Archiv für Oktober 2009
Feuer und Flamme auch im Management
“Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer“. Von Claudia Säckinger – csm Mitunternehmer-Management – Basel.
Keiner hat den Unterschied zwischen rational planendem, organisierendem und kontrollierendem Management sowie einer wertorientierten und auch emotional motivierenden Leadership besser charakterisiert als der Schriftsteller Saint Exupéry, der eben, wie sein „Kleiner Prinz“, auch mit dem Herzen sehen konnte. Zugleich hat er damit den Wertewandel in unserer zunehmenden postmaterialistischen Arbeitsgesellschaft vorhergesehen. Auf die Frage, was am meisten zu zusätzlicher Leistung motivieren würde, antworten die repräsentativ aus allen Stufen in Westeuropa befragten Mitarbeitenden: Sinn und Spass an der Arbeit.
Als Spass an der Arbeit wird dabei folgendes verstanden:
- Interessante Arbeit
- eigener Handlungsspielraum
- Erfolgserlebnisse
- gute Teambeziehungen
- Anerkennung für individuelle Leistungen
- sowie inspirierende und individualisierte Führungsbeziehungen.
Und die größten Spassverderber sind:
- hemmende oder frustrierende Infrastrukturen und
- Leistungsentscheide sowie ein nicht als leistungsgerecht empfundener Lohn.
„Es ist nicht das Geld, das primär motiviert… Der Lohn und gewisse einengende Regeln sind typische Demotivatoren. Für unsere Leute hingegen ist Anerkennung viel wichtiger als Geld. Es muss zu unserem Verhalten gehören, Informationen zu teilen, zu lernen und kritische Fragen zu stellen. Für Kreativität braucht es Kompetenz, vernetztes Denken und Motivation“.
Wie entsteht nun aber aus der Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer ein Schiff? Dazu braucht es natürlich auch Mitarbeitende, die nicht nur die Motivation zum selbstverantwortlichen Bauen haben, sondern neben Fachkenntnissen auch die nötigen Schlüsselkompetenzen für mitunternehmerisches Denken und Handeln. Im Mittelpunkt stehen hier: die Fähigkeit zur kreativen Ideenfindung, die Sozialkompetenz sowie die Fähigkeit zur Ideenumsetzung.
Das Zusammenspiel von Kopf, Herz und Hand nannte das Pestalozzi!
Aber es wäre naiv, anzunehmen, alle Mitarbeitenden würden diese Anforderungen erfüllen können oder wollen; wie bei den Führungskräften, so sind auch bei den Mitarbeitenden die Fähigkeiten weitgehend normal verteilt. Das belegten erst wieder zwei Untersuchungen des „Institutes für Führung und Personalmanagement“ bei über 200 Firmen.
- Danach wurden etwa 15% der Belegschaft als „Mitunternehmer“ eingestuft
- etwa 30% leisten mit entsprechender Motivation aktive Unterstützung
- Gut 40% erfüllen ihre Arbeit überwiegend routiniert, aber zufriedenstellend und haben damit genug zu tun
- Und etwa 15% der Mitarbeiter sind überfordert oder innerlich gekündigt.
Eine zentrale Aufgabe der Führung ist es nun, die unterschiedlich qualifizierten Mitarbeitenden im Arbeitsteam sinnvoll zu integrieren, sie nach ihren Fähigkeiten und ihrem Engagement differenziert weiterzuentwickeln und sie vor allem für die gemeinsame Mission zu begeistern. Dazu ist neben rationaler auch soziale Intelligenz erforderlich. „Im Unternehmen der Zukunft ist ein neues Verhalten gefragt. Wir brauchen eine Vereinbarungskultur, anstelle einer Durchsetzungskultur, wir brauchen Teamplayer statt Einzelkämpfer. Werte, Spielregeln, Emotionen, Beziehungen und Wissen werden zu wirklich entscheidenden Faktoren, die nachhaltige Konkurrenzvorteile schaffen. Es ist Aufgabe der Wirtschaftsführer, dieses Verhalten in den Unternehmungen einzuführen und vorzuleben.“
Es kann nur die Führungskraft nachhaltig erfolgreich führen und mehr Mitarbeitende zu mitunternehmerischem Denken und Handeln entwickeln, die zunächst den Sinn und Zweck von Zielen, Aufgaben und Änderungsprogrammen vermitteln und dann erst in die Instrumentenkiste greift.
