Apr 20

Es gibt wieder mehr Lehrstellen. Und doch ist der Einstieg in die Berufswelt für Jugendliche härter geworden.

Autor: Rolf Murbach

Es gibt wieder mehr Lehrstellen. Und doch ist der Einstieg in die Berufswelt für Jugendliche härter geworden. In der Arbeitswelt weht ein rauer Wind und die Anforderungen in vielen Berufen sind in den letzten Jahren gestiegen (Quelle: NZZ am Sonntag, Bildungsbeilage 18. April 2010 von Rolf Murbach).

Schulabgänger haben es wieder einfacher, einen Ausbildungsplatz zu finden. Ein Blick auf den Lehrstellennachweis LENA der Kantone zeigt, dass immer noch viele Stellen offen sind. Die Unternehmen bekunden je nach Beruf sogar Schwierigkeiten, geeignete Jugendliche zu finden. Viel Zeit bleibt den Betrieben nicht mehr. Die Grundbildungen, wie die Lehren nun heissen, beginnen nach den Sommerferien. «Seit 1981 war die Situation für Stellensuchende nie mehr so komfortabel wie zurzeit», sagt Carla Mom, Berufsberaterin und Leiterin des biz Uster. Dies sei unter anderem auf verschiedene Massnahmen von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt zurückzuführen, als in den letzten Jahren Ausbildungsplätze fehlten: Berufsinformation und -beratung, Lehrstellennachweise, Lehrvertriebsverbünde, Brückenangebote, Lehrstellenförderer sowie Mentoring und Coaching bei der Lehrstellensuche. Überdies wurden die zwei-jährigen Grundbildungen mit Berufsattest für schulisch schwächere Jugendliche eingeführt, so dass nun auch diese jungen Frauen und Männer einen anerkannten Abschluss erwerben können. Mit den bisherigen Anlehren war das nicht der Fall.

Selbst 2009 präsentierte sich der Lehrstellenmarkt trotz angespannter Wirtschaftslage weitgehend stabil. Die Unternehmen boten 87’000 Ausbildungsplätze an, nur ein Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Wirtschaft hat erkannt, dass die Ausbildung von Jugendlichen eine lohnende Investition und kein blosser Kostenfaktor darstellt. Die Betriebe haben praktisch keine Lehrstellen aufgrund kurzfristiger Rentabilitätsüberlegungen gestrichen.

In Zukunft werden aufgrund des Fachkräftemangels in einzelnen Branchen sogar Ausbildungsplätze geschaffen, etwa im Gesundheits- und Sozialwesen oder in der Informatik. In der Informatik zum Beispiel sollen bis ins Jahr 2015 tausend zusätzliche Ausbildungsplätze angeboten werden. Ob sie alle besetzt werden, ist allerdings fraglich. Denn jetzt kommen die geburtenschwachen Jahrgänge auf den Lehrstellenmarkt. Nach 15 Wachstumsjahren ist die Zahl der Schulabgänger nämlich rückläufig. Das Bundesamt für Statistik rechnet von 2008 bis 2018 mit einem Rückgang um 12 Prozent, von 84’000 auf 74’000 Abgänger. Dabei wird es grosse regionale Unterschiede geben und der Lehrlingsmangel wird die weniger beliebten Berufe stärker treffen als die attraktiven.

Der Einstieg in die Berufswelt scheint für Jugendliche also wieder einfacher geworden zu sein. «Das stimmt nur bedingt», sagt Bruna Medvescig von der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons Luzern. «Viele Berufe sind in den letzten Jahren reformiert worden, und die Anforderungen sind gestiegen. Darunter haben vor allem die schulisch Schwächeren zu leiden.» Und auch Carla Mom bestätigt: «Der Druck in der Arbeitswelt hat in den letzten Jahren zugenommen, das merken die Lehrstellensuchenden. Viele erfüllen die Voraussetzungen ihrer Wunschberufe nicht – in schulischer Hinsicht, aber auch in der Sozialkompetenz. Die Ausbildungsbetriebe erwarten Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ausdauer und korrekte Umgangsformen.»

