Archiv für Oktober 2009

PostHeaderIcon Das Gesundheitswesen bietet Arbeit. Keiner greift zu.

Mit gezielter Nachwuchsförderung soll der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen verringert werden. Die von Bundesrätin Doris Leuthard einberufene 5. Nationale Lehrstellenkonferenz hat sich am Montag in Baden AG auf einen Massnahmenplan geeinigt (Quelle: HR Today).

Der Bund, Vertreter der Kantone sowie die Gewerkschaften und Arbeitgeber beschlossen vier Massnahmen, wie Bundesrätin Doris Leuthard nach der Lehrstellenkonferenz vor den Medien sagte. Massnahmen seien unter anderem eine Lehrstellenförderung und eine zweijährige Attestausbildung. Im Gesundheitswesen gebe es einen Mangel an Fachpersonal und zu wenige Lehrstellen, hielt die Volkswirtschaftsministerin fest. Der Mangel werde sich “ganz klar akzentuieren”. Bis zum Jahr 2020 würden gemäss einer Studie zusätzlich 25′000 Personen benötigt.

Derzeit ist rund ein Drittel der Mitarbeitenden in den Spitälern ausländischer Nationalität. In der Schweiz beschäftigt der Gesundheits- und Sozialbereich laut dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD) rund 490′000 Personen.

Einen Erfolg verspricht sich die Lehrstellenkonferenz von der zweijährigen beruflichen Grundausbildung “Gesundheit und Betreuung” mit eidgenössischem Berufsattest. Die Kantone Basel-Land und Bern werden im Jahr 2011 entsprechende Pilotprojekte lancieren. Der Aargau will bereits im kommenden Jahr starten.

Damit sollen Erfahrungen mit Blick auf die gesamtschweizerische Einführung der zweijährigen beruflichen Grundausbildung gesammelt werden, wie die Freiburger Regierungsrätin Isabelle Chassot, Präsidentin der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), erläutert.

Goodwill und Druck

Bundesrätin Leuthard rief die Betriebe dazu auf, mit Unterstützung des Bundes Netzwerker anzustellen. Diese sollen die Unternehmen überzeugen, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Eine Informationsoffensive soll Jugendliche für die Berufe sensibilisieren. Die Kantone wollen den Druck erhöhen. Mit Auflagen in Leistungsvereinbarungen sollen öffentliche und private Spitäler sowie Heime dazu verpflichtet werden, Ausbildungsplätze anzubieten. Dies sagte der Basler Regierungsrat Carlo Conti, Vizepräsident der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK).

Alle ziehen mit

Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen bekräftigen vor den Medien, sie würden die Massnahmen zur Nachwuchsförderung mittragen. Der Bund müsse sich jedoch nach einer Aufbauphase wieder zurückziehen, betonte Thomas Daum, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes. Der St. Galler SP-Nationalrat Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), wies auf die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen hin. “Kritische Faktoren” seien die Löhne und das Lohnniveau der Arbeitnehmenden.

Schwieriger Einstieg in den Arbeitsmarkt

Die Lehrstellenkonferenz will ihr Augenmerk künftig verstärkt auf die Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger richten, die vor dem Eintritt in den Arbeitsmarkt stehen. Sie seien wegen der Wirtschaftskrise besonders von der Arbeitslosigkeit betroffen, hiess es. Im September betrug die Arbeitslosigkeit bei der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen 6,4 Prozent – das sind 2,9 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Junge Erwachsene würden beim Einstieg ins Berufsleben auf zunehmend höhere Hürden stossen.

Daher will der Bund regelmässig einen Bericht ausarbeiten, der die Veränderungen im Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Stellen für Berufseinsteigende zeigt. Ein ähnliches “Barometer” besteht bereits für den Lehrstellenmarkt.

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PostHeaderIcon Entwicklung löst oft Angst aus und erzeugt Widerstand!