Gute Umgangsformen – ein alter Zopf? „Schnee von gestern“, sagen die einen – „hochaktuell in einer Zeit des steten Wandels“, meinen die andern. Wer hat Recht?
Betrachten wir gute Umgangsformen als alt hergebrachtes, schulmeisterliches und steifes Befolgen von sturen Regeln, so haben die Kritiker durchaus ihre Berechtigung. Aktuelle und unserem modernen Berufsalltag angepasste Umgangsformen hingegen bilden in der heutigen Zeit eine wichtige Grundlage für vertrauensvolle und langlebige Geschäftskontakte – und sind damit hochaktuell, gerade in unserer Zeit des schnellen Wandels (Beitrag von: Juliana Frommherz, Inhaberin von THE IMAGE COMPANY, Agentur für Image, Stil und Kommunikation).
Gutes und korrektes Benehmen – es zeigt sich auch in Bereichen wie E-Mails, Korrespondenz, Telefonate, Begrüssung und Vorstellung, Kundenkontakte, Einladungen, Geschäftsessen, etc – ist also keineswegs altmodisch; angepasst an unsere heutige Gesellschaft, an unser Zusammenleben im Beruf, in der Geschäftswelt und im öffentlichen Leben sind gute Umgangsformen ein Gewinn für den Einzelnen und für das ganze Unternehmen.
Nutzen für die Unternehmung – gute Umgangsformen als Wettbewerbsvorteil
Gute Umgangsformen spielen in der Geschäftswelt eine immer wichtigere Rolle (Zitate):
- Die heutige Wirtschaft hat mit ihren Produkten ein so hohes Qualitätsniveau erreicht, dass sich der Wettbewerb immer mehr von den Produkten weg in Bereiche wie z.B. Dienstleistung, Kundenberatung und -betreuung oder geschäftliche Kommunikation verlagert – und hier sind die gute Umgangsformen unumgänglich, bilden sie doch die Basis der Beziehungen
- Nur wenige Menschen arbeiten noch in traditionellen Herstellungsbetrieben, in denen sie vor Maschinen stehen und nur mit wenigen anderen Menschen Kontakt haben. Die meisten sind in Branchen tätig, wo ein Grossteil der Arbeit im Zusammenwirken mit anderen Menschen besteht – ohne gute Umgangsformen führt das immer wieder zu Konflikten.
Neben den fachlichen Qualifikationen der Mitarbeitenden trägt deren Kenntnis von guten Umgangsformen zum Image und Erfolg einer Firma bei. Mitarbeitende mit Manieren haben Vorbildcharakter, prägen den Stil des Unternehmens und spiegeln ihn nach aussen. Gelebte Umgangsformen sind deshalb ein Wettbewerbsvorteil für das ganze Unternehmen. Sie sind als imagebildende Elemente ein Teil der Corporate Identity und damit ein wesentlicher Teil jeder Marketingstrategie. Denn: Wie die Mitarbeiter, so auch das Unternehmen – und umgekehrt.
Mit perfekten Umgangsformen werden die Mitarbeitenden angenehm auffallen. Sie hinterlassen bei Kunden, Geschäftspartnern einerseits einen guten Eindruck und vermeiden andererseits auch jene Fauxpas, die für sie oder das Unternehmen unangenehm sind. So kann sich ein Unternehmen Wettbewerbsvorteile durch höfliches Benehmen, gegenseitige Achtung und Toleranz schaffen.
Einladungen verstärken die Kundenbindung. Aber nicht alle damit Beauftragten fühlen sich in Repräsentationsfragen sicher. Alles ums Thema „Der perfekte Gastgeber“ – eine Rolle, die Mitarbeiter und Führungskräfte häufig inne haben – ist ein unverzichtbares Wissen. Ob im Büro, in Restaurants, bei Veranstaltungen, feierlichen Anlässen, in Meetings oder Konferenzen – überall lauern Fettnäpfchen und Tücken, die es zu vermeiden gilt. Kenntnis von modernen Umgangsformen erlauben es den Gastgebern und Eingeladenen, sich entspannt den Gesprächsinhalten widmen zu können.
