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Das Temporärarbeitsvolumen hat im April 2012 gegenüber dem Vorjahr 15.2% verloren.
Die sich bereits seit Herbst letzten Jahres anbahnende Abkühlung hat sich damit fortgesetzt.
Auch in anderen europäischen Ländern ist ein Rückgang der Temporärarbeit zu verzeichnen (Siehe nachfolgende Erläuterungen. Klicken Sie einfach auf die Grafik für eine vergrösserte Ansicht).
Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass wir uns nach wie vor in einer Vergleichsperspektive befinden, in der wir auf ein äusserst starkes Vorjahr zurückblicken. Aufgrund der bereits mehrere Monate andauernden Abkühlung ist das 12-Monats-Wachstum in den Negativbereich gerutscht. Es beträgt -0.6%. Die Wachstumsrate seit Jahresbeginn beläuft sich auf -9.9%.
Verhaltener Start ins 2012.
Das Temporärarbeitsvolumen hat im März 2012 gegenüber dem Vorjahr 12,9% verloren.
Zu berücksichtigen ist dabei, dass der März 2011 ein äusserst erfolgreicher Monat war. Der eher starke Rückgang im März 2012 ist aus dieser Perspektive zu relativieren. Trotzdem zeigt der swisstempindex, dass die Performance 2012 bis zum heutigen Datum etwas niedriger ausgefallen ist als in den Spitzenjahren 2011 oder 2007 und 2008.
Das Wachstum seit Jahresbeginn beträgt -7.9%, das Durchschnittswachstum der letzten zwölf Monate 2.2%. Es ist wahrscheinlich, dass die Ausläufer der letztjährigen Wirtschaftslage für diese Abkühlung verantwortlich sind. Zudem hat sich der Bau – als wichtiger Nachfrager von Temporärarbeit – im ersten Quartal 2012 nur schwach entwickelt.
Sie arbeiten temporär? Rechnen Sie Ihren korrekten Stundenlohn selber aus.
Mit der neuen Dienstleistung von tempservice.ch können Sie Ihren korrekten Lohn mit dem Mindestlohnrechner in Zukunft selber prüfen.
Es ist manchmal eine Krux: Man sucht Arbeit, ist zum Beispiel gelernter Maurer aus Deutschland, kennt sich mit den Stundenlöhnen in der Schweiz nicht richtig aus und hofft vom Temporärbüro (Zeitarbeit) eine korrekte Auskunft zu erhalten. Man erhält diese auch, wie die weiteren Angaben zum Stundenlohn. Man weiss jedoch nicht ganz genau, ob das wirklich stimmt. Hat das Temporärbüro die berufliche Qualifikation richtig klassiert? Hat es somit auch den richtigen Stundentarif angewendet? Läuft es korrekt ab?
Die Zeiten der Unwissenheit sind verschwunden.
Es braucht nur noch einen Internetanschluss, die Zielseite www.tempservice.ch und Temporärarbeitende können sich sofort und direkt selber informieren. Damit lässt sich auch ganz einfach prüfen, ob das Temporärbüro korrekt abrechnet. Die meisten tun es sowieso. Es gibt aber immer noch solche, die gut qualifizierte Maurer zum Beispiel keck als Hilfsarbeiter einstufen, dann auch diesen Stundenlohn auzahlen und beim Kunden den vollen Tarif einer qualifizierten Berufskraft abrechnen. Das kommt meistens ohnehin ans Licht und das Temporärbüro wird rechtlich dazu gezwungen nachzuzahlen. Aber es ist lästig und nicht korrekt.
Am besten bietet man seine Arbeitskraft dort an, wo alles schön transparent, fair und korrekt verläuft.
Nun seit dem 1. Januar 2012 gilt der GAV Personalverleih für einen Grossteil der Temporärangestellten in der Schweiz und mit ihm auch die Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen sämtlicher allgemeinverbindlich erklärter und einiger nicht-allgemeinverbindlich erklärter Gesamtarbeitsverträge (GAV). Der oben schon erwähnte Tempservice umfasst alle wichtigen Eckdaten der jeweiligen Branchen und deren geltenden Bestimmungen. Er bietet auf Fragen zu den jeweils geltenden Bestimmungen rasche und konkrete Antworten und ermöglicht Ihnen:
- nach den Bestimmungen in den verschiedensten Branchen mittels Stichwörtern zu suchen;
- ausgewählte Bestimmungen (bspw. Ferien) aufzurufen
- individuelle Mindeststundenlöhne (inkl. Ferien- und Feiertagszuschlag und evtl. Anteil 13. Monatslohn) zu berechnen.
