Jun 10

Helfen Drogen oder Stromstösse gegen den Prüfungsstress?

Autor: PersonalRadar

Wohl kaum! Während der Prüfungszeit wird jedoch viel ausprobiert, um Resultate positiv beeinflussen zu können.

Zuviel Kaffee beschleunigt nicht immer das Hirn, aber ganz sicher den Herzmuskel…

Die vielen möglichen Substanzen, die gegen Wissensverlust, Prüfungsstress und andere temporäre Unpässlichkeiten wirken sollen, sind bald unzählbar geworden. Viele koksen oder kiffen, noch mehr nehmen Ritalin und Neuro Henhancer, trinken literweise Kaffee oder teure Energydrinks mit dem roten Bullen auf der Büchse, in der Hoffnung, dass auch dem Denkorgan Flügel wachsen. Andere drücken intensiv den Talisman an der Halskette, senden Stossgebete gen Himmel oder kochen irgendwelche individuell gemischte Teesude auf, die sich auf die grauen Zellen belebend auswirken sollen. Andere essen kiloweise Schokolade, da sich die darin verbergenden Flavonoide angeblich blutdrucksenkend auswirken, aber durch die energieverdichtete Nahrungsaufnahme die forcierte Gewichtszunahme exponentiell provoziert und den Blutdruck noch mehr in die Höhe schiessen lässt.

Wenn es sich hier um Bonbons handelt, dann geben diese dem Denkorgan mindestens einen gewünschten Zuckerschub.

Die ganz Verrückten jagen sich nun Stromstösse durchs Hirn, damit diese das Weichteil in der Hirnschale elektrisch stimulieren können.

Wahrscheinlich muss man schon ziemlich weich in der Birne oder einfach verzweifelt sein, um sich so etwas zumuten zu müssen. Das nicht vorhandene Wissen wird wahrscheinlich auch so nicht von den ‚Hirnregalen’ fallen. Das fehlende Wissen per Stromstoss Portionen gerecht zur Verfügung zu stellen, ist eine wundervolle Illusion. Sie wird wohl kaum zu nennenswerten Resultatsverbesserungen führen und irgendwann zum Neurologen führen. PersonalRadar hat zu diesem Thema (siehe Link Ende Beitrag) schon einmal dazu Stellung genommen.

Solange Prüfungen mit Stress verbunden sind, solange wird es Hilfsmittel geben, die Druck erträglicher machen und die Illusion schaffen, dass Prüfungsergebnisse besser werden.

Meistens sind die autosuggestiven Kräfte viel stärker als irgendwelche Wirkstoffe, deren Wirkung bei einer veritablen Überdosis eher Prüfungsresultate eintrüben.

Kürzlich hat die NZZ einen sehr guten und lesenswerten Artikel (siehe nachfolgenden Link) dazu verfasst. Er ist informativ und lässt staunen, was es in der Zwischenzeit nicht alles an ‚botenstoffmässigen Antreibern’ gibt.

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