährlich. Der Einsatzbetrieb muss die Schutzkleidung stellen. Unbedingt. Ansonsten kann man so eine Arbeit, ohne die Gesundheit aufs Spiel setzen zu müssen, nicht ausführen. Der Personaldienstleister muss unbedingt mit dem Einsatzbetreib reden. Da ist eine Konventionalstrafe überhaupt nicht gerechtfertigt. Dein Weggehen war rechtens und auch nötig. Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen. Herzlichst, Markus

  • Marco sagt:

    Guten TAg,

    Ich habe folgenden Fall:

    Ich arbeite über ein Temporär büro welches mir eine 100% Stelle vermittelt hat. Nun wurde ich innerhalb von 2 wochen je woche einen Tag nicht ,,gebraucht,, aufgrund von schlechtem Wetter. Wie ich oben gelesen habe müsste das Temporärbüro mir den ausfall trotzdem weiter zahlen da ich zu einer 42h woche angestellt wurde. Ist das richtig?
    Das temporär büro will jetzt nämlich den Vertrag anpassen für diese zeit und es auf 80% umschreiben. Das wäre dann ein fehler meiner seits?

    Danke im Vorraus für die Hilfe.

    • Hallo Marco – es geht hier um den sogenannten Annahmeverzug. Der Vertrag lautet auf 42h, aber du kannst nur zum Beispiel 33h arbeiten, weil die Witterung es nicht zulässt. Das ist immer eine schwierige Situation für beide Seiten. Der Einsatzbetrieb, der Mitarbeitende und der Personaldienstleister können nichts dafür, dass die Witterung mies ist oder die Auftragslage eine Auslastung nicht zulässt. Die Umschreibung auf 80% ist einfach realistischer und hilft dem Temporärbüro den Annahmeverzug auch einhalten zu können. Nicht mehr und nicht weniger. Herzlichst, Markus

  • Christian sagt:

    Guten Tag

    Seit knapp 3 Monaten bin ich Temporär , möchte mich informieren wie es mit der Kündigungsfrist aussieht .
    Mein Temporär Büro sagt 7 Tage vonFreitag bis Freitag, habe die 3 Monate nicht überschritten.
    Mein erster Einsatz war am 31 August .
    Da ich aber eine neue Arbeit gefunden habe , wo ich schon den Arbeitsvertrag unterschrieben habe und dies meinem Temporär Büro mitgeteilt habe , machen Sie mir Probleme mit der Kündigungsfrist.
    Ich meldete die Kündigung gleich am Wochenbeginn und man teilte mir mit dass ich noch 9 Arbeitstage bleiben muss!!
    Bei nicht einhalten der gennanten Kündigungsfrist müsste ich mit masiven Lohnabzügen rechnen ( 2500 ) Franken
    Ich wäre sehr dankbar wenn Sie mir weiterhelfen könnten.

    • Hallo Christian – in der Regel ist das wie folgt fest gehalten in den Arbeitsverträgen:

      1. Tag bis 3 Monate = 2 Tage Kündigungsfrist
      4 – 6 Monat = 7 Tage Kündigungsfrist
      mehr als 6 Monate = 1 Monat Kündigungsfrist
      Schau mal deinen Arbeitsvertrag an. Der gilt, wenn er sich auch nach dem Arbeitsrecht ausrichtet (OR). Red mal mit dem Temporärbüro. Vielleicht liegt ja auch ein Missverständnis vor. Herzlichst, Markus

  • Zoltan sagt:

    Guten tag ich habe nur die frage ob temporär hat recht auf speisengeld(mahlzeiten) immer oder ist das irgenwie begrenzt
    Danke für der antwort

  • Sandra A. sagt:

    Guten Tag,

    Ich bin seit ca. Juli bei einem Temporär Büro angestellt als Dachdecker.
    Da das Wetter auch nicht wirklich mitspielt, habe ich seit längerem keinen Einsatzvertrag erhalten.
    Da ich meine Rechnungen aber trotzdem bezahlen muss, ist meine Frage: ob ich mich bei mehrern Temporär Büros gleichzeitig bewerben kann / angestellt sein kann?

    Vielen Dank für eine kurze Rückmeldung.

