Archiv für August 2009
‘Spam ist der Zahnbelag auf dem Lächeln des E-Business’ …
…hiess es einmal in der Juni Ausgabe des LANline Magazins im Jahr 2005. Bestimmt haben Sie in den letzten Monaten zahlreiche ‚interessante’ Geschäftsvorschläge aus Westafrika erhalten, die Ihnen unverhofft Reichtum prophezeiten. Auch Trojaner haben sie möglicherweise schon sanft erobert, obwohl sie mit der altgriechischen Mythologie nicht so vertraut sind.
Jeden Tag kämpft Ihre ‚Firewall’ mit Würmer, Viren und anderem Getier, die den elektronischen Eingeweiden Ihrer Maschine zusetzen und Ihre Arbeit behindern. Über die blauen Pillen aus obskuren Quellen, die angeblich die Libido des Mannes, flugs in die Waagrechte bringen und den Implantaten aus noch dubioserer Herkunft, die den Traum des vollen Körbchens erfüllen sollten, wollen wir schon gar nicht schreiben.
Selbst die sehr anpassungsfähigen Filtersysteme schützen uns nicht mehr und lassen auch mit engmaschigen elektronischen Verfahren viel durch. Der elektronische Zerberus schnappt zwar fleissig zu, aber meistens erwischt er nur die Waden.
Wir werden jeden Tag mit einer Flut von Informationen überschwemmt, die uns schier schwindlig macht. Die grösste Plage ist jedoch der ‚Spiced Ham’. Hallo? Was hat der gewürzte Schinken mit der Überflutung unserer Mailboxes zu tun? Mehr als Sie denken. Der amerikanische Lebensmittelhersteller ‚Hormel Foods Inc.’ kreierte damals den Kunstbegriff ‚Spam’ und etikettierte damit seine Blechdosen mit gepresstem Schweinefleisch. Der etwas eigenartige Namen entstand aus den Anfangs- und Endbuchstaben von ‚Spiced Ham’.
Eigentlich würden viele von uns lieber Spam essen, als sich über Spam ärgern. Die Flut an elektronischer Berieselung nimmt beängstigende Ausmasse an. 2005 wurden ca. 90 Milliarden Spams versendet. 2007 stieg die Zahl auf 140 Milliarden. Für 2009 wurden 230 Milliarden angekündigt. Mit ziemlicher Sicherheit wird diese Zahl im nächsten Jahr noch einen gewaltigen Sprung machen.
Die elektronische Werbung bereitet viel Arbeit, da inzwischen sehr rigide Sicherheitsvorschriften in vielen Unternehmen, dazu führen, dass oft die guten Nachrichten bei den schlechten landen und viel Zeit und Mühe dafür verwendet wird, diese dann wieder ausfindig zu machen. Hat Ihre Personalabteilung schon einmal die Kosten für diesen Aufwand berechnet? Sie werden wahrscheinlich erstaunt sein, wie viel Spam kostet. Da kann die Wirtschaft nur hoffen, dass Zerberus beissfreudiger wird und endlich seine Zähne in die saftige Schinkenseite treibt.
Das Spital ist tot. Es lebe das Spital. Eine kurze Geschichte…
Es ist unheimlich still. Nachts in einem Spital irgendwo in der Schweiz im Jahr 2022. Viele schlafen. Einige sind wach. Sie rufen nach dem Pflegepersonal. Niemand kommt. Es gibt keines mehr.
Viele lächeln müde und denken: ´So ein Blödsinn. Wir leben in der Gegenwart und alles läuft perfekt. Keine Anzeichen von Pflegenotstand.´ Die Wirklichkeit sieht jedoch weitaus düsterer aus, als manche zu denken vermögen. Die Lücken konnten bis anhin mit Pflegepersonal aus anderen EU-Staaten geschlossen werden. Insbesondere das Pflegepersonal aus den osteuropäischen Staaten schätzt die beruflichen Möglichkeiten in der Schweiz und das weitaus bessere Einkommen als in der Heimat.
Die Volkswirtschaften jener Staaten, die uns bis anhin im Pflegebereich unter die Arme griffen, entwickeln sich wirtschaftlich rasant. Auch deren demografischen Strukturen führen zu einem höheren Bedarf an gut ausgebildetes Pflegepersonal. Die bulgarischen oder rumänischen Krankenschwestern werden dann Arbeitsbedingungen vorfinden, die sie nicht mehr dazu bewegen ihr Brot in der Fremde verdienen zu müssen. Die guten Kräfte aus anderen Ländern werden ausbleiben und in ihren jeweiligen Heimatländern Arbeit in Hülle und Fülle vorfinden.
