Archiv für die Kategorie „Arbeitsmarkt Schweiz“
Männer in Kinderkrippen stören…
…bestimmt nicht. Im Gegenteil. Die vorherrschende ‚Verweiblichung der Pädagogik’ behindert die ganzheitliche Förderung von Buben und mehr noch diese der Mädchen.

Über die Anstellungen in den Krippen liegen keine geschlechtsspezifischen Statistiken vor (Quelle: NZZ, Franco Bottini).
Kinderkrippen sind wirtschaftlich von hoher Bedeutung. Ohne sie geht nichts mehr rund in einer modernen Volkswirtschaft. Würden diese nur eine Woche im ganzen Land schliessen, dann bricht alles zusammen. Denn immer mehr Elternpaare bleiben berufstätig. Viele sind hoch qualifiziert und müssen am Ball bleiben, um ihre Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten. Zudem gibt es auch Elternpaare, die gerne gemeinsam Teilzeit arbeiten. Sie können sich nicht immer auf die externe Betreuung ihrer Kinder durch Freunde, Eltern, Nachbarschaft oder gute Bekannte verlassen und nehmen daher die Betreuungsdienstleistungen von Kinderkrippen gerne entgegen. Andere sind auf den Zusatzverdienst dringend angewiesen, um mit zwei kleinen Einkommen die Familie finanziell über Wasser halten zu können. In den letzten Jahren wurden viele Hunderte neue Kinderkrippenbetriebe aus dem Boden gestampft, um den Andrang einigermassen in den Griff zu bekommen.
Das Personal vieler Kinderkrippen besteht praktisch nur aus Frauen.
Das muss sicher nicht schlecht sein. Ist es aber wirklich gut und richtig? Eignen sich Männer für die Ausbildung Fachpersonal Kinderbetreuung nicht? Aber sicher. Viele Väter ohne pädagogische Fachausbildung kümmern sich kompetent um den Nachwuchs und beweisen jeden Tag, dass auch sie ihren Beitrag zur elterlichen Erziehungspflicht beitragen. Warum sollen junge, männliche Fachkräfte in diesem Bereich keinen guten Job machen?
Die Gesellschaft besteht nun mal aus Frauen, Kindern und Männer verschiedener Altersstufen. Diese Realität widerspiegelt sich aber bei der Durchmischung des Personals vieler Kinderkrippen nicht. In vielen spielt der Mann als erzieherische Fachperson keine Rolle. Es gibt auch Kinderkrippen, die sich strikte weigern Männer einzustellen, obwohl diese über die passende Ausbildung verfügen, Empathie besitzen und die nötige Berufserfahrung mitbringen. Auch das ist eine starke Form der Diskriminierung. Zudem fördert die akzentuierte Nichtanstellung von Männern in Kinderkrippen, die Bildung von Klischees bei den Kids. Und das kann schon gar nicht im Interesse der Eltern sein.
Selbstverständlich sind Männer in Kinderkrippen unter stärkerer Beobachtung als Frauen. Pädokriminelle versuchen immer wieder in solchen Institutionen einen Job zu ergattern, damit sie ihren potentiellen Opfern nahe kommen.

Die Kinderkrippe St. Leonhard in Basel bildet seit Jahren erfolgreich junge Männer aus (Quelle: www.leonhardskrippe.ch)
Es gibt jedoch gut planbare Schutzmassnahmen, die dazu führen, dass Erzieher nie alleine mit den Kindern sind. Das schützt nicht nur explizit die Männer, die in solchen Kinderkrippen arbeiten, sondern die Kinder selber, die Eltern und den Ruf des Betriebes. Zudem ist es wichtig, wenn männliches Fachpersonal rekrutiert wird, dass mehrere Referenzen eingeholt wie auch eingehend geprüft werden und ein aktuelles Leumundszeugnis oder ein Auszug aus dem Strafregister vorliegt. Auch in der Krankenpflege arbeiten Männer. Auch dort besteht ein Missbrauchsrisiko. Aber kein Pflegeheim kann auf männliches Personal verzichten. Warum tun es die Kinderkrippen?