    Grüsse

    • Liebe Sandra – du bist eine freier Mensch. Das ist ein freier Arbeitsmarkt. Wenn dir im Moment das Temporärbüro nichts bieten kann, dann musst du die Angebote auch der anderen prüfen. Unbedingt. Deine Solidarität mit dem Temporärbüro ist vorbildlich. Aber du musst arbeiten, um laufene Kosten decken zu können. Falls das Temporärbüro behauptet das geht nicht, dann ist da natürlich ein Blödsinn. Das geht sehr wohl. Viel Glück bei der Stellensuche. Im Raum Basel kann ich http://www.jobs-fuer-handwerker.com empfehlen. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. Herzlichst, Markus

  • elze sagt:

    bin temporär angestellt gewesen und am Freitag erfuhr ich das ich bereits Dienstag von der ?ündigung erfahren hätte, war nicht so da es einfach vergessen wurde mich zu informieren. Hatte mich die ganze Woche mit Rückenschmerzen gequält also Montag zum Arzt und auf Grund der intensität der Schmerzen krank geschrieben, Temporärbüro will für Krankheit nicht aufkommen obwohl in Kündigungsfrist

    • Lieber Klaus – das kann ich nicht richtig beurteilen, da ich die Fakten zuwenig kenne. Wenn du noch in der Kündigungsfrist bist, dann hast du den Versicherungsanspruch. Klär das nochmal mit denen ab. Ich hoffe es geht dir jetzt wieder besser. Herzlichst, Markus

      • elze sagt:

        Hallo Markus,
        habe alles versucht nun hat man es so hingedreht das ich nach 6 Wochen Krankheit erfahre es gibt kein Krankentaggeld nach 21 Tagen obwohl laut Vertrag bis Ende Arbeitgeberüberlastung steht es wurde auch nicht abgeklärt ob der Unfall eine Nachfolgeerscheinung eines Unfalls von 2012 ist seit dem habe ich in regelmässigen Abständen Probleme mit den Rücken damals war ich unter anderen auf den Rücken gestürzt

        • Hallo Klaus – ich kann dir leider nicht helfen, da ich die Einzelheiten des Vertrages und den Abmachungen nicht kenne. Somit wäre eine Beurteilung deiner Angelegenheit aus meiner Sicht nicht ganz fair. Ich wünsche dir einfach gute Genesung. Herzlichst, Markus

  • Michel sagt:

    Hallo
    Ich bin Temporär angestellt und wurde in eine Verleiht in eine grosse Firma. Laut vertrag mit einer 3 Mt. Probezeit mit 2 Tage Kündigungsfrist.
    Nach den 3mt. wurde mir mitgeteilt das die Probezeit aus Wirtschaftlichen Gründen verlängert wird. Auf erneutes ansprechen, wurde mir mitgeteilt das die Probezeit nicht verlängert wird (angeblich ein Missverständnis) sondern ich Jetzt im normalen Tempo. Verhältnis angestellt bin. (inklusive 2 tage Kündigungsfrist). Dies jetzt seit 5.5 Mt. Ist das Legitim.

    • Hallo Michel – ich habe nicht alles verstanden, aber ich vermute etwas. Wenn du temporär arbeitest sind die Kündigungsfristen wie folgt:

      0 Tage – 3. Monat = 2 Tage Kündigungsfrist
      4. Monat – 6. Monat = 7 Tage Kündigungsfrist
      ab den 7. Monat = 1 Monat Kündigungsfrist

      Lies mal deinen Arbeitsvertrag richtig durch. Dort muss es so stehen. Ich hoffe ich konnte helfen. Herzlichst, Markus

  • Kasap Ümit sagt:

    Hallo. Ich arbeite schon 2einhalb jahre als Temporär in der gleichen 3 Schicht Firma. Ich war bis jetzt immer zuverlässig und flexibel. Ich arbeite sogar 6 Nächte in der Woche was fast keiner in der Firma macht. Wir haben einen Mitarbeiter bekommen der jetzt auch schon 6-7 Monate da arbeitet in der gleichen abteilung. Mein Chef hat diesem Mitarbeiter und mir gesagt es gäbe eine Festanstellung. Nun haben die Personalchefinen und mein Chef ihm den Festvertrag gegeben und nicht mir was eigentlich ich bekommen sollte da ich ja viel länger als er in dieser Firma bin und ja auch immer zuverlässig und flexibel war. Was soll ich jetzt machen? Ich bin hilfslos und richtig wütend. Habe auch kein Motivation mehr weil ich das unfair finde. Gibt es da nicht irgendwelche gesetze regeln oder rechte für mich? Ich kämpfe jetzt schon zulange für die Festanatellung und dan so was. Bitte um hilfe.

