Fach- und Führungskräfte Handwerker

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Archiv für die Kategorie „Arbeitsmarkt Schweiz“

PostHeaderIcon Das Temporärarbeitsvolumen hat im April 2012 gegenüber dem Vorjahr 15.2% verloren.

Die sich bereits seit Herbst letzten Jahres anbahnende Abkühlung hat sich damit fortgesetzt.

Auch in anderen europäischen Ländern ist ein Rückgang der Temporärarbeit zu verzeichnen (Siehe nachfolgende Erläuterungen. Klicken Sie einfach auf die Grafik für eine vergrösserte Ansicht).

Agency Work Business Indicator - May 2012

Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass wir uns nach wie vor in einer Vergleichsperspektive befinden, in der wir auf ein äusserst starkes Vorjahr zurückblicken. Aufgrund der bereits mehrere Monate andauernden Abkühlung ist das 12-Monats-Wachstum in den Negativbereich gerutscht. Es beträgt -0.6%. Die Wachstumsrate seit Jahresbeginn beläuft sich auf -9.9%.

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PostHeaderIcon Life Sciences, Chemie, Pharma, BioValley Oberrhein und die Metrocity Basel – ein grenzenloser Erfolg.

Der Life Sciences- und Chemie-Standtort Basel ist das Biovalley im trinationalen Eurodistrict Basel. Eine grosse Erfolgsgeschichte im Herzen Europas. Die universitäre wie auch industrielle Forschung geniesst Weltruf und deren Produkte haben regelmässig den Status von globalen ‚Blockbusters’.

Die Life Science Stadt Basel ist klein mit grosser Wirkung

Die Life Science Stadt Basel ist klein mit grosser Wirkung.

Die chemische, pharmazeutische und biotechnologische Industrie bildet die stärkste Kraft der nordwestschweizerischen, insbesondere der Basler Wirtschaft. Weltweit sehr erfolgreiche Grosskonzerne, wie zum Beispiel Roche, Novartis, Syngenta oder Actelion und kleinere Unternehmen, formen in der Nordwestschweiz einen einzigartigen industriellen Cluster, der die Stadt Basel und die Region Nordwestschweiz zu einem national wie auch international bevorzugten Life Sciences- und Chemie-Standort macht. Keine Region der Welt bietet eine so hohe Konzentration von bestens ausgebildeten Fachkräften.

In den letzten Jahrzehnten wurden die Rahmenbedingungen für die chemische, pharmazeutische und biotechnologische Industrie fortdauernd verbessert. Nachhaltige Investitionen in Bildung und Forschung seitens der Behörden wie auch der Unternehmen haben die Qualität des Life Sciences- und Chemie-Standorts Basel enorm verbessert. Viele erfolgreiche, neue Unternehmungen aus dem Life Sciences- und Chemie Bereich haben sich in der Region nieder gelassen. Auch das Bio Valley Basel-Oberrhein wächst unaufhaltsam. Mehrere hundert auf Biomedizin und Biotechnologie spezialisierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen am Oberrhein, schlossen sich zu einem grenzübergreifenden BioValley-Netzwerk – das trinationale Silicon Valley der Biotechnologie – zusammen. Dieser Zusammenschluss profitiert von der Erfahrung der vorhandenen Zentren in der Nordwestschweiz, in Südbaden und im Elsass und ist mittlerweile auch international ein Begriff.

Basel ist Life Science. Viele Jobs warten hier auf Fachkräfte.

Basel ist Life Science. Viele Jobs warten hier auf Fachkräfte.

Dank dieser sehr fortschrittlichen Entfaltung der Chemie-, Biotechnologie- und Pharmaindustrie ist Basel und die Nordwestschweiz ein regionaler Wachstumsleader der Schweiz. Dieses Wachstum sorgt auch für weitere befruchtende Impulse im gesamten Land, die den Wirtschaftsstandort Schweiz noch attraktiver macht und Investoren aus der ganzen Welt anlockt. Die enormen Investitionen in Forschung und Entwicklung werden von Jahr zu Jahr grösser und widerspiegeln die schöpferische, unternehmerische Kraft dieser Industrie. Viele hervorragende Produkte der Life Sciences- und Chemie-Branche, die in Basel erforscht wurden, haben als ‚Blockbusters’ weltweit Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Aus der einstigen Chemie- und Industriemetropole Basel wurde eine erfolgreiche, innovative Forschungsstadt. Die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Universitäten, Fachhochschulen und den Unternehmungen verstärken den Standortvorteil. Basels Chemie- und Pharmaforschung geniesst heute Weltruf. Die enorme Forschungs- und Innovationskraft Basels kommt auch in der grossen Zahl von Nobelpreisträgern, einer der höchsten Patentdichten der Welt und der Spitzenmedizin am Universitätsspital zum Ausdruck.

Die Standortvorteile sind vielerlei. Nirgends auf der Welt ist eine so starke Konzentration von hoch qualifizierten Fachleuten vorhanden.

Basel trägt zudem weit über den europäischen Raum hinaus den Ruf einer kulturellen, ökologischen, fortschrittlichen, internationalen und integrativen Kultur-, Bildungs- und Wirtschaftsmetropole. Hier kombinieren sich die Vorteile einer Kleinstadt wie klare Überschaubarkeit und Intimität mit den Vorteilen einer Grossstadt wie Weitläufigkeit, Angebotsdichte und Vielfalt.

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PostHeaderIcon Die Logistikbranche ist eine Jobmaschine. In Basel läuft sie hochtourig.

Die Stadt Basel ist eine kleine Nummer. Klar die Nummer 1 der Schweiz, wenn es um Logistik, Spedition und Supply Chain Management geht.