Diese Erfahrung hat auch der Lernende Sven Sprenger gemacht. Die Berufswahl war für ihn relativ einfach. Er interessierte sich schon während der Schule für Zahlen und Wirtschaftsfragen. Zudem arbeitet sein Vater bei einem Finanzinstitut, so dass Sven sich vorstellen konnte, was ihn in einer Banklehre erwarten würde. Er bewarb sich bei einer Kantonalbank, wo er zwei Schnuppertage absolvieren musste, bevor er einen der begehrten Ausbildungsplätze erhielt. «Ich wurde genau beobachtet und erhielt dann eine Rückmeldung», sagt Sven, der nun im 2. Lehrjahr ist und die Berufsmaturität anstrebt. «Für die Lehrstellenzusage waren mein Verhalten und echtes Interesse für den Beruf ebenso wichtig wie die Zeugnisnoten.»

Früher fanden Jugendliche irgendeinen Job, zum Beispiel auf dem Bau, wenn es mit der Lehrstelle nicht klappte. Heute ist das viel schwieriger; überall wird eine Ausbildung verlangt. In der Arbeitswelt weht also ein rauer Wind, und die Lehrstellensuche ist nervenaufreibend. «Viele meiner Schüler schreiben zwischen 30 und 60 Bewerbungen, bis sie eine Zusage erhalten», sagt Markus Dähler, der in Bern eine Realklasse unterrichtet. Die Jugendlichen müssen mit Absagen zurechtkommen, von Wunschberufen Abschied nehmen, weil sie entweder die Anforderungen nicht erfüllen oder es zu wenig Ausbildungsplätze gibt. Vor allem in technischen und kaufmännischen Berufen verlangen die Betriebe seit einigen Jahren zudem Eignungs- und Leistungstests, bevor sie die Jugendlichen überhaupt zu Schnuppertagen einladen. Der Lehrlingsmangel in anspruchsvollen Berufen heizt auch den Konkurrenzkampf unter den Firmen an. Viele warten nicht mehr den 1. November als inoffizielles Stichdatum für die Rekrutierung ab, sondern besetzen ihre Ausbildungsplätze bereits viel früher mit guten Schülern. Die Jugendlichen geraten dadurch in ihrer Berufswahl vermehrt unter Zeitdruck.

Dabei ist die Berufswahlvorbereitung ein aufwändiges Unternehmen, das Zeit und Geduld erfordert. Die Jugendlichen müssen sich mit der bis anhin unbekannten Arbeitswelt auseinandersetzen, Informationen über Ausbildungen und Berufe einholen, eigene Interessen, Stärken und Schwächen erkunden, diese mit Berufsanforderungen vergleichen und schliesslich entscheiden. Wenn sie sich nicht auf diesen Prozess einlassen und vorschnell eine Wahl treffen, kann dies später zu unliebsamen Überraschungen führen.

Auch die Eltern sind von der Berufswahlvorbereitung betroffen, bisweilen in Sorge oder gar überfordert. Einerseits müssen sie die Teenager dauernd anhalten, den nächsten Schritt in der Berufwahl anzupacken. Dabei beschäftigt diese in dem Alter so viel anderes: Freundschaften, die Liebe, das Erwachsenwerden. Andererseits sollten sich Eltern zurückhalten, denn nicht sie, sondern der Sohn, die Tochter muss sich um eine Lehrstelle bewerben. «Es ist sehr wichtig, dass die Jugendlichen im Berufswahlprozess begleitet werden», erklärt Carla Mom. «Aber längst nicht alle Eltern sind dazu in der Lage. Sogenannt bildungsferne Familien oder solche mit Migrationshintergrund sind hier benachteiligt.»

