Mrz 2

Ist es die richtige Firma? 10 kurze Tipps.

Autor: PersonalRadar

Man bewirbt sich für eine Position. Plötzlich kommt ein Anruf oder eine E-Mail Nachricht. Die Bewerbung ist beim potenziellen Arbeitgeber auf Interesse gestossen.

Man lädt sie zu einem Vorstellungsgespräch ein. Man bereitet sich nach allen Regeln bestens vor und geht in die Vorstellungsrunde. Irgendwie ist das Gespräch komisch. Sie wissen nicht ganz genau warum. Der zukünftige Chef gibt während des Interviews viele Informationen preis, die darauf schliessen lassen, dass das neue Jobangebot eine Katastrophe ist und man lieber die Finger davon lässt.

Hier 10 Tipps warum man einen Job lieber sausen lassen sollte:

  1. Wo beisst man lieber rein?

    Wo beisst man lieber rein?

    Bei der Jobsuche auf den elektronischen Portalen stolpert man seit Wochen immer wieder über die gleiche Vakanz. Vielleicht wurde sie mal leicht umgeschrieben, um sie aufzufrischen oder ‚aufzuhübschen. Aber inhaltlich hat sich nichts verändert. Das Ablaufdatum ist schon lange überschritten, aber der Inhalt wurde frisch verpackt, damit vielleicht doch noch Bewerbungen eintreffen. Nicht alle nicht mehr so frische Vakanzen müssen suspekt sein. Manchmal lohnt sich ein Anruf in die Firma, warum eine Stelle immer noch nicht besetzt ist. Meistens ist der Ruf der Firma dermassen beschädigt, dass sich einfach kein Mensch mehr für die Stellenangebote interessiert. Am besten man lässt die Finger davon.

  2. Während des Interviews wird immer wieder betont, dass die Firma einzigartig ist und das Alleinstellungsmerkmal in Sachen Anstellungsbedingungen unerreicht sei. Das ist Blödsinn. Zeitgemässe Anstellungsbedingungen sind heute eine Selbstverständlichkeit. Meistens wird stark geflunkert und gelogen bis sich die Dachbalken biegen. Gute Arbeitgeber haben das gar nicht nötig. Deren tadelloser Ruf eilt diesen voraus. Zudem sind sachliche Nüchternheit und die Wahrheit viel besser. Ehrlichkeit währt immer noch am Längsten.
  3. Nix Karriere? Weg versperrt? Oder doch? Wie offener darüber informiert wird, desto besser...

    Nix Karriere? Weg versperrt? Oder doch? Wie offener darüber informiert wird, desto besser…

    Wenn es um die Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten geht, wird das Gegenüber einsilbig. Das lässt darauf schliessen, dass es keine gibt oder mehr gefordert als gefördert wird. Wollen sie das? Gute Arbeitgeber geben darüber offen Auskunft. Grosse Firmen können mehr bieten als kleine. Das ist klar. Aber auch kleine Firmen können ganz gross rauskommen, wenn sie offensiv über mögliche Aufstiegschancen informiern.

  4. Plötzlich verliert der zukünftige Chef die Contenance und lästert über ehemalige Mitarbeitende. Sie waren dies und das und überhaupt war er einfach schlecht. Das lässt sich nie nachprüfen. Vielleicht war auch das Führungsverhalten des Chefs eine traurige Lachnummer. Daher suchen Mitarbeitende immer wieder das Weite. In dieser Situation wird klar, dass das neue Stellenangebot ein Minenfeld ist. Am besten ist – gar nicht drauftreten.
  5. Während des Interviews stellen sie immer wieder Fragen. Sie haben sich selbstverständlich gut vorbereitet. Mit diesen laufen sie jedoch immer wieder ins Leere. Der Chef drückt sich wolkig aus und bedient nichtssagende Allgemeinplätze. Das ist ein klares Indiz, dass etwas versteckt wird. Eine gute Portion Misstrauen schützt sie davor die falsche Entscheidung zu treffen. Lassen sie die Finger vom Stellenangebot.
  6. Gut geschnuppert ist die halbe Miete...

    Gut geschnuppert ist die halbe Miete…

    Verlangen sie einen ‚Schnuppertag‘ . Man lernt sich gegenseitig kennen und kommt ins Gespräch. Sie werden beobachtet. Beobachten sie ebenso. In der Regel verbringt man mit einem Vollzeitarbeitspensum immerhin ca. 180 Arbeitsstunden Lebenszeit im Betrieb. Das ist sehr viel Zeit, wenn die Arbeitsstimmung schlecht ist. Achten sie auch auf Kleinigkeiten. Die ehrliche Prüfung der Gesamtsumme an positiven Eindrücken macht den Entscheid für oder gegen einen neuen Arbeitgeber viel einfacher.

  7. Haben sie einen Freund, Freundin, Bekannter oder ehemaliger Arbeitskollege, der schon in der Firma arbeitet? Dann zapfen sie diese Personen an und verlangen sie ehrliche Auskünfte. Diese sind meistens viel authentischer als ‚Frust- und Lästerportale‘, wo oft genug unreflektiert über Arbeitgeber gelästert wird.
  8. Sehen sie den Menschen in die Gesichter. Sind diese freundlich, abgekämpft, müde, frisch, lächelnd, grimmig oder sogar wütend? Werden sie am Empfang abgeputzt wie eine lästige Stubenfliege? Oder ist man aufmerksam und freundlich mit ihnen? Läutet oder summt während des Interviews immerfort das Telefon oder findet das Gespräch in einer entspannten Atmosphäre statt? Wird ihnen Wasser, Kaffee oder Tee angeboten? Oder sitzen sie auf dem Trockenen, müssen viel reden und kommen durstig aus dem Gespräch? Achten sie auf diese Details. Wer Aufmerksamkeit gibt, geht auch so mit dem Personal um.
  9. Ist der Chef ein guter Chef oder fürchten sich alle vor ihm?

    Ist der Chef ein guter Chef oder fürchten sich alle vor ihm?

    Wie tritt der zukünftige Chef auf? Zucken alle zusammen, suchen das Weite und drücken sich in dunkle Ecken, damit sie ihm ausweichen können? Oder ist die Begegnung mit ihm angstfrei, freundlich und sympathisch? Tritt er autoritär auf und wirkt er unangenehm? Oder ist sein Kommunikationsstil anständig, korrekt, menschlich und sachlich? Schauen sie aufs Maul und hören sie was dabei rauskommt.

  10. Während des Schnuppertages fällt ihnen auf, dass viele neu sind und selber keine Erfahrung haben. Bei einer neu gegründeten Firma ist das normal. Alles ist im Aufbau. Wie ist das bei einer etablierten Firma? Genau! Das ist ungewöhnlich und lässt darauf schliessen, dass nicht alles zum Besten bestellt ist. Am besten sie hauen gleich ab und geniessen die Freizeit!
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