Die NZZ hat zu diesem Thema kürzlich einen Bericht verfasst. Nachfolgend können Sie einfach auf den Link klicken und den Beitrag lesen. Nicht männliche Softies oder ‚Weicheier’ arbeiten in solchen Krippen. Es sind stinknormale Männer, die Kinder aufrichtig lieben, ihren Job gerne ausüben und mit ihrem Engagement dafür sorgen, dass aufgrund der personell ausgewogenen Durchmischung das Weltbild der Kinder stimmt. Die Diskriminierung und Herabsetzung der Männer ist genauso abzulehnen, wie die der Frauen!
Krippen sollen mehr Männer einstellen (NZZ vom 24. März 2013)
Das Temporärarbeitsvolumen hat im Mai gegenüber dem Vorjahr (Mai 2012) 2.7% eingebüsst.
Die unbeständige Marktlage setzt sich damit fort, während sich die gesamtwirtschaftlichen Indikatoren eher etwas verbessert haben.
Mit einer bedeutenderen, gesamtwirtschaftlichen Belebung rechnen die Volkswirte des Seco aber erst im 2014 – und dies nur, falls die Weltwirtschaft und der Euroraum bis dahin an Dynamik zulegen.
Seit Jahresbeginn resultiert ein Negativwachstum der Temporärarbeit in der Höhe von -2.1%. Im Durchschnitt der letzten zwölf Monate ist das Temporärarbeitsvolumen um 1.3% geschrumpft.
Mut zur Lücke. Die Jagd auf die Fachkräfte…
… ist nun auch in der Bundespolitik angekommen.
In den letzten Tagen und Wochen wurde in den Medien viel über die mühselige Gewinnung und das aufwendig Halten von Fachkräften berichtet. Selbst der Wirtschaftsminister, Herr Bundesrat Johann Schneider-Amman, hat zu einem Gespräch am runden Tisch eingeladen. Ob die ‚runden Gespräche’ so rund abliefen, steht auf einem anderen Blatt.
Interessant und zugleich irritierend ist ohne Zweifel, dass das Thema erst seit Kurzem auf dem Radarschirm der Regierung erscheint, medial aufbereitet und nun auf allen Nachrichtenkanälen gesendet wird. Der Mangel ist ja schon lange vorhanden. Dieser kann auch mit forcierten Import von Fachkräften nicht behoben werden. Die Schweiz hat in den letzten Jahren zuwenig ausgebildet. Der Mangel wird über kurz oder lang dazu führen, dass Kompetenz verloren geht und wirtschaftliche Nachteile entstehen. Auch die anderen europäischen Ländern rüsten auf und errichten ein starkes Bollwerk gegen den ‚Brain-Drain’ und das Abwerben ihrer Fachkräfte. Auch sie sind auf diese angewiesen und verteidigen ihre Interessen mit Fleiss, politischer Chuzpe und gezielten Förderungsmassnahmen. Die Schweiz würde es auch so tun.
Gerade stark fokussierte Personaldienstleister, Headhunter und hoch spezialisierte Arbeitgeber spüren schon seit längerer Zeit, dass die Gewinnung von Bewerbenden mit seltenen Berufsfähigkeiten immer härter wird. Viele Positionen können seit Monaten nicht besetzt werden, weil sich niemand dafür interessiert. Unter Umständen führen solche Nichtbesetzungen von Nischenbereichen zur endgültigen Schliessung und weiteren drastischen Massnahmen. Projekte und Entwicklungen bleiben auf der Strecke. Andere realisieren diese, weil das Angebot solcher Spezialisten und Spezialistinnen gerade dort weniger akut ist.
Vielleicht sollte es einen helvetischen Marshallplan gegen die falschen Anreize eines Bildungssystems geben, der jene Bereiche des Bildungsmangels behebt, wo die Wirtschaft besonders unter Mangel ächzt und die übrigen bekämpft, wo ein Überangebot von Wissen geschaffen wird, das die Volkswirtschaft gut entbehren kann.
In den Bereichen Informatik, Mathematik, Physik, Medizin und Maschinenbau können viele Ideen und Projekte nicht realisiert werden. Sie enden als Totgeburten. Interesse alleine genügt nicht, wenn das berufliche Wissen einfach nicht vorhanden ist.
PersonalRadar bleibt eher skeptisch und reserviert gegenüber den Lippenbekenntnissen der hohen Politik. Es ist gut, kommen die Bedenken dort endlich an. Diese reichen kaum aus, um grundlegende Massnahmen rechtzeitig in die Wege zu leiten. Wahrscheinlich ist es zu spät und das geflügelte Wort ‚Mut zur Lücke’ wird Realität.