Des Weiteren stehen weiterführende Dokumente zum Download und weitere nützliche Links zur Verfügung. Es handelt sich also um Informationen zu Löhnen und Angaben, welche auf keinen Fall unterschritten werden dürfen. Auch Temporärbüros machen Fehler. Das ist in den allermeisten Fällen auch keine böse Absicht. Dort wo aber mit Absicht den Temporärmitarbeitenden der korrekte Lohn vorenthalten wird, kann man sich wehren. TempService gibt die jeweiligen Kontaktdaten an, wo man sich rechtlich beraten lassen kann.
Die Kälte setzte der Temporärbranche zu.
Der Februar 2012 war mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur von -3,5 ° Celsius um 2,6° Celsius kälter wie im Mittel der Jahre und damit seit 27 Jahren der kälteste Hornung in der Schweiz. Dank Schaltjahr dauerte er zudem einen Arbeitstag länger als im Mittel.
Der Rückgang der Produktion im Personalverleih von rund 8% gegenüber dem Februar 2011 dürfte damit eine klimatische (Stillstand im Hochbau) und eine kalendarische Komponente haben. Die Aussichten für das Jahr 2012 bleiben nach wie vor verhalten positiv. Das unterstützt auch die gestrige Konjunkturprognose-Korrektur durch das seco von 0,5 auf 0,8% Wachstum für das laufende Jahr.
Der GAV Personalverleih bringt die Tarife durcheinander. Gut so.
Grosse Personaldienstleistungsunternehmen leiden. Der GAV Personalverleih kommt Ihnen in die Quere und treibt die Grundpreise nach oben.

Wenn die Kalkulation der Tarife ehrlich ist, muss der Personaldienstleister den Gürtel nicht enger schnallen.
Der neue GAV Personalverleih erhöht nicht nur die Reputation der Personaldienstleistungsbranche, sondern verbessert die Altersvorsorge, die Weiterbildung und den Versicherungsschutz für die temporär angestellten Mitarbeitenden. Das ist unbestritten eine sehr gute Sache. Er erhöht jedoch auch die Grundkosten pro Arbeitsstunde, bringt die ausgezehrten Stundentarife der grossen Personaldienstleister, die den Kunden verrechnet werden, an den Rand der betriebswirtschaftlichen Vernunft und verdünnt die Rentabilität massiv. Das Geschäft ist keines mehr.
Wie ist es aber dazu gekommen? Über Jahre haben sich die Grossen der schweizerischen Personaldienstleistungsbranche gegenseitig mit dem Unterbieten ihrer Tarife überboten. Es war ein unschönes Gemetzel.
Zuweilen war man über die bizarre Strategie der gewollten Margenerosion erstaunt! Als wäre eine angemessene und vernünftige Marge ein Pakt mit dem Teufel.
Es wurde um jeden Grosskunden mit ganz harten Bandagen gekämpft. Diese rieben sich selbstverständlich grinsend die Hände und bemerkten schnell, dass der überbordende Konkurrenzkampf unter den Anbietern die Preise derart schnell in den Keller sausen lässt, dass sich das Auslagern der Personalbeschaffung und der Personalrisiken immer besser rentiert. Ging dem Personaldienstleister dummerweise einmal der Schnauf aus, weil er bemerkte, dass sein Angebotsmodell ruinös ist und aus diesem Grunde die Margen erhöht werden müssen, ging man einfach zum nächsten Anbieter, der im besten Fall die schon mageren Tarife noch einmal kühn straffte und danach mit seiner rechnerischen Kühnheit der dumme August war. Selbstverständlich erwartete darüber hinaus der Grosskunde vom neuen Anbieter noch bessere Tarife, noch einen besseren Service und noch besseres Temporärpersonal. Des Weiteren wurde vom Anbieter selbstredend alles versprochen, obwohl dieser im Vorfeld meistens schon wusste, dass das in der harten Realität nicht möglich ist. Hauptsache der Auftrag war im Trockenen und die eigene Beratungscrew gut beschäftigt. Mit der späteren seriösen Rechenaufgabe, ob es sich mit dem neuen Auftrag auch wirklich rechnet, rechnete ohnehin niemand mehr.
Das betriebswirtschaftliche Gewissen rächte sich meistens später in der Bilanz.