Der Trinationale Eurodistrict Basel und die Regio TriRhena umschreiben das Gebiet mit den Städten Basel und die weitere Region Nordwestschweiz, Mulhouse (F), Colmar (F) und Freiburg (D), wo rund 2,5 Millionen Menschen leben. Dieses grenzüberschreitende Kernland ist in Europa einzigartig und eine wichtige logistische Voraussetzung für einige der grössten Speditions- und Logistikunternehmungen der Welt. Die zentrale Lage, das Zusammentreffen der Verkehrswege Schiene, Strasse und Wasser haben für die Speditions- und Logistikbranche besonders vorteilhafte Voraussetzungen geschaffen. Der nahe Flughafen, die von den internationalen Bahngesellschaften stark befahrene Nord-Süd-Achse, der Rhein, auf dem ein grosser Teil strategisch wichtiger Rohstoffe transportiert wird, und das ausgezeichnete Strassennetz begünstigen diese Entwicklung.

Weitere Vorzüge der Region Basel sind die unbestritten hervorragende Infrastruktur und die Verfügbarkeit unzähliger Speditionsfachleute mit der entsprechenden Aus- und Weiterbildung im Logistikbereich. Nicht zuletzt spielt Basel als Grenzort für die Zollformalitäten eine wichtige Rolle. Gut ausgebildete Zolldeklaranten und Zolldeklarantinnen wie auch kompetente Zollbehörden sind nach wie vor wichtige Voraussetzungen für einen reibungslosen, wirtschaftsfreundlichen Grenzverkehr. Einige Konzernzentralen namhafter Speditions- und Logistikunternehmen befinden sich in der Region Basel, die auch weltweit zur Spitzengruppe gehören. Zudem ist die Nordwestschweiz Sitz vieler mittleren und kleineren Unternehmen, die nicht nur Speditions- und Logistikdienstleistungen anbieten, sondern im Bereich Warehousing, Transportberatung usw. wertvolle Mehrnutzen bieten. Viele Unternehmen betreiben eigene Terminals, die von der Anbindung an Strasse, Schiene und Wasser profitieren und die oft an derselben Location wie die Administration betrieben werden. Angesichts der Konzentration von Logistikunternehmen in dieser Region ist es sicher kein Zufall, dass Basel Sitz der Spedlogswiss, des Verbandes schweizerischer Speditions- und Logistikunternehmen ist. Der Cargoverkehr auf Schienen mit dem neuen Euro-Hub in Basel-Muttenz ist eine europäische Drehscheibe zentraler Bedeutung für Transporte auf der Nord-/Südachse. Dort findet – unmittelbar am Rheinhafen – der Umschlag zwischen Bahn und Schiff sowie Strasse und Schiff statt. Die vielen internationalen renommierten Messen wie zum Beispiel die Art Basel, die Uhren- und Schmuckmesse usw. verlangen mehr und mehr hochspezialisierte Messelogistiker, die ihre Dienstleistungen einer höchst anspruchsvollen Kundschaft anbieten.

Die Stadt Basel, an der Grenze zu den beiden EU-Staaten Deutschland und Frankreich gelegen, verbindet die typischen Standortvorteile der Schweiz – wie ausgezeichnet qualifizierte Arbeitskräfte, tiefe Besteuerung, exzellente Infrastruktur, sehr hohe Lebensqualität – mit der Nähe zu den wichtigsten Absatzmärkten. Dank ihrer zentralen Lage bietet die Metrocity Basel allen international operierenden Unternehmen eine optimale Erreichbarkeit, sei es in der Luft, auf der Schiene, auf der Strasse und auf dem Wasserweg.

Auch in Sachen Lebensqualität bietet der Lebensraum Basel vielen gut qualifizierten Speditionskaufleuten nicht nur viele berufliche Möglichkeiten, sondern auch weit über den europäischen Raum hinaus den Ruf einer kulturellen, ökologischen, fortschrittlichen, internationalen und integrativen Kultur-, Bildungs- und Wirtschaftsmetropole. Hier kombinieren sich die Vorteile einer Kleinstadt wie klare Überschaubarkeit und Intimität mit den Vorteilen einer Grossstadt wie Weitläufigkeit, Angebotsdichte und Vielfalt.

www.logistik-jobs.ch

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PostHeaderIcon Gesundheitsjobs sind Medizin für viele Regionen.

Die Medizinstadt Basel ist zum Beispiel für viele Patienten und Patientinnen aus aller Welt erste Adresse, wenn es um Spitzenmedizin geht. Viele medizinische Dienstleistungen werden zum wichtigen Standortvorteil und wirtschaftlich immer bedeutvoller.

Medizinstandort Basel ist weltweit, wie auch in der Schweiz und im trinationalen Eurodistrict ein wichtiger Anbieter von medizinischen Dienstleistungen. Die medizinische Forschung geniesst Weltruf. Schon von 1527 bis 1528 hielt Paracelsus mit behördlicher Berechtigung als bekannter Stadtarzt von Basel an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel als Dozent gut besuchte Vorlesungen. Entgegen der damaligen Gepflogenheit sogar in deutscher Sprache statt Latein. Inzwischen hat sich die humanmedizinische Wissenschaft stark verändert. Die Vision der Medizinischen Fakultät der Universität Basel ist die Realisation eines an Exzellenz in Dienstleistung, Lehre und Forschung orientierten Universitär-medizinischen Zentrums.

Fachmedizin und Pflege sind in der Schweiz ein äusserst wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden.

Die Medical Bereiche wachsen seit Jahren überdurchschnittlich schnell und sind zu sehr wichtigen Anbietern von anspruchsvollen Arbeitsplätzen und hoch spezialisierten fachmedizinischen Dienstleistungen geworden, die in der helvetischen Arbeitswelt einen wachsenden Einfluss verzeichnen.  Die medizinische Forschung und Pflegewissenschaft haben in Basel eine grosse Tradition. Viele ihrer Erkenntnisse und neusten Forschungsresultate tragen weltweit dazu bei, dass Krankheiten wirksamer bekämpft werden können und die hoch spezialisierte Pflege, aufgrund ihres zielgerichteten Ansatzes, den Heilungsprozess verkürzt. Die Forschung im Medizinbereich pflegt eine starke interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der chemischen, pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie.

Weltweit sehr erfolgreiche Grosskonzerne und zahlreiche kleinere Unternehmen formen in der Nordwestschweiz einen einzigartigen Cluster der Forschung zum Wohle der Gesundheit.