Was läuft schief? Viele junge Menschen begeistern sich für die Pflegeberufe, lassen sich teuer ausbilden und verlassen früh wieder die Gesundheitsbranche. Total frustriert. Pflegefachfrauen und Ärztinnen werden Mütter, suchen verzweifelt eine Kinderkrippe, die mit den ungewöhnlichen Arbeitszeiten der Spitäler standhalten können und suchen verzweifelt weiter. Es gibt sie nicht. Sie sind zu teuer.
Da reibt man sich nur noch ungläubig die Augen. Was ist teurer? Die Einrichtung einer Kinderkrippe, die es hoch qualifiziertem Pflegepersonal möglich macht den Beruf weiter ausführen zu können oder die extrem kostspielige Ausbildung von Pflegepersonal, dass dann die sinnstiftende Arbeit nicht findet und stiften geht?
Es wird Zeit, dass sich unsere Gesellschaft endlich Gedanken über das Pflegepersonal macht und wie wir ihm Arbeitsbedingungen bieten können, die es möglich machen den Beruf zu lieben. Die Hoffnung durch Hightech-Pflegeroboter genau so professionell den Weg zurück in den Alltag zu finden ist noch viel lächerlicher. Ach so – in dieser Nacht im Jahr 2022 kam das Pflegepersonal sofort aus dem Aufenthaltsraum. Es war einfach in der wohlverdienten Kaffeepause, um sich danach die Nacht, zusammen mit den Patienten, besser um die Ohren schlagen zu können. Im ersten Morgengrauen konnten die Mütter ihre Kinder in der Spitalkinderkrippe abholen. Sie waren zufrieden. Ein Superjob im Spital. Warum wechseln? Wenn doch – dann bieten sich Ihnen mit dieser LINK neue Perspektiven.
Das Klima beschäftigte schon die Wohnhöhle der Neandertaler
Die Wohnhöhle der Neandertaler verfügte schon mit ihrer Feuerstelle über einfachste Gebäudetechnik. Inzwischen ist es für den Menschen viel behaglicher geworden. Die Berufswelt der Gebäudetechnik holt auf. Aber mächtig!
Heizungen, Klimageräte, Umwälzungspumpen, Lüftungsanlagen, Reinräume, Fassadenbegrünungen und vieles mehr der Gebäudetechnik, beeinflussen unser Leben jeden Tag. Die Veränderung des Klimas erhöht zusätzlich den Druck auf die Gebäudetechnikbranche. Nur intelligente und umweltschonende Produkte werden sich durchsetzen.
Das technologisch einfache Gebäude hat ausgedient und verschwindet in den Siedlungsgebieten. Selbst alte oder historische Gebäude werden aufgerüstet und den neuen Anforderungen angepasst. Die Bereiche Heizung, Lüftung und Klima haben sich aufgrund der verfahrenstechnischen Weiterentwicklungen derart stark in Szene gesetzt, das die Gebäudetechnik viele Lebensbereiche und andere Fachgebiete inzwischen stark beeinflusst.
Moderne, umweltschonende, energiearme und intelligente Gebäudetechnik wird heute als eine Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Diese hat unbestritten einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Menschen und die Umwelt. Auch die staatlichen Förderungsprogramme und Lenkungsabgaben, veränderte Gewohnheiten und gesteigerte Anspruchshaltung an die Gebäudetechnik fordern die Branche stark. Die Anforderungen an das berufliche Können der Fachleute Gebäudetechnik ist ernorm. Die Schweiz ist jedoch, dank ihrer guten Berufsleute, bestens gerüstet und wird die gebäudetechnologische Entwicklung stark mitprägen und beeinflussen.
Die Gebäudetechnik wird in den nächsten Jahren grosse Entwicklungssprünge machen. Die Verschmelzung von harter mit weicher Technologie wird Gebäude zu hochkomplexen Bauwerken umgestalten. Sie wird Wirtschaft, Forschung und Menschen stark beeinflussen. Die Schweiz, als innovative Schmiede anspruchsvoller Neuentwicklungen, wird an der Zukunft neuer Gebäudetechnologien teilnehmen. Es bleibt zu hoffen, dass es dieser Branche nach wie vor so gut versteht, möglichst viele junge Menschen für ihre Berufswelt begeistern zu können.
