Archiv für November 2009
Erholung der Temporärarbeit im 2010 wahrscheinlich.
Das Temporärarbeitsvolumen hat im Oktober 2009 gegenüber Oktober 2008 um 10,3% abgenommen. Damit schreibt die Temporärarbeitsbranche nun seit einem Jahr negative Wachstumsraten (Quelle: swissstaffing).
Seit dem Frühjahr nehmen die Schrumpfungsraten allerdings (mit wenigen Ausnahmen) kontinuierlich ab, so dass swissstaffing von einer weiteren Erholung in den kommenden Monaten ausgeht. Dies umso mehr, als der Vergleich mit der Erwerbslosenquote der letzten Jahre zeigt, dass das Temporärwachstum jeweils rund um den Zeitpunkt eines Erwerbslosenpeaks seinen Nullpunkt erreicht. So ist zu erwarten, dass das Temporärarbeitsvolumen im Verlaufe des 2010 wieder zu wachsen beginnen wird. Denn für diesen Zeitpunkt wird der Arbeitslosenpeak von etwas über 5% prognostiziert.
Nehmen Sie den Kompass in die Hand. Die Zufriedenheit kommt, wenn die Richtung bekannt ist. Methodische Standortbestimmungen machen Sinn.
Sie möchten eine persönliche Standortbestimmung machen? Sie haben zwar Erfolg, fühlen sich aber irgendwie unzufrieden in Ihrem Beruf und wissen nicht, weshalb? Sie planen ihre Karriere und möchten für sich eine persönliche Berufsstrategie erstellen? (Ein Beitrag von Claudia Scherrer).
Lassen Sie sich schnell aus der Sackgasse führen. Wir zeigen Ihnen die nächste Abzweigung Richtung beruflicher Schnellstrasse!
- Für jede und jeden gibt es einen Beruf. Es gilt, die geeignete Berufsstrategie zu finden.
- Der Beruf ist ein wichtiger Teil im individuellen Lebenskonzept. Er kann deshalb nicht isoliert betrachtet werden.
- Jede und jeder hat das Recht auf einen befriedigenden Beruf. Weder Über- noch Unterforderung ist auf die Dauer erträglich.
Was bieten wir im Rahmen einer Berufsstrategie?

Modul 1: Vergangenheit
- Strukturiertes Interview und Analyse des Lebenslaufes
- Lösen von Aufgaben
- Zusammenfassung
Modul 2: Kompetenzanalyse (OPQ-Test, MBTI Typenbestimmung)
Modul 3: Bewerbungsstrategie
- Individuelle Zielsetzung
- Meilensteine
- Schritte
Zielgruppen für eine Berufsstrategie
- Privatpersonen
- Führungskräfte
- Unternehmen
Kurz: Menschen, die neugierig sind auf ‘Mehr’.
Der Nutzen Ihrer persönlichen Berufsstrategie
- Sie bewegen sich selbstsicher auf dem Arbeitsmarkt
- Sie lernen sich vertieft (verschiedene Instrumente) und zielgerichtet (Berufswahl) kennen
- Sie profitieren von unserem aktuellen, praxiserprobten und fundierten HR-, Führungs- und Coaching-Wissen
Wer seine berufliche Entwicklung plant, hat mehr von seiner persönlichen Entwicklung und schafft die Balance zwischen Beruf, Familie und Umfeld. Die Work-Life-Balance ist sicher gestellt.
Ist der Standort spitze, bleibt es sich leichter. Die Arbeitsplätze ebenso.
Die Bedeutung von Standortfaktoren, die dazu beitragen, dass die Schweiz für internationale Unternehmen attraktiv bleibt und diese ihre europäischen Hauptquartiere auch in diesem Land etablieren, werden immer wieder sträflich unterschätzt.
General Motors wird seine europäische Niederlassung in Zürich aufgeben und nach Deutschland verlegen. Das hat nichts mit der Schweiz zu tun, vielmehr mit den gegenwärtigen Problemen, die GM mit Opel hat. Trotzdem ist es eine Nachricht, die aufhorchen lässt.
Hier ein paar kurze Fakten:
Die Schweiz ist Standort von ca. 500 in- und ausländischen Konzernzentralen. Diese beschäftigen ca. 50´000 Menschen in den verschiedensten Positionen. Diese Konzernzentralen mit ihren Beschäftigten nehmen vielfältige Dienstleistungen in Anspruch, die ca. weitere 200´000 Beschäftigten Arbeit anbieten. Kürzlich hat SwissHolding, ein Verband der ca. 50 internationale tätige Industrie- und Dienstleistungsunternehmen (ohne Finanzdienstleister) eine Umfrage bei ihren Mitgliedern gestartet. Diese ergab, dass fast ein Drittel ihrer Mitglieder zum Schluss kommen, dass sich in den letzten 5 Jahren die Rahmenbedingungen in der Schweiz verschlechterten.
Welche Standortfaktoren sind wichtig für Konzernzentralen?:
- Steuerliches Umfeld
- Infrastruktur und weiche Faktoren, wie Lebensqualität, Ausbildung der Menschen und Sicherheit im öffentlichen Raum
- Regulatorische Bestimmungen, Arbeitsumfeld und Verwaltung
- Marktnähe und Marktumfeld
Was ist geschehen, dass Unternehmen vermehrt sich darüber Gedanken machen, ob der Standort Schweiz immer noch der beste ist? Aufgrund der internationalen Wirtschaftskrise nimmt der Druck auf die Schweiz zu, die konkurrenzierenden Standorte sind nicht untätig geblieben und haben gezielt ihre Vorteile angepriesen. Zudem hat die Schweiz in letzter Zeit zu oft unter Druck nachgegeben und die Rechtssicherheit geritzt. Eine Tatsache, die ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Beurteilung attraktiver Wirtschaftsstandorten ist.