Die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft aufgrund demografischer Einflüsse und die medizinische Versorgung auf höchstem Niveau werden das Gesundheitswesen in Zukunft stark fordern, nicht zuletzt auch aufgrund der akzentuierten wie auch forciert wachsenden Ökonomisierung der Spitzen-Medizin und der Pflegebereiche. Zumal auch der Druck der Krankenkassen und deren Versicherten nicht abnimmt, steigen die Anforderungen von Jahr zu Jahr, möglichst viel medizinische Leistung für immer weniger Aufwand erbringen zu müssen. Das akademische wie auch nichtakademische medizinische Fachpersonal, das Management im Spital- und Gesundheitswesen, das Pflegepersonal und die paramedizinischen Subbranchen werden zusammen mit der Gesundheitspolitik sich vielen neuen, herausfordernden Entwicklungen stellen müssen. Die Gesundheitsökonomie wird in Zukunft mehr Einfluss gewinnen und zusammen mit der Medizin- und Pharmabranche neue Wege gehen müssen, um durch bereichsübergreifende Forschung, Lehre, medizinische Behandlung und Pflege die Effizienz nachhaltig steigern zu können.

Dank dieser dynamischen Entfaltung der medizinischen Anbieter und der sehr guten Grundversorgung ist Basel und die Nordwestschweiz ein regionaler Wachstumsleader der Schweiz. Auch im Bereich Medizin. Die enormen Investitionen in Forschung und Entwicklung werden von Jahr zu Jahr grösser und widerspiegeln die schöpferische, unternehmerische Kraft dieser Region.

www.medical-jobs-basel.ch

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PostHeaderIcon Migration erzeugt Reibungswärme und lässt niemanden kalt.

Es ist eine elende Krux! Kein Tag vergeht in diesem Land, der nicht mit Migration zu tun hat. Ohne sie würde es jedoch in der Schweiz bedrohlich ruhig werden.

Gerade die Ausrufung der Ventilklausel durch den Bundesrat am 18. April 2012 hat einmal mehr aufgezeigt, dass das Thema Migration niemanden verschont. Die hiesige Wirtschaft ist auf Arbeitskräfte von aussen angewiesen. Das ist immer noch so. Die anhaltende Stärke der Wirtschaftsleistung wäre ohne Aussenwirkung nie möglich gewesen. Die Schweiz ist ein Hort der Stabilität und das macht sie auch äusserst attraktiv für andere. Zudem ist das Lohngefüge wesentlich besser als in der Eurozone und trägt zum Sexappeal dieser kleinen Willensnation bei.

Die unkontrollierte Einwanderung löst jedoch ein wachsendes Unbehagen aus.

Helvetia quo vadis?

Helvetia quo vadis?

Viele weniger gut qualifizierte Berufsleute fühlen sich auf dem Arbeitsmarkt verdrängt. Die Enttäuschten und Bedrängten äussern ihren Unmut in einer latenten Xenophobie, die oft genug auch unverhohlen zum Ausdruck gebracht wird und die allgemeine gute wie auch sachliche Stimmung zwischen den Hiesigen und Anderen vergiftet. Der Wohnungsmarkt ist auch angespannt. Zudem nerven sich viel Schweizerinnen und Schweizer über die arrogant wirkende EU, die mit ihrer Wirtschaftsmacht und ihrer institutionellen Muskelmasse prahlt, zuweilen sehr herbe Kritik gegenüber der Schweiz zum Ausdruck bringt und immer wieder mit elaborierten und gedrechselten Bemerkungen versucht, das urhelvetische Selbstverständnis einer alten Demokratie in Frage zu stellen, obwohl dieses Land ein souveränes Staatsgebilde ist, wo die Menschen aufgrund der starken demokratischen Strukturen pointiert über ihr eigenes Schicksal entscheiden können und mit viel gesundem Menschenverstand, das entscheiden was dem Land gut tut. Hunderttausende EU-Bürger leben und arbeiten in diesem Land. Oft genug viel besser, erfolgreicher und befriedigender als im derangierten Wirtschaftsraum derselben.

Die Ventilklausel ist sicher nicht besonders wirkungsvoll und wird kaum alle Probleme lösen.

Es ist jedoch wichtig, dass die anderen wieder einmal zu Kenntnis nehmen müssen, dass dieses Land trotzdem ein sehr zuverlässiger Partner ist, das jedoch seine Rechte in Anspruch nimmt und dazu Sorge tragen will, dass jene Erwerbstätigen, die in diesem Land schon ein Auskommen finden, das auch mit einer zukunftsorientierten Stabilität weiterhin tun können. Migration, und das zeigt die Historie der globalen Arbeitskulturen immer wieder auf, erzeugt Reibungswärme und sorgt dafür, dass es manachmal zu Überhitzung zwischen den verschiedenen Interessens- und Anspruchsgruppen führen kann. Das ist menschlich. Es wird immer zu Konflikten zwischen Menschen kommen, wenn ein gutes Angebot auf zuviel Interesse stösst.

Ohne uns kein Pflege.

Ohne uns kein Pflege.

Gerade die neue Kampagne der Gewerkschaft Unia macht uns aber auch klar darauf aufmerksam, dass Migration nicht immer nur mühsam ist, sondern zuweilen notwendig wird, wenn wir nicht Gefahr laufen möchten, den Anschluss zu verlieren und in die Bedeutungslosigkeit zu versinken. Ohne die Hilfe von aussen, wären wir hilflos.

Würde die Schweiz alle Pflegenden, die keinen Schweizer Pass besitzen für einen Tag in die Ferien senden, dann kollabiert das schweizerische Gesundheitssystem sofort. Es würde nichts mehr richtig laufen. Vielleicht könnte man knapp einen Notbetrieb für kurze Zeit aufrecht erhalten, dann wäre es aber schnell vorbei.

Ohne uns kein Gemüse.

Ohne uns kein Gemüse.