Der neue GAV Personalverleih erhöht gezwungenermassen die Grundstundenlöhne der Temporärmitarbeitenden. Diese wirken sich ganz direkt auf die Gestaltungstopografie der Tarife aus. Diese müssen nun angehoben werden, damit das Geschäft überhaupt noch eines ist und sich etwas verdienen lässt. Das passt aber vielen Abnehmern von Personaldienstleistungen nicht mehr ins Budgetkonzept. Über den Einkauf kann viel gesteuert werden. Gerade diese Abteilungen in Grossunternehmen, die Güter und Dienstleistungen einkaufen, üben einen ernormen Druck auf viele anbietenden Unternehmen aus, die dringend darauf angewiesen sind, dass sie einen Teil ihrer Umsätze auch mit den Grosskunden realisieren können. Das Wissen um diese einfachen Zusammenhänge wird zum Teil bewusst ausgenutzt, um Preise drücken zu können. Die schiere Marktkraft macht es möglich.

Manchmal ist es besser eine Rechnung nochmals auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Die Bilanz dankt es.
Zudem wird der Kampf um die Besten, auch auf dem Arbeitsmarkt der Zeitarbeit, immer härter. Gut Qualifizierte lassen sich nicht mehr für jeden Stundenlohn anstellen. Sie vergleichen und prüfen inzwischen sehr genau, ob auch andere Benefits noch geboten werden. Nur ein interessanter Job mit viel Herausforderung lockt die Smarten schon lange nicht mehr aus der Reserve. Selbst die sogenannten gering Qualifizierten schauen inzwischen genau auf den Stundenlohn und ziehen es vor noch einen Monat länger erwerbslos zu sein, um dann ein Angebot zu erhalten, das ihren pekuniären Vorstellungen besser entspricht.
Vielleicht wäre es gut und endlich an der Zeit, wenn sich die grossen Personaldienstleister mal überlegen, ob nicht auch sie Marktmacht haben und nicht immer um jeden Preis schamlose Angebote machen müssen, die sich nicht rechnen. Wenn nämlich die Grossen der Personaldienstleistungsbranche sich nicht mehr tariftechnisch herumschubsen lassen, dann werden sich auch die Einkaufenden dieser Personaldienstleistungen zweimal überlegen, ob es nicht besser ist, wenn die Partnerschaft fair ausgestaltet wurde und die Zusammenarbeit länger als nur eine Bilanzperiode dauert. Wenn die Branche konsequent zusammen steht, der Futterneid der Vernunft weicht und die Beisshemmung funktioniert, dann wird es auch mit der Wahrnehmung der gemeinsamen Interessen vorteilhafter glücken.
Denn die Nischenanbieter der Personaldienstleistungsbranche haben die Temporärarbeit auch mit dem neuen GAV Personalverleih bestens im Griff. Die Qualität der angebotenen Qualifikationen lässt kein Feilschen zu. Die Nachfrage ist so gross, dass die Jobsuchenden sich die besten Rosinen rauspicken und dort anfangen, wo der Lohn auch stimmt. Der neue GAV Personalverleih wird vieles korrigieren. Hoffentlich auch der Ausverkauf der Tarife.
Temporärarbeit – ein Gewinn bringender Mosaikstein.
Rund 300 000 Menschen arbeiten in der Schweiz temporär. Sie sind nach dem Temporäreinsatz wesentlich besser in den Arbeitsmarkt integriert als vor dem Temporärjob.
Im Vergleich zu 2006 ist der Anteil der Temporärarbeitenden, die rund ein Jahr nach dem Temporäreinsatz erwerbstätig bleiben, 2010 sogar deutlich gestiegen – von 60 Prozent auf 74 Prozent. Dies ist umso beachtlicher, als 2010 ein Nach-Krisen-Jahr war; 2006 war dagegen ein Boom-Jahr. In einer von gfs-zürich durchgeführten Umfrage bei 1004 Temporärarbeitenden hat der Verband der Personaldienstleister swissstaffing die Temporärarbeit in der Schweiz unter die Lupe genommen. Dabei sind spannende Entwicklungen zutage getreten.
Häufig ganz bewusster Entscheid, temporär zu arbeiten
42 Prozent der Temporärarbeitenden suchen genau den vorübergehenden Charakter der Temporärarbeit, da dies zu ihrer Lebenssituation passt – meist zur Überbrückung von zwei anderen Tätigkeiten. Für sie ist der Temporärjob kein Job zweiter Wahl. Dass hinter dem Entscheid, temporär zu arbeiten, eine freie Wahl steht, belegt auch die Tatsache, dass über ein Viertel (28 Prozent) der Temporärarbeitenden schon einmal einen angebotenen Temporärjob abgelehnt hat. Die wichtigsten Gründe für eine solche Ablehnung sind: Die Betroffenen haben bereits eine andere Stelle gefunden, oder die offerierte Stelle gefiel ihnen nicht – sei es bezüglich Inhalt, Lohn oder Pensum. 58 Prozent entscheiden sich hingegen für einen Temporäreinsatz, weil sie keine andere Stelle gefunden haben. Sie versprechen sich in erster Linie eine Steigerung der Chancen, später eine Festanstellung zu finden. Diese Erwartungen werden, wie die Studie von swissstaffing zeigt, mehrheitlich erfüllt: Rund ein Jahr nach der Temporärarbeit haben 49 Prozent die gewünschte Festanstellung gefunden. Weitere 32 Prozent bleiben auf andere Weise in den Arbeitsmarkt integriert (befristete Anstellung, weiterer Temporäreinsatz, selbständig erwerbend).