    • Hallo Kasap – leider ist das Leben nicht immer gerecht. Schon gar nicht in der Arbeitswelt! Nicht das Temporärbüro kann über Festanstellungen entscheiden. Es ist der Einsatzbetrieb. Red mal mit deinem Personalberater. Vielleicht kann er dich noch einmal in Position bringen, dass es doch noch klappt. Ansonsten sei auch zufrieden, dass du einen Job hast. Die Zeiten werden wieder härter. Zudem ist es aber auch sehr lobenswert, wie du dich beruflich engagierst. Schichtarbeit ist anstrengend. Sie wird aber auch vergütet. So schlecht kann es dort nicht sein, wenn du schon 2 1/2 Jahre fü diesen Einsatzbetreib tätig bist. Ich hoffe es klappt für dich und man beurteilt die Sachlage noch einmal zu deinen Gunsten. Ich wünsche dir viel Glück dabei. Herzlichst, Markus

  • Grimm sagt:

    Ich habe bei einem Temporärbüro gearbeitet. Zuerst mot mehreren verträgen, welche nur immer max 1-2 tage waren. Jedoch habe ich immer länger als die auf dem Vertrag angegebenen Tage. Mir wurde dann gesagt, dass sie mir rückwirkend einen unbefristeten Vertrag machen ab April. Jetzt ist sept. Ich habe bis Heute diesen Vertrag nie gesehen und daher auch nie Unterschrieben. Nun habe ich dem personalberater geschrieben, dass ich zur konkurenz gehe. Mit diesem sms sagt er, sei unser Arbeitsvertrag gekündigt!!!
    Ich habe aber nie geschrieben ich kündige und schon gar nicht oer wann. Ist dies Rechtsgültig???

    • Hallo Grimm – ich kann das schlecht beurteilen ohne die klaren Fakten. Es scheint mir jedoch, dass das Vertrauensverhältnis ohnehin Schaden genommen hat. Du bist übrigens frei. Du kannst das Temporärbüro immer wechseln, wenn du willst und die Kündigungsfristen respektierst. Ich hoffe du findest bald wieder eine gute Arbeit, wo solche Diskussionen schon gar nicht mehr aufkommen. Viel Glück für die Zukunft. Herzlichst, Markus

  • Andreja Portuondo sagt:

    Guten Tag
    Am 2.03.2015 habe ich über ein Temporärbüro in Produktion einer Firma gearbeitet. Der Vertrag wurde voraussichtlich auf 1 Monat festgesetzt. Vollzeit. Bereits nach zwei Wochen, wurde ich von Einsatzleiter gefragt, ob ich interessen habe um bis auf unbestimmte Zeit zu bleiben. Ich habe mich sehr gefreut. das Temporärbüro hat mein erster Vertrag nicht abgeändert, sondern lies mich weiter dort arbeiten, weil Sie selbst, wie Sie sagen, noch keine definitive Zusage der Firma bekommen haben. Anfangs Mai bekam ich immer öfter schmerzen in rechten Arm und Finger. Ich arbeitete in Fisch Abteilung Produktion wo sehr kalt war, auch die schwere Harrasen und Paletten die ich in schnellen arbeitstempo hoch biegen musste, haben die schmerzen noch schlimmer gemacht. Ich dachte es ist eine Sehnenendzündung, doch der Arzt sagte es ist ein Karpendialsyndrom das Operiert werden soll. Ich hatte Nachts taubgefühl in Arm und konnte von schmerzen überhaupt nicht schlaffen. Dann wurde ich von 15.05. bis 23.05.2015 voraussichtlich von Arzt krank geschrieben und bekam Schmerzmittel. Am 21.05. noch während ich mit Zeugnis krank geschrieben war, rief mich meine Personalberaterin von Temporärbüro an und sagte mir, das Sie mein Arbeitsvertrag von 2.03.2015 unter vereinbarten Kündigungsfrist von 2 Tagen auf den 26.05.2015 auflösen tuet. Die krankheitstage von 15. bis 23.05. sind von Versicherung bezahlt worden. Montag, 25. und Dienstag 26.05. gelten als Kündigungsfrist.
    Jetzt sagt das Temporärbüro, das mir die zwei Kündigungsfrist Tage nicht bezahlt werden, weil ich da nicht gearbeitet habe. Stimmt das?