Auch das Frischgemüse auf den Feldern würde nur noch verfaulen und Dünger werden. Wer findet die vielen Hilfsjobs in der Landwirtschaft wirklich attraktiv? Hand aufs Herz. Sie? Wohl kaum. Gerade die Schweizer Bauern, deren parlamentarische Mehrheitsvertretung bekannt ist für ihre hemdsärmelige Hauruckmethoden und Beissfreudigkeit, wenn es um die Ausländerpolitik geht, sind auf die Erntehelfer und Erntehelferinnen aus Osteuropa angewiesen. Sie sind willig und billig. Das Gemüse kommt nun mal nicht automatisch auf den Teller. Auch wenn die Landwirtschaft in vielen Bereichen hoch automatisiert ist, bleibt die manuelle Arbeit in einem hohen Masse bestehen. Der Spargel zum Beispiel muss immer noch von Hand geerntet werden. Und die biologische Landwirtschaft erlaubt nur einen bestimmten Grad an mechanischer Hilfe. Der grosse Rest ist Handarbeit. Ohne die vielen fleissigen Menschen aus Osteuropa würde die vitaminreiche Kost und die wichtigen Ballaststoffe nicht auf den Tisch kommen.

Ohne uns kein Spiel

Ohne uns kein Spiel

Tja so ist es auch mit dem Sport. Dieser ist schon lange grenzenlos. Der Fussball wäre stinklangweilig ohne die vielen Sportler und Sportlerinnen aus dem Ausland. Gerade die Trainer- und Coachszene wäre arm dran ohne die reich gefüllten Reservoirs aus dem Ausland. Viele Arbeitsmigranten machen den Fussball erst richtig erfolgreich und spannend. Die Schweiz ist eine erfolgreiche Sportnation mit viel Unterhaltungswert. Dieser würde massiv sinken, könnten die hiesigen Sportanlässe nicht mehr mit der Unterstützung von aussen rechnen. Was wäre die Schweizer Nationalmannschaft ohne die Unterstützung jener Spieler mit Migrationshintergrund? Tor- und chancenlos!

Ohne uns kein Bau.

Ohne uns kein Bau.

Die Bauwirtschaft wäre ohne Migration auch mausetot. Diese Branche ist seit vielen Jahrzehnten auf ausländisches Fachpersonal angewiesen. Die moderne Schweiz wurde mehrheitlich von den Ausländern gebaut. Und das notabene recht gut. Die Infrastrukturqualität in diesem Land ist eine der besten der Welt. Ohne die Bauarbeiter zum Beispiel aus Italien, Spanien, Portugal oder Deutschland wäre vieles einfach liegen geblieben. Handwerker, insbesondere Bauleute, aus dem Ausland prägen die Bauhaupt- und Baunebenbranche überdurchschnittlich stark. Würden zum Beispiel im Sommer alle in der Schweiz beschäftigten ausländischen Strassenbauer in die Ferien gehen, dann wäre die Blechkolonne von Hamburg bis nach Neapel Realität. Nichts wäre mehr so, wie es sein sollte.

Ohne uns keine Forschung.

Ohne uns keine Forschung.

Die technische, chemische wie auch pharmazeutische Forschung zum Beispiel wäre ohne ausländische ‚Brainware’ und die vielen intellektuellen Arbeitsnomaden nicht nur verloren sondern ziemlich wertlos. Internationale wie auch interdisziplinär zusammen arbeitende Forschungsteams sind heute den ‚Forschungsimperativ’ schlechthin. Ohne das moderne ‚limitless Swarm-Thinking’ wäre die geniale Einzelleistung gar nicht mehr möglich. Der Forschungsstandort Schweiz wäre eine aride Denkwüste ohne innovative Schöpfungskraft und könnte die ausländische ‚Brainpower’ nicht in den ‚Denk-Grid’ des helvetischen Forschungswesens einbetten. Forschende haben sich selten um die Herkunft der Anderen gekümmert. Hauptsache deren Wissen führt zu neuen Erkenntnissen und Produkten. Alles andere wäre nur dumm. Die Migration der Forschenden hat dieses Land reich gemacht. Die moderne Wirtschaftsgeschichte der Schweiz beweist es. Oder wie entstand zum Beispiel Nestlé und ABB?

Ohne uns keine Schoggihasen.

Ohne uns keine Schoggihasen.

Viele Industrie-, Handels – und Produktionsbetriebe könnten ihre Werkstore für immer schliessen ohne die emsige Arbeitskraft der vielen Ausländer und Ausländerinnen. Deren Arbeitsprofile sind oft unspektakulär, mitunter monoton, langweilig und nicht interessant. Trotzdem verhilft diese Arbeit vielen Firmen zum Erfolg. Wird sie nicht gut gemacht, dann gäbe es die Firma auch nicht. Zudem wäre es für solche Firmen enorm schwierig überhaupt noch schweizerisches Personal zu finden, weil dieses solche Jobs als nicht adäquat ihren Fähigkeiten betrachten würden. Fabrikpersonal braucht es vielleicht immer weniger, da die verarbeitende Industrie einen hohen Automatisierungsgrad erreicht hat und die Fabrikarbeit langsam ausstirbt. Sie ist aber immer noch da und gerade die vielen Migranten und Migrantinnen sorgen dafür, dass die Schweizer Schokolade überhaupt verkauft werden kann.

Migration ist anstrengend. Oft für beide Seiten. Beide Seiten profitieren mehr von ihren Vor- als Nachteilen. Die Schweiz braucht sie auch.

Bleiben wir cool und denken daran, dass die nach wie vor sehr solide Arbeitswelt ohne die von aussen auch innen nicht optimal funktionieren würde. Die anderen beneiden uns darum. Neid ist gut. Er beweist, dass wir das richtig tun, was andere gerne haben möchten: Eine kontrollierte Migration, die dem Frieden im Land zuträglich ist und die wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Stabilität aller garantiert.

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PostHeaderIcon Verhaltener Start ins 2012.