Der Verband hat daher 10 Massnahmen gefordert, damit die Standortqualität nachhaltig verbessert wird und die starke Konkurrenz in Schach gehalten werden kann:
- Sicherstellung des internationalen Marktzugangs
- Finanzdisziplin der öffentlichen Hand (Schuldenbremse)
- Aktive Mitarbeit der Eidgenossenschaft in internationalen Gremien, ohne den Bilateralismus aufgeben zu müssen
- Stärkung des Dialogs zwischen Politik und Wirtschaft, wenn es um die Aussenwirtschaft geht
- Beseitigung von steuerlichen Nachteilen von Expatriates
- Geltendes Recht bei den Unternehmenssteuern unternehmensfreundlicher gestalten und anwenden
- Unternehmen sollten die Möglichkeit haben, dass die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gezielter steuerlich entlastet werden
- Die kantonale Standortförderung sollte besser mit der OSEC koordiniert werden
- Regulationsdichte nicht erhöhen und die Rechtssicherheit im Steuerwesen verbessern
- Die überschiessenden ´Helvetismen´sollen im Zaum gehalten werden. Insbesondere im Aktienrecht aufgrund überschäumender und zuweilen auch populistischer Stimmungsmache (Minder-Initative, überregulierte Vergütungspolitik, Vorschreiben der Höchstsaläre usw.)
Der Verband ist der Meinung, dass das Verbleiben dieser Konzernzentralen keine Selbstverständlichkeit ist und es daher wichtig bleibt, dass die Schweiz nicht an Attraktivität verliert, die Standortqualität akzentuiert wird und dafür sorgt, dass nicht unnötig Arbeitsplätze gefährdet werden, die für diese Volkswirtschaft unverzichtbar sind.
Der Aufwand Unternehmen dafür zu gewinnen, dass sie ihre Konzernzentralen in der Schweiz ansiedeln, ist weitaus höher, als sie zu verlieren.
Die Konkurrenz schläft nicht und wird alles unternehmen, dass sie für ihre Wirtschaft neue Partnerschaften eingehen können. Die Schweiz ist gut beraten ihre Standortqualität zu verbessern und dafür zu sorgen, dass die internationalen Headquarters und deren Mitarbeitenden auch wohl fühlen und erfolgreich ihrer Arbeit nachgehen können.
Job-Portale machen aus ihren Preisen ein Staatsgeheimnis. Wie lange lässt sich das die Branche der Personaldienstleister noch gefallen?
Das Jahr geht zur Neige. Viele Personaldienstleister erhalten verführerische Post mit “most sexy” Angeboten der einschlägigen Stellenportalen. Man lockt mit diffusen Preisnachlässen und besseren Dienstleistungen.
Der süsse Lockstoff lenkt jedoch immer weniger Personaldienstleister in die “Jobportal-Falle”. Er ist zu klebrig! Es wird Zeit, dass die Personaldienstleister von den Anbietern von Job-Portalen endlich als kongeniale Marktpartner wahrgenommen und als solche auch mündig behandelt werden. Der herablassende “Approach” ist verstaubt. Ohne diese dynamische und zukunftsorientierte Branche sind Portale impotent!
Personaldienstleister wissen sehr wohl, dass Job-Portale einen starken Einfluss auf ihre Marktpräsenz und ihren Geschäftserfolg haben. Denn viele kleine Personaldienstleister verfügen über zu wenig Wissen und Kapital, um sich eine umfassende proprietäre Webpräsenz aufzubauen, die sie weniger abhängig von einzelnen Anbietern macht.
Viele Stellensuchende finden zudem Stellenangebote dort, wo sie in konzentrierter Form vorhanden sind und schnell über ein grosses Angebot verfügt werden kann. Erst in zweiter Linie werden die Angebote der Personaldienstleister direkt auf deren Webpages angesehen. Anbieter von Job-Portalen wissen das sehr genau und lassen nichts unversucht mit ihren Dienstleistungen möglichst viele an sich zu binden. Ein Geschäftsmodell das nicht verwerflich ist. Wie steht es jedoch mit den Preismodellen? Wie steht es mit der Preistransparenz? Nicht unbedingt zum Besten!
Viele Personaldienstleister wachsen immer mehr zusammen, suchen mit Mitbewerbern komplementäre Netzwerke, um ihre Kräfte besser bündeln zu können. Ökonomische Vernunft und reifer Geschäftssinn gewinnt auch in dieser Branche an Kraft. Die Krise dampft das Misstrauen und den noch immer stark vorhandenen Futterneid schneller ein als erwartet. Denn kluge Kooperationen und neuzeitliche Offenheit führen zu vielversprechenden neuen Geschäftsmodellen, die Personaldienstleistern meistens wirtschaftlich einen starken Impetus verleihen und potenziellen Kunden diversifizierten Nutzen bieten. Was hat das aber mit den “Job-Portalen” zu tun?
Personaldienstleister tauschen sich immer mehr aus und vergleichen mit unverhohlener Neugierde und stupender Hartnäckigkeit zu welchen Konditionen Dienstleistungen von Job-Portalen angeboten werden.
Oft wird mit wachsender Verärgerung festgestellt, dass Mitbewerber, die vielleicht nur einen Steinwurf entfernt sind, zum Teil total andere Preisangebote vom selben Anbieter erhalten haben. Job-Portale publizieren Einzelpreise. Diese interessieren aber nur Unternehmen, die von Zeit zu Zeit ihre Rekrutierung mit einem elektronisch publizierten Einzelinserat unterstützen möchten. Anbieter von Jobportalen erwirtschaften jedoch einen grossen Teil ihres Umsatzes mit den Personaldienstleistern. Diese werden nach wie vor als unmündige Kunden wahrgenommen, die froh sein dürfen, dass sie überhaupt Jobangebote aufschalten dürfen. Eine Arroganz, die Personaldienstleister sich immer weniger gefallen lassen.
Insertionspreise sind das grosse Geheimnis. Hier ein kleines Beispiel:
Personaldienstleister A bucht 10 Stellen und Personaldienstleister B in der direkten Nachbarschaft ebenso. B zahlt aber mehr, weil seine Preisverhandlung weniger gut verlief oder ihm während des einlullenden Verkaufsgespräches das Gefühl vermittelt wurde, dass er einen unschlagbares Angebot erhält, weil er so wichtig ist und deshalb als langjähriger Kunde attraktive Sonderkonditionen erhält. Dieses Feuerwerk an billigen Marketingknaller, das vor allem Rauch erzeugt, die Augen tränen lässt und die Sicht behindert, wird aber langsam ermüdend.
Das Pulver ist feucht geworden. Die Branche träge. Neue Neonfarben und ein wenig Fernsehwerbung sind nicht wirklich kreativ.