Viel Unterstützung und Information leistet die Berufsberatung mit Klassen- und Elternorientierungen, Schulhaussprechstunden, Beratungen und Berufsbesichtigungen sowie die Lehrpersonen. Sie sind es, die über längere Zeit und oft mit enormem Engagement vor allem leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler in der Berufswahl begleiten. Sie helfen ihnen beim Bewerben, führen Gespräche mit Eltern und möglichen Arbeitgebern. Wenn Schüler unzählige Bewerbungen schreiben, ermutigen sie die jungen Erwachsenen dranzubleiben. Der Berner Lehrer Markus Dähler sagt: «Die Jugendlichen müssen Wertschätzung erfahren. Ich glaube an sie und versuche ihnen aufzuzeigen, dass es sich lohnt, die eigenen Träume zu verfolgen». Sein Engagement hat sich gelohnt. Im letzten Jahr fanden 19 von 20 Schülern der Klasse über eine Schnupperlehre einen Ausbildungsplatz.

Lehrstellenmarketing – eine kantonale Aufgabe

Auf dem Lehrstellenmarkt treffen sich die Angebote der Unternehmungen und die Nachfrage der Jugendlichen. Der Staat hat eine Mittlerrolle. Insbesondere die kantonalen Berufsbildungsämter sind mit den Verhältnissen der Regionen vertraut und pflegen den Kontakt zu den Unternehmungen vor Ort. Aufgrund der Entwicklung des Lehrstellenangebotes ergreifen die Kantone Massnahmen und unterstützen die Jugendlichen bei der Lehrstellensuche. Der Bund leistet bei einzelnen Projekten wie zum Beispiel dem Case Management Berufsbildung finanzielle Unterstützung. Zu den wichtigsten Lehrstellenmarketing-Massnahmen gehören:

  • Berufsinformation- und beratung
  • Lehrstellennachweise
  • Aufbau von Lehrbetriebsverbünden
  • Bereitstellen von staatlichen Übergangslösungen (vor allem Brückenangebote)
  • Lehrstellenförderer: Sie werben bei Unternehmungen für die Schaffung von Ausbildungsplätzen.
  • Vermittlung und Begleitung (Mentoring) von Jugendlichen ohne Lehrstelle

Rund zwei Drittel der Jugendlichen entscheiden sich nach der obligatorischen Schulzeit für eine Berufsbildung. Dabei ist die berufliche Grundbildung in einem Betrieb (Lehre) die überwiegende Form. Hinzu kommen schulische Vollzeitausbildungen, wie zum Beispiel Handels- oder Informatikschulen. In der französisch- und italienischsprachigen Schweiz ist der Anteil der schulischen Vollzeitangebote grösser als in der Deutschschweiz.

10 bis 15 Prozent der Schulabgänger schaffen keinen sofortigen Übergang in die Sekundarstufe II. Für sie stehen Übergangslösungen wie Brückenangebote und Motivationssemester bereit. Die Abschlussquote auf der Sekundarstufe II liegt bei knapp 90 Prozent: 2007 erlangten 66 Prozent der Jugendlichen eines Jahrgangs einen beruflichen Abschluss, 23 Prozent einen Abschluss an einer allgemeinbildenden Schule, 11 Prozent hatten keinen Abschluss.

Die 20 meist gewählten beruflichen Grundbildungen

In der Schweiz stehen über 200 berufliche Grundbildungen zur Wahl. Die 20 im Jahr 2007 meist gewählten decken 61 Prozent der Lehrverhältnisse ab.

Anzahl Eintretende 2007

Kauffrau/-mann 11’220
Detailhandelsfachfrau/-mann 4’990
Handelsmittelschuldiplom 4’610
Elektroinstallateur/in 2’420
Fachangestellte/r Gesundheit 2’280
Koch/Köchin 2’180
Polymechaniker/in 1’910
Coiffeur/Coiffeuse 1’890
Fachfrau/-mann Betreuung 1’870
Informatiker/in 1’740
Schreiner/in 1’460
Gärtner/in 14’60
Automobil-Fachfrau/-mann 14’20
Maurer/in 1’340
Detailhandelsassistent/in EBA 1’280
Automobil-Mechatroniker/in 1’200
Maler/in 1’080
Logistiker/in 1’080
Zimmermann/Zimmerin 1’050
Sanitärinstallateur/in 1’000

Quelle: www.berufsbildungplus.ch

Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit – Case Management Berufsbildung