Nur 15 Prozent fallen in die Arbeitslosigkeit.
Insgesamt bleiben somit 81 Prozent der feststellensuchenden Temporärarbeitenden auch längerfristig am Arbeitsmarkt integriert (Grafik 1, siehe unten). Vor dem Temporäreinsatz waren weitaus weniger erwerbstätig, nämlich nur 53 Prozent. Weitet man die Analyse auf alle Temporärarbeitenden aus – also unabhängig von ihren weiterführenden beruflichen Absichten –, sinkt der Anteil Erwerbstätiger ein wenig: 74 Prozent bleiben innert Jahresfrist am Arbeitsmarkt. In der genannten Gruppe haben allerdings 8 Prozent vor, nach dem Temporäreinsatz eine Aus- oder Weiterbildung zu absolvieren. Das erklärt die leicht geringere Arbeitsmarktintegration. Gut ausgebildete, Schweizer und junge Temporärarbeitende haben besonders gute Chancen, durch den Temporärjob einen längerfristigen Platz am Arbeitsmarkt – häufig eine Feststelle – zu finden. Auch die Feststellenchancen von Lehrabgängern, die temporär arbeiten, sind gut. Die Temporärarbeit ist für sie ein wichtiger Einstiegskanal in die Arbeitswelt. Rund ein Fünftel der Lehrabgänger findet den ersten Job nämlich bei einem Temporärbüro.
Temporärarbeit – eine Episode
Die Temporärarbeit wird von den meisten Beteiligten somit als Episode verstanden und genutzt, die in der Regel nur ein paar Monate dauert. Die Hälfte der Temporärarbeitenden bleibt maximal 14 Monate bei dieser Arbeitsform. Drei Viertel der Temporärarbeitenden sind spätestens nach zwei Jahren nicht mehr über einen Personaldienstleister angestellt. Die Temporärarbeit dient ihnen als Einstieg in den Arbeitsmarkt, Zwischenlösung oder Sprungbrett zu einer Festanstellung. Eine kleine Minderheit von sieben Prozent bleibt hingegen wesentlich länger, das heisst über vier Jahre und in vereinzelten Fällen sogar deutlich länger, in Temporärarbeitsverhältnissen beschäftigt.
Trend zu qualifizierten Profilen
Temporärarbeitende sind vornehmlich mit Fachaufgaben – im handwerklichen, technischen, administrativen oder Dienstleistungsbereich – betraut und verteilen sich auf zahlreiche Branchen. Seit der letzten Umfrage aus dem Jahr 2006 ist der Fachkräfteanteil unter den Temporärarbeitenden zulasten des Hilfsarbeiteranteils markant angestiegen (von 52 Prozent auf 61 Prozent, Grafik 2, siehe unten). Diese Verschiebung zeigt deutlich, dass die Personaldienstleister mit dem Trend in Richtung höher qualifizierter Arbeit Schritt halten. Der Hilfskräfteanteil unter den Temporärarbeitenden ist im Vergleich zu allen Erwerbstätigen aber nach wie vor überdurchschnittlich und beträgt 37 Prozent.
Hilfskräfte werden besonders häufig in Industriebranchen eingesetzt (43 Prozent).
- Im Bauwesen ist der Hilfskräfteanteil dagegen unterdurchschnittlich (25 Prozent).
- Ein Fünftel der Temporärarbeitenden wird im Bauhaupt- oder Baunebengewerbe eingesetzt.
- Ein Drittel arbeitet in der Industrie – davon die meisten in der chemischen Industrie, der Maschinen-/Elektroindustrie sowie in der Nahrungsmittelherstellung.
- Die andere, knappe Hälfte der Temporärarbeitenden ist im Dienstleistungssektor beschäftigt, vorwiegend im Detailhandel, in Transport und Lagerung, im Gastgewerbe und im Tourismus sowie in den Kommunikations- und Callcenter-Dienstleistungen.