Das Explosive und Innovative bleibt aus. Die Fantasie der Job-Portale ist am Versiegen. Lächerliche Gadgets, die kein vernünftiger Mensch braucht, von Werbung überladene Bildschirme, die Stellensuchende irritieren und obskure Preisreduktionen auf der Basis von nicht öffentlichen Preismodellen, damit ja kein Kunde etwas nachvollziehen kann, sind wirklich keine nennenswerte Ereignisse, die noch eine Schlagzeile wert sind. Die Branche der Personaldienstleister wird von den Portalanbietern wie eine Kuh gemolken. Der Bauer kennt den Milchpreis nicht. Der Milchbaron schon. Eine bizarre Partnerschaft.
Personaldienstleister wollen endlich Preise vergleichen können und sehen, warum sie für ein bestimmtes Angebot wie viel bezahlen müssen. Das kürzlich ins Leben gerufene Portal für Handwerker “jobbzz” macht es vor. Innert Sekunden können Personaldienstleister herausfinden was sie für ihr Geld erhalten. Das von Visual Concepts mit einem Personaldienstleister zusammen entwickelte Angebot bietet nicht nur die Möglichkeit Stellen publizieren zu können, sondern den Personalberatenden auch kluge Verwaltungsmöglichkeiten, um Bewerbende besser bewirtschaften zu können. Machen Sie das mal mit den üblichen Angeboten!
Die Anbieter von Job-Portalen müssen sich in nächster Zeit warm anziehen. Ihre Dienstleistungen werden sich immer ähnlicher und die sogenannten Alleinstellungsmerkmale (USP) sind meistens nur noch kosmetischer Firlefanz.
Vielleicht gibt es in Zukunft die Möglichkeit durch den Verband der Personaldienstleister ein Portal entwickeln zu lassen, das die Branche unabhängiger macht von jenen Anbietern, die aus ihren Preisen immer noch ein Staatsgeheimnis machen. Jenen Portalen, die aber meinen ihre Dienstleistungen kostenfrei anbieten zu müssen, kann man nur sagen: “If you´re good at something, never do it for free”. Geiz ist schon lange nicht mehr geil.
Oder was ist Ihre Meinung? Welche Preise halten Sie für Online – Stelleninserate angemessen? Machen Sie mit in unserer Umfrage des Monats November!
Integration – Erfolg durch eigenes Engagement! Ihr Arbeitgeber unterstützt Sie dabei!
Der Kanton Basel-Stadt fördert Ihre Integration mit Deutsch- und Integrationskursen, Informationsvermittlung, Beratungsangeboten, Begrüssungen für Neuzugezogene, Begegnungsmöglichkeiten und Freizeitangeboten. Sie sind herzlich eingeladen, von diesen Angeboten Gebrauch zu machen!
Bessere Aufstiegschancen durch gutes Deutsch!
Informationen zu Deutsch- und Integrationskursen erhalten Sie:
- auf dem Flyer «Deutsch in der Region Basel»
- auf der Integrationsdatenbank: www.integration-bsbl.ch
- bei einer individuellen und kostenlosen Deutschkursberatung der Ausländerberatung der GGG, Tel. 061 206 92 22
Bei dem kostenlosen Projekt «Besseres Deutsch durch Begegnung» haben Sie die Möglichkeit, aktiv mit einer deutschsprachigen Person zu kommunizieren und mehr über die schweizerische Mentalität zu erfahren. Kontakt: BENEVOL Basel, Tel. 061 261 74 24
Erleichterter Alltag durch Kenntnisse über Rechte und Pflichten!
In der Schweiz sind Mann und Frau gesetzlich gleich gestellt. Chancengleichheit gilt für alle. Rassismus, diskriminierendes Verhalten und Gewalt jeglicher Art werden nicht geduldet, weder zu Hause noch am Arbeitsplatz. Informieren Sie sich rechtzeitig über die Regeln im Berufs- und Alltagsleben sowie über den Inhalt des Basler Integrationsgesetzes, um Schwierigkeiten und Missverständnissen vorzubeugen. Hinweise zum Integrationsgesetz finden Sie unter www.welcome-to-basel.bs.ch
Nutzen Sie die kostenlose Sozial- und Rechtsberatung für Migrantinnen und Migranten in 17 Sprachen. Die Ausländerberatung der GGG, Eulerstrasse 26, 4051 Basel, klärt Fragen zu folgenden Themen:
- Basler Integrationsgesetz
- Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz
- Mietrecht
- Sozialversicherungen
- Steuern
- Erziehung und Familienleben
- Rechte und Pflichten im Schulbetrieb
- Umgang mit der Schweizer Mentalität
- und vieles mehr
Weitere Informationen finden Sie unter: www.auslaenderberatung-basel.ch. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Ausländerberatung der GGG: Tel. 061 206 92 22
Vorteilhafter Start durch wissenswerte Informationen!
Sie sind herzlich zu den Welcome-Begrüssungen für neu Zugezogene und zu den diversen Informationsabenden eingeladen. Nähere Angaben finden Sie unter: www.integration-bsbl.ch
Geheime Codes im Arbeitszeugnis sind schon lange nicht mehr geheim. Hier eine kleine Übersetzungshilfe.
Codierte Ausdrücke in Arbeitszeugnisse sind nach wie vor sehr verbreitet. Die korrekte Anwendung dieser ist oft kompliziert und trägt viel zur Verwirrung bei.
Gerade jenen macht es besonders Mühe, die bei der Anwendung dieser Codes keine Übung haben und im schlimmsten Fall Formulierungen wählen, die gerade das Gegenteil bedeuten. Bei heiklen Situationen ist es ohnehin immer ratsam mit den Arbeitnehmenden über das Zeugnis zu sprechen. Meistens lohnt es sich einen Entwurf zu machen und diesen mit der betroffenen Person zu besprechen. Ist man sich seiner Sache nicht sicher, ist es auch sinnvoll, wenn man eine sachverständige Person zur Rate zieht, die mit dem modernen Arbeitsrecht vertraut ist und um das Minenfeld der Formulierungen weiss.
Am besten ist es aber nach wie vor, wenn eine uncodierte Sprache im Zeugnis obsiegt und man dies am Schluss des Textes auch ausdrücklich noch einmal erwähnt, damit die Lesenden sofort feststellen, dass keine Codierungen verwendet wurden.