Im April 2013 ist das Temporärarbeitsvolumen arbeitstagbereinigt um 2.6% gewachsen.
Ohne Arbeitstagbereinigung resultiert ein deutlich stärkeres Wachstum, da der April 2012 zwei Arbeitstage weniger zählte. Das Wachstum seit Jahresbeginn beträgt -1.9%.
Die leichte Erholung, die im April verzeichnet wurde, verlief im Einklang mit der Arbeitslosigkeit, die gegenüber dem Vormonat leicht – von 3.2% auf 3.1% – gesunken ist. Es ist aber zu früh, daraus einen generellen Trend abzuleiten.
Die KOF vermeldet nach wie vor nur wenig Dynamik. Sie erwartet kaum Veränderung in der Beschäftigung für die kommenden Monate. Die Privatwirtschaft hat gemäss KOF-Konjunkturumfrage etwas an Schwung verloren, ist aber zuversichtlich, dass sich die Geschäfte im nächsten halben Jahr beleben. Die Einschätzung des Seco weist in dieselbe Richtung.
Die moderne Sklaverei in der Pflegeindustrie.
Viele betagte Menschen sind auf Pflege angewiesen. Das ist teuer. Somit kommen wieder obskure ‚Arbeitsmodelle’ zum Vorschein, die man glaubte überwunden zu haben.
Immer wieder wird vom Pflegenotstand diskutiert, gesprochen, berichtet und informiert. Das Phänomen ist schon lange keines mehr. Die Intensivbetreuung von Betagten ist teuer. Viele Familien möchten für ihre Angehörigen die beste Pflegelösung realisieren. Der Eintritt in das Pflegeheim soll so lange wie möglich hinaus gezögert werden. Spätestens bei der Berechnung der anfallenden Kosten kommt das böse Erwachen. Die Pflegeleistungen gehen schnell ins Geld und ruinieren Budgets.
Zudem ist das Finden von geeignetem Pflegepersonal inzwischen eine harte Sisyphusarbeit geworden.
Die Pflegespezialisten aus dem Bereich Geriatrie sind meistens schon engagiert zu mehr oder weniger anständigen Anstellungsbedingungen. Was tun? Es gibt Dienstleister, die Pflegepersonal aus Osteuropa engagieren und für konkurrenzlos günstige Bedingungen anbieten. Vieles läuft nach dem Prinzip: Legal, illegal, scheissegal…
Hauptsache die Pflegedienstleistung stimmt und die Alten sind gut versorgt. Die Anstellungsverhältnisse befinden sich jedoch oft im Graubereich und die schleichende Ausbeutung der osteuropäischen Pflegefachleute schaut permanent ums Eck. PersonalRadar möchte auf einen Beitrag des schweizerischen Nachrichtenmagazins 10vor10 aufmerksam machen. Dieser wirft einen kritischen Blick auf die Misere mit den Billigkräften im Pflegebereich. Mit diesem LINK kommen Sie gleich zum Beitrag.
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Die Temporärarbeit im Zeichen der sozialen Sicherheit.
Ein temporär Arbeitender ist durch die Sozialwerke von swissstaffing optimal versichert. Gleichzeitig bieten diese sowohl Arbeitnehmern wie auch Arbeitgebern vorteilhafte Konditionen – und erleichtern nicht zuletzt die tägliche Arbeit der Personaldienstleister (ein Beitrag von Julia Bryner, swissstaffing).
Heute ist die Temporärarbeit eine der bedeutendsten Wachstumsbranchen in der Schweiz. Umso wichtiger ist es, für diese Arbeitsform optimale Bedingungen zu schaffen. swissstaffing war von Anfang an dabei und begleitete bereits die ersten Pioniere der Temporärarbeitsvermittlung. Damals wie heute ist es für swissstaffing ein wichtiges Ziel, den Mitgliedern gute Sozialwerke anzubieten. Inzwischen profitieren die bei swissstaffing angeschlossenen Personalverleiher wie auch die Temporärarbeitenden gleichermassen von einer verbandseigenen Pensionskasse, der AHV-Ausgleichs-/Familienausgleichskasse swisstempcomp sowie neu auch von der Krankentaggeld (KTG)-Branchenlösung.