Nutzen für den Einzelnen – gute Umgangsformen als Karrierehelfer
Um im Berufsleben Erfolg zu haben, sollte man sich auf jedem Parkett sicher bewegen können. Ein freundliches und sicheres Auftreten verbunden mit einer natürlichen Souveränität und Authentizität sind für den positiven Eindruck, den jemand in seinem Umfeld hinterlässt, entscheidend. Zu wissen, wie man korrekte E-Mails und Briefe schreibt, telefoniert, welche Anrede man korrekterweise benutzt, wer wen zuerst vorstellt und begrüsst, etc. vermittelt die nötige Sicherheit, in solchen Situationen entspannt reagieren zu können.
Warum besteht überhaupt ein Bedarf an Wissensvermittlung punkto Umgangsformen? Ein Grund dafür liegt im gesellschaftlichen Wertewandel. Das Erziehungsideal der Achtundsechziger-Bewegung bestand darin, das Augenmerk vor allem auf Selbstverwirklichung und freie Gestaltung des Zusammenlebens, ungeachtet von gesellschaftlichen Konventionen, zu legen. Daraus resultiert eine heutige Generation von kreativen Menschen mittleren Alters, die oft erfolgreich und dynamisch sind, aber ein Manko an zwischenmenschlichem Know-how haben. Es fehlt ihnen oft an Wissen um die vielen kleinen, unausgesprochenen Abmachungen, die uns das Zusammenleben erleichtern. Dazu kommt, dass immer mehr Frauen die Berufswelt und die Führungsetage erobern, was wiederum einen anderen Umgang miteinander zur Folge haben kann.
„Benimm“ ist also wieder in.
Doch dazu müssen wir die modernen Umgangsformen zuerst einmal kennen lernen resp. auf den neuesten Stand bringen. Sie zu beherrschen setzt auch eine gute Portion situationsbedingtes Reagieren, Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen voraus. Gar nicht so einfach, denken Sie vielleicht jetzt – und doch gut erlernbar, sage ich! Nähere Informationen finden Sie unter
“Warum uns die Deutschen manchmal auf die Nerven gehen. Grüezi Gummihälse.”
Mit diesem Buchtitel (ISBN 978 3 499 62403 2) hat Bruno Ziauddin, Schweizer Journalist und Autor der Schweizer Weltwoche und freier Mitarbeiter des Magazins der Süddeutschen Zeitung, ein amüsantes Büchlein über die Teutonen in Helvetien geschrieben.
Selbstverständlich mit genüsslichen Seitenhiebe für beide Seiten. Mit dem Satz: “Ein Deutscher, der lauthals verkündet, wie gerne er die Schweiz mag, das kann sich für uns schon mal anfühlen wie der feuchte Kuss einer Tante” gibt er schon mal eine scharf geschossene Steilvorlage.
Pro Jahr wandern ca. 30´000 Deutsche in die Schweiz ein. Die Schweiz “teutonisiert” sich schleichend. Sie verändert sich. Das führt früher oder später zu Spannungen. Die Deutschen nehmen das gar nicht wahr und die Schweizer sind sich nicht bewusst, dass wir schon vor einhundert Jahren ein ähnliches demografisches Wachstum mit unseren Nachbarn aus Deutschland verzeichneteten. So ganz neu ist die Situation nicht.
Viele der Deutschen kommen des Geldes wegen in die Schweiz. Das Land interessiert sie meistens nicht sonderlich stark. Sie finden jedoch Möglichkeiten vor, die sie in ihrem eigenen Land oft vermissen. Niedrige Arbeitslosigkeit, ein Staat, der sie nicht wie ein Wegelagerer benimmt und die Bürger ausbeutet, gute berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und eine hohe Lebensqualität.