An allen Beschäftigten in der Schweiz beträgt der Anteil Temporärarbeitender (in Vollzeitäquivalenten) 2,0 Prozent. In gewissen Branchen ist der Anteil aber bedeutend höher und leisten Temporärarbeitende einen vitalen Beitrag an die Branchenproduktion. So zum Beispiel im Bauhauptgewerbe, wo der Anteil Temporärarbeitender bei 6,7 Prozent liegt. In der Nahrungsmittelherstellung beträgt der Anteil Temporärarbeitender gar 8,0 Prozent, in der chemischen Industrie 7,8 Prozent.
Eine runde Sache
Die Temporärarbeitenden sind mit der gewählten Arbeitsform zufrieden. 70 Prozent würden sie Freunden oder Verwandten empfehlen. Die Nützlichkeit der Temporärarbeit beurteilen sie in verschiedener Hinsicht als gut – sei es, um berufliche Erfahrungen zu sammeln, um eine feste Anstellung zu finden oder als Überbrückung bzw. Zwischenlösung. Auch mit dem Lohn sind Drei Viertel (73 Prozent) der Temporärarbeitenden zufrieden – in manchen Fällen sogar mehr als zufrieden: Ein Drittel findet den Lohn angemessen, ein weiterer Drittel findet ihn mehr als angemessen. Knapp 10 Prozent finden ihn sogar deutlich mehr als angemessen (Grafik 3).
Darum erstaunt es nicht, dass der Temporäreinsatz zwei Dritteln der Temporärarbeitenden als zentrale Einnahmequelle dient – auch wenn er in der Regel für eine überschaubare Dauer eingegangen wurde. So bestreitet fast die Hälfte (44 Prozent) der Temporärarbeitenden ihren Lebensunterhalt bzw. den ihrer Familie alleine. Ein knapper Viertel (23 Prozent) bestreitet den Lebensunterhalt zusammen mit einem bzw. einer Partner/-in, aber als Hauptverdiener/-in. Der Bericht «Die Temporärarbeit in der Schweiz – Aktualisierungsstudie» können Sie mit diesem LINK herunterladen.
GAV Personalverleih in Kraft getreten
Der Bundesrat hat am 13. Dezember 2011 den Gesamtarbeitsvertrag für den Personalverleih allgemeinverbindlich erklärt. Der GAV Personalverleih ist somit am 1. Januar 2012 in Kraft getreten.Er gilt für alle swissstaffingMitglieder sowie für sämtliche nicht organisierten Personalverleiher, die pro Kalenderjahr eine Lohnsumme von mindestens 1,2 Millionen Franken aufweisen.Der GAV Personalverleih kommt auch dann zur Anwendung, wenn für einen Einsatzbetrieb ein anderer GAV gilt. Handelt es sich dabei um einen allgemeinverbindlich erklärten GAV oder um einen GAV, der im Anhang 1 zum GAV Personalverleih aufgeführt ist, so übernimmt der GAV Personalverleih deren Bestimmungen über Löhne, Arbeitszeiten, Ferien, Feiertage sowie allfällige Regelungen über den flexiblen Altersrücktritt.Hinsichtlich aller anderen Regelungen (GAVBeitrag, Krankentaggeld, berufliche Vorsorge etc.) gilt hingegen für jeden Einsatzbetrieb unabhängig von der Branche der GAV Personalverleih. Gemäss GAV Personalverleih müssen die Personaldienstleister neu für die verliehenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Basismindestlohn zwischen 16.46 und 23.59 Franken pro Stunde respektieren (falls nicht die Löhne eines anderen GAV zur Anwendung kommen). Daneben sieht der GAV Personalverleih eine wöchentliche Normalarbeitszeit von 42 Stunden, 5 Wochen Ferien für Arbeitnehmende ab vollendetem 50. Altersjahr sowie eine Krankentaggeldversicherung vor. Es gilt eine Übergangsfrist von drei Monaten, damit sich die betroffenen Personalverleiher auf die neue Situation einstellen können. Für allfällige GAVVerletzungen während dieser Übergangsfrist dürfen die Vollzugsorgane des GAV Personalverleih keine Konventionalstrafen und Kontrollkosten aussprechen, hat der Bundesrat beschlossen.
Das Jahr 2011 bei swissstaffing.
Selten seit der Gründung des Verbandes war ein Jahr so spannend und matchentscheidend für swissstaffing wie das 2011.
Allgemeinverbindlicherklärung des GAV Personalverleih
Bis zuletzt war nicht klar, ob der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Personalverleih unter Dach und Fach gebracht werden kann oder ob es weiterhin eines langen Atems bedarf und es sich erst im Verlaufe des 2012 zeigen würde, ob und wann der GAV allgemeinverbindlich erklärt wird. Am 13. Dezember 2011 war es dann aber soweit. Der Bundesrat hat die Allgemeinverbindlicherklärung des GAV Personalverleih per 1.1.2012 ausgesprochen und damit die Voraussetzungen geschaffen, dass das Vertragswerk auf dieses Datum in Kraft treten konnte.