Jugendliche und junge Erwachsene sind von Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich betroffen. Im Januar waren in der Schweiz knapp 30’000 15- bis 24-Jährige ohne Stelle. Dies entspricht einer Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit von 40 Prozent innerhalb eines Jahres. Besonders schwer auf dem Arbeitsmarkt haben es junge Erwachsene ohne Abschluss auf der Sekundarstufe II. Heute verfügen 11 Prozent der Jugendlichen bis ins Alter von 24 Jahren weder über ein Maturazeugnis, noch über ein Fähigkeitszeugnis oder ein Berufsattest. Seit mehreren Jahren engagieren sich Bund und Kantone in der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Unter anderem mit dem 1996 lancierten Case Management Berufsbildung wollen sie bis 2015 erreichen, dass 95 Prozent der jungen Erwachsenen einen Abschluss auf der Sekundarstufe II besitzen – ein entscheidender Faktor für die weitere Bildungs- und Arbeitsmarktkarriere. Der Bund leistet für dieses Projekt eine Anschubfinanzierung von 20 Millionen Franken, die Kantone arbeiten daran, das Projekt umzusetzen.

Mit dem Case Management Berufsbildung entstehen in den Kantonen Koordinationsstellen für die Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die bei der Lehrstellensuche Schwierigkeiten haben, nach der obligatorischen Schule keine Anschlusslösung finden, die Lehre abbrechen oder nach der Grundbildung keine Stelle in Aussicht haben. Vom Angebot profitieren Jugendliche, die beim Einstieg in die Arbeitswelt mehrere Schwierigkeiten haben. Sie erbringen mangelhafte schulische Leistungen, erfahren kaum Unterstützung, verfügen über wenige Selbst- und Sozialkompetenzen oder sie haben einen Migrationshintergrund. «Diese Jugendlichen wurden in der Vergangenheit mit schulpsychologischen Diensten, jugendpsychiatrischen Stellen, Vertretungen von Brückenageboten, Beamten der Invalidenversicherung, der Sozialhilfe oder anderen staatlichen oder privaten Hilfsangeboten eher unkoordiniert betreut. Künftig vernetzt und koordiniert das Case Management diese Akteure», sagt Renata Schreiber in «Panorama», der Fachzeitschrift für Bildung, Beratung und Arbeitsmarkt. Schreiber ist Leiterin der Fachstelle Case Management Berufsbildung in Solothurn. Zentral beim Case Mamangement Berufsbildung ist die frühe Erfassung von Jugendlichen mit Schwierigkeiten, damit rechtzeitig koordinierte Massnahmen greifen können. Allerdings kann das Case Management Berufsbildung nur Personen beraten, die Unterstützung wünschen und mitwirken. Es verlangt darum eine schriftliche Anmeldung durch den volljährigen Erwachsenen bzw. seine Eltern und die Unterzeichnung einer Vollmacht.

Das Berufsbildungssystem der Schweiz

Berufliche Grundbildung

Es gibt in der Schweiz über zweihundert anerkannte Lehrberufe. Die Berufslehre besteht aus drei bis vier Tagen Praxis pro Woche in einem Lehrbetrieb und ein bis zwei Tagen Berufsfachschule. Die duale Ausbildung in Lehrbetrieb und Berufsfachschule wird durch überbetriebliche Kurse und vergleichbare dritte Lernorte ergänzt. Überbetriebliche Kurse werden oft in brancheneigenen Lernzentren durchgeführt. Die drei- oder vierjährigen Ausbildungen schliessen mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) ab, das zu einer Ausbildung auf der Tertiärstufe berechtigt.

Die zweijährige berufliche Grundbildung für die schulisch Schwächeren führt zu einem eidgenössischen Berufsattest (EBA).

Berufsmaturität

Die Berufsmatura besteht aus einer abgeschlossenen Berufslehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und einer Berufsmaturitätsprüfung. Sie berechtigt zum prüfungsfreien Eintritt in alle Fachhochschulen der Schweiz bzw. in jene Studienrichtungen, die mit dem erlernten Beruf verwandt sind. Über einen Passerellen-Studiengang besteht ferner Zugang zu den universitären Hochschulen.