Das Büchlein von Bruno Ziauddin steckt voll Humor, bissigen Kommentaren, schelmischer Boshaftigkeit und nimmt wenig Rücksicht auf eitle Befindlichkeiten. Hier eine kurze Kostprobe:
“Viel mehr jedoch als wir die Deutschen (…), brauchen die Deutschen uns. Deren Arbeitsmarkt funktioniert bekanntlich etwa so reibungslos wie die Müllentsorgung in Neapel, sodass all die gut- bis hochqualifizierten deutschen Handwerker, Kindergärtnerinnen, Börsenanalysten, Chirurgen, Hochschulprofessoren im eigenen Land entweder keinen Job finden oder einen, der so mies entlohnt wird, dass es billiger ist, gleich zu Hause zu bleiben. Wir in der Schweiz hingegen leben nach dem Motto: Hohe Berge, hohe Löhne, tiefe Steuern. (…) ist am 1. Juni 2004 das sogenannte Personenfreizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union in Kraft getreten, welches die Hürden für Deutsche und andere EU-Bürger auf dem Schweizer Arbeitsmarkt schrittweise beseitigt hat. Seither ist es nicht mehr nur so, dass die ganze Welt bei uns Ferien macht und ihren Sparstrumpf lagert. Nun arbeitet auch noch halb Europa hier. Selbstverständlich wurde dieses Abkommen, wie das bei uns so Sitte ist, in einer Volksabstimmung gutgeheissen. Bedenkt man, dass das Verhältnis vieler Schweizer zu EU etwas so entspannt ist wie das eines Mieters zu einem Nachbarn, der zwar immer freundlich grüsst, aber zwei Köpfe grösser ist, die Arme mit Knast-Tattoos tapeziert hat und aus dessen Wohnung man wimmernde Kinderstimmen dringen zu hören glaubt, dann muss man zugeben: ganz schön mutig.”
Ach übrigens: Den Namen “Gummihals” haben die Deutschen sich in der Schweiz angeblich selber eingebrockt. Sie nicken unentwegt, wenn der Chef was sagt. Das “Um-den-Chef-scharwenzeln”, um sich knallhart Vorteile zu verschaffen, ist in der Schweiz verpönt. Dafür ist dieser knorrige Menschenschlag zu schlau, zu stolz und zu Freiheit liebend. Etwas, das die Deutschen von den Eidgenossen mehr annehmen sollten. Auf einen weiteren guten Kultur- und Erfahrungsaustausch. Auch am Arbeitsplatz.
Die Kopfjäger sind auf der Pirsch und die Dossierhändler bilden die Nachhut.
Auch wenn viele Unternehmen aufgrund der gedämpften Wirtschaft im Moment nur reduziert auf die zahlreichen Personaldienstleistungen zugreifen, wird beim nächsten Aufschwung diese Branche wieder ganz vorne dabei sein. Doch sie ist in der Schweiz schutzlos.
Denn die Tätigkeit des Executive Searchers oder der Personalvermittler ist nicht geschützt. Jeder, der sich dafür interessiert, kann in diesen Bereich einsteigen, der über eine kantonale Betriebsbewilligung für nationale oder die Bewilligung des Staatsskretariats für Wirtschaft (Seco) für internationale Vermittlungen hat.
Die Kunden werden jedoch immer anspruchsvoller. Die Zeiten, als die Personaldienstleister die Kunden noch mit einer Lawine von Dossiers zudecken konnten und danach hofften, dass wenigstens eines davon, das Anforderungsprofil einigermassen treffen könnte, sind endgültig vorbei.
Heute muss der Mehrwert eindeutig erkennbar sein. Kunden sind anspruchsvoller, selektiver und weitaus kritischer geworden. Stimmt die Dienstleistung, konnte treffgenau auch die richtige Person gefunden werden, wurde dadurch ein grosser Rekrutierungsaufwand reduziert, dann spielt der Preis für die Dienstleistung meisten nur eine sekundäre Rolle.
Geiz ist bei der Personalsuche nach wie vor eine Todsünde und schon gar nicht geil.
Warum arbeiten Unternehmen mit Personaldienstleistern zusammen? Diese verfügen in der Regel über ein grosses Netzwerk und können potenzielle Bewerbende viel direkter kontaktieren. Zudem wird die Spezialisierung der Beraterbranche immer wichtiger.
Wer möchte schon mit einem Personaldienstleister seine Zeit vergeuden, der von der Branche, die man vertritt, soviel Ahnung hat, wie der Sprachwissenschafter vom Kühe melken?
Was verlangt das Arbeitsvermittlungsgesetz (AVG) im Minimum von einer Personalvermittlung?