Nachfolgend die Liste der in der Zeugnissprache immer noch weit verbreiteten Codierungen:
| Bedeutung | Formulierung | |
| Fachwissen | ||
| Sehr gut | Er verfügt über umfassende Fachkenntnisse, auch in Randbereichen. | |
| Gut | Er verfügt über umfassende Fachkenntnisse. | |
| Befriedigend | Er verfügt über solide Fachkenntnisse. | |
| Ausreichend | Er verfügt über ein solides Grundwissen in seinem Arbeitsbereich. | |
| Mangelhaft | Er verfügt über entwicklungsfähige Kenntnisse seines Arbeitsbereichs. | |
| Ungenügend | Er hatte Gelegenheit, sich die erforderlichen Kenntnisse seines Arbeitsbereichs anzueignen. | |
| Auffassungsgabe und Problemlösungsfähigkeit | ||
| Sehr gut | Er ist in der Lage, auch schwierige Situationen sofort zutreffend zu erfassen und schnell richtige Lösungen zu finden. | |
| Gut | Er überblickt schwierige Zusammenhänge, erkennt das Wesentliche und ist in der Lage, schnell Lösungen aufzuzeigen. | |
| Befriedigend | Er findet sich in neuen Situationen zurecht und ist auch in der Lage, komplizierte Zusammenhänge zu erfassen. | |
| Ausreichend | Er ist mit Unterstützung seiner Vorgesetzten neuen Situationen gewachsen und in der Lage, komplizierte Zusammenhänge nachzuvollziehen. | |
| Mangelhaft | Er ist mit Unterstützung seiner Vorgesetzten neuen Situationen im Wesentlichen gewachsen. | |
| Ungenügend | Er war bemüht, mit Unterstützung seiner Vorgesetzten neuen Situationen gerecht zu werden. | |
| Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative | ||
| Sehr gut | Er zeigte stets Eigeninitiative und überzeugte durch seine grosse Leistungsbereitschaft. | |
| Gut | Er ergriff von sich aus die Initiative und setzte sich mit überdurchschnittlicher Einsatzbereitschaft für unser Unternehmen ein | |
| Befriedigend | Er zeigte Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative. | |
| Ausreichend | Er hat der geforderten Einsatzbereitschaft entsprochen. | |
| Mangelhaft | Er hat der geforderten Einsatzbereitschaft im Wesentlichen entsprochen. | |
| Ungenügend | Er hat sich bemüht, der geforderten Einsatzbereitschaft zu entsprechen. | |
| Belastbarkeit | ||
| Sehr gut | Auch stärkstem Arbeitsanfall ist er jederzeit gewachsen. | |
| Gut | Auch starkem Arbeitsanfall ist er jederzeit gewachsen. | |
| Befriedigend | Er ist starkem Arbeitsanfall gewachsen. | |
| Ausreichend | Er ist dem üblichen Arbeitsanfall gewachsen. | |
| Mangelhaft | Er ist dem üblichen Arbeitsanfall im Wesentlichen gewachsen. | |
| Ungenügend | Er ist bemüht, den üblichen Arbeitsanfall zu bewältigen. | |
| Denk- und Urteilsvermögen | ||
| Sehr gut | Besonders hervorzuheben ist seine Urteilsfähigkeit, die ihn auch in schwierigen Lagen zu einem eigenständigen, abgewogenen und zutreffenden Urteil befähigt. | |
| Gut | Seine Urteilsfähigkeit ist geprägt durch seine klare und logische Gedankenführung, die ihn zu sicheren Urteilen befähigt. | |
| Befriedigend | Seine folgerichtige Denkweise kennzeichnet seine sichere Urteilsfähigkeit in vertrauten Zusammenhängen. | |
| Ausreichend | Seine folgerichtige Denkweise kennzeichnet seine sichere Urteilsfähigkeit in vertrauten Zusammenhängen. | |
| Mangelhaft | Im vertrauten Zusammenhang kann er sich im Wesentlichen auf seine Urteilsfähigkeit stützen. | |
| Ungenügend | Seine Urteilsfähigkeit ist geprägt durch sprunghafte, teils widersprüchliche Gedankenführung ohne zu erkennen, worauf es ankommt. | |
| Zuverlässigkeit | ||
| Sehr gut | Er arbeitete stets sehr zuverlässig und genau. | |
| Gut | Er arbeitete stets zuverlässig und gewissenhaft. | |
| Befriedigend | Er arbeitete zuverlässig und gewissenhaft. | |
| Ausreichend | Er bewältigte die entscheidenden Aufgaben zuverlässig. | |
| Mangelhaft | Er arbeitete in der Regel zuverlässig | |
| Ungenügend | Er ist um zuverlässige Arbeitsweise bemüht. | |
| Fachkönnen | ||
| Sehr gut | Er beherrscht seinen Arbeitsbereich selbständig und sicher, hat oft neue Ideen und findet optimale Lösungen. | |
| Gut | Er bewältigt seinen Arbeitsbereich selbständig und sicher, findet gute Lösungen und hat neue Ideen. | |
| Befriedigend | Er bewältigt seinen Arbeitsbereich sicher und findet brauchbare Lösungen. | |
| Ausreichend | Er bewältigt seinen Aufgabenbereich. | |
| Mangelhaft | Er bewältigt im Wesentlichen die in seinem Aufgabenbereich anfallenden Aufgaben. | |
| Ungenügend | Er ist bestrebt, seinen Arbeitsbereich zu bewältigen. | |
| Führungsfähigkeit | ||
| Sehr gut | Er besitzt eine natürliche Autorität, geniesst das Vertrauen seiner Mitarbeiter und wird von ihnen anerkannt und geschätzt. Er versteht es, seine Mitarbeiter sicher einzuschätzen und sie zu sehr guten Leistungen zu führen. | |
| Gut | Er wird von seinen Mitarbeitern anerkannt und geschätzt und ist in der Lage, die Mitarbeiter entsprechend ihren Fähigkeiten einzusetzen und mit ihnen gute Leistungen zu erzielen. | |
| Befriedigend | Er wird von seinen Mitarbeitern geachtet und besitzt die Fähigkeit, Mitarbeiter anzuleiten und verantwortungsbewusst zu den gewünschten Leistungen zu führen. | |