Eines ist sicher: Die Entwicklung von Organisationen, Institutionen und Unternehmen vollzieht sich nicht allein durch die Veränderung feststellbarer und sichtbarer Grössen wie Sortiment, Organisationsstruktur, Abläufe, Kennzahlen, sondern ebenso fundamental dort, wo sie nicht messbar und sichtbar wird: im Verhalten und in der Haltung des einzelnen Mitarbeitenden, im Zusammenspiel der menschlichen Beziehungen und im Erfüllen von ausgesprochenen und unausgesprochenen Erwartungen (Beitrag von: Claudia Säckinger).
Wir verstehen unter Organisationsentwicklung vor allem die Verbesserung der Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Gruppen, Abteilungen, Bereichen oder Hierarchieebenen und das Klären von Konflikten.

Interne Kommunikation --> Teamentwicklung, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, Unternehmensentwicklung

Stehen Sie vor strukturellen oder organisatorischen Veränderungen? Wie müssen Änderungen im Unternehmen geplant und durchgeführt werden, damit eine dauerhafte und angstfreie Wirkung entsteht. Entwicklung löst oft Angst aus und erzeugt Widerstand!

Unsicherheit, Verzerrung der Wahrnehmung, Hochhalten alter Normen, Ideale und Privilegien. Von den Betroffenen werden gute Gründe zur Bremsung und Vereitelung des Entwicklungsprozesses ins Feld geführt, die schwer zu widerlegen sind, aber als Signal eines hartnäckigen, zum Teil unbewussten Widerstandes gegen die Neuerungen zu deuten sind.

Die Theorie besagt, dass eine von aussen eingepflanzte Systemänderung nicht zur Wirkung gelangen kann, solange die Systemträger sich selbst nicht ändern.
Ergo muss eine Unternehmensentwicklung von den Trägern selbst mitvollzogen werden.

Folgende Fragen drängen sich auf:

  • Welche Verhaltensänderungen werden durch die einzelnen Schritte in der Projektrealisierung notwendig?
  • Wer hat diese Veränderung vollzogen, wer noch nicht?
  • Was ist passiert?
  • Was hat uns am Fortschritt gehindert?
  • Ist gegenseitige Verständigung jederzeit hergestellt?
  • Sind Störungen der Zusammenarbeit zu beobachten?
  • Kennen Sie Ihr Firmenimage?
  • Sind Ihre Mitarbeitenden befähigt, die neuen Systeme optimal und effizient anzuwenden?

Unternehmen, die ihr Image und ihren Wert gehaltvoll steigern wollen, dürfen sich nicht auf Strategien, Systeme und Strukturen beschränken, ohne den kulturellen Wandel einzubeziehen. Die kulturellen Faktoren machen die Hälfte des Erfolges aus!

Nur wenn es gelingt, die Unternehmenskultur mit den Erfordernissen der Strategie in Einklang zu bringen, lässt sich die Kraft erzeugen, die hilft, strategische Veränderungen umzusetzen.

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PostHeaderIcon Jobinserate ohne konkrete Stelle sind in der Temporärbranche weit verbreitet. Nicht nur in der Schweiz.

Gefälschte Jobinserate im Internet lassen Arbeitslose verzweifeln (Quelle: Berner Zeitung)

Online-Jobangebote sind nicht immer das, was sie scheinen. Immer wieder werden im Web Stellenanzeigen geschaltet, hinter denen sich statt eines Arbeitsplatzes nur ein fauler Marketingtrick oder gezielter Datenklau verbirgt. Wie das «Wallstreet Journal» berichtet, tragen die gefälschten Inserate oft dazu bei, dass sich unter den arbeitslosen US-Bürgern noch mehr Frustration breit macht – die Jobsuche gestaltet sich angesichts der Wirtschaftskrise ohnehin schon äusserst schwierig. Während Karriereplattformen aufgrund der zunehmenden Arbeitslosigkeit boomen, nehmen gleichzeitig auch Missbrauch und Ausbeutung zu.