- Wer regelmässig und gegen Entgelt im Inland Arbeit vermittelt, indem er Stellensuchende und Arbeitgeber zum Abschluss von Arbeitsverträgen zusammenführt, benötigt eine Bewilligung des kantonalen Arbeitsamtes
- Wer regelmässig Arbeit ins oder aus dem Ausland vermittelt, benötigt zusätzlich zur kantonalen Betriebsbewilligung eine Bewilligung des Staatssekretariats für Wirtschaft
Was Voraussetzungen sind nötig?
- Der Betrieb muss im Schweizer Handelsregister eingetragen sein
- Der Betrieb muss über ein zweckmässiges Geschäftslokoal verfügen
- Der Betrieb darf kein anderes Gewerbe betreiben, das die Interessen von Stellensuchenden oder von Arbeitgebern gefährden kann
Unternehmen, die Personaldienstleistungen in Anspruch nehmen, merken ohnehin schnell, ob ihr Anbieter schnell Lösungen findet oder einfach Zeit vergeudet.
Ach ja die Kopfjäger. Fast hätten wir sie vergessen. Auch sie sollten Mindeststandards erfüllen. Die meisten von ihnen haben sich in der “Association of Executive Search Consultants (AESC)” zusammengeschlossen. Folgende Regeln sollten eingehalten werden:
- Mandate mit grösstmöglicher Professionalität bearbeiten
- Sich integer bei der Ausführung von Beratungsaufträgen verhalten und jegliche Form von Täuschungen oder Irreführung meiden
- Alle Aufträge mit Kompetenz, entsprechender Branchenkenntnis und Gründlichkeit sowie in gebotenem Zeitrahmen abwickeln
- in ihrer Beurteilung objektiv und unparteiisch sein sowie alle relevanten Fakten in Betracht ziehen
- in iher Kommunikation mit Klienten und Kandidaten grösstmögliche Transparenz beweisen sowie auch Klienten und Kandidaten dazu anregen
- Interessenkonflikte vermeiden oder den Klienten von Annahmen des Auftrags auf potenzielle Interessenkonflikte hinweisen
- alle von Klienten und Kandidaten erhaltenen Informationen mit grösstmöglicher Diskretion behandeln
- die Loyalität gegenüber dem Auftraggeber würdigen und seine Interessen wahren
- auf Chancengleichheit bei Einstellung achten und eine objektive Bewertung aller Kandidaten vornehmen
- bei ihren Beratungsaufträgen auf öffentliche Interessen Rücksicht nehmen
Werden diese Regeln wirklich und konsequent eingehalten, dann wird aus dem Executive Searcher ein Partner, der bei der Personalsuche nach Spezialisten/-innen eine sehr wertvolle Unterstützung sein kann und Lösungen bietet, wo andere schon lange aufgeben.
Personalpolitik in der Krise oder die Zukunft der Temporärarbeit
In einem Interview mit dem Adecco Institute skizziert Jutta Rump, Professorin am Institut für Beschäftigung und Employability der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein, die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Personalpolitik und die Folgen für die Temporärarbeit (Quelle: swissstaffing)
Die unternehmerische Personalpolitik, so die Erkenntnis einer Umfrage bei 350 Unternehmen, übt derzeit den Spagat zwischen zwei gegenläufigen Einflussfaktoren: dem krisenbedingten Kostendruck und dem sich abzeichnenden demografisch bedingten Personalengpass.
Der erste Faktor verlangt nach Personalkostenabbau, der zweite nach einer engagierten Mitarbeiterbindung. Laut derUmfrage gewichten die Unternehmen beide Aspekte gleich stark. Die Quadratur des Zirkels versuchen die Unternehmen zu erreichen, indem sie einerseits die Einführung von Kurzarbeit erwägen bzw. plannen und andererseits keine vorschnellen Kündigungen aussprechen.
Bedeutung des Faktors Humankapital steigt im Stellenwert
Überhaupt würden die Unternehmen langsam die fundamentale Bedeutung des Personalwesens erkennen. Dass noch keine massenhaftenKündigungswellen erfolgt sind, zeige, dass sich in den Köpfen etwas verändert hat.
In der derzeitigen Krise rangieren stattdessen Strategien wie offene und ehrliche Kommunikation, Vertrauen schaffen, Qalifizierung, strategische Allianzen eingehen ganz vorne.
