Jun 14

Männer in Kinderkrippen stören…

Autor: PersonalRadar

…bestimmt nicht. Im Gegenteil. Die vorherrschende ‚Verweiblichung der Pädagogik’ behindert die ganzheitliche Förderung von Buben und mehr noch diese der Mädchen.

Über die Anstellungen in den Krippen liegen keine geschlechtsspezifischen Statistiken vor (Quelle: NZZ, Franco Bottini).

Kinderkrippen sind wirtschaftlich von hoher Bedeutung. Ohne sie geht nichts mehr rund in einer modernen Volkswirtschaft. Würden diese nur eine Woche im ganzen Land schliessen, dann bricht alles zusammen. Denn immer mehr Elternpaare bleiben berufstätig. Viele sind hoch qualifiziert und müssen am Ball bleiben, um ihre Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten. Zudem gibt es auch Elternpaare, die gerne gemeinsam Teilzeit arbeiten. Sie können sich nicht immer auf die externe Betreuung ihrer Kinder durch Freunde, Eltern, Nachbarschaft oder gute Bekannte verlassen und nehmen daher die Betreuungsdienstleistungen von Kinderkrippen gerne entgegen. Andere sind auf den Zusatzverdienst dringend angewiesen, um mit zwei kleinen Einkommen die Familie finanziell über Wasser halten zu können. In den letzten Jahren wurden viele Hunderte neue Kinderkrippenbetriebe aus dem Boden gestampft, um den Andrang einigermassen in den Griff zu bekommen.

Das Personal vieler Kinderkrippen besteht praktisch nur aus Frauen.

Das muss sicher nicht schlecht sein. Ist es aber wirklich gut und richtig? Eignen sich Männer für die Ausbildung Fachpersonal Kinderbetreuung nicht? Aber sicher. Viele Väter ohne pädagogische Fachausbildung kümmern sich kompetent um den Nachwuchs und beweisen jeden Tag, dass auch sie ihren Beitrag zur elterlichen Erziehungspflicht beitragen. Warum sollen junge, männliche Fachkräfte in diesem Bereich keinen guten Job machen?

Die Gesellschaft besteht nun mal aus Frauen, Kindern und Männer verschiedener Altersstufen. Diese Realität widerspiegelt sich aber bei der Durchmischung des Personals vieler Kinderkrippen nicht. In vielen spielt der Mann als erzieherische Fachperson keine Rolle. Es gibt auch Kinderkrippen, die sich strikte weigern Männer einzustellen, obwohl diese über die passende Ausbildung verfügen, Empathie besitzen und die nötige Berufserfahrung mitbringen. Auch das ist eine starke Form der Diskriminierung. Zudem fördert die akzentuierte Nichtanstellung von Männern in Kinderkrippen, die Bildung von Klischees bei den Kids. Und das kann schon gar nicht im Interesse der Eltern sein.

Selbstverständlich sind Männer in Kinderkrippen unter stärkerer Beobachtung als Frauen. Pädokriminelle versuchen immer wieder in solchen Institutionen einen Job zu ergattern, damit sie ihren potentiellen Opfern nahe kommen.

Kinderkrippe St. Leonhard, Leonhardskrippe Basel -

Die Kinderkrippe St. Leonhard in Basel bildet seit Jahren erfolgreich junge Männer aus (Quelle: www.leonhardskrippe.ch)

Es gibt jedoch gut planbare Schutzmassnahmen, die dazu führen, dass Erzieher nie alleine mit den Kindern sind. Das schützt nicht nur explizit die Männer, die in solchen Kinderkrippen arbeiten, sondern die Kinder selber, die Eltern und den Ruf des Betriebes. Zudem ist es wichtig, wenn männliches Fachpersonal rekrutiert wird, dass mehrere Referenzen eingeholt wie auch eingehend geprüft werden und ein aktuelles Leumundszeugnis oder ein Auszug aus dem Strafregister vorliegt. Auch in der Krankenpflege arbeiten Männer. Auch dort besteht ein Missbrauchsrisiko. Aber kein Pflegeheim kann auf männliches Personal verzichten. Warum tun es die Kinderkrippen?

Die NZZ hat zu diesem Thema kürzlich einen Bericht verfasst. Nachfolgend können Sie einfach auf den Link klicken und den Beitrag lesen. Nicht männliche Softies oder ‚Weicheier’ arbeiten in solchen Krippen. Es sind stinknormale Männer, die Kinder aufrichtig lieben, ihren Job gerne ausüben und mit ihrem Engagement dafür sorgen, dass aufgrund der personell ausgewogenen Durchmischung das Weltbild der Kinder stimmt. Die Diskriminierung und Herabsetzung der Männer ist genauso abzulehnen, wie die der Frauen!

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Comments

2 thoughts on “Männer in Kinderkrippen stören…”

  • MB sagt:

    Toll, finde ich Klasse. Wenn die Männer dann auch den tiefen Frauenlohn bekommen und akzeptieren, ist Lohngleichheit nach unten erreicht. Ich denke, an dem wird der Einstieg der Männer in diese Arbeitswelt scheitern 🙂

    • Markus S sagt:

      Liebe Barbara

      Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Gerade weil vermehrt Männer in diese Berufssparte einsteigen, wird es mehr Lärm um die Lohngleichheit und -gerechtigkeit geben. Das ist gut so und wird den Frauen auch helfen. Niemand kann es billigen, dass diese wichtige Arbeit billig bleibt. Schliesslich geht es um die Kinder und da kann uns nichts teuer genug sein. Also rauf mit den Löhnen!

      Herzlichst,

      Markus S.


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