| Ausreichend | Er ist in der Lage, seine Mitarbeiter anzuleiten und verantwortlich zu führen. | |
| Mangelhaft | Er ist in der Lage, mit den von ihm geführten Mitarbeitern die seiner Abteilung gesteckten Ziele im Wesentlichen zu erreichen. | |
| Ungenügend | Er ist bestrebt, die in seinem Referat auftretenden Probleme auf der Grundlage des in unserem Hause praktizierten Führungsstils zu analysieren und zu lösen. | |
| Beurteilung der persönlichen Führung | ||
| Sehr gut | Das persönliche Verhalten war stets vorbildlich. Bei Vorgesetzten, Kollegen und Geschäftspartnern ist er sehr geschätzt. | |
| Gut | Das persönliche Verhalten war stets einwandfrei. Bei Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern ist er geschätzt. | |
| Befriedigend | Das persönliche Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war einwandfrei. | |
| Ausreichend | Das persönliche Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war höflich und korrekt. Seine Führung gab uns zu Beanstandungen keinen Anlass. | |
| Mangelhaft | Das persönliche Verhalten war im Wesentlichen einwandfrei. Das persönliche Verhalten gegenüber Kollegen und Geschäftspartnern war einwandfrei (kann auf Mängel im Verhalten zu Vorgesetzten hindeuten). Das persönliche Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Geschäftspartnern war einwandfrei (kann auf Probleme mit Kollegen hinweisen). | |
| Ungenügend | Das persönliche Verhalten war nicht frei von Beanstandungen. Ihm fiel es schwer, sich in die betriebliche Ordnung einzufügen. Das persönliche Verhalten war nicht frei von Beanstandungen. Im Umgang mit Vorgesetzten ergaben sich Probleme. Das persönliche Verhalten war nicht frei von Beanstandungen. Im Umgang mit Kollegen entstanden Probleme in der Zusammenarbeit. | |
Und nachfolgend kommen die kritischen Momente in einem Arbeitszeugnis; die sogenannten k.o.-Formulierungen. Auch hier ist es ratsam, diese nur in homöopathischer Dosierung zu verwenden.
Jene die Zeugnisse erhalten, haben auch starke Rechte. Sie können jederzeit vor ein Arbeitsgericht gehen und ihre Zeugnisse anfechten. Auch hier ist es ratsam bei Bedarf eine sachverständige Person ins Vertrauen zu ziehen, die auch die Konsequenzen von gewissen Codierungen richtig beurteilen oder einschätzen kann.
| k.o.-Formulierung | Bedeutung |
| Arbeitsleistung | |
| Keine Bemerkungen | Es muss davon ausgegangen werden, dass die Leistungen nicht genügten! |
| „… erledigte alle Arbeiten mit grossem Fleiss und Interesse.“ oder „… bemühte sich, seine Aufgaben so gut wie möglich …“ | Leistungen befriedigten nicht, obwohl er sich Mühe gab! |
| „Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er mit grossem Fleiss.“ | bemühte sich, die Arbeit richtig zu erledigen, war aber nicht tüchtig! |
| „… hat sich stets bemüht, die ihm übertragenen Arbeiten zu unserer Zufriedenheit zu erledigen.“ | Fähigkeiten sind minimal, aber er ist willig! |
| „Wir schätzten seinen grossen Eifer.“ | war ein Streber, ohne allerdings den Anforderungen zu genügen! |
| „Wir bescheinigen ihm gerne, dass er sich den ihm übertragenen Aufgaben mit Eifer gewidmet hat.“ | Eifer ja, Erfolg nein! |
| „… hat an allen ihm gestellten Aufgaben mit grossem Fleiss gearbeitet.“ | Fleiss ja, Erfolg nein! |
| „Allen Aufgaben hat er sich mit Begeisterung gewidmet.“ | Begeisterung ja, Erfolg nein! |
| „Die ihm gemässen Aufgaben …“ | Die anspruchslosen Aufgaben ….! |
| „… arbeitete mit grösster Genauigkeit.“ | erbsenzählender, langsamer und unflexibler Pedant! |
| „Wir bestätigen gerne, dass er mit Fleiss, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit an seine Aufgaben herangegangen ist.“ | Es fehlte ihm die fachliche Qualifikation! |
| „… hat alle übertragenen Arbeiten ordnungs-gemäss erledigt.“ oder „Die Aufgaben, die wir ihm übertrugen, hat er zu unserer Zufriedenheit erledigt.“ | Keine Eigeninitiative: Er erledigte wirklich nur die Aufgaben, die man ihm explizit auferlegte; ansonsten blieb er passiv, war also allenfalls Durchschnitt! |
| „… möchten wir seine Fähigkeiten hervorheben, die Aufgaben mit vollem Erfolg zu delegieren.“ | drückte sich vor der Arbeit, wo er nur konnte! |
| „… hat sich im Rahmen seiner Fähigkeiten eingesetzt.“ | sehr schwache Leistung! |
| „… hat unseren Erwartungen im Wesentlichen entsprochen.“ | Leistungen waren schlicht mangelhaft! |
| „… hat sich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden.“ | hat versagt! |
| „… zeigte für die Arbeit Verständnis.“ | keine gute Arbeitsleistung oder sogar Faulpelz! |
| „ … angebotenen Leistungen lagen stets im Bereich seiner Fähigkeiten.“ | Fähigkeiten waren sehr schlecht, weshalb er dem Unternehmen nichts brachte! |
| „… zeigte sich den Belastungen gewachsen.“ | war nicht besonders, allenfalls ausreichend belastbar. |
| „… hat sich stets um gute Vorschläge bemüht.“ | wusste alles besser, ohne dass das Geschäft aber davon profitieren konnte! |
| „… verfügt über Fachwissen und zeigt gesundes Selbstvertrauen.“ | grosse Klappe, aber nichts dahinter! |