In der Vergangenheit war die Unternehmenspolitik dagegen häufig eindimensional auf die Finanzen und Investitionen ins Sachkapitalfokussiert. In den letzten Jahren hat der Faktor Humankapital einen steigenden Stellenwert erlangt. Auch das Adecco Institute hat in eigenen Untersuchungen den Eindruck gewonnen, dass der Personalpolitik vermehrte strategische Bedeutung zugesprochen wird. Doch angesichts von Entwicklungen wie dem Fachkräftemangel und der demografischen Lücke anerkennen die Unternehmen nach Ansicht von Jutta Rump die zentrale Bedeutung des Personals noch zu wenig. Und je länger die Krise dauert, desto häufiger werde auch auf das Instrument des Personalabbaus zurückgegriffen werden.
Entwicklung hin zur zweigeteilten Belegschaft hat eingesetzt
In die wachsende Wahrnehmung der strategischen Bedeutung des Humankapitals spielt ein weiterer Paradigmenwechsel: Zunehmend würden die Unternehmen zwischen der Belegschaft und der Kernbelegschaft trennen.
Mit der Kernbelegschaft erhalten die Unternehmen das Basisgeschäft aufrecht. Mit ihr hoffen die Firmen auch, in der Krise relativ gut zu überleben. Neben der Kernbelegschaft stützen sich die Unternehmen auf Satellitenbelegschaften, die sie flexibel oder temporär Beschäftigen und mit denen sie auf Aufschwünge und Abschwünge, auf Krisen und Boomphasen reagieren können.
Dies führt im Endeffekt zu einer Aufteilung der Erwerbsbevölkerung in eine Gruppe mit festem Arbeitsplatz und eine Gruppe mit rotierenden Einsätzen.
Mit zunehmender Qualifikation und Qualität, so Jutta Rump, steigen die Chancen, zur Gruppe mit festem Arbeitsplatz zu gehören. Doch auch die Kernbelegschaft müsse sich mit dem Unternehmen bewegen und bewahre nur so ihre Arbeitsplatzsicherheit. Diejenigen, die rotieren und sich im äusseren Belegschaftskreis befinden, schöpfen ihre Arbeitsplatzsicherheit ganz besonders aus ihrer Flexibilität, Qualifikation und damit Beschäftigungsfähigkeit.
Jutta Rump geht davon aus, dass sich diese Entwicklung zur zweigeteilten Belegschaft durch die aktuelle Krise sogar beschleunigen wird.
Mit einer solchen aus Kern und variablem Kreis zusammengesetzten Belegschaftsstruktur können sich die Unternehmen in der Balance halten, und zwar sowohl in Boomphasen als auch in Krisen. Die gemischten Teams machen das Unternehmen sehr viel agiler und schneller.
In Aufschwungphasen hilft die zweistufige Personalpolitik, Mitarbeitende zu beschaffen. In Abschwungphasen sorgt die Flexibilität dafür, das Unternehmen am Lebenzu erhalten. Zudem hat diese Form der Zusammenarbeit ein qualifizierendes Element sowohl für die internen als auch für die externen Mitarbeitenden.
Jutta Rump nennt das Flexicurity für die Unternehmung. Und deshalb ist die Professorin überzeugt, dass die Temporärarbeit in Zukunft nicht nur in ausführenden Tätigkeiten, sondern in immer stärkerem Masse auch in planenden Funktionen und auf qualifizierten Arbeitsplätzen zu finden sein wird.
Und damit spiele die Temporärarbeit auch eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung in Richtung Projektwirtschaft.
Ein Beispiel:
Eine Firma entwickelt ein neues Produkt und benötigt dafür ganz bestimmte Kompetenzen. Nur ein kleiner Teil der Belegschaft verfügt aber über die nötigen Qualifikationen. Strategie in der Vergangenheit war, die Mitarbeiter weiterzuentwickeln, bis sie fit für das neue Produkt sind. Für die heutige und zukünftige Welt ist dieser Weg aber zu langsam. In einer schnelllebigen Welt holt sich die Firma das momentan nicht verfügbare Know-how temporär von aussen.