Das Temporärarbeitsvolumen hat im März 2012 gegenüber dem Vorjahr 12,9% verloren.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass der März 2011 ein äusserst erfolgreicher Monat war. Der eher starke Rückgang im März 2012 ist aus dieser Perspektive zu relativieren. Trotzdem zeigt der swisstempindex, dass die Performance 2012 bis zum heutigen Datum etwas niedriger ausgefallen ist als in den Spitzenjahren 2011 oder 2007 und 2008.

swisstempindex März 2012

swisstempindex März 2012 (Klicken Sie auf die Grafik für eine Vergösserung)

Das Wachstum seit Jahresbeginn beträgt -7.9%, das Durchschnittswachstum der letzten zwölf Monate 2.2%. Es ist wahrscheinlich, dass die Ausläufer der letztjährigen Wirtschaftslage für diese Abkühlung verantwortlich sind. Zudem hat sich der Bau – als wichtiger Nachfrager von Temporärarbeit – im ersten Quartal 2012 nur schwach entwickelt.

swisstemptrend März 2012

swisstemptrend März 2012 (Klicken Sie auf die Grafik für die Vergrösserung)

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PostHeaderIcon Die Ventilklausel nimmt keinen Druck weg. Es wird munter weiter pfeifen.

Die Einschränkung der Personenfreizügikeit und die Ausrufung der Ventilklausel sind mögliche Massnahmen, um die Einwanderung besser steuern zu können. Sie sind aber nicht die Lösung.

Jedes Jahr wandern Zehntausende Menschen in die Schweiz ein. Beruflich Qualifizierte wie auch Nichtqualifizierte. Es wird langsam eng im Land. Viele denken darüber nach, dass die Personenfreizügigkeit eingeschränkt werden muss und sogar die Ventilklausel zur Anwendung kommen soll. Diese Massnahmen lassen aber keinen Druck ab, wenn es um den Fachkräftemarkt gibt.

Der Druck im Kessel nimmt zu.

Der Druck im Kessel nimmt zu.

Denn der Mangel an Hochqualifizierten in den Bereichen Informatik und Telekommunikation (ICT) bleibt auf einem gefährlich hohen Niveau bestehen. Es geht inzwischen sogar die Diskussion um, dass die Kontingente nicht nach Herkunftsländern, sondern nach Branchen verteilt werden müssten. Es braucht nicht mehr Bauleute aus Deutschland! Es braucht endlich mehr Informatiker. Woher sie kommen spielt keine Rolle. Hauptsache sie können was.

Mit anderen Worten es gibt sicher genügend Schreiner in der Schweiz, auch wenn diese Berufsgruppe nach wie vor zum Beispiel aus Deutschland oder Österreich einwandert. Aber die Computer- und Telekommunikationsingenieure zum Beispiel aus Indien, China oder den USA fehlen uns an allen Ecken und Enden. Da sie aber aus sogenannten Drittstaaten kommen ist die Zuwanderung dieser Fachkräfte besonders strikt und resolut geregelt. Warum wird diese veraltete Anwendung der Kontingente nach Herkunftsländern nicht endlich aufgehoben?

Es ist einfach grotesk, dass jeder Kanton ein gewisses Kontingent erhält. Denn die Nachfrage nach Fachkräften für die Computerindustrie ist in den grossen wirtschaftlichen Ballungsgebieten wie Zürich, Basel oder Genf einfach nun mal ein Vielfaches grösser als im wirtschaftlich strukturarmen Kanton Glarus. Selbstverständlich braucht es auch Computerfachleute in Glarus, aber weitaus weniger. Viele hoch dotierten IT-Fachleute findet man nicht mehr in Europa. Sie sind global verstreut. Werden Sie kontaktiert und erhalten Sie eine ‚Swiss-Greencard’, dann kommen sie auch. Für viele dieser genialen jungen IT-Freaks wäre es die Chance aus der wirtschaftlichen Misere zu kommen und berufliche Chancen realisieren zu können, die sich so in der Heimat einfach nicht bieten.

Auch die administrativen Hürden sind nach wie vor lächerlich hoch.

Glarus

Auch im Kanton Glarus braucht es IT Fachleute

Gerade kleine Firmen leiden darunter, wenn viel Arbeitskraft für die Anträge und die Nachbearbeitung dieser draufgeht. Im schlimmsten Fall schliesst die Firma und geht an einem Ort wieder auf, wo die Administration und das Zulassungsprozedere einfacher ist. Oder sie lagert Projekte dorthin aus, wo die IT-Kompetenz vorhanden ist. Gemäss der Statistik wurden die Kontingente für Fachkräfte im Jahr 2011 nicht ausgeschöpft. Viele Betriebe lagern jedoch einen Teil der Entwicklung aus und nehmen in Kauf, dass das mit interkulturellen und anderen Problemen befrachtet ist. Aber lieber so, als ewig auf den Staat warten zu müssen bis sich dieser bewegt und die Nöte der IT-Industrie zur Kenntnis nimmt. Wahrscheinlich geht dort das Licht erst an, wenn es auf der anderen aus geht. Dann ist es zu spät. Ohne gute IT-Produkte, denen intelligente Software Leben einhaucht geht gar nichts. Die Software ist immer noch humane Brainware. Die richtet sich nicht nach den helvetischen Kontingenten des Staates.

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PostHeaderIcon Der Hahnenkampf ist vorüber. Das Bauhauptgewerbe ist wieder unter Vertrag.

Endlich ist es doch noch geglückt. Die Delegierten des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) und der Gewerkschaft Syna haben dem neuen Landesmantelvertrag (LMV) für das Bauhauptgewerbe zugestimmt.

Der Hahnenkampf ist vorüber. Die Eier sind im Nest und werden ausgebrütet. Was folgt als nächstes?

Der Hahnenkampf ist vorüber. Die Eier sind im Nest und werden ausgebrütet. Was folgt als nächstes?

