Aug 30

Temporär arbeiten und Feriengeld. Was hat es auf sich?

Autor: PersonalRadar

Das sogenannte Feriengeld löst zwischen Personaldienstleistern und Temporärmitarbeitenden immer wieder Dispute aus. Dabei ist es so einfach diese zu vermeiden.

Temporärmitarbeitende werden an Einsatzbetriebe vermittelt. Der Personaldienstleister schliesst somit mit dem temporären Mitarbeiter einen Arbeitsvertrag ab. Daher ist der Personaldienstleister auch der Arbeitgeber des Temporärmitarbeiters und nicht der Einsatzbetrieb. Deshalb muss auch der Personaldienstleister sämtlichen Verpflichtungen gegenüber seinem Arbeitnehmer nachkommen.

Bei einem temporären Einsatzvertrag sind die Ferien im Stundenlohn wie folgt einberechnet:

  • 8.33% = 4 Wochen Ferien
  • 10.63% = 5 Wochen Ferien
  • 13.04% = 6 Wochen Ferien

Nach Arbeitsrecht sind mindestens 4 Ferien Wochen gesetzlich vorgeschrieben. Je nach Branche und Gesamtarbeitsvertrag kann das auch mehr sein. Auch in Sachen Arbeitsstunden pro Woche gibt es immer wieder ein Durcheinander. Nachfolgend noch eine Aufstellung:

  • 174 Arbeitsstunden pro Monat = entspricht einer 40-Stunden Woche
  • 178 Arbeitsstunden pro Monat = entspricht einer 41-Stunden Woche
  • 182 Arbeitsstunden pro Monat = entspricht einer 42-Stunden Woche
  • 186 Arbeitsstunden pro Monat = entspricht einer 43-Stunden Woche
  • 190 Arbeitsstunden pro Monat = entspricht einer 44-Stunden Woche

Nun wie geht das mit dem Feriengeld?

  • Personaldienstleister sind aus gesetzlichen Gründen dazu verpflichtet das Feriengeld nicht monatlich auszahlen zu dürfen. Sie müssen das Guthaben zurückbehalten, verwalten und auf der Lohnabrechnung klar betragsmässig ausweisen (siehe auch GAV Personalverleih / Artikel 13).
  • Das Feriengeld wird dann ausbezahlt, wenn der Temporärmitarbeitende wirklich a)  in die Ferien geht, b) der Einsatz fertig ist – ohne dass ein weiterer folgt- oder c) das Jahr zu Ende geht und Restguthaben fällig werden.

Wichtig ist, dass der Personaldienstleister über eine branchenübliche Abrechnungssoftware verfügt (pcjob.net, Soprop, Realisator usw.), um die Lohnabrechnungen auch regelkonform zu erstellen. Gute Personaldienstleister verfügen über solche Hilfsmittel und sind auch in Sachen Feriengeld transparent und offen. Sollte das nicht der Fall sein, dann ist es Zeit, den Personaldienstleister nach Auszahlung des Guthabens zu wechseln. Ein gute Partnerschaft besteht immer aus zwei Parteien.

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Comments

26 thoughts on “Temporär arbeiten und Feriengeld. Was hat es auf sich?”

  • Reto sagt:

    Hallo

    Ich arbeite seit drei Jahren für den gleichen Vermittler und der gleichen Einsatzfirma.
    Es ist mir bewusst das der Gesetzgeber vorschreibt mindestens 4 Wochen Ferien zu beziehen. Doch ich kann mir Ferien finanziell nicht leisten. Damit meine ich den Bezug von Ferien, nicht in die Ferien reisen. Das Geld das für Ferien zurück behalten wird reicht gerade für Steuern und Krankenversicherung.
    Meine Frage:
    Mit welchen Konsequenzen muss ich, der Vermittler und die Einsatzfirma rechnen wenn ich weiterhin, aus finanziellen Gründen, keine Ferien beziehe.

    Besten Dank für eine Antwort
    Reto

  • Ruppen sagt:

    Hallo
    Ich war krank bis heute jetzt habe ich das Büro gewechselt und gekündigt auf den 17 August.Jez hab ich denen gesagt Sie sollen mir denn Abschluss machen nächste Woche da ich das Geld dringend brauche heisst Feriengeld und Krankentaggeld. Die haben mir aber gesagt das Sie mir erst ende monat das Geld überweisen ist das rechtens oder kann ich die Gewerkschaft einschalten?