Nach der Entwicklung des Produkts kann das Unternehmen allein mit der Kernbelegschaft die Herstellung umsetzen. Die nur an der Entwicklung beteiligten Arbeitnehmer ziehen zum nächsten Projekt oder zum nächsten Kunden.
Tochtergesellschaften spezialisiert auf strategische Partnerschaften
Grosse Unternehmen wenden solche flexiblen Instrumente viel häufiger an als kleinere Firmen. Meist verfügen sie über eine eigene Abteilung, die sich mit solchen Fragen beschäftigt. Demgegenüber wird das Personalwesen in kleineren Unternehmen oft nicht spezialisiert behandelt. Und kleineren Firmen, so Rump, fehlt es vor allem an Informationen und an der Vernetzung, die einen flexibleren Einsatz des Personals begünstigen würden.
Damit die Temporärarbeit ihre Rolle in der zweigeteilten Belegschaft ausschöpfenkann, muss sie, so Jutta Rump, schon in der strategischen Personalplanung ein Sparringspartner für Unternehmen sein. Gefragt sei eine strategische Partnerschaft zwischen der (Personalabteilung einer) Unternehmung und der Temporärarbeitsfirma.
Diesem Ideal stehe aber derzeit ein mangelndes Ansehen von Temporärarbeit entgegen. Weil sie meint, dass die Verabschiedung vom negativ belegten Begriff Temporärarbeit viel zu lange dauert, rät die Professorin den Anbietern von Temporärarbeit, spezielle Tochtergesellschaften zu gründen, die auf die strategische Partnerschaft spezialisiert sind und als solche Partner akzeptiert werden.
Allerdings braucht es für eine Partnerschaft immer zwei. So ortet Jutta Rump auch auf Seiten der Kundenunternehmen gewissen Handlungsbedarf.
Heute werde die Anstellung von temporär Arbeitenden häufig über den Einkauf und nicht über das Personalmanagement abgewickelt. Wenn der strategischen Personalpolitik der notwendige Stellenwert beigemessen werde und die Temporärarbeit die zweistufige Belegschaftsstruktur zum Leben erwecken soll, müsste das dringend ändern.
Der Schweiz geht es viel besser, als sie selbst meint. Die Lust an der Leistung ist ungebrochen.
Es scheint so, dass die Schweiz sich klein macht. Kleiner als sie wirklich ist. Der Finanzplatz ist unter Beschuss. Ein maghrebinischer Oberst tanzt dem Bundespräsidenten auf der Nase herum. Die Arbeitslosigkeit steigt und die Wirtschaft kommt ins Stottern.
Sind das die wirklichen Probleme? Der aggressive Ton von ‚Peitschen-Peer’ aus Deutschland ist verstummt. Seine Partei wurde brüsk in die Ecke gestellt und wird in Zukunft das harte Brot der Opposition essen. Der schweizerische Finanzplatz erholt sich schneller als der Konkurrenz lieb ist und entwickelt neue, moderne Dienstleistungen, die der Regulationswut locker standhalten werden. Die Schweiz ist inzwischen auch von der grauen Liste der OECD verschwunden und der Konflikt mit den USA konnte gütlich und besonnen beigelegt werden. Die Arbeitslosigkeit wächst, vergleichsweise zum restlichen Europa, erfreulich langsam und die bienenfleissige Eidgenossenschaft schafft es einmal mehr, ein gutes Stück ihrer Staatsschulden zu verringern. Der Schweiz geht es viel besser, als sie selbst meint.
Der Erfolg gibt ihr nämlich recht. Die Steuern wurden nicht bis zur Unerträglichkeit erhöht. Somit bleibt den Menschen immer noch genügend Geld in den Taschen für den wichtigen Konsum. Die staatlichen Interventionen zur Stabilisierung der Wirtschaft sind wohl dosiert und führen nicht zu einer ungezügelten Verschuldung, die später die Entwicklung von wichtigen Bereichen behindert und den Aufschwung verzögert. Es bleibt genügend Geld für Forschung, Bildung, Infrastruktur und Innovation übrig. Eine wichtige Voraussetzung, um die kommende Verbesserung der Wirtschaftsentwicklung auch mit Schwung nehmen zu können. Der drückende Schuldendienst in den Nachbarstaaten wird nicht einfach so schnell verschwinden. Hoch besteuerte Bürger/-innen kann man nicht noch mehr ausbeuten, ohne seine politische Klientel zu verärgern.