Gelebte Flexicurity: Die Sozialwerke von swissstaffing
Flexibilität gilt als wichtiger Faktor für einen Wirtschaftsstandort und gehört heute bei praktisch jeder Firma zum Alltag. Auch der Schweizer Arbeitsmarkt hat sich diesem Trend angepasst und seine Flexibilität unter Beweis gestellt. Im Jahr 2012 haben in unserem Land rund 275’000 Menschen temporär gearbeitet. Die Temporärarbeitsbranche verzeichnete eine Lohnsumme von 4,1 Milliarden Franken1. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, existieren in der Schweiz mittlerweile mehrere hundert Personalverleiher.
Gleichzeitig steht die Temporärarbeit jedoch immer wieder unter Beschuss. Adjektive wie prekär, unfair oder atypisch werden in diesem Zusammenhang häufig erwähnt.

Eines der Ziele von swissstaffing ist es, die temporär Arbeitenden gut abzusichern. (Quelle: swissstaffing, Foto: 123RF)
Aufgrund der kurzen Einsätze ist ein temporär angestellter Mitarbeiter tatsächlich grösserer Unsicherheit ausgesetzt als jener mit einem langfristigen Vertrag. Seine Arbeitsplatz- und Einkommenssicherheit könnte grösser sein. Auch für die Sozialversicherungen ist es eine Herausforderung, temporäre Mitarbeiter optimal abzusichern. Aus dieser Diskussion resultierte vor einigen Jahren das Kunstwort Flexicurity, bestehend aus Flexibility und Security. Denn ein flexibler Arbeitsmarkt soll durch ein gut ausgebautes System an sozialer Absicherung abgefedert werden. Aart Jan de Geus, der niederländische Minister für Soziales und Arbeit, hat im Jahr 2006 erklärt: «Ich appelliere an die Temporärarbeitsbranche, eine soziale Führungsrolle auf dem Arbeitsmarkt zu übernehmen.» Diese Worte haben sich der Verband swissstaffing und seine Mitglieder zu Herzen genommen. Sie alle setzen sich mit Leidenschaft für die Branche und die Personen, die darin tätig sind, ein. Um seinen Mitgliedern diese Aufgabe zu erleichtern, hat swissstaffing eine eigene Pensions- und Ausgleichskasse gegründet. Mit der Ekas wurde ein Grossprojekt zur Arbeitssicherheit durchgeführt, und zurzeit arbeitet swissstaffing mit der Suva wieder an einem Projekt, um die Kostenrisiken in der Lohnausfallversicherung zu senken. swissstaffing ist ausserdem engagierter Sozialpartner im Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih.
Doch das Ziel von swissstaffing ist es nicht nur, die temporär Arbeitenden gut abzusichern, sondern den Personaldienstleistern die alltägliche Arbeit zu erleichtern und ihnen finanzielle Einsparungen zu ermöglichen. Denn die Temporärarbeitsbranche hat einen grossen Vorteil: Die bei ihnen unter Vertrag stehenden Arbeitnehmer gehören meist zur jüngeren Generation und ihre durchschnittliche Verweildauer beim gleichen Arbeitgeber ist eher kurz. Die Stiftung 2. Säule swissstaffing verzeichnet daher vergleichsweise wenige Rentenbezüge und kann günstige Beitragssätze verrechnen. Da die jungen temporär Angestellten meist noch keine Kinder haben, kann auch die verbandseigene Familienausgleichskasse sehr gute Konditionen anbieten. Es profitieren also Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichzeitig von der sozialen Absicherung einerseits und günstigen Prämien andererseits.
swisstempcomp: Ein Ansprechpartner für alle Belange der 1. Säule
Seit Anfang 2011 hat die Ausgleichskasse swisstempcomp mit der angeschlossenen Familienausgleichskasse swisstempfamily in allen Kantonen den operativen Betrieb aufgenommen. Zentrales Ziel der Gründung der AHV- und Familienausgleichskasse war die Dienstleistung ausschliesslich für die Mitglieder von swissstaffing unter der Prämisse «alles aus einer Hand».
swisstempcomp
swisstempcomp zählt mit einer Lohnsumme von gut einer Milliarde Franken zu den mittelgrossen Verbandsausgleichskassen. Grundsätzlich liegt noch ein Wachstumspotenzial im Bereich des Möglichen. Dazu wird sicher das Jahr 2016 – ein sogenanntes «Flugjahr», also ein Jahr, in dem die Verbandsausgleichskassen gewechselt werden können – ein nächster Meilenstein bilden.