    • Hallo Ruppen – wenn du dem Temporärbüro gleich mit der Gewerkschaft drohst, dann kommt es nie gut. Das Verhalten des Personaldienstleisters ist angemessen. Er muss vielleicht noch auf Krankentaggeldabrechnungen warten, bevor er wirklich richtig abrechnen kann. Allerdings hätte man dir einen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen durchaus anbieten können. Ein kurzer Anruf beim Krankentagelddienstleister hätte da vielleicht genutzt. Bei solchen Auseinandersetzungen ist reden viel besser als drohen! Herzlichst, Markus

  • Laura sagt:

    Hallo.Ich habe eine Frage. Ich bin im Umsatzlohn angestellt.
    Ich habe geregelte Arbeitstage Donnerstag und Freitag und 1 wWochenende im Monat. Ich kriege 45% von meinen Umsatz, wenn ich keinen Kundschaft habe verdiene ich nichts, deswegen unregelmässige Lohn.
    In meinen Vertrag steht das Aufgrund der sehr unregelmässigen Arbeitszeiten des Arbeitnehmers sind im ausbezahlten Bruttolohn eine Ferienzulage von 8.33% sowie Feiertagsentschädigung 4,71% enthalten.
    Allerdings ist es nicht separat in Lohnabrechnung ausgewiesen.
    Ich bin damit nicht einverstanden.
    Was kann ich tun?

    • Liebe Laure – ich muss passen. Ich kenne nicht alle Vertragsdetail. Lass es mal von einem Juristen prüfen. Das kannst du auch beim RAV machen. Diese prüfen dann den Inhalt auf die Richtigkeit. Viel Glück und Erfolg. Herzlichst Markus S.

  • Christa sagt:

    Hallo, ich habe eine Frage. Ich bin nun aus dem Mutterschaftsurlaub zurück und habe (leider) keine Einigung für eine Festanstellung erzielen können. Allerdings möchte mich mein Chef gerne noch auf Stundenlohnbasis beschäftigen wenn die Firma viel Arbeit hat. Diesen Stundenlohn möchte er gerne auf der Basis von dem Festanstellungslohn (bis jetzt immer inkl. 13. und mit 21 Ferientage.) berechnen. Was für „Zuschläge“ kann ich auf den heruntergerechneten Lohn fordern? (Ferienentschädigung? Anderes?) Vielen Dank!

    • Hallo Christa – danke für die interessante Frage. Das mit dem Stundenlohn ist sicher ein guter Vorschlag. Es gibt den Grundlohn, die Ferienentschädigung, die Feiertagsentschädigung und der 13. Monatslohn. Alles muss seperat ausgewiesen sein, damit du es auch nachvollziehen kannst. Ich hoffe ich konnte helfen, Herzlichst, Markus

  • Branca sagt:

    Guten Tag
    ich hatte letztes Jahr eine Angestellte ab Abruf gehabt.
    Sie hat nur in November und Dezember gearbeitet..nicht 100% anstellung.
    Ich habe ihr 8.33 %feriengeld mit dem Lohn jede Monat ausbezahlt.
    Musste ich überhaupt das Feriengeld auszahlen oder wie die mitarbeiterin sagt :du musstest mir 10.33% auszahlen?
    Danke im Voraus
    Branca

    • Hallo Branca – Danke für die interessante Frage. Ich kenne keine Details zu dieser Anstellung. 8.33% entspricht 4 Wochen Ferien. 10.64% entspricht 5 Wochen Ferien. Das Feriengeld muss selbstverständlich ausbezahlt werden. Wenn jemand im Stundenlohn eingestellt wird, ist es oft so, dass das Feriengeld nicht ausbezahlt wird, aber auf der Lohnabrechnung als Guthaben ausgewiesen werden muss. Geht die Mitarbeiterin dann in die Ferien, wird das Anstellungsverhältnis aufgelöst oder ist Ende Jahr, dann wird auch das Feriengeld ausbezahlt. Diese Webpage gibt dir noch ein paar nützliche Infos: http://www.pinus.ch/blogbeitraege-treuhand/lohnabrechnung-mit-stundenlohn-welche-berechnungsregeln-gibt-es.php Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen. Herzlichst, Markus