Immer mehr internationale Unternehmen lassen ihre europäischen Hauptsitze in der Schweiz errichten. Denn die wirtschaftliche und politische Stabilität ist ihnen wichtig. Das Ausbildungsniveau der Menschen und deren Expertenwissen ist hochgeschätzt, die Qualitätsgüte der hiesigen Infrastruktur unbestritten und die geografische Mitte wie auch die Anbindung an die internationalen Verkehrsströme ein Geschenk. Selbst die Bank of China hat kürzlich für ihr Fondsgeschäft Genf als Standort gewählt. Auch die grösste Bank der Schweiz ist nicht mehr am Tropf und hat sich galant aus der staatlichen Umarmung lösen können. Die europäische Konkurrenz wird noch über viele Jahre den Kotau vor der politischen Elite machen müssen und auf massive Unterstützung angewiesen sein, will sie nicht untergehen.
Die Schweiz sollte vor Selbstbewusstsein strotzen. Sie muss mehr Zähne zeigen und unverfrorener auf wunde Punkte jener drücken, die sie immer wieder heftig für angebliche Missstände kritisieren, die sie in ihren eigenen Ländern wohlfeil und verbissen verteidigen. Sie ist und bleibt ein Erfolgsmodell. Warum strömen Herrscharen von bestens ausgebildeter Fach- und Führungskräfte, insbesondere aus Deutschland, in dieses Land? Weil sie Lebens- und Arbeitsbedingungen vorfinden, die das persönliche Fortkommen unterstützen und auf ein freiheitliches Wirtschaftsgefüge treffen, das die Lust an Leistung belohnt.
Spielerisch zum PC-Profi
Computer-Anwender-Kenntnisse sind mittlerweile in den meisten Berufen unabdingbar. Wer nicht auf dem neusten Wissensstand ist, hat es beim Einstieg oder der Rückkehr in den Arbeitsmarkt sowie beim Hochklettern der Karriereleiter schwer.
Doch wer nicht von Kindesbeinen an vertraut ist mit der Welt von Bits und Bytes, Mail und Internet, fühlt sich oft unsicher oder überfordert und traut sich nicht zu, noch etwas Neues zu lernen.
- Das muss nicht sein: Das interaktive Lernprogramm easyLEARN ermöglicht allen, sich das nötige Know-how rund ums MS-Officepaket – Word, Excel PowerPoint und Outlook – spielerisch, selbstständig und im eigenen Tempo Schritt für Schritt anzueignen.
- Und es macht erst noch Spass: Kurze, besprochene Filme und Präsentationen, sogenannten Demo-Clips, wechseln sich ab mit Übungen und Fragen – und wenn man etwas nicht verstanden hat oder vertiefen möchte, kann man die Sequenz jederzeit wiederholen.
Overall bietet easyLEARN-Kurse an. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Nach einer Einführung und einem Einstufungstest erhalten Teilnehmende einen individuellen Vorschlag für Inhalte und Zielsetzungen ihres easyLEARN-Kurses. Die Kursinhalte sind modular aufgebaut, die Elemente flexibel und nach Bedarf zusammenstellbar – so können die Teilnehmenden zielgerichtet das lernen, was sie brauchen oder möchten. Nach einer umfassenden Einführung ins Selbstlernen mit easyLEARN können sie allein mit dem Lernen loslegen, wann und wie viel sie wollen. Dabei werden sie allerdings nicht alleingelassen: Während dem Kurs steht ein qualifizierter E-Coach mit Rat zur Verfügung.
Overall bereitet Kursteilnehmende ausserdem auf die ECDL-START-Prüfung vor. Der Computerführerschein ECDL (European Computer Driving Licence) ist ein europäisch anerkanntes Zertifikat, das professionelle PC-Anwenderkenntnisse bescheinigt und den Anforderungen des Arbeitsmarkts entspricht. In vielen Berufen ist dieses Zertifikat bereits Voraussetzung.
Nähere Informationen hier. Oder nehmen Sie mit Overall direkt Kontakt auf : +41 61 269 14 54 oder koordination@overall.ch