Damit fanden über vierjährige Verhandlungen ein Ende, denen gar jahrzehntelange verbandsinterne strategische Auseinandersetzungen über die Frage «GAV ja oder nein?» vorausgegangen waren.
Für die Mitglieder bedeutete die kurzfristige Inkraftsetzung eine Haurückübung, war eben bis zum Ende nicht klar, ob der GAV per 1.1.2012 kommt oder nicht. swissstaffing hat Unterlagen und Hilfsmittel für die Umsetzung frühzeitig bereitgestellt. Dennoch bedarf es in einem wirtschaftlichen Umfeld Klarheit, bevor man sich operativ ans Change Management macht. Die ersten Erfahrungen zeigen nun, dass die ITseitige Anpassung bis auf ein paar kleine Details sehr gut funktioniert hat. Das Wissen über den GAV ist in der Branche breit gestreut. Die Anfragen bei swissstaffing zeugen von einer vertieften Auseinandersetzung der Personalverleiher mit dem Vertragswerk. Doch auch in ein paar anderen Gebieten hat swissstaffing im vergangenen Jahr Vorteile für seine Mitglieder erwirkt und Dienstleistungen ausgebaut.
Konsolidierung und Erweiterung der Verbands-Sozialversicherungen
Die Ausgleichskasse swisstempcomp und die Familienausgleichskasse swisstempfamily haben die Feuerprobe bestanden. Die 2009 beziehungsweise 2011 gestarteten Kassen haben erneut ein erfolgreiches Jahr abgeschlossen. Die 110 angeschlossenen Firmen profitieren von sehr vorteilhaften Bedingungen, die sich durch die günstige Altersstruktur der Temporärangestellten ergeben. Mit dem Inkrafttreten des GAV Personalverleih wird die Ausgleichskasse swisstempcomp in Zukunft weitere Dienstleistungen anbieten. Sie übernimmt für die Mitglieder von swissstaffing das Inkasso des GAVBeitrags. swissstaffingMitglieder, die swisstempcomp angeschlossen sind, können den GAVBeitrag somit über bereits bekannte Partner abwickeln, ohne sich mit einer zusätzlichen Abrechnungsstelle auseinandersetzen zu müssen.
Die Stiftung 2. Säule swissstaffing ist kerngesund. Ihr Deckungsgrad betrug Ende 2010 128 Prozent.
Trotz Anlageergebnis von –5,7 Prozent im 2011 schneidet die Stiftung 2. Säule swissstaffing damit per 31.12.2011 besser ab als die allermeisten Pensionskassen in der Schweiz, wie der SwisscantoPensionskassenMonitor zeigt. Der Stiftungsrat hat beschlossen, diese solide Basis zu nutzen, um die technische Struktur der Kasse den demographischen Erfordernissen anzupassen. Der technische Zinssatz wurde von 4 auf 3,5 Prozent gesenkt. Damit ist die Verbands-Pensionskasse bestens gerüstet, um ihre Leistungsversprechen auch gegenüber einer alternden Gesellschaft beziehungsweise Versichertengemeinschaft einzuhalten. Ausserdem konnten dank der Reserven die Administrationsund Risikoprämien der Stiftung 2. Säule swissstaffing per 1.1.2012 gesenkt werden. Arbeitnehmende und Arbeitgeber profitieren je von einer Einsparung von 0,35 Prozentpunkten (neue Beiträge siehe Box). Selbstverständlich bleiben die Leistungen dabei unverändert. Mit der Branchenlösung KTG wurde im vergangenen Jahr unter der Ägide von swissstaffing ein neues Sozialwerk geschaffen. Sie unterstützt die GAV-konforme Versicherung des Krankentaggeldschutzes. Die KollektivkrankentaggeldVersicherung ist in enger Zusammenarbeit mit sieben Versicherungsgesellschaften erarbeitet worden. Erste Verträge konnten bereits 2011 abgeschlossen werden. Viele bestehende Verträge wurden per 1.1.2012 in diese moderne, kostengünstige und durch den GAV subventionierte Versicherungslösung überführt. Auch Nicht-Mitglieder von swissstaffing, die dem GAV unterstehen, können sich der Branchenlösung KTG anschliessen. Schliesslich hat swissstaffing zusammen mit der Groupe Mutuel im vergangenen Jahr eine kollektive Krankenversicherung ins Leben gerufen. Sie steht dem internen Personal der swissstaffingMitglieder zur Verfügung und bietet ihnen sowie deren Familien einen umfassenden Versicherungsschutz bei Krankheit und Unfall. Sie kann wahlweise als Grundversicherung oder inklusive der attraktiven Zusatzversicherung Global Solution abgeschlossen werden.
Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying auf breiter Front
Dank der guten Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für Arbeitssicherheit (EKAS) und der Suva wurden die Projekte im Bereich Arbeitssicherheit weiterverfolgt. Als Produkt wird im Verlaufe dieses Jahres eine neue, auf Temporärarbeitende zugeschnittene Sensibilisierungs-DVD lanciert. Sie erklärt gängige Gefahrensituationen und die wichtigsten Arbeitssicherheitsmassnahmen einfach, klar und sprachneutral. Dass sich solche Anstrengungen lohnen und sich die betriebliche Auseinandersetzung mit Arbeitssicherheit auszahlt, beweist der erfreuliche Fakt, dass die Suva-Prämie für Berufsunfälle gesenkt werden konnte.
Im Dezember letzten Jahres hat swissstaffing in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut gfszürich die Aktualisierungsstudie zur Temporärarbeit in der Schweiz Mitgliedern, politischen Partnern und Medien zur Verfügung gestellt. Die Studie bringt mehrere spannende Entwicklungen ans Licht, die die Temporärarbeit in den letzten Jahren geprägt haben:
- Das Qualifikationsprofil der Temporär angestellten hat sich deutlich erhöht. Es sind mehr Fachkräfte und weniger Hilfskräfte im Einsatz.
- Die integrierende Wirkung der Temporärarbeit hat sich nicht nur bestätigt, sondern verstärkt.
- Wer temporär arbeitet, hat intakte Chancen, auch längerfristig im Erwerbsleben zu verbleiben: 49 Prozent finden innert Jahresfrist eine Festanstellung. Weitere 31 Prozent arbeiten weiterhin temporär oder finden eine befristete Anstellung.
Wer temporär arbeitet, hat intakte Chancen, auch längerfristig im Erwerbsleben zu verbleiben.
- Die Zusammenarbeit mit dem SECO und den kantonalen Amtsstellen für Wirtschaft und Arbeit hat sich im vergangenen Jahr weiter versachlicht.
- Auf dem Gebiet des AVAMSTS-Datenzugriffs auf Stellensuchenden-Profile und in der Zusammenarbeit mit den RAVs sind spürbare Erfolge zu verzeichnen. Das Bewusstsein über den volkswirtschaftlichen Beitrag, den die Personaldienstleister leisten (siehe Integrationswirkung oben), ist auf behördlicher Seite gut verankert.
- Die Partnerschaft mit den Berufsverbänden der Branchen sowie den Dachverbänden der Arbeitgeber und des Gewerbes hat sich nach der Lösung der Konfliktpunkte rund um den Anhang 1 des GAV Personalverleih beruhigt. Sie ist pragmatischer geworden. Die zu Beginn der GAV-Verhandlungen aus diesen Kreisen geäusserte Zustimmung zum GAV Personalverleih hat wieder Oberhand gewonnen. Davon zeugen insbesondere auch die vielen positiven Reaktionen von Seiten der Einsatzbetriebe, die swissstaffing anlässlich der eigens für sie durchgeführten GAV-Infoveranstaltungen erfahren hat.
Mitgliederentwicklung www.swissstaffing.ch
m Verlaufe des 2011 haben sich 13 neue Personaldienstleister swissstaffing angeschlossen. Aktuell sind bereits weitere fünf Firmen im Aufnahmeprozess. Insgesamt darf sich swissstaffing einer positiven Mitgliederentwicklung erfreuen. Mitglieder von swissstaffing profitieren von mehreren soliden Sozialwerken, die speziell auf die Bedürfnisse von Personalverleihern ausgerichtet sind und ihre Leistungen zu sehr attraktiven Konditionen anbieten. Hochrechnungen belegen, dass die über den Anschluss an diese Sozialversicherungen erzielten Einsparungen (gegenüber einer herkömmlichen Versicherung) den Mitgliederbeitrag für swissstaffing kompensieren, wenn nicht gar übersteigen. Verbandsmitglieder haben ausserdem die Möglichkeit, sich am Vollzug des allgemeinverbindlich erklärten GAV Personalverleih aktiv zu beteiligen und direkt auf die Ausgestaltung allfälliger künftiger GAVAnpassungen Einfluss zu nehmen.
Der neue GAV Personalverleih produziert Fragen. Gute Fragen!
swissstaffing, der Schweizerische Verband der Personaldienstleister, hat klare Antworten dazu.