      • Branca sagt:

        Also…
        Sie hatte eine befristete arbeitsanstellung
        ab 11.nov. bis 24.dez.2014
        Und ich denke habe ich korrekt ausgerechnet…8.33%
        Danke fürs so schnelle antwort

  • Reto sagt:

    Guten Tag
    Danke für die interessante Seite sie hat fast alle meine Fragen beantwortet.
    Letztes Jahr wurde ich 50 Jahre alt. Laut Gesetz steht mir eine Woche mehr Ferien zu. Ist es zulässig die zusätzlichen Ferien beim Basischen abzuziehen, so daß der Brottolohn gleich bleibt? In diesem Fall würde ich die zusätzlichen Feiern selber bezahlen.
    Für eine Antwort danke ich herzlich.
    Freundliche Grüße
    Reto

    • Lieber Reto – Danke für dein Lob. Gemäss Arbeitsgesetz stehen dir 4 Wochen Ferien zu. Es wird immer wieder angenommen, dass man mit 50 Jahren 5 Wochen und mit 60 Jahren 6 Wochen Ferien zugute hat. Im Arbeitsgesetz ist das jedoch nicht so geregelt. Der Mindestanspruch beträgt 4 Wochen. Du solltest mal deinen Arbeitsvertrag, evtl. das Personalreglement oder den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) prüfen. Wenn dort mehr als 4 Ferienwochen angeboten werden, dann bist du ein Glückspilz. Zudem ist diese zusätzliche Ferienwoche auch voll bezahlt. Da sollte nichts abgezogen werden. Prüf mal das Vertragliche in aller Ruhe. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

      Herzlichst,
      Markus

  • Martin Caflisch sagt:

    Guten Tag und Danke für eure Seite und infos.
    Ein Personalvermittler hat mir gesagt es gibt kein Gesetz das die Vermittler verpflichtet das Feriengeld aufzubewahren anstatt direkt auszubezahlen(pro Woche oder Monat).
    Erst nach mindestens drei Monaten !
    wo kann man das Gesetz nachlesen und wie ist es genau.
    Schon von der ersten Stunde ab ein Guthaben erstellen?
    Vielen Dank für Eure Antwort.
    MfG
    Martin

    • PKS sagt:

      Lieber Martin – endlich kann ich dir eine Antwort geben. Ich war mir selber nicht so sicher. Deshalb habe ich mit dem Rechtsdiest des Schweizerischen Verbandes der Personaldienstleister http://www.swissstaffing.ch Kontakt aufgenommen. Es gibt sehr wohl eine rechtliche Grundlage:

      Diese Rückbehaltungspflicht des Feriengeldes ist im Anwendungsbereich des GAV Personalverleih (Gesamtarbeitsvertrag) im Art. 13 Abs. 2 festgehalten.

      Dort steht folgender Text:

      Ferien
      1 Der Ferienanspruch beträgt bis zum zurückgelegten 20. Altersjahr und ab dem vollendeten 50. Altersjahr 25 Arbeitstage (10,6%). Für alle übrigen Arbeitnehmenden beträgt der
      Ferienanspruch 20 Arbeitstage (8,33%).

      2 Die Auszahlung des Ferienlohns darf für maximal dreimonatige, einmalige Arbeitsverhältnisse direkt mit dem Lohn erfolgen, muss aber auf der Lohnabrechnung separat ausgewiesen werden. Die Auszahlung des Ferienlohns für alle übrigen Arbeitsverhältnisse darf nur bei Bezug der Ferien oder bei definitiver Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen, sofern der Bezug innerhalb der Kündigungsfrist nicht möglich oder gesetzlich nicht erlaubt ist. Das laufende Ferienguthaben ist auf den Lohnabrechnungen auszuweisen.

      Diese Bestimmung stützt sich übrigens auf Art. 329d Abs. 1 OR (Obligationenrecht), wonach der Arbeitgeber verpflichtet ist, dem Arbeitnehmer für die Ferien u.a. den gesamten darauf entfallenden Lohn zu entrichten. Die Rückbehaltung des Feriengeldes – für über dreimonatige Arbeitsverhältnis – stellt dies sicher.