Ohne schweizerische Textilindustrie hält keine Naht auf den internationalen Catwalks.
Kleider machen Leute. Das wusste schon der bekannte Schweizer Schriftsteller Gottfried Keller als seine gleichnamige Novelle 1874 erschien. Der Stoff aus dem Träume entstehen, fängt bei den Textilien an. Die Jobwelt in der Textilindustrie hat sich radikal verändert!
Die europäische Textilindustrie hat sich fundamental verändert. Einst war die schweizerische Textilproduktion, die Textilverarbeitung wie auch –veredelung und die Herstellung von Webmaschinen ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Globalisierung hat viele verändert. Heute ist die Schweiz in Sachen Herstellung von Textilien in Topqualität und höchstmodernen Web- und Textilmaschinen immer noch Spitzenklasse.
Viele rümpfen beim Wort Textilien die Nase. Ein bedeutungsloses Gebiet? Stellen Sie sich einen Tag ohne Textilien vor. Der Textilbezug im öffentlichen Verkehr würde fehlen. Sie sitzen auf dem blanken Federkern. Stoffvorhänge, die sie vor den neugierigen Blicken der Nachbarschaft schützen, sind weg. Die Mitarbeitenden der Wäscherei bleiben zuhause. Die Modeindustrie liefert keine Geschichten mehr für die Klatschpresse. Die Kleiderbügel hängen leer im Schrank. Der wärmende Bademantel, indem es sich nach dem Bad so herrlich kuscheln lässt, gibt es nicht mehr.
Die Menschen bleiben zuhause. Niemand will nackt das Haus verlassen. Schon gar nicht in zotteligen Pelzen oder mit steifen Lederschürzen. Textilien befriedigen ein wichtiges Grundbedürfnis der Menschen. Sie kleiden, wärmen und schützen nicht nur, sondern sind auch ein wichtiges Ausdrucksmittel menschlicher Persönlichkeit. Zudem gibt es viele Industrie- und Produktionsbetriebe, die ohne Textilien oder textilähnliche Stoffe gar nicht funktionieren würden.
Die schweizerische Textillandschaft hat sich stark verändert. Nämlich von einem Massengeschäft zu einer hoch spezialisierten Branche, die in Sachen Textilchemie, Textil- und Webmaschinen und hochwertigen Spezialstoffen und -textilien weltweit seinesgleichen sucht. Die hochwertigen Nischenprodukte finden auf der ganzen Welt reissenden Absatz. Daher sind gute qualifizierte Berufsleute in diesem Bereich unabdingbar.
Die textile Welt der Schweiz ist in Ordnung. Mit viel Innovationskraft werden jedes Jahr neue Textilprodukte oder textilnahe Bereiche entwickelt, die immer wieder für Furore sorgen, oft kopiert werden und in Sachen Qualität trotzdem unerreichbar sind. Die wirtschaftliche Kraft und Zukunft der Textilien sind in der Schweiz ungebrochen.
White-collar jobs over all? Nö! Naturnahe Berufsprofile kommen wieder aus dem Busch.
Die Natur ist ein wunderbarer Erholungs- und lebenswichtiger Wirtschaftsraum, der vielen Berufsleuten interessante Aufgaben bietet. Ohne diese Fachkräfte funktioniert keine Volkswirtschaft.
Die Natur bietet uns nicht nur Erholung und Arbeit, sondern sorgt zum Beispiel mit Land- und Forstwirtschaft, Landschaftsbau, Gemüse-, Obst- und Blumenproduktion für viele hoch spezialisierte Erwerbszweige, die für die Landesversorgung, landwirtschaftliche Bewirtschaftung, Landschaftspflege und weitere naturnahe Tätigkeiten, wichtig sind.
Sie fahren an schönen Landschaften vorbei. Der Landwirt pflegt sie. Der saubere Wald mit der Feuerstelle beim Rastplatz macht Freude. Der Förster war da. Die Fische im klaren Bach flitzen herum. Der Fischereiaufseher kümmerte sich um die Aufzucht. Der frisch duftende Waldhonig mundet. Der Imker sorgte dafür. Die herrlichen Blumen zum Geburtstag duften wundervoll. Der Gärtner zog sie auf und der Florist arrangierte sie. Der Rehpfeffer mundet im Herbst. Der Wildhüter kontrolliert den Wildbestand. Die Sonderabfälle bereitet Sorgen. Der Umweltberater erarbeitet ein Entsorgungskonzept. Die frischen Früchte schmecken herrlich. Der Obstbauer macht es möglich. Viele naturnahe Berufe sind für Dienstleistungen verantwortlich, die im Wirtschaftsgefüge keine grossen Wellen schlagen, aber absolut unverzichtbar sind und für eine hohe Lebensqualität sorgen. Die Natur ist ein fantastischer Arbeitgeber.