| Verhalten | |
| Keine Bemerkungen | Es ist wahrscheinlich, dass das Verhalten unbefriedigend war! |
| „… war tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen.“ | unangenehmer Mitarbeiter! |
| „… die Zusammenarbeit verlief ohne Beanstandung.“ | aber auch nicht sehr angenehm! |
| „Sein Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war stets vorbildlich.“ | hatte Probleme mit seinen Vorgesetzten, weil diese im Satz erst nach den Kollegen erwähnt werden. |
| „… bemühte sich stets um ein gutes Verhältnis zu den Vorgesetzten.“ | war ein Anpasser! |
| „Mit seinen Vorgesetzten ist er gut zurechtgekommen.“ | ist ein Mitläufer, der sich gut zu verkaufen weiss! |
| „Im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten zeigte er durchweg eine erfrischende Offenheit.“ | war immer sehr vorlaut! |
| „… war sehr tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen.“ | Wichtigtuer! |
| „Seine Auffassungen wusste er intensiv zu vertreten.“ | hatte ein übersteigertes Selbstbewusstsein! |
| „… zeichnete sich insbesondere dadurch aus, dass er viele Verbesserungsvorschläge zur Arbeitsvereinfachung bzw. Erleichterung machte.“ | Da der Zusatz fehlt, “die auch von uns übernommen wurden”, kann dies bedeuten, dass die Vorschläge zur eigenen Erleichterung oder im Interesse eigener Bequemlichkeit gemacht wurden. |
| „… war wegen seiner Pünktlichkeit stets ein gutes Vorbild.“ | Durch die Betonung der selbstverständlichen Pünktlichkeit wird zum Ausdruck gebracht, dass die Arbeitsleistungen und der Arbeitserfolg gering waren. |
| „Vorgesetzten und Mitarbeitern gegenüber war er durch seine aufrichtige und anständige Gesinnung ein angenehmer Mitarbeiter.“ | Aber nicht durch seine Tüchtigkeit! |
| “… ist ein anspruchsvoller und kritischer Mitarbeiter.” | ist sehr eigensüchtig, pocht anderen gegenüber auf seine Rechte und nörgelt gerne! |
| „… war sehr tüchtig und in der Lage, seine eigene Meinung zu vertreten.“ | hat eine hohe Meinung von sich und vermag hiervon ausgehend sachliche Kritik nicht zu akzeptiere |
| „… hat unserem Unternehmen reges Interesse entgegengebracht.“ | hat jedoch nichts geleistet! |
| „… erzielte einen nicht unerheblichen Umsatz.“ | aber auch keinen erheblichen! |
| „Seine umfangreiche Bildung machte ihn stets zu einem gesuchten Gesprächspartner.“ | Bildung hin oder her – er war geschwätzig und führte lange Privatgespräche im Dienst! |
| „… trug durch seine Geselligkeit zur Verbesserung des Betriebsklimas bei.“ | suchte Sexkontakte zu Kolleginnen oder tratschte und hielt dabei die anderen vom Arbeiten ab! |
| „Für die Belange der Belegschaft bewies er stets (grosses) Einfühlungsvermögen.“ | suchte Kontakt zum anderen Geschlecht! |
| „… hat alle Aufgaben in seinem und im Interesse der Firma gelöst.“ | beging Diebstahl und/oder andere schwere Unkorrektheiten! |
| Schlussformulierungen | |
| Keine Bemerkungen | Es ist wahrscheinlich, dass er gehen musste! |
| „… Wir wünschen ihm alles Gute, v.a. Gesundheit.“ | Entwertung des Zeugnisses durch ironische Formulierungen! |
| „… für seine Mitarbeit bedanken wir uns.“ | kein wirklicher Verlust! |
| „… verlässt uns im gegenseitigen Einvernehmen.“ | Wir haben ihm gekündigt – oder zumindest: Wir sind froh, dass er gegangen ist. |
| „… verlässt uns auf eigenen Wunsch.“ | Es handelt sich um einen normalen Abgang, und der Mitarbeiter hinterlässt keine grosse Lücke. |
| „Unsere Trennung von ihm erfolgte im gegen-seitigen Einvernehmen.“ oder „Das Arbeits-verhältnis endete durch einvernehmliche Trennung am … (Austrittstermin).“ | „Trennung“ heisst: auf Initiative des Arbeitgebers. |
| „Wir kamen mit ihm überein, das Arbeitsverhältnis zu beenden.“ | Es traten Schwierigkeiten auf! |
| „Er beendete das Arbeitsverhältnis auf eigenen Wunsch am… (krummer Austrittstermin).“ oder „Er verliess uns vorzeitig am… (krummer Austrittstermin), um seinen Berufsweg sofort in einem anderen Unternehmen fortzusetzen.“ oder „Er schied zum … (krummer Austrittstermin) auf eigenen Wunsch aus, um sofort eine neue Stelle antreten zu können.“ | Beendigungsformeln bei Kündigung durch Vertragsbruch! |
| „Er scheidet auf eigenen Wunsch aus unseren Diensten.“ oder „Er verlässt unsere Firma auf eigenen Wunsch.“ oder „Er kündigte das Arbeitsverhältnis zum … (Austrittstermin).“ | Beendigungsformeln bei Kündigung ohne Begründung (auf eigenen Wunsch)! |
| „Er trennt sich zum … (Austrittstermin) von uns aus eigenem Entschluss.“ oder „Das Arbeitsverhältnis wurde auf seinen Wunsch zum … (Austrittstermin) gelöst.“ | Beendigungsformeln bei Kündigung ohne Begründung (nahegelegt)! |
Das Mienenspiel der Zufriedenheit hat im Arbeitszeugnis eine grosse Ausdruckskraft.
In den Zeugnissen gibt es immer wieder diese vollmundigen Formulierungen. Oft liest sich etwas besonders gut oder hört sich nett an. Was bedeutet es aber wirklich, wenn in einem Zeugnis steht: ‚Er hat stets in jeder Hinsicht sehr gute Leistungen erbracht’. Ist das nun gut oder schlecht?