      Vorteil ist dabei, wenn du in die Ferien gehst, dann hast du unter Umständen schon einen schönen Batzen angespart und die Ferien machen auch viel mehr Spass. Denn ohne Moos ist nach wie vor nichts los 😉

      Ich danke dir für deine lange Geduld und hoffe die Information nützt dir noch etwas. Herzlichst – Markus S.

  • Daniel Bloch sagt:

    @Jan

    Ein möglicher Weg ist der Verband Swissstaffing – der könnte dir ansonsten auch weiterhelfen, an wen du dich wenden musst. Angesichst der Zeitspanne hoffe ich aber, dass du bereits eine Lösung finden konntest.

    Gruss
    Daniel Bloch

    –> http://www.swissstaffing.ch

  • Jan Hunold sagt:

    Hallo!
    Habe vor 2 Monaten bei meiner Temporärfirma gekündigt. Es wurden wiederholt Stunden nicht korrekt abgerechnet und mein Ferienlohn wird sogar bis jetzt zurückbehalten. Bei welchem Amt kann ich mich über diese Firma beschweren? Oder sollte ich mir gleich einen Anwalt nehmen?
    Gruß,Jan

  • Slebur sagt:

    Hallo

    Ich bin temporär angestellt schon 1 jahr

    Jetzt will ich in die ferien ..auf der lohnabrechnung habe ich eine gewisse summe vom feriengeld darf ich alles auf einmal beziehen oder nur einen prozentualen anteil ??

    Danke für euche antwort

    • Markus S sagt:

      Liebe Ivana

      Sorry für die späte Antwort. Auch ich war mal kurz fort in den Ferien. Das Geld steht Dir zu. Es gehört Dir. Somit kannst Du es auch voll beziehen. Viel Spass damit und gute Erholung.

      Herzlichst,

      Markus S.

  • Daniel Bloch sagt:

    @Stefan F.

    Eine gute Branchenlösung ist das A und O des Personalverleihers. Natürlich kann dies auch über eigene Excel Lösungen gemacht werden und ich mindestens einen Betrieb, welcher das erfolgreich meistern. Ich habe grosse Achtung vor dem immensen Wissen der dort zuständigen Personen.

    Die Regel ist aber, dass der Personalverleiher in der Dichte und Weite der einzuhaltenden Vorschriften, Gesetze und Regeln unterzugehen droht. Selbst erfahrene Disponenten sind nicht immer in der Lage, alle Rahmenbedingungen zu kennen und je kleiner der Betrieb desto mehr muss sich der Einzelne darum bemühen. Hier soll eine Branchenlösung helfen, sich in einem sicheren Rahmen zu bewegen, auch wenn man nich immer alle Gesetzesänderungen, GAV Anpassungen und Vorschriften von BVG, Suva, AHV, Quellensteuer und so weiter kennt.

    Eine gute Branchenlösung soll ausserdem Zeit sparen. Kleine Betriebe mit nur wenigen Temporärmitarbeitern können noch von Hand geführt werden, aber schon ab einem Dutzend parallel laufender Einsätze macht der Einsatz einer Branchenlösung Sinn. Die Zeitersparniss bei der Erfassung neuer Einsätze, dem Erstellen von Kundenrechnungen und Lohnabrechnungen, dem Überweisen von Auszahlungen und die meist umfangreichen Auswertungen, Übersichten und Analysen über die bestehenden Einsätze, Margen, ablaufende Bewilligungen und weitere Fristen kann somit in die Disposition und Akquisition neuer Kunden fliessen.

    Die meisten Branchenlösungen arbeiten ausserdem mit einem Mietmodell auf monatlicher Lizenzbasis, so dass die ehemals horrenden Kaufkosten zu gunsten einer gut kalkulierbaren, kontinuierlichen Belastung wegfallen.

    Liebe Grüsse
    Daniel Ch. Bloch

  • Stefan F. sagt:

    Hallo.