Viele naturnahe Berufszweige leisten unverzichtbare Werte für die Wirtschaft. Sie tragen dazu bei, dass die Natur gepflegt und der wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Wert erkannt wird. Ohne Natur läuft nichts. Auch nicht in der Arbeitswelt!
Die Kunst des ‚Bossnappings’. Oder spinnen die Gallier nun total?
Die Krise hat auch den französischen Arbeitsmarkt voll erfasst. Insbesondere die französische Autoindustrie und deren Zulieferer erleiden zum Teil dramatische Einbrüche. Zehntausende Arbeitnehmer/-innen verlieren ihre Arbeit und werden von existenziellen Ängsten geplagt.
Oft gibt es keine Sozialpläne. Und da liegt des Pudels Kern. Der Boss wird kurzerhand in Geiselhaft genommen, um Forderungen gegenüber den Firmeninhabern und den Behörden durchzusetzen.
Es vergeht wohl kaum eine Woche mehr ohne zum Teil dramatische Bilder aus Frankreich. Fabriken, die jahrzehntelang für viele Menschen Arbeit boten und ganze Landstriche wirtschaftlich am Leben erhielten, werden aufgrund fehlender Aufträge und Rentabilität brutal geschlossen. Oft erfährt das die Belegschaft erst im letzten Augenblick. Viele fühlen sich dabei hilflos und der Willkür ausgesetzt. Wut und Hass machen sich breit. Die Stimmung kippt. Immer mehr Arbeiter/-innen greifen zu radikalen Methoden und nehmen die Geschäftsführung in Geiselhaft um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verschaffen. ‚Bossjacking wird en vogue!
Nicht selten wird dabei vergessen, dass die operative Geschäftsleitung auch auf der Strasse steht und praktisch nie von den Entscheidungen der Beletage ins Bild gesetzt wurde. Sie müssen dann die Suppe von jenen auslöffeln, die ihnen das eingebrockt haben und nicht verstehen wollen und können, warum die Belegschaft echauffiert ist. Die Stimmung wird nicht selten zusätzlich durch eine kühle, ökonomische Sprache, angeheizt, die bar jeglicher Empathie, den Zorn und den Groll steigert, zur ungezügelten Gewalt führt und das Pulverfass buchstäblich explodieren lässt.
Die Staatsgewalt muss dann wieder für Führungsdefizite den Kopf hinhalten sich vom Mob prügeln lassen und für eine verfehlte Arbeitsmarktpolitik büssen. Derweil die gut geölte mediale Maschinerie auf Hochtouren läuft, mit viel ‘Infotainment’ die Situation verschärft und gute Lösungen, aufgrund persönlicher Eitelkeiten der Protagonisten, kläglich scheitern, da diese unspektakulär sind.
Arbeitsfrieden ist ein hohes Gut. Auch hierzulande gehen Unternehmen in den Konkurs, werden abgespeckt, verkauft, tranchiert und häppchenweise weiter veräussert, ohne dass der Chef oder die Chefin gleich mit den Handschellen an den Radiator gefesselt, übel beschimpft wird und nicht weiss, ob sie vielleicht doch noch bei lebendigem Leib auf dem Rost der Frustrierten geopfert und gebraten werden. Meistens bleibt das Personal sowieso auf der Strecke.
Gute Sozialpläne, eine vernünftige Arbeitslosenkasse, ein flexibler Arbeitsmarkt und passgenaue Umschulungsmöglichkeiten schaffen Perspektiven. Am besten ist es jedoch, wenn Geschäftsleitungen schlechte Nachrichten fair verkünden und dafür sorgen, dass die Massnahmen, trotz aller Beschwernisse, menschlich und anständig durchgeführt werden. Der Reputationschancen danach ist meistens nicht mehr zu flicken. Zum Glück kennen die Helvetier das ‚Bossnapping’ nicht. Noch nicht!
Die harte Metall- und Maschinenindustrie wird butterweich.