Werbeflut statt Job

So wurde beispielsweise der 53-jährige Tom Green bereits zweimal Opfer von falschen Jobanzeigen auf dem US-Portal CareerBuilder.com. Beide Male stellten sich Angebote für leitende Positionen als Werbemasche heraus und Green erhielt anstatt eines Jobs dubiose Vertragsabschlüsse mit vermeintlichen Karrierediensten in Höhe von mehreren tausend Dollar. «Das ist extrem frustrierend. Man wird sehr skeptisch, was den Arbeitsmarkt betrifft», sagt Green. Um solchen Betrügern aus dem Weg zu gehen, sollten Jobsuchende vorsichtig mit Stellenangeboten umgehen und nicht voreilig persönliche Daten herausgeben. Denn solange keine konkreten Vereinbarungen getroffen werden, kosten die falschen Jobinserate zwar Nerven und Zeit, aber keine horrenden Geldbeträge.

«Internetnutzer sind grundsätzlich Gefahren und Betrugsversuchen ausgesetzt», meint Barbara Wiesinger vom Jobportal Monster Worldwide. Allgemein gesprochen seien Anzeigen mit gebührenpflichtigen Telefonnummern zu hinterfragen, oder aber wenn der Bewerber dazu aufgefordert werde, ein Bankkonto für die Bewerbung zu eröffnen oder eine Software vorab herunterzuladen.

Temporärfirmen profitieren von Verzweiflung

Auch Temporärfirmen missbrauchen Jobportale und Karriereplattformen im Netz immer wieder dazu, mit falschen Anzeigen zu werben. Dabei werden oft attraktive Stellenangebote eingestellt, um Leute letztlich für deutlich schlechtere Positionen zu gewinnen. Oft seien die angepriesenen Jobs bereits besetzt oder ein Zusammenschnitt verschiedener Anzeigen, warnt Steven Greenberg, Betreiber der Karriereplattform Jobs4point0.com. «Rekrutierungsfirmen machen das, weil sie möglichst viele Lebensläufe mit möglichst wenigen Stellenanzeigen einsammeln wollen.» Danach würden sie unattraktive Jobs an diese Leute vermitteln und darauf hoffen, dass sie verzweifelt genug sind, die weniger tollen Angebote trotzdem anzunehmen.

Alarmzeichen: Keine Details

Um Betrügereien entgegenzuwirken, kontrollieren heute viele Webseiten ähnlich wie Monster die Ausschreibungen im Vorfeld.

Allerdings kann so auch nur ein Teil der betrügerischen Inserate abgefangen werden. Nicht jedes falsche Angebot ist sofort als solches ersichtlich. Dennoch gibt es Hinweise auf fragwürdige Anzeigen. Beispielsweise fehlen dabei oft Details über das betreffende Unternehmen oder die ausgeschriebene Position. Auch die Jobbeschreibungen selbst sind meist sehr vage gehalten. Wenn sich Arbeitssuchende bei einer Stellenanzeige unsicher sind, lohnt sich in jedem Fall ein wenig Recherche zum angegeben Unternehmen, bevor detaillierte Angaben zur eigenen Person gemacht werden.

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PostHeaderIcon Das Aussprechen einer Kündigung kann ein Hochseilakt sein. Die Balance ist wichtig.

Eine Kündigung zu versenden setzt das richtige Timing voraus. Einfach mal so kurz vor Monatsende oder während den Ferien diese per Einschreiben zustellen zu lassen, kann schön ins Auge gehen.

Die Juristen haben für den Akt der Kündigung den etwas sterilen Ausdruck der “einseitigen empfangsbedürftigen Willenserklärung” erfunden. Was heisst das? Der Absender einer Kündigung, also in den meisten Fällen der Arbeitgeber oder die dafür zuständige Personalabteilung, sind dafür verantwortlich und tragen auch das Risiko, dass der Empfänger oder die Empfängerin, den Kündigungsbrief auch nachweislich rechtzeitig erhält. Ob sie dann auch gelesen wird, ist für die absendende Partei nicht mehr so wichtig. Hier beginnt jedoch das eigentliche Problem.