Bekanntlich hat ja die Gewerkschaft Unia als dritte Vertragspartnerin schon am 10. März dem Vertrag zugestimmt. Der vertragslose Zustand im Bauhauptgewerbe ist somit passé. Per 1. April 2012, und das ist zum Glück kein Scherz, tritt der neue “LMV 12″ in Kraft. Dieser läuft bis Ende 2015. Er stellt alle in der Schweiz tätigen Bauleute unter vertraglichen Schutz. Die Zustimmung war bei den Gewerkschaften wie auch bei den Baumeistern gross.

Die Gewerkschaften monieren jedoch nach wie vor, dass die vorgesehene Lohnerhöhung sowie die Erhöhung der Mindestlöhne um jeweils 1%, aufgrund der guten Baukonjunktur, zu niedrig sei. Allerdings wird allgemein gelobt, dass der Schutz der Arbeiter bei Krankheiten viel besser ausgestaltet ist und es gemäss neuem Vertrag ab 2013 bei krankheitsbedingten Absenzen zu keinen Lohnkürzungen mehr kommen soll. Auch der Kündigungsschutz zugunsten der älteren Bauleute wurde stark verbessert. Die Gewerkschaften sind jedoch der Meinung, dass das Problem des Lohndumpings nach wie vor besteht und bei Lohnausfall infolge schlechten Wetters es noch Bereich gibt, die zu verbessern sind. Diese Anliegen werden mit dem Baumeisterverband noch im Herbst 2012 weiter verhandelt werden.

Gut ist einfach, dass die sachliche Nüchternheit auf den Baustellen wieder einkehrt und die Bauleute sich auf das Wesentliche konzentrieren können.

Andere Branchen, wie zum Beispiel das ganze Baunebengewerbe, können nur neidvoll auf die Bauleute blicken, deren Vertretung es einmal mehr, allerdings mit viel rhetorischem Schwarzpulver, geschafft hat, ihre Interessen gegenüber den Baumeistern durchzusetzen.

Mit diesem LINK geht es zu vielen attraktiven Baujobs!

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PostHeaderIcon Der «Kunde Kandidat» ist ein knappes Gut.

HR TodayDemografie, Fachkräftemangel, Social Media, Globalisierung und der Kampf um das beste Arbeitgeberimage stellen den Arbeitsmarkt auf den Kopf und leiten eine neue Ära ein in der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Personalberatungen (Ein Beitrag von: Sabine Schritt, HR Today)

Am Arbeitsmarkt weht ein rauer Wind. Mehr denn je, so scheint es, sind die Unternehmen auf die Dienstleistungen von Personalberatungen angewiesen. Doch heute steht die Zusammenarbeit unter ganz anderen Vorzeichen als noch vor ein paar Jahren. Was das Berufsbild der Personalberater angeht, scheiden sich die Geister. Für die einen sind sie eine wichtige Grösse bei der Besetzung von Positionen, andere geben das Gebiet nicht gerne aus der Hand. Noch andere haben bereits schlechte Erfahrungen gemacht.

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Life Sciences Industrie

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Life Sciences Industrie

Eine Studie der MC Personalmanagement GmbH (MCP) aus Bad Homburg (Deutschland) zeigt, dass Unternehmen nicht mehr nur für die Besetzung von Top-Positionen auf die Dienstleistungen von Personalberatungen zurückgreifen. Die gute Nachricht also ist: Den Personalberatungen wird die Arbeit in den nächsten Jahren nicht ausgehen. Die schlechtere Nachricht lautet: Viele Unternehmen sind mit ihrer Personalberatung unzufrieden.

Leistung statt Golfplatzbeziehung

Über 50 Prozent der Befragten sind mit ihrem Headhunter unzufrieden, das ist ein Ergebnis der Studie. Als Mangel wurden vor allem zu geringe echte Branchenkenntnis sowie mangelnde Flexibilität genannt und die zu geringe Qualifikation der Kandidaten. «Im deutschsprachigen Raum ist der Markt sehr stark im Wandel begriffen, und nicht alle Personalberater sind hierauf gut vorbereitet», meint Andreas Daniel Huber, Autor der Studie und Partner bei MCP. «Die klassischen ­Mechanismen des Marktes greifen nicht mehr zu 100 Prozent.»

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die medizinische Welt

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die medizinische Welt

Personalberatung sei zwar immer noch ein Beziehungsgeschäft, und die Chemie müsse stimmen, sagt Huber. Doch der Trend gehe zu weniger personalisierten privaten Kontakten, und «Golfplatzbeziehungen» würden weniger wichtig. «Was heute primär zählt, ist echte Leistung.» Mittelfristig werde sich das momentan noch relativ starre Honorarsystem der meisten Headhunter stärker an der echten Leistung orientieren müssen und weniger am Jahresgehalt der Kandidaten. «Klienten verlangen immer mehr ein transparentes und nachvollziehbares Honorarsystem», so Huber. Dabei werde es ein Nebeneinander von klassischen Modellen wie zum Beispiel der Drittellösung bei Zugrundelegung von 30 bis 50 Prozent des Jahresgehaltes (ein Drittel bei Auftragserteilung, ein Drittel bei Präsentation, ein Drittel bei Einstellung) und ganz neuen Honorarmodellen geben. MCP arbeitet daher momentan an der Entwicklung eines aufwandbasierten «Bau­kastensystems». Je mehr Leistung der Kunde abfordert, desto teurer wird es. «Eine aufwändige Suche kostet natürlich mehr als ein Auftrag, der zahlreiche Synergien zu anderen Aufträgen zulässt oder bei dem der Klient zahlreiche Leistungen selber einbringt.»