Metalle und Maschinen kontrollieren unser Leben. Immer und überall sind sie vorhanden. Die Metall- und Maschinenindustrie ist so lebensnotwendig wie der tägliche Sauerstoff.
Die Maschinen- und Metall-Industrie nimmt in der schweizerischen Volkswirtschaft eine Schlüsselstellung ein. Mit hundert Tausenden Beschäftigten ist sie die grösste industrielle Arbeitgeberin und sichert damit einen sehr grossen Anteil der schweizerischen Güterausfuhren und des Wohlstands. Im Moment liegt sie auf dem Krankenbett. Die weltweite Krise hat sie angesteckt. Ausserordentlich schlimm sogar.
Die Metall- und Maschinenbranche war eine Traditionsbranche, die über lange Zeit den Industriestandort Schweiz stark prägte und mit ihrer Innovationskraft zum Wohlstand des Landes beitrug. Heute ist sie eine ausgesprochen facettenreiche Hightech-Branche, die viele Bereiche des täglichen Lebens stark beeinflusst.
Denn die Metall- und Maschinenindustrie hat sich seit den industriellen Anfängen zu einem hochkomplexen Fachbereich entwickelt, der mit seinen Produkten weltweit für Qualität und Swissness steht. Der Werkplatz Schweiz ist für die Metall- und Maschinenindustrie ohne Zweifel von grosser Wichtigkeit. Jedoch hat das hohe Kostenniveau dazu geführt, das vermehrt Herstellungsprozesse der Produktion in fernöstliche und osteuropäische Volkswirtschaften verlegt wurden. Wichtige und anspruchsvolle Fertigungsabschnitte der einzelnen Produktionsschritte, die viel Fachwissen benötigen, werden aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen an die Weiterverarbeitung nach wie vor in der Schweiz ausgeführt. Der sehr hohe Standard der Fachausbildungen, die in der Metall- und Maschinenindustrie wichtig sind, garantieren für Qualitätsprodukte, die weltweit eingesetzt und geschätzt werden.
In wirtschaftlichen Umbruchphasen gilt es besonders, die Stärken der Industrie zu wahren und gleichzeitig mit neuen Technologien die Zukunft vorzubereiten. Die schweizerische Metall- und Maschinenindustrie bewegt sich technologisch auf einem sehr hohen Niveau und deren Produktionsqualität ist für viele Verbraucher unverzichtbar. Diese Berufsbranche bildet hervorragende Spezialisten/-innen aus und leistet viel für den Werkplatz Schweiz. Es bleibt zu hoffen, dass die Krise nicht zu einem Aderlass von hervorragend ausgebildeten Fachkräften führt und diesen Teil der Volkswirtschaft noch tiefer in die Misere bringt.
Der drohende Verkehrsinfarkt haucht einer Berufsbranche Leben ein.
Ob Luftverkehr, Schienenverkehr oder der Verkehr auf Seen, Wasserwegen oder Strassen – ohne Mobilität ist die Wirtschaft unbeweglich. Verkehr ist nicht immer verkehrt auch wenn er oft verflucht und verteufelt wird. Er gibt vielen Berufsleuten der Verkehrswirtschaft Arbeit und Brot.
Die nationalen wie auch internationalen Verkehrsströme in der Luft, auf der Schiene, auf dem Wasser und auf der Strasse nehmen stark zu. Mobilität ist nicht nur Ausdruck einer modernen Lebensweise, sondern Teil der wirtschaftlichen Realität. Der Verkehr wächst. Modernes Verkehrsmanagement im Tower, im Hafen oder in den nationalen Verkehrsleitzentralen wird immer wichtiger.
Daher hat der Verkehr schon immer die Geister geschieden. Die einen verdammen ihn, die anderen erklären ihn für unverzichtbar. Niemand kann jedoch auf die Verkehrswirtschaft verzichten.
Wer bringt uns an die nächste exotische Feriendestination, wenn nicht das Flugzeug? Wer bringt lebenswichtige Güter via Hochsee- und Flussschifffahrt ins Land, wenn nicht das Schiff? Wer holt uns im entlegenen Weiler oder in der Stadt ab, wenn nicht der Bus oder die Strassenbahn der öffentlichen Verkehrsbetriebe? Und wer bringt uns ans Ausflugsziel in die Alpen, wenn nicht der Zug, die Zahnradbahn, das Dampfschiff oder die Seilbahn?