  • Wird die Kündigung Ende Monat versendet, kann nicht erwartet werden, dass der Empfänger sie auch im gleichen Monat in Empfang nimmt. Vielleicht ist er nicht da. Vielleicht hat er keine Lust dem Postboten die Türe zu öffnen, weil er noch im Schlafanzug steckt. Vielleicht ist er kurze Zeit abwesend oder sonst wie verhindert. Es gibt tausend Gründe ein Einschreiben nicht entgegen zu nehmen. In der Regel räumt die Post durch eine Abholungseinladung, die der Postbote in den Briefkasten legt, wenn das Einschreiben nicht am Domizil zugestellt werden konnte, eine Abholfrist des Einschreibens von 7 Tagen ein. Fakt ist, wird das Einschreiben erst auf den folgenden Monat in Empfang genommen, dann trägt der Arbeitgeber die Folgen dieser verspäteten Zustellung .
  • Gekündigt kann auch nicht einfach so werden, wenn Mitarbeitende krank sind oder zum Beispiel einen Unfall erlitten. Kündigungen zur sogenannten Unzeit werden regelmässig von den Arbeitsgerichten kassiert. Der Artikel 366c im Obligationenrecht lässt keinen Zweifel zu.

Auch das gibt es! Während den Ferien des Arbeitnehmers fällt dem Arbeitgeber ein, dass eine Kündigung ausgesprochen werden muss. Viele sind der etwas irrigen Meinung, dass das Aussprechen dieser bei Abwesenheit des Angestellten etwas einfacher fällt. Nicht nur der Stil ist mies, auch rechtlich gibt es damit Probleme. Denn die Ferienabsenz ist in oben genannten Rechtsartikel nicht erwähnt.

Dazu gibt es jedoch ein interessantes Gerichtsurteil des Zürcher Arbeitsgerichtes vom März 2005 das besagt, dass

«Eine Kündigung gilt (. . .) nicht als fristgerecht erfolgt, wenn der Arbeitnehmer im Zeitpunkt der Zustellung der Kündigung ferienhalber abwesend ist und der Arbeitgeber davon Kenntnis hat. Nimmt sich der Arbeitnehmer hingegen ohne jede Rücksprache mit dem Arbeitgeber Ferien, so werden die Wirkungen der Kündigung grundsätzlich auf das Datum des Zugangs und nicht auf die effektive Kenntnisnahme nach der Rückkehr aus den Ferien gelegt»

Mit anderen Worten bildet die Abwesenheit während der Ferien somit kein Tatbestand einer Sperrfrist. Mit anderen Worten kann der Chef während den Ferien seines Mitarbeitenden eine Kündigung aussprechen und schriftlich zustellen lassen. Diese gilt aber meistens nicht bereits während den Ferien, sondern erst nach Ablauf dieser, wenn der Mitarbeitende von der Kündigung Kenntnis nimmt, das heisst, wenn er seine zurückbehaltene Ferienpost auf seiner Poststelle abholt oder nach den Ferien zu Hause zur Kenntnis nimmt.

Was geschieht, wenn der Mitarbeitende sich seine Post ans Feriendomizil nachsenden lässt?

Dann ist die Kündigung ebenfalls rechtsgültig am Feriendomizil zugestellt. Es gibt zudem noch findige Chefs, die ein Kündigungsschreiben während der Ferienabwesenheit des Mitarbeitenden persönlich zu dessen Wohndomizil bringen und dort mit Zuhilfenahme von mitgebrachten Zeugen in den Briefkasten legen. Das geht aber nicht. Auch wenn es besonders reizvoll und easy zu handhaben ist. Die Kündigung bei Ferienabwesenheit des Angestellten per SMS, Nachricht auf eine private Combox oder E-Mail Adresse ist auch nicht gestattet. Bei einem Gerichtsfall wird das immer wieder als unrechtmässig klassiert und in Bausch und Bogen vom Arbeitsgericht verworfen.