swisstempfamily
Die Familienausgleichskasse swisstempfamily hat ihr operatives Geschäft in einzelnen Kantonen bereits im Jahr 2009 gestartet. Seit 2011 ist die Kasse gesamtschweizerisch tätig. In Kantonen ohne Lastenausgleich kann swisstempfamily attraktive Beitragssätze bieten. Es zeigt sich, dass die Gründung der Familienausgleichskasse für die Mitglieder von swissstaffing ein sinnvoller Schritt war, da je nach kantonaler Aktivität Geld eingespart werden kann.
Kantonale/weitere Aufgaben
Unter dem Begriff «übertragene Aufgaben» nehmen swisstempcomp und swisstempfamily diverse zusätzliche Inkasso-Aufgaben wahr: die verschiedenen kantonalen Berufsbildungsfonds (FR, GE, JU, NE, TI, VD, VS, ZH), kantonale Spezialfonds (FR, NE, SH, TI, VD, VS) sowie die Mutterschaftsversicherung Genf, bei der sowohl das Inkasso als auch die Leistungszahlungen von swisstempcomp abgewickelt werden. Die neueste übertragene Aufgabe bildet seit Anfang 2012 das Inkasso der Vollzugs- und Weiterbildungsbeiträge GAV Personalverleih der Schweizerischen Paritätischen Kommission Personalverleih (SPKA). Dieses Inkasso wird durch swisstempcomp für alle Mitglieder von swissstaffing durchgeführt.
Fazit/Vorteile
Dank interessanten Verwaltungskostensätzen der AHV-Ausgleichskasse ist swisstempcomp eine konkurrenzfähige Verbandsausgleichskasse. In den Kantonen, in denen swisstempfamily eine eigene Familienausgleichskasse bewirtschaftet, können aufgrund einer guten Risikostruktur attraktive und konkurrenzfähige Beitragssätze angeboten werden. Die Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Datenübermittlung, werden fortlaufend aufgrund der Kundenbedürfnisse optimiert. Die operative Führung der beiden Kassen erfolgt in einer Büro- und Personalunion mit consimo, einem Kompetenzzentrum für Sozialversicherungen.
Stiftung 2. Säule swissstaffing: Auf Personalverleiher zugeschnitten
In den Anfängen der beruflichen Vorsorge hatten Personalverleiher grosse Schwierigkeiten, ihre Temporärarbeitenden zu versichern. Die meisten Einrichtungen waren nicht gewillt oder nicht in der Lage, diese komplexe und zeitintensive Aufgabe zu übernehmen. Noch heute ist es eine Herausforderung, eine externe Pensionskasse zu finden, welche die spezifischen Bedürfnisse der Temporärarbeit komplett erfüllt. swissstaffing hat aus diesem Grund 1985 seine eigene Pensionskasse gegründet. Die Stiftung 2. Säule swissstaffing kann die temporären Mitarbeiter schon ab der ersten Stunde versichern. Sie bewältigt aufgrund jahrelang optimierter Prozesse und eines effizienten IT-Systems die hohen Fluktuationen (20’000 Ein- und Austritte pro Jahr) ohne Mühe. Die Stiftung 2. Säule garantiert ausserdem, dass die Arbeitnehmer konform nach den Regeln des GAV Personalverleih versichert werden. Die AonHewitt, welche die Pensionskasse der swissstaffing verwaltet, leistet mit diesem Modell seit Jahren einen bewundernswerten Einsatz für die Temporärarbeitsbranche.
Versicherte profitieren vom guten Ergebnis
Die Stiftung 2. Säule swissstaffing hat noch einen weiteren, entscheidenden Vorteil: Sie ist finanziell kerngesund. Und dies schon seit Jahren. Der Deckungsgrad hat per Ende 2012 wieder 120 Prozent überstiegen. Die erzielte Anlageperformance wird auf +8 Prozent geschätzt. Die gewählte Anlagestrategie hat sich sehr gut bewährt. Aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung hat sich der Stiftungsrat zu verschiedenen Massnahmen zugunsten der Versicherten entschieden.
Im Jahr 2013 werden alle Altersguthaben mit 2,5 Prozent versichert anstatt dem obligatorischen Mindestzinssatz von 1,5 Prozent. Gleichzeitig konnten die Beitragssätze für Risiken und Verwaltungskosten von 3,3 Prozent auf 3,1 Prozent gesenkt werden.