Es ist immer so. Kaum glauben alle zu wissen, dass mit der Inkraftsetzung der neuen Lösung, sprich dem neuen GAV Personaverleih, alles klar sein sollte, kommen die ersten Fragen zur praktischen Anwendung wie folgt:
- Welche Mindestlöhne gelten bei einer 40h Woche?
- Wie ist das mit der BVG-Pflicht bei Teilzeitangestellten?
- Ab welchem Stundenlohn sind temporäre Mitarbeitende nicht mehr dem GAV Personalverleih unterstellt?
- Ist der Ort des Personalverleihers, des Einsatzbetriebes oder des Arbeitsorts massgebend für die Lohneinreihung?
- Wie hoch ist die KTG-Deckung bei temporären Mitarbeitenden, die freiwillig BVG-versichert werden?
Haben Sie als gewiefter Personaldienstleister oder als Dienstleistungsnutzer der Personaldienstleistungsbranche alles gewusst? Wohl kaum. Der neue Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih bringt ganz viele Novitäten in den praktischen Arbeitsalltag der Personalvermittler, die zu beachten sind. Mit dem nachfolgenden Link hat swissstaffing eine brauchbare Liste der sogenannten häufig gestellten Fragen (Frequently Asked Questions, FAQ) zusammen gestellt. Es lohnt sich diese einmal von A-Z genau durch zu lesen.
Fragen zum GAV Personalverleih – Klicken Sie auf diesen Link und Sie erhalten sofort Antworten
Das 2012 ist weder gut noch schlecht gestartet.
Das Temporärarbeitsvolumen hat gegenüber dem Vorjahr (Januar 2011) 0.1% eingebüsst. Das Wachstum der letzten zwölf Monate beträgt 7.7%.
Trotz ansteigender Arbeitslosigkeit scheint sich die Lage am Temporärarbeitsmarkt einigermassen zu stabilisieren.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob Temporärstellen angesichts des erwarteten, weiteren Anstiegs der Arbeitslosigkeit (wie üblich) die ersten sind, die gestrichen werden. Handkehrum ist es nämlich auch möglich, dass die derzeitige, gesamtwirtschaftliche Unsicherheit „nur“ ein Ausläufer der 2008/2009er Krise und keine neue Krise darstellt und die Unternehmen in Erwartung einer Besserung auf Temporärstellen setzen. Auch das entspräche einem vielfach beobachteten Wirtschaftsverhalten.
Temporary work is a solid, fair and qualitatively accepted form of employment with which unexpected needs for know-how can be fulfilled quickly.
It would not be possible to carry out or bridge many projects, unexpected, large-volume orders, maternity leaves or employee shortages due to accidents or sickness without temporary employment contracts.
There is a clear trend towards complementing full-time salaried employees (core) more and more with flexible ancillary employees (periphery). The fast-paced market and the constantly changing basic conditions due to strong influences by global economic developments are obvious and have an impact on local circumstances. Rational planning and the ability to anticipate business developments are important requirements for a successful management.
The ephemerality of economic processes and the many imponderabilities of life always create situations that require fast decisions. Not everything can always be predicted.
When do temporary hires make sense?
- Assignment of specialist for complex areas that are only temporary.
- Backup for unexpected large-volume orders that cannot be handled with just the full-time employees alone.
- Substitutes for female employees on maternity leave.
- Substitutes for employees who have fallen ill or had an accident.
- Guaranteed interim solution if an employee leaves the company and the successor has not taken on the position yet.
What are your benefits?
- We close gaps fast with the right applicants.
- No administrative costs for you. We take care of everything!
- Clear stipulations between the assignment company and PKS by means of a lease contract and also between the temporary employee and PKS by means of an employment contract.
- We will immediately enroll temporary employees with the social insurances. Professional insurances and pensions will be provided for temporary employees (25 years or older) even during short assignments. That way the insurance situation will be substantially improved for employees.
- We strictly comply with the social and ethical regulations of swissstaffing, the trade association of personnel service providers in Switzerland. We attach great importance to transparent conditions for all parties involved.
What are the conditions?
- Each temporary employment assignment is individually different. Just give us a call and we will give you instant advise (+41 61 205 99 33)
- Based on the information provided, we will quickly be able to tell you how much you will have to pay for the service.
Temporary work has become an important factor of the Swiss economy. The strongly increasing demand for this form of employment is a clear indication that it is well received and firmly anchored. The job market in Switzerland is so flexible, because temporary employees offer companies a very uncomplicated and unbureaucratic way to add to their existing workforce should the need arise. PKS Personal- & Kaderselektion is very experienced in this area. Why don’t you find out for yourself. We fill your vacancy.