Für Huber beruht gutes Headhunting vor allem auf drei Säulen:

  • echte Branchenexpertise,
  • Identifikation der Bedürfnisse der Klienten und
  • Kontinuität.
Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für das Controlling und die Buchhaltung

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für das Controlling und die Buchhaltung

«In der Masse der Personalberatungen wird es zwei Gewinner geben», ist er überzeugt: erstens diejenigen mit wirklichen Branchenkenntnissen («An einer sauberen Zielfirmenliste kann das Unternehmen ganz gut erkennen, ob der Personalberater ein Branchenkenner ist») und zweitens die­jenigen, die ihr Honorarsystem flexibel an die Kundenbedürfnisse anpassen. Die Gespräche im Rahmen der Studie hätten eine weitere deutliche Tendenz gezeigt, so Huber. «Die Kunden sind risikoaverser geworden.» Vor ­einiger Zeit waren Unternehmen noch mehr zu Kompromissen bei der Kandidatenauswahl bereit. Heute bleibt man knallhart und ganz eng beim Anforderungsprofil und gibt weniger Kandidaten mit etwas untypischen Profilen eine Chance. Eine weitere Tendenz macht die Position für die Personalberatungen auch nicht einfacher: Gute Kandidaten waren schon immer schwer zu finden, heute aber lassen sich diese nicht mehr nur mit einem tollen Dienstwagen oder einem hohen Bonus an Bord holen. «High Potentials lassen sich heute eher mit einem Betriebskindergarten und Work-Life-Balance locken», so Huber. «Lebensqualität und Familie werden wieder wichtig und stehen vermehrt im Vordergrund.»

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Logistik und Supply Chain Management

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Logistik und Supply Chain Management

Thomas Muhmenthaler, Deputy Managing Director der Schweizer Personalberatung Humanis, spricht sogar vom «Kunden Kandidaten». Seiner Meinung nach wird die Dienstleistung der Personalberater heute um einen wichtigen Aspekt erweitert: das Employer Branding. Um gute Fach- und Führungskräfte zu einem Wechsel zu bewegen, müssen diese von den Vorteilen des neuen potenziellen Arbeitgebers überzeugt werden. Und das ist essenziell, denn im Zuge des zunehmenden Fachkräftemangels ist der ideale Kandidat rar.

Mehr strategische Schulterschlüsse

Hierfür setzen Unternehmen vermehrt auf strategische Partnerschaften mit Personalberatungen, um ihr Unternehmen bei potenziellen Kandidaten optimal positionieren zu können. Der Personalberater dient dabei als Markenbotschafter. Muhmenthaler spricht einerseits von Bewerbern, die sich aktiv am Markt bewegen, und von Kandidaten, die kein oder nur ein latentes Wechselmotiv haben.

«Die hohe Kunst ist es, dem Kunden den Zugang zu den besten Kandidaten zu eröffnen, welche sich nicht aktiv am Markt bewegen.»

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Suche von HRM Profis

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Suche von HRM Profis

Der «Kunde Kandidat» fordert dabei seinerseits vom Berater auch ein Vertrauensverhältnis ein, um sich mit ihm über seine beruflichen Pläne zu unterhalten, obwohl er kein Wechselmotiv hegt. «Diese Nähe ergibt den Mehrwert für die Kunden und ist die Basis für unser Geschäft. Ethische Grundsätze müssten dabei eine Selbstverständlichkeit sein», so Muhmenthaler. Festgeschrieben seien diese für die Branche nicht. Und auch die selbstauferlegte «off-limit»-Klausel werde längst nicht von allen Beratern eingehalten. Diese Wertehaltung besagt, von Kunden keine Mitarbeiter abzuwerben. Muhmenthaler beobachtet zunehmend einen strategischen Schulterschluss zwischen Berater und Unternehmen. Immer häufiger gäbe es Zusammenarbeit in Form einer Rahmenvereinbarung.

Wer heute mit dem Arbeitsmarkt Schritt halten will, befindet sich permanent im Geschwindigkeitsrausch. Bewerbungen per eingeschriebenen Brief und drei Tage Zeit, um darauf zu reagieren, das war einmal. Die schöne neue Rekrutierungswelt wird geprägt durch Social Media und die Informationsbeschaffung über das Internet.

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Suche nach IT Fachkräften

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Suche nach IT Fachkräften

«Über 90 Prozent der Bewerbungen kommen elektronisch rein», schätzt Personalberater Beat Lutz. Das Handling sei einfacher geworden, aber auch schneller. «Wenn Sie nicht innerhalb von 24 Stunden auf eine E-Mail reagieren, gelten Sie als lahme Socke.» Lutz ist ein alter Hase im Geschäft. Mit seinem kleinen Beratungsunternehmen hält er sich nun schon seit 25 Jahren am Markt. Ein Grund hierfür sind klare Grundsätze, nach denen er mit seinen Kunden arbeitet. «Vertrauen verlangt Transparenz, Offenheit, Ehrlichkeit und absolute Diskretion. Diese Eckwerte müssen stimmen.» Es komme da weniger auf die Grösse als auf den Namen an. Kleinere Beratungsboutiquen, die sich in Nischen spezialisieren, sind genauso gefragt wie die grossen, bekannten Beratungsunternehmen mit Niederlassungen in London, New York und Singapur. Die Personalberatung Lutz & Partner AG Human Resources war nach eigenen Angaben die erste Personalberatung in der Schweiz, die sich 1993 nach ISO 9001 zertifizieren liess. «Letztlich heisst das nicht, dass wir qualitativ besser sind, aber es ist ein seriöses Zeichen dafür, dass wir die Qualität ernst nehmen und wahrscheinlich einen Fehler nicht zweimal machen.»

Kandidaten schätzen Diskretion

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Suche nach allgemeinen kaufmännischen Fachkräften

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Lutz zählt zu seinen Kunden KMU, aber auch namhafte Schweizer Grossunternehmen. Dass Unternehmen in Zeiten des Internets selbst geeignete Kandidaten finden könnten, verneint Lutz bestimmt. «Personalberatungen sind spezialisiert und können gezielt an geeignete Kandidaten herankommen. Ausserdem ist es eine Kapazitätsfrage. Welche HR-Abteilung kann fünf Tage lang in einen Search investieren?» Und Kandidaten selbst anzusprechen, wie im Head Hunting, kann sich kein Unternehmen erlauben. Um Diskretion zu wahren, sei man einfach gezwungen, einen externen Dienstleister dazwischenzuschalten. Auch die Kandidaten schätzten es sehr, sich erst einmal unverbindlich über die Po­sition informieren zu können, ohne sich direkt beim Unternehmen outen zu müssen. Die Kunden, so Lutz, kämen dann, wenn es schwierig wird.