Die Stiftung lässt somit sämtliches Personal direkt vom Erfolg profitieren. Für Temporärarbeitende, die meist nur für kurze Zeit BVG-versichert sind, bedeutet dies, dass ihr Guthaben rascher wächst. Das Angebot der Stiftung 2. Säule swissstaffing steht ausserdem auch dem festangestellten, internen Personal offen.
KTG-Branchenlösung: grosszügig und sozialpartnerschaftlich subventioniert
Da der GAV Personalverleih eine obligatorische KTG-Versicherung vorschreibt, haben swissstaffing und die Sozialpartner eine Kollektivkrankentaggeld-Versicherung geschaffen. Diese GAV-Personalverleih-konforme Versicherung des Krankentaggeldschutzes soll den Personalverleihern eine einfache und kostengünstige Lösung bieten. Im Gegensatz zu den Dienstleistungen der 1. und 2. Säule von swissstaffing steht die KTG-Branchenlösung auch Nichtmitgliedern zur Verfügung. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie dem GAV Personalverleih unterstellt sind. Das neue Sozialwerk wurde zusammen mit sieben Versicherungsgesellschaften erarbeitet und wird mit 0,4 Prozent der Lohnsumme aus dem Sozialfonds des Gesamtarbeitsvertrages subventioniert. Die Prämien sind dementsprechend günstiger. Die KTG-Branchenlösung ist eit über einem Jahr auf dem Markt und ein voller Erfolg. swissstaffing schätzt, dass im Jahr 2012 Personalverleiher insgesamt 1,880 Milliarden Franken Lohnsumme in der Branchenlösung versichert haben. Somit profitieren sie von einer totalen Subvention von 7,520 Millionen Franken. Die Branchenlösung wird vom kompetenten Partner febs geführt.
Durch diese Sozialwerke ist ein temporär Arbeitender optimal versichert. Gleichzeitig leistet die Temporärbranche einen grossen Beitrag an die Wiedereingliederung von Arbeitnehmern in die Berufswelt. Die nachgewiesene Brückenfunktion der Temporärarbeit führt dazu, dass der Arbeitnehmer über den Temporäreinsatz eine feste Anstellung findet. Firmen werden durch die Flexibilität der Temporärarbeit ausserdem in ihrer Wettbewerbsfähigkeit gestärkt, sodass keine Massenentlassungen notwendig sind. Mehrere Mitglieder von swissstaffing fördern ausserdem die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Arbeitswelt oder von Personen, die alleine kaum Anschluss an die Berufswelt finden würden.
Die Sozialwerke von swissstaffing unterstützen ihre Mitglieder tatkräftig, um auf dem Arbeitsmarkt eine soziale Führungsrolle zu übernehmen.
Bittere Spargeln: Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft.
Spargel, Erdbeeren, Bohnen: In der Schweizer Landwirtschaft ernten Saisonarbeiter Gemüse und Früchte zuweilen unter prekären Bedingungen. Ein Forschungsprojekt am Geographischen Institut der Uni Zürich ging der Frage nach, ob ein Fair-Trade-Label die Arbeitsbedingungen der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte verbessern könnte. (Ein Beitrag von: Sabina Mächler, HR Today).
Etwa 30’000 Personen sind offiziell in der Schweizer Landwirtschaft angestellt. Die meisten davon sind saisonal Beschäftigte aus Polen, Bulgarien, Rumänien, Portugal oder anderen EU-Ländern – mit Arbeitsverträgen von drei bis neun Monaten. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von illegal Beschäftigten. Darunter sind viele Verwandte von bereits in der Schweiz ansässigen Migrantinnen und Migranten, die aus Ländern ausserhalb des EU-Raums stammen, da saisonale Arbeitsbewilligungen nur an EU-Bürgerinnen und -Bürger ausgestellt werden.