Die nachfolgende Liste ist vielleicht nicht ganz vollständig. Sie beinhaltet jedoch alle wichtigen Bezeichnungen, um die codierte Zeugnissprache, die nach wie vor weit verbreitet ist und sich grosser Beliebtheit erfreut, besser nach entschlüsseln zu können.
| Formulierungen | Klartext | Note |
| * Stets zur vollsten Zufriedenheit | sehr gute Leistungen | sehr gut |
| Stets in jeder Hinsicht | sehr gute Leistungen | sehr gut |
| Vollste Zufriedenheit | leichte Abwertung von der Höchstleistung | sehr gut - |
| Immer sehr zufrieden | erhebliche Abwertung der Höchstleistung | gut |
| Stets volle Zufriedenheit | gute Leistungen | gut + |
| Stets sehr zufrieden | gute Leistungen | gut |
| Volle Zufriedenheit | befriedigende Leistungen | befriedigend |
| Waren immer zufrieden | durchschnittliche Leistungen | befriedigend |
| Stets zur Zufriedenheit | unterdurchschnittliche Leistungen | befriedigend - |
| Waren befriedigend | unterdurchschnittliche Leistungen | befriedigend - |
| Zu (unserer) Zufriedenheit | ausreichende Leistungen | ausreichend |
| Waren zufrieden | ausreichende Leistungen | ausreichend |
| Im grossen und ganzen zufrieden | sehr schlechte Leistungen | mangelhaft |
| Hat sich bemüht … zu unserer Zufriedenheit zu erledigen | erhebliche Mängel | mangelhaft |
| War stets bemüht | gravierende Mängel | mangelhaft - |
| War stets bemüht/hat sich bemüht | absolut unzureichende Leistung | ungenügend |
| Unseren Erwartungen entsprochen | vollkommen unzureichende Leistungen | ungenügen |
* ‚Stets zur vollsten Zufriedenheit …’ beschreibt in der Zeugnissprache die Note „sehr gut“. Allerdings darf man diese Formel nie isoliert betrachten, denn ein gutes Zeugnis setzt sich aus vielen Bausteinen zusammen. Wirken andere Bausteine nicht stimmig, so nützt eine perfekte Zufriedenheitsformel wenig.
Es gibt Zeugnisaussteller, die verzichten auf die „vollste Zufriedenheit“ und belassen es bei der „vollen Zufriedenheit“, weil das Wort „vollste“ nicht korrektes Deutsch ist. Diese Unrichtigkeit hat sich allerdings fest in der deutschen Zeugnissprache eingenistet. Zeugnisse, in denen von der „vollen Zufriedenheit“ die Rede ist, reflektieren nach allgemeiner Ansicht die Note ‚gut’ und nicht „sehr gut“.
Andere, gleichwertige Formulierungen lauten z.B.: „Wir waren mit seinen Leistungen stets ausserordentlich zufrieden.“, „Die Leistungen haben jederzeit und in jeder Hinsicht unsere volle Anerkennung gefunden.“, „Die Leistungen werden zusammengefasst als sehr gut beurteilt.“
Die Marge ist auch relevant für den Ruf des Personaldienstleisters.
Ende Oktober 2009 hat in Orlando (USA) die Jahreskonferenz des amerikanischen Verbandes der Personaldienstleister, ASA, stattgefunden. Wie jedes Jahr waren die drei Tage gespickt mit anregenden Referaten und lehrreichen Workshops. swissstaffing hat für seine Mitglieder einige Kostproben des Anlasses zusammengetragen: Die Personaldienstleister als Anführer – sofern sie nicht vergessen, dass der Mensch im Zentrum steht (Quelle: swissstaffing).
Grundsätzlich zogen sich zwei Aussagen durch alle Voten:
- Die Personaldienstleister sind die Anführer der wirtschaftlichen Erholung. Der konjunkturell vorlaufende Charakter der Branche verschafft ihnen diese Rolle. Ihre Anführerschaft manifestiert sich darin, dass die Personaldienstleister Leute an die Arbeit bringen, während es in der Gesamtwirtschaft noch immer harzt.
- Eine zentrale Herausforderung für die Personaldienstleister besteht darin, den Menschen im Vermittlungsbusiness nicht zu vergessen. Um ihn dreht sich letztendlich das ganze Geschäft. Eine Fehlentwicklung, die der Personaldienstleistung zu schaffen macht, ist, dass vielfach die Qualität der Geschwindigkeit geopfert wurde.
Die Firmenhomepage als Selektionshilfe
Ein betriebswirtschaftlicher Workshop behandelte die Bedeutung einer gelungenen Mitarbeiterauswahl. Der Redner empfiehlt, die eigene Firmenkultur, die Unternehmensvision und -mission, auf der Firmenhomepage prominent zu platzieren. Das funktioniere wie ein Filter gegenüber den Bewerbenden. Interessierte Kandidatinnen und Kandidaten würden so selber feststellen können, ob sie zum Unternehmen passen oder nicht.
Auf die Personaldienstleistung übertragen kann man daraus schliessen, dass auch Personaldienstleister ihre Wünsche und Anforderungen an ihre Bewerbenden auf ihrer Homepage platzieren sollten. Das könnte sie bei der Selektionsarbeit entlasten.
Die Sicht der Kunden: Qualität gefragt
Ein weiterer Workshop beleuchtete die Sicht der Einsatzbetriebe, insbesondere der HR-Verantwortlichen in Einsatzbetrieben, auf die Personaldienstleister. Die Aussagen des Referenten basieren auf Expertengesprächen, die dieser davor mit HR-Verantwortlichen aus mehreren Einsatzbetrieben geführt hatte. Fazit: Mit Qualität kann man die Einsatzbetriebe für sich gewinnen. HR-Verantwortliche in Einsatzbetrieben versprechen sich von der Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern logischerweise einen Mehrwert.
Einen solchen können die Personaldienstleister, so der Referent, erbringen, wenn sie Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen, die nicht nur die „need to have-Kriterien“ erfüllen, sondern auch „nice to have-Qualitäten“ mitbringen. Denn Interessenten, die „nur“ gerade die Basisanforderungen erfüllen, können die HR-Verantwortlichen der Einsatzbetriebe selber finden. Das heisst also, dass die Personaldienstleister allesamt Head Hunter sein sollten, die eben besonders gute Köpfe jagen. Voraussetzung dafür ist ein breites Netzwerk. Ferner ist die Nachhaltigkeit einer Vermittlung entscheidend. Die Einsatzbetriebe schätzen es gar nicht, wenn vermittelte Arbeitskräfte nach kurzer Zeit kündigen. Ein gelungener Kandidatenvorschlag erfüllt somit drei Kriterien:
- Die oder der Bewerbende erfüllt die need to have- und mindestens 90% der nice to have-Anforderungen
- Die oder der Bewerbende will im ausgeschriebenen Bereich arbeiten
- Die oder der Bewerbende ist nicht nur durchs Geld motiviert, die ausgeschriebene Stelle anzunehmen
Will der Personaldienstleister ungefragt ein Kandidatendossier unterbreiten, so sollte die vorzuschlagende Arbeitskraft ferner:
- früher bei bekannten Arbeitgeber gearbeitet haben,
- eine sehr gute Ausbildung absolviert haben,
- nicht nur beruflich, sondern auch persönlich (z.B. aus familiären Gründen) für die betroffene Arbeitsstelle motiviert sein (die Arbeitskraft könnte anderenfalls bald wieder abspringen),
- finanziell erschwinglich sein.