Die Verkehrswirtschaft hat unser Leben dermassen verändert, dass wir gar nicht mehr darauf verzichten können.
Aufgrund der ausgezeichneten Verkehrsinfrastruktur hat die Schweiz einen enormen wirtschaftlichen Standortvorteil. Das schafft Arbeit! Trotz der wachsenden Verkehrsdichte ist das Verkehrsaufkommen in der Luft, auf dem Wasser und auf der Strasse bestens reguliert. Viele Unternehmen tragen mit intelligenter Verkehrstechnik und innovativen Produkten zugunsten der Verkehrswirtschaft bei, dass der Verkehr nicht stockt oder behindert wird und dadurch zum Wohlstand beiträgt. Auch der stets wachsende Individualverkehr wird mit neuen Antriebsformen und kluger Beförderungstechnologie das zukünftige Verkehrsaufkommen nachhaltig beeinflussen und den Verkehr umweltschonender gestalten. Der Verkehr wird sich verändern. Dafür sorgen viele hoch qualifizierte Berufsleute. Wir sollten uns von Zeit zu Zeit daran erinnern, wenn wir wieder im Stau stecken, fluchen und das Baupersonal ins Pfefferland wünschen.
Die Verkehrswirtschaft ist somit auf gut ausgebildete Fachleute angewiesen, um die Herausforderungen der Zukunft annehmen zu können. Das Bedürfnis der Menschen nach Mobilität wird eher zunehmen. Die Verkehrsbranche ist in den nächsten Jahrzehnten besonders gefragt. Sie muss dafür sorgen, dass drohenden Verkehrsinfarkten mit den richtigen Verkehrsprodukten und –dienstleistungen die Stirne geboten werden kann. Fach- und Führungskräfte dieser Branche werden in den nächsten Jahren besonders gefragt sei. Verkehrsinfarkt hin oder her.
Die Stadt Basel ist sexy. Auch als Arbeitsgeberin.
Der Pharma- und Chemie-Standort Basel ist das Biovalley im trinationalen Eurodistrict Nordwestschweiz. Eine grosse Erfolgsgeschichte im Herzen Europas. Die universitäre wie auch industrielle Forschung geniesst Weltruf und deren Produkte haben regelmässig den Status von globalen ‚Blockbusters’. Die höchste Dichte von Life Sciences Fachkräften finden Sie in dieser Region.
Basel trägt weit über den europäischen Raum hinaus den Ruf einer kulturellen, ökologischen, fortschrittlichen, internationalen und integrativen Kultur-, Bildungs- und Wirtschaftsmetropole. Hier kombinieren sich die Vorteile einer Kleinstadt wie klare Überschaubarkeit und Intimität mit den Vorteilen einer Grossstadt wie Weitläufigkeit, Angebotsdichte und Vielfalt.
Die Stadt Basel, an der Grenze zu den beiden EU-Staaten Deutschland und Frankreich gelegen, verbindet die typischen Standortvorteile der Schweiz – wie ausgezeichnet qualifizierte Arbeitskräfte, tiefe Besteuerung, exzellente Infrastruktur, sehr hohe Lebensqualität – mit der Nähe zu den wichtigsten Absatzmärkten. Dank ihrer zentralen Lage bietet die Metrocity Basel allen international operierenden Unternehmen eine optimale Erreichbarkeit, sei es in der Luft, auf der Schiene, auf der Strasse und auf dem Wasserweg.
Aufgrund der vielen gut qualifizierten Berufsleute, die aus dem südbadischen und elsässischen Raum stammen, ist die Personalsuche und die Besetzung von spezialisierten Jobs besonders erfolgreich. Die internationalen und nationalen Grossunternehmen der pharmazeutischen und der chemischen Industrie sind das wirtschaftliche Rückgrat dieser Region. Aufgrund ihrer hohen Innovationskraft sind diese als Unternehmen weltweit erfolgreich. Die Metrocity Basel ist heute einer der international bedeutenden Biotech-Standorte und ein wichtiger Life Sciences Standort.
Die alte Stadt Basel ist faltenfrei, stark, jung und vital. Die Europastadt der Schweiz bietet mit ihren gemeinsamen Staatsgrenzen zu Deutschland und Frankreich vielen High Potentials aus aller Welt beruflich interessante Jobs und grenzenlose Möglichkeiten. Die mondäne, aufgeschlossene und weltoffene Regio TriRhena bietet viel Lebensqualität. Eine Stadt und eine Region, die nicht mehr loslässt.