Arbeitsgesetz gilt nicht

Spargelernte geschieht oft unter prekären Arbeitsbedingungen: Spargelernte, die in der Schweiz zumeist von Saisonarbeitern ausgeführt wird. (Quelle: HR Today, Bild: Pixelio / Bild Frontpage: Bayerischer Spargelblog)
Im Gegensatz zum Baugewerbe unterliegen Arbeitsverträge in der Landwirtschaft weder dem Schweizerischen Arbeitsgesetz, noch existiert für diese Angestellten ein Gesamtarbeitsvertrag. Die meisten Kantone kennen zwar Normalarbeitsverträge, die eingesetzt werden, wenn kein individueller Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde. Die kantonalen Differenzen sind jedoch gross und individuelle Verträge dürfen die Standards der Normalarbeitsverträge ohne weiteres unterschreiten. Landwirtschaftliche Arbeitsbedingungen sind ähnlich prekär wie diejenigen von Hausangestellten. Die Löhne bewegen sich gemäss dieser Studie bei rund 3200 Franken pro Monat – mehr als 55 Arbeitsstunden pro Woche sind dabei keine Ausnahme. Neben der harten Arbeit kommen oftmals sozial widrige Bedingungen hinzu: So leben die Gastarbeiterinnen und -arbeiter häufig sozial isoliert auf Bauernhöfen in abgelegenen Orten.
Silva Lieberherr, Doktorandin am Geographischen Institut der UZH, hat mit ihrem Forschungskollegen Awanish Kumarvom Tata Institute of Social Science Mumbai die Lage der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte in der Schweiz analysiert. Sie untersuchten, inwiefern die Bedingungen durch die Einführung von Fair-Trade-Produkten – mit einem entsprechenden Label für gute Arbeitsbedingungen – verändern werden könnten. Dazu führten sie zehn Interviews mit Gemüsebauern und Vertretern von Gewerkschaften, Landwirtschaftszentren und Dachorganisationen. Das Projekt wurde im Rahmen einer schweizerisch-indischen Forschungspartnerschaft des Nationalen Forschungsschwerpunkts Nord-Süd durchgeführt.
Enormer Preisdruck
Wie die Forscher feststellen konnten, kommen die zum Teil prekären Bedingungen der Saisonarbeiter nicht von ungefähr. Gemäss den interviewten Bauern steht die Schweizer Landwirtschaft unter enormem Preisdruck. Dieser wird durch eine zunehmende Marktöffnung in der Landwirtschaft sowie durch den Wettbewerb innerhalb des stark konzentrierten Detailhandels verursacht. Daraus ergeben sich aus der Sicht der Bauern zwei mögliche Handlungsstrategien: entweder dem Preisdruck durch weitere Rationalisierungen und tiefe Kosten standzuhalten oder sich mit Nischenprodukten zu etablieren. «Die von uns interviewten Personen glauben jedoch nicht, dass Nischenproduktionen für die grosse Mehrheit der Bauern eine Lösung sein kann», sagt die Geographin Silva Lieberherr.
Unübersichtlicher Label-Salat

Silvia Lieberherr und Awanish Kumar. Gingen in ihrem Forschungsprojekt der Frage nach, ob ein Fair- Trade-Label die Arbeitsbedingungen verbessern könnte: Silvia Lieberherr und Awanish Kumar. (Quelle: HR Today, Bild: zVg)
Eine Lösung könnte darin bestehen, einheimische Fair-Trade-Produkte anzubieten, die für faire Arbeitsbedingungen der Saisonarbeiter und gerechte Löhne stünden. Aus Befragungen ist bekannt, dass geschätzte zehn Prozent aller Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz bereit sind, für faire Produkte auch mehr zu bezahlen. Neben internationalen Fair-Trade-Produkten aus Ländern des globalen Südens ist auch die Schweizer Herkunft mit entsprechenden Labels für viele Kunden ein Kaufargument. Die Idee eines neuen Labels speziell für einheimische Fair-Trade-Produkte wurde von den meisten Interviewpartnern jedoch abgelehnt, da sich Konsumierende in der bereits hohen Anzahl verschiedener Marken und Labels kaum mehr zurechtfinden würden. Grössere Zustimmung fand der Ansatz, bestehende Labels mit Standards für faire Arbeitsbedingungen zu erweitern. Dieser Form kommt die «Bio Suisse Knospe» nahe. Bio Suisse übernimmt in diesem Bereich eine Vorreiterrolle und hat ihren Richtlinien vor kurzem minimale Grundanforderungen an die Arbeitsbedingungen hinzugefügt. Die Organisation empfiehlt, dass die individuellen Arbeitsverträge mindestens die Bedingungen der kantonalen Arbeitsverträge erfüllen sollen, schreibt aber keine definierten Standards hinsichtlich der Arbeitsbedingungen vor, sondern vertraut auf das freiwillige Engagement ihrer Lieferanten.