Es gibt sechs Berufsmaturitätstypen: technische, kaufmännische, gewerbliche, gestalterische, naturwissenschaftliche und gesundheitlich-soziale Berufsmaturität. Jede Berufsmaturität umfasst eine erweiterte Allgemeinbildung im Umfang von rund 1400 Lektionen. Die berufliche Grundbildung wird ergänzt. Die Berufsmatura kann sowohl während der Berufslehre (BM 1) mit einem zusätzlichen Schultag als auch später (BM 2) absolviert werden.

Fachhochschulen

Fachhochschulen bieten Berufsbildung auf Hochschulniveau und stellen eine Alternative zu den Universitäten dar. Fachhochschulen haben einen Forschungsauftrag und sind international anerkannt. Die Fachhochschulen bieten rund dreihundert Studiengänge an. Die wichtigsten Bereiche sind: Technik, Architektur, Wirtschaft, Verwaltung, Landwirtschaft, Gestaltung, Gesundheit, Soziales, Kunst, Angewandte Linguistik, Angewandte Psychologie.

Höhere Berufsbildung

Nach einem Abschluss der Sekundarstufe II (berufliche Grundbildung, Mittelschule etc.) folgt die sogenannte Tertiärstufe. Tertiär A bezeichnet die Hochschulstufe: Unversitäten, Eidgenössische Technische Hochschulen ETH und Fachhochschulen. Tertiär B bezeichnet die höhere Berufsbildung: höhere Fachschulen, Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen.

Die höhere Berufsbildung geschieht berufsbegleitend und verbindet praktische Fähigkeiten mit fundierten theoretischen Fachkenntnissen. Zulassung: Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis und zwei bis drei Jahre Berufserfahrung.

Höhere Fachschulen

Die höheren Fachschulen bieten zum Teil Bildungsgänge in denselben Fächern wie die Fachhochschulen an, verlangen aber keine Berufsmaturität. Die Lehrgänge bauen meist auf einer abgeschlossenen beruflichen Grundbildung auf und sind stärker auf Beruf und Praxis ausgerichtet. Abschluss: eidgenössisch anerkanntes Diplom HF.

Eidgenössische Berufsprüfungen

Die eidgenössischen Berufsprüfungen stellen eine auf ein eingegrenztes Gebiet spezialisierte Zusatzqualifikation dar. Berufsbegleitende Vorkurse. Abschluss: Eidgenössischer Fachausweis.

Höhere Fachprüfungen

Die höheren Fachprüfungen sind im gewerblich-industriellen Bereich als Meisterprüfungen bekannt. Die Abschlüsse sind in Arbeits- und Führungsbereichen mit grösserer Verantwortung gefragt. Voraussetzungen: abgeschlossenen Berufslehre, mehrere Jahre Berufspraxis, allenfalls eine eidgenössische Berufsprüfung. Abschluss: Eidgenössisches Diplom (Quelle: Regula Schräder-Naef: Weiterbildung  in der Schweiz / www.berufsbildungplus.ch)

Berufswahl im Internet

Die Informationen zur Berufswahl im Internet sind umfassend. Die Berufs- und Laufbahnberatungen publizieren Berufswahlfahrpläne, Checklisten, Merkblätter und wertvolle Tipps für Jugendliche und Eltern. Das grösste Angebot an Informationen findet man auf der von Bund und Kantonen finanzierten Site www.berufsberatung.ch. Hier können sich die Jugendlichen in die interaktive Plattform «myBerufswahl» einloggen und in sieben Schritten Fragen der Berufswahl bearbeiten.  Sie erkunden ihre Interessen, machen Checks, lernen Dutzende von Berufen kennen, führen ein elektronisches Berufswahl-Logbuch und erhalten Bewerbungstipps. Sogenannte Interessenfelder werden verlinkt mit passenden Berufen. Hinzu kommen Informationen zu Schnupperlehren, Eignungstests, Lehrstellensuche, Zwischenlösungen, Brückenangeboten oder zur Frage «Mittelschule oder Lehre mit Berufsmaturität». Ebenfalls auf berufsberatung.ch ist der kantonale Lehrstellennachweis Lena zu finden. Man erfährt hier auf einen Klick in welchen Berufen wieviele Lehrstellen offen sind.

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