Die kognitive Kontrolle gerät total aus der Rolle. Multitasker bremsen aus.
Frühmorgens stehen sie auf. Sie schalten die Kaffeemaschine ein, schauen dabei kurz mit einem Blick auf die News im Internet, kleiden sich gleichzeitig an und putzen sich die Zähne, wenn sie noch das Hemd oder die Bluse bügeln. Der Tag beginnt mit Multitasking!
Das Handy klingelt schrill, die ersten Geschäftstermine werden vereinbart. Selbstverständlich checken sie zur gleichen Zeit, ob noch frischer Orangensaft im Kühlschrank steht, um dem etwas matten Körper genügend Vitamine zu verschaffen. Multitasking pur.
Wahrscheinlich haben Sie dabei den Saft verschüttet und sich die Zungespitze am heissen Kaffee verbrannt. Die Termine wurden im falschen Datumsfeld notiert. An Stelle von Zahnpasta haben sie kalten Senf auf die Zahnbürste gestrichen und das halbwegs frisch gebügelte Hemd inzwischen mit einem kleinen Brandloch verziert. Macht nichts. Sie haben es ohnehin nicht bemerkt. Ihr angeblich so effizientes Multitasking hat ihr Hirn total überfordert. Auch im ausgeschlafenen Zustand. Könnte ihre Denkzentrale von sich aus sprechen, würde diese sie schon frühmorgens anschreien, weil sie unter der Arbeitslast gleichzeitig zu verrichteter Arbeiten ächzt und leidet. Multitasking ist ein Flaschenhals. Multitasker blockieren. Multitasker sind langsam.
Ein Forscherteam an der Stanford University in den USA hat sich eingehend mit der schlechten Sitte des Multitasking auseinander gesetzt. Alles gleichzeitig machen, hat zur Folge, dass vieles dabei schief läuft. Der Kopf des Menschen ist für die Verarbeitung von gleichzeitig eintreffenden komplexen Informationen, aufgrund mehrerer Tätigkeiten, die er parallel ausführt, auch wenn das nur einfache Verrichtungen sind, heillos überfordert. Die Fähigkeit Eindrücke konzentriert und richtig auszuführen nimmt dramatisch ab, wie mehr eine Person zur gleichen Zeit mit mehrere Dingen beschäftigt ist. Multitasking entpuppt sich zum Multiflop. Die kognitive Kontrolle kommt unter die Räder.
Unser Hirn ist noch stark geprägt von alter Software, die vor Jahrmillionen entstand. Auch die prähistorischen Jäger wussten schon, dass sie auf der anspruchsvollen Pirsch, nicht gleichzeitig den Bogen spannen, die Pfeile spitzen und das Fellmesser schleifen können. Sondern sich gut vorbereiten müssen, um sich während der Jagd voll auf das zu erlegende Wild konzentrieren zu können. Prähistorisches Multitasking hätte ziemlich sicher zu leeren Fleischtöpfen geführt und die weitere Entwicklung der Menschheit dramatisch beeinflusst.
Auch das moderne Multitasking ist inzwischen eine Zumutung geworden. Der Fleischtopf wurde zwar ersetzt. Aber auch heute müssen alle im Berufsleben eine ansprechende Leistung erbringen, damit der Lebensunterhalt verdient werden kann.
Wie viel wertvolle Arbeitszeit und andere wichtige Wirtschaftsgüter werden vernichtet, aufgrund von Multitasking, das wie eine stinkende Pestilenz durch die Berufswelt zieht und als heilbringende Arbeitstechnologie angebetet wird? Meistens bleibt die inhaltliche Effizienz eine Tätigkeit auf der Strecke. Man hat keine Zeit mehr sich auf eine Sache zu konzentrieren. Die Oberflächlichkeit wird Programm und das Mittelmass Richtschnur. Es gibt nach wie vor viele Multitasker, die auf ihre Fähigkeit vieles zu gleichen Zeit schlecht zu machen, noch stolz sind und nicht merken, dass das Brandloch im Hemd, die ersten Anzeichen erodierender Denkkraft wird. Hoffentlich wird es im privaten wie auch im beruflichen Umfeld bald wieder modern sein, wenn Zeit ungeteilt einer Sache gewidmet werden kann. Die Menschheit wird dabei bestimmt nicht untergehen, aber an Arbeits- und Lebensqualität gewinnen.