Es muss von den Arbeitgebern klar erkannt werden, dass eine Kündigung, auch wenn das im “Juristendeutsch” ein wenig sehr steif tönt, während der Ferien zwar nicht im Sinne von Artikel 336c OR mit der Folge der Nichtigkeit unzulässig ist, jedoch die Wirksamkeit der Kündigung und damit der Beginn der Kündigungsfrist grundsätzlich erst nach der Rückkehr aus den Ferien zu laufen beginnt. Das gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Arbeitgebende über Ferienabwesenheiten von Mitarbeitenden informiert sein müssen. Die meisten Chefs wissen, wann Mitarbeitende in den Ferien sind.

Das Versenden einer Kündigung an Mitarbeitende während deren Ferienabwesenheit ist aber nicht die feine Art und sollte wenn möglich verhindert werden. Es ist immer noch einfacher das Kündigungsschreiben direkt mit der betroffenen Person zu besprechen und dann sofort vor Ort den Empfang unterschreiben zu lassen. Man erspart sich die Frankatur, den Gang zur Post und kann unter Umständen vielen Emotionen gleich den Wind aus den Segeln nehmen. Zudem erleidet der Arbeitgeber keinen Reputationsverlust, wenn er Kündigungen offen, transparent und menschlich korrekt ausspricht.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass man bei delikaten Kündigungssituationen ohnehin die rechtlichen Verflechtungen genau prüft oder noch besser von Juristen beurteilen lässt. Somit kann viel Aufwand, Ärger und der zeitfressende Gang zum Arbeitsgericht vermieden werden.

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PostHeaderIcon Adecco nimmt ein weiteres Muskelpräparat ein. Kommt auch die Kraft?

Seit Jahren versucht Adecco, der grösste Personaldienstleister der Welt, im lukrativen Markt der Vermittlung von Fach- und Führungskräften Fuss zu fassen.

Die Margenerosion im angestammten Geschäft lässt keine andere Wahl. Das Flirten mit Michael Page misslang. Jetzt scheint es mit der neuen Liebe zu klappen. Adecco möchte für ca. CHF 1,2 Milliarden die MPS Group aus Florida kaufen. Dieser Personaldienstleister ist spezialisiert auf die Vermittlung von Fach- und Führungskräften in den Bereichen IT, Finanzdienstleistungen, Engineering und Gesundheitswesen.

Der Margendruck im Massengeschäft der Zeitarbeit ist inzwischen dermassen hoch geworden, dass die Aufrechterhaltung einer vernünftigen Rentabilität immer anspruchsvoller wird.

Zudem setzt die Konkurrenz diesem Riesen der globalen Zeitarbeit stark zu. Diese kann sich oft viel schneller an neue Entwicklungen anpassen, berücksichtigt individuelle Kundenwünsche konsequenter und bietet zum Teil extreme Kampftarife an, die sich mit schlanken Strukturen nach wie vor rechnen. Der Neuerwerb wird aus Barmitteln und einer Wandelanleihe finanziert. Adecco ist zwar weltweiter Branchenführer der Zeitarbeit. Aber die Rezession setzt auch diesem Anbieter zu.

Deshalb ist der strategische Entscheid sich vermehrt in Marktsegmenten zu verankern, die aufgrund ihrer Krisenresistenz lukrativer sind, nachvollziehbar. Zudem sind auch die Wachstumschancen weitaus grösser als im angestammten Geschäft.

Durch den Zukauf wird Adecco nun ein Viertel des Umsatzes im Segment der hochqualifizierten „Professionals“ erzielen. Kürzlich hat der Konzern bereits schon die britische Spring Group eingekauft, die auch in diesem Geschäft stark ist. Die beiden Neuerwerbungen müssen verdaut werden.

Die Konkurrenz bleibt jedoch gelassen. Adecco heisst Zeitarbeit und wird Jahre brauchen bis die Wirtschaft und die fokussierten Berufsgruppen wirklich merken, dass dieser Brand nun auch Spezialisten/-innen anbietet. Zudem werden die Mitbewerber alles tun, damit sie im Geschäft bleiben. Es wird sich zeigen, ob die neue Kraft temporär bleibt.

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