    Ich finde es nicht fair, Temporärbüros als schlecht zu bezeichnen nur weil sie nicht gewillt sind, die horrenden Kosten für eine Lohnsoftware wie z.B. Soprop aufzuwenden. Dann noch den Temporären zu empfehlen das Temporärbüro zu wechseln finde ich schlicht und einfach eine Frechheit. Ich bin sicher jeder Temporärmitarbeiter würde es begrüssen die überteuerte Lohnsoftware einzusparen um dafür bessere Löhne zahlen zu können.
    Gruss Stefan

  • blaine sagt:

    Hallo, danke für die Info.
    Meine Frage wurde hierbei noch nicht ganz beantwortet.
    Wieso müssen die Temporär Dienststellen das Feriengeld zurückbehalten? Wozu existiert das Gesetzt. Letztendlich schadet es dem Temporären Mitarbeiter, da er 1. weniger flexibel ist mit seinem Geld und 2. genau dieses Geld besser auf einem Sparkonto lagern könnte wo er noch von Zinsen profitieren würde.

    Ich verstehe nicht wozu es dieses Gesetz gibt.

    • Markus S sagt:

      Hallo Blaine

      Die Massnahme ist in der Tat nicht für alle nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz ist sie richtig.

      Gerade bei Temporärangestellten der Personaldienstleistungsbranche wird der Ferienlohn fortlaufend mit jeder monatlichen Gehaltszahlung und meist durch einen Zuschlag auf dem Lohn (bei 4 Wochen Ferien entspricht das einen Prozentsatz von 8,33 Prozent) entweder als Abgeltung oder dann im Hinblick auf noch zu gewährende Ferien ausbezahlt. Nach geltender Rechtsprechung ist das durchaus üblich, wenn bei unregelmässiger Beschäftigung die korrekte Berechnung des Feriengehaltes grosse Schwierigkeiten machen würde. Wichtig ist, dass im Vertrag wie auch auf jeder Lohnabrechnung angegeben werden muss, wie viel Der Ferienlohn betrags- oder prozentmässig ausmacht.

      Damit kann der Arbeitnehmer klar erkennen wieviel Feriengeld er zugute hat. Falls, und das ist der springende Punkt lieber Blaine, diese Voraussetzungen nicht gesetzeskonform erfüllt sind, riskiert der Arbeitgeber oder eben der Personaldienstleister, dass das Feriengeld als solches nicht anerkannt wird und er den ganzen Betrag noch einmal an den Arbeitnehmer bezahlen muss. Es empfiehlt sich daher, den Ferienlohn, wenn er schon laufend berechnet werden soll, erst auszuzahlen, sobald und soweit der Mitarbeiter die Ferien bezieht. Zudem schreiben die Bewilligungsberhörden den Personaldienstleistern vor, dass sie das Feriengeld erst auszahlen dürfen, wenn Temporärmitarbeiter a) wirklich in die Ferien gehen, b) der Einsatz fertig ist und kein Folgeeinsatz kommt oder c) bis das Jahr fertig ist.

      Die Bankzinsen sind dermassen schlecht im Moment, dass Du da kaum einen Zinsertrag realisieren kannst. Auf der anderen Seite kann man sich viel besser auf die Ferien freuen, wenn dann das Geld vorhanden ist und die Ferien auch Erholung vom Berufsstress sind.

      Herzlichst

      Markus S.

  • A.Diwok sagt:

    Die Antwort entsprach bisher meinen Erfahrungen.
    Doch nach einem letzten Wechsel des Vermittlers, gibt es für mich eine Frage. Ist es rechtens, dass der Vermittler zusätzlich zum Feriengeld auch das Entgeld des 13.Monatsgehaltes einbehält?
    Damit bin ich nicht einverstanden, wo steht Dies!!???
    André

    • Markus S sagt:

      Hallo André

      Danke für Deine interessante Frage. Der 13. Monatslohn ist Bestandteil des Stundenlohnes und muss jeweils Ende Monat ausbezahlt werden. Der Anteil muss auf dem Arbeitsvertrag vermerkt sein. Zudem muss der Stundenlohn GAV konform sein. Ich denke es ist gut, wenn Du mit Deinem Arbeitgeber darüber sprichst. Ansonsten ist es besser einen neuen Personaldienstleister zu suchen. Ich hoffe die Antwort hilft weiter.

      Herzlichst, Markus S.


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