«Doch auch ein Personalberater kann nicht zaubern. Gute Führungskräfte zu finden, war noch nie einfach, und sie werden wahrscheinlich immer ein knappes Gut bleiben.»

Ein Honorar in Anlehnung an das Jahresgehalt bezeichnet Lutz als unseriös. «Dann könnten wir auch einen Preis nach ­Kilogramm Lebendgewicht ausrufen.»

Plattform mit Qualitäts-Rating

Spezialisierte Personalberatungen sind wichtig - auch für die Suche nach Engineering Fachkräften

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Das A und O ist, dass jeder Topf seinen passenden Deckel findet. In der fast unüberschaubaren Anzahl von Personalberatern ein schwieriges Unterfangen. Die Firma Talentory bietet eine Online-Plattform, die Unternehmen und Personalberater zielgerichtet zusammenbringt. Die Geschäftsidee stammt aus Amerika, etablierte sich dort 2007 und greift nunmehr auch im deutschsprachigen Raum. Mehr als 850 Personalberater und über 500 Unternehmen nutzen diese Plattform inzwischen. Sie soll, so Geschäftsführer Marc Krummacher, mehr Transparenz in den Markt bringen und die Dienstleistungen von Personalberatern vergleichbar machen. Unternehmen schreiben ihre Mandate aus und bestimmen gleichzeitig den Preis. Darauf können sich Personalberater bewerben, werden von den Firmen ausgewählt und im Erfolgsfall bezahlt. Ein Qualitäts-Rating verbessert sich für diejenigen Personalberater, deren geeignete Kandidaten ins Interview eingeladen werden. «Wir drehen im Prinzip den Markt um», sagt Krummacher. «Das Unternehmen behält jederzeit die Kontrolle über den Rekrutierungsprozess und kann massgeblich mitbestimmen. Es wird keine Zeit mit Verhandlungen vergeudet, es geht einzig um die Suche nach Kandidaten.»

Die Gefahr, dass die Zusammenarbeit durch die Automatisierung einen unpersönlichen Charakter bekommt, sieht Marc Krummacher nicht. «Wir geben den Unternehmen und Personalberatern vor allem eine effiziente und kinderleicht zu benutzende Plattform, um sich für die gezielte Personalsuche weniger bürokratisch zu finden.» Die Suche nach den passenden und motivierten Kandidaten erfolge hingegen zwingend über das persönliche Netzwerk der Personalberater. «Es ist und bleibt ein echtes People-Business, das nicht von leeren Versprechungen, sondern echten Leistungen der Personalberater lebt. Die Zukunft der Rekrutierung wird neu gestaltet – und die Spreu wird sich vom Weizen trennen.»

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PostHeaderIcon Gute Schwarzarbeit, schlechte Schwarzarbeit – Der Sumpf der Schattenwirtschaft muss trockengelegt werden.

Schwarzarbeit oder die sogenannte Schattenwirtschaft entzieht dem Staat, der Allgemeinheit und den Sozialwerken Milliarden Schweizer Franken. Das ist ein Faktum.

Gemäss einem Beitrag von Eco, dem Wirtschaftsmagazin des Schweizer Fernsehens, vom 19. März 2012 gibt es angeblich auch gute Seiten der Schwarzarbeit. Diese etwas unerwartete und bizarr anmutende These vertritt Prof. Friedrich Schneider von der Uni Linz in Österreich. Er teilt durchaus die Auffassung, dass schwarz verdientes Geld nicht besteuert werden kann und auch nichts an die Sozialversicherungen abgeführt wird, aber dafür wird das illegal verdiente Geld in der Regel an Ort und Stelle wieder ausgegeben und stimuliert somit die Volkswirtschaft, die man unschlagbar und illegal konkurrenziert. Die regulären Einkommen und die Ehrlichen haben das Nachsehen. Das ist gelinde ausgedrückt eine erfrischende Provokation.

Schattenwirtschaft ist ungerecht, gegenüber den Ehrlichen, die wohl zähneknirschend ihren Obolus an die Gemeinschaft abliefern und sie verzehrt den Wettbewerb grob und ohne Nachhaltigkeit. Der Beitrag zeigt übrigens auch eine Greifgruppe der bernerischen Fremdenpolizei, wie sie konkret gegen illegale Beschäftigung vorgeht, Kontrollen durchführt, abklärt und verhaftet. Verlierer und Verliererin, und das zeigt der Beitrag auch auf, sind in der Regel die Verhafteten selber. Ihnen bleibt ausser der Illegalität meistens keine andere Möglichkeit. Das macht sie extrem verletzlich. Sie werden gnadenlos ausgebeutet, um ihren kargen Lohn betrogen und wie modernes Schlachtvieh auf der Welt herumgeschubst bis die Handschellen der jeweiligen Kontrollbehörden zuschnappen.

Nicht die Schwarzarbeit ist der Skandal, sondern die hemmungslose Ausbeutung von Menschen, die aufgrund des illegalen Status wehrlos sind und daher auch nicht Hilfe gegen die Ausbeutung in Anspruch nehmen können.

Gute Arbeitgeber klären schon vor der eigentlichen Anstellung ab, ob der Aufenthaltsstatus der anzustellenden Person in Ordnung ist. Nichtwissen schützt vor Strafe nicht. Es gibt genügend Möglichkeiten, um persönliche Verhältnisse von Bewerbenden in Sachen Arbeitserlaubnis kompetent abklären zu lassen. Der Rest sind faule Ausreden. Arbeitgeber, die Menschen ohne gültige Arbeitserlaubnis beschäftigen, und das zum Teil wiederholt, wissentlich und vorsätzlich machen, müssen rigoros von den zuständigen Strafverfolgungsbehörden in die Mangel genommen werden. Dieser Sumpf der modernen Sklaverei und Ausbeutung muss konsequent trocken gelegt werden.

Nachfolgend geht es mit dem Link gleich zum Beitrag:

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