Guter Wille oder Recht?
Die Annahme, dass biologische Landwirte gleichzeitig sozial gerechte Arbeitsbedingungen umsetzen, scheint den Autoren angesichts des immensen Wachstums und Konkurrenzdrucks des biologischen Nahrungsmittelmarkts naiv. Kontrollmechanismen sind jedoch schwierig und teuer umzusetzen, bilanzieren die Forscher. Labels bauen auf die Freiwilligkeit der Endverbraucher und können nicht verhindern, dass parallel dazu günstige Produkte auf Grossbetrieben unter prekären Arbeitsbedingungen weiterhin hergestellt werden. Eine vom guten Willen der Konsumenten unabhängige Möglichkeit wäre, die Anstellungsbedingungen gesetzlich zu regeln oder mindestens die Direktzahlungen des Bundes an soziale Mindeststandards zu binden.
Die Gewerkschaften braucht es nicht mehr…
…möchte man den Beiträgen des Wirtschaftsmagazins Eco im Beitrag des Schweizer Fernsehens vom 29. April 2013 Glauben schenken.
Der 1. Mai übt ganz sicher nicht mehr die gleiche Anziehungskraft aus wie von Jahrzehnten. Die Industriegesellschaft hat sich zu einer Dienstleistungsgesellschaft umgewandelt. Der malochende Unterdrückte ist vom hoch qualifizierten Facharbeiter verdrängt worden. Die Mitgliedszahlen der Gewerkschaften schrumpfen seit Jahren. Auch wenn die Auftritte der gewerkschaftlichen Protagonisten immer schriller werden und zuweilen belustigend wirken, ist deren stille Arbeit im Hintergrund sicher nicht für die Katz. Aber in einer saturierten Arbeitswelt, wo die Missstände nicht mehr Urständ feiern, können einem die Themen wahrlich abhanden kommen.
Geniessen wir trotzdem den Tag der Arbeit und erinnern wir uns daran, dass es einmal anders war. Viel anders. Gut ist es nicht mehr so.
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Jobs für Handwerker GmbH goes Plakat…
…und wird bald regelmässig mit witzigen Motiven auffallen.
Die Suche nach guten Handwerkern gleicht oft der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.
Viele Personalvermittler haben über die Wintermonate intensiv rekrutiert, um dann, sobald die warme Jahreszeit wieder anfängt, Temporärpersonal vermitteln zu können. Die Spreu trennt sich schnell vom Weizen. Gut ausgebildete wie auch fähige Handwerker und Handwerkerinnen müssen sich jedoch keine Sorgen machen. Sie sind gesuchte Berufsleute!
Jobs für Handwerker GmbH wird am Tag der Arbeit, also ab dem 1. Mai 2013, mit Plakataktionen auf sich aufmerksam machen. Dieser Personaldienstleister legt viel Wert auf seriöse Beratungsqualität und solide Vermittlungsarbeit. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit! Die Plakataktion wird von der Werbeagentur Parnell betreut. Das nächste Motiv wird Ende Juli 2013 sichtbar sein.
Wann bewerben Sie sich? – www.jobs-fuer-handwerker.ch
Der harzige Start ins neue Jahr hat sich im März leider bestätigt. Das Temporärarbeitsvolumen hat sich noch nicht richtig erholt.
Gegenüber dem Vorjahr resultierte ein Rückgang von 5.9% (arbeitstagbereinigt).
Das Temporärarbeitsvolumen war im März auch gegenüber dem Vormonat Februar leicht rückläufig. Eine solche März-Entwicklung ist ungewöhnlich und könnte mit den kalten Temperaturen zusammenhängen, die die Aufträge aus der Bauwirtschaft gebremst haben. Die Arbeitslosenquote ist im März erstmals seit mehreren Monaten wieder gesunken. Diese Entwicklung stimmt positiv. Laut Seco stehen die Chancen für ein anziehendes Wirtschaftswachstum im Verlauf dieses und des nächsten Jahres gut.
Die folgenden Monate werden zeigen, ob die Temporärarbeit in diesem Jahr einfach etwas später als sonst loslegt oder ob die Baisse von längerer Dauer sein wird.