    Vielen Dank

    • Hallo Andreja- Gesundheit geht vor. Bist du nicht gesund, kannst du auch nicht arbeiten. Ich kenne nicht alle Details deines Falls. Du warst krank geschrieben und man hat dir gekündigt. Das ist eine Kündigung zu Unzeit. Geht gar nicht. Wenn du krank geschrieben bist, dann bist du versichert und solltest Krankentaggeld erhalten (in der Regel 80% des Lohnes). 2 Tage sind Karenzfrist. Das heisst bist du zum Beispiel 10 Tage krank, werden 8 bezahlt. Klär die Angelegenheit mal rechtlich mit dem Arbeitsamt ab. Die haben dort Juristen und stehen dir bei. Danach würde ich nochmals mit dem Temporärbüro Kontakt aufnehmen und die Sache vor Ort regeln. Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen. Herzlichst Markus S.

  • adi sagt:

    Hallo

    Ich Arbeite seit ungefähr einem Jahr über ein Temporär Büro bei einer Firma. Nun muss ich durch meinen Arzt einen Stationären Aufenthalt machen, wegen chronisch Kopfschmerzen.

    Ich habe das sowohl der Firma wie auch dem Büro gemeldet. Soweit war auch alles gut, jetzt aber erfahre ich von meinem temporär Büro das sie sich nicht sicher sind das sie mir meinen lohn zahlen können. Weil ich das doch auch schon vorher gehabt habe.

    Das Problem ist ich bin jetzt schon Stationär, und ich wollte fragen ob das rechtlich möglich ist. Ich sollte doch auch versichert sein und mein Lohn bekommen und wen ja was kann ich machen?

    • Hallo Adi – ich hoffe es geht dir in der Zwischenzeit ein wenig besser. Wenn du temporär arbeitest, bist du gegen Krankheit versichert. Ich kenne die Versicherungspolice dieses Personaldienstleisters nicht. Hast du ein Arztzeugnis und warst du zu diesem Zeitpunkt noch mit einem Arbeitsvertrag gebunden, dann muss dich der Personaldienstleister beim Krankenversicherer anmelden. Dein Einkommen (meistens 80% vom Monatsdurchschnitt) wird dann von der Versicherung bezahlt. Daher hast du auf der Lohnabrechnung auch Abzüge KTG (Krankentaggeld). Ich wünsche dir gute Besserung und hoffe du kannst bald wieder arbeiten. Herzlichst, Markus S.

  • Carsten sagt:

    Guten Tag,
    ich habe im Stundenlohn System gearbeitet.
    Manchmal nur 140 Stunden und manchmal musste ich sogar 360 Stunde in einem Monat leisten.
    Auf jede Stunde habe ich Feriengeld bekommen und für jede Stunde musste ich Arbeitslosengeld bezahlen.
    Jetzt bin ich Arbeitslos geworden.
    Meine Frage: wird das Arbeitslosen Tagegeld für alle Stunden im Stundenlohn bezahlt?
    Ich habe die Beiträge auch für ALV für jede Stunde die ich gearbeitet habe zahlen müssen.
    Vom Beruf bin ich Elektrotechniker.
    Meine E-Mail Adresse: carsten.j@sunrise.ch
    Freundliche Grüsse
    Carsten

    • Lieber Carsten – Der Arbeitgeber muss dir bei Arbeitslosigkeit eine sogenannte Arbeitgeberbescheinigung ausfüllen. Das wird meistens noch ergänzt mit den Lohnabrechnungen oder einem Lohnkontoblatt, wo all deine Einkünfte zusammen gefasst sind. Das ist dann die Berechnungsgrundlage für die Arbeitslosenkasse. Dort wird dir dann im Detail erklärt, wie das alles berechnet wird. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. Bei der Jobsuche wünsche ich dir viel Glück und Erfolg. Herzlichst, Markus S.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.