Der Tarif für die Personaldienstleistung spielt für den Einsatzbetrieb selbstverständlich auch eine Rolle. Die befragten Experten räumten aber auch ein, dass sie durchaus bereit seien, für Qualität mehr zu bezahlen. Vom Personaldienstleister erwarten die Einsatzbetriebe ein breites Portfolio, sei es betreffend der Branche oder der Anstellungsbedingungen (temporär und fest). Zumindest in den USA arbeiten die Einsatzbetriebe in der Regel gleichzeitig mit zwei Personaldienstleistern. Was das Pricing betrifft, empfiehlt der Referent, Jahresverträge abzuschliessen. Das gibt dem Personaldienstleister einen Grund, einmal jährlich mit seinem Kunden über die Marge zu sprechen. Der Referent rät auch ausdrücklich, für gute Leistung um eine höhere Marge zu bitten.
Denn der Einsatzbetrieb traue in der Regel nur einem teureren Personaldienstleister eine wirklich gute Leistung zu. Das heisst, die Marge ist auch relevant für den Ruf des Personaldienstleisters.
Trotzdem ist für den Gewinn natürlich nicht die Marge allein relevant. Zentral ist auch die Platzierungseffizienz. Der Gewinn hängt massgeblich von dieser ab, weil der Aufwand für erfolglose Platzierungsversuche nicht entschädigt wird. Sein Referat schloss der Redner mit dem Apell an die Personaldienstleister, die HR-Mitarbeitenden in Einsatzbetrieben mit Respekt zu behandeln. Denn diese sind genauso HR-Profis wie die Beratenden der Personaldienstleister. Für eine erfolgreiche und Früchte tragende Zusammenarbeit ist der respektvolle Umgang mit ihnen matchentscheidend.
Beachten Sie die Struktur bei einem Arbeitszeugnis, Zwischenzeugnis, Praktikumszeugnis oder Ausbildungszeugnis. Es lohnt sich.
Sie müssen ein Arbeitszeugnis Zeugnis, Arbeitszeugnis, Zwischenzeugnis, Praktikumszeugnis oder Ausbildungszeugnis schreiben. Vielleicht haben Sie aber auch eines erhalten. Oft ist das Wissen um die Chronologie und den Inhalt nicht vorhanden.
Wie muss ein Zeugnis, Arbeitszeugnis, Zwischenzeugnis, Praktikumszeugnis oder Ausbildungszeugnis strukturiert sein, damit es korrekt ist und der gängigen Arbeitspraxis und Arbeitsrecht entspricht? Es ist keine Hexerei. Nachfolgend eine kurze Anleitung wie das Grundgerüst eines solchen Dokumentes ausgestaltet sein sollte, damit es auch wirklich gut kommt. Grundsätzlich ist auch zu beachten, dass so ein Dokument immer auch eine Visitenkarte nach aussen ist. Bevor es Mitarbeitenden ausgehändigt wird, ist zu prüfen ob
- das Ausstellungsdatum stimmt
- die persönlichen Daten des Mitarbeitenden und die Anstellungsdauer richtig sind
- das Dokument rechtsgültig unterschrieben ist
- der Text grammatikalisch und inhaltlich korrekt ist
Das Erstellen von Zeugnissen, Arbeitszeugnissen, Zwischenzeugnissen, Praktikumszeugnissen oder Ausbildungszeugnissen ist eine Angelegenheit die Sorgfalt und Umsicht verlangt wie auch unbedingt ernst zu nehmen ist. Zudem kommt diesen Dokumenten auch ein gewisses arbeitsrechtliches Gewicht zu, die bei Auseinandersetzungen nicht zu unterschätzen sind.
| Modul | Inhalt |
| Überschrift | Zeugnis, Arbeitszeugnis, Zwischenzeugnis, Praktikumszeugnis oder Ausbildungszeugnis |
| Personalien, Stellung im Betrieb | Dieses Modul umfasst sämtliche notwendigen Daten zur Person des Arbeitnehmenden (Vor- und Familiennamen, Titel, Geburtsdatum, Bürgerort und Adresse, Anstellungsdauer, Arbeitsort und die zuletzt bekleidete Funktion). |
| Funktion / Pflichtenheft | Hier erscheinen die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten sowie allfällige Beförderungen während der Anstellungsdauer. |
| Fachwissen | Darstellung des mitgebrachten und während der Anstellungsdauer durch Weiterbildung erworbenen Fachwissens. |
| Qualifikationen (Leistung und Verhalten) | Dieses Modul ist zentral im Arbeitszeugnis und hat deshalb sehr ausführlich, klar und unmissverständlich abgefasst zu sein. Hier werden Leistung und Verhalten des Arbeitnehmenden umfangreich gewürdigt (Leistungsbereitschaft, Engagement, Belastbarkeit, Identifikation mit der Firma, Führungsqualität, Kreativität, Verhalten gegenüber Mitarbeitern, Vorgesetzten und Kunden, Qualität der Arbeit usw.). |
| Austrittsgrund | Der Arbeitnehmende hat an sich einen Anspruch darauf, dass der Austrittsgrund im Zeugnis erwähnt wird. |
| Schlusssatz | Hier wird dem Arbeitnehmenden für die gute Zusammenarbeit gedankt und ihm viel Erfolg für die berufliche Zukunft gewünscht. |
| Ort und Datum sowie Unterschrift | Name des Zeugnisausstellers mit PC geschrieben, Hinweis auf die Rechtsstellung des Ausstellers bei Vertretung des Arbeitgebers. |
Wir kommen uns näher. ‘Deutsche Wochenzeitung Schweiz’ bietet Orientierung für beide Seiten.
Eine neue Zeitung will ab Freitag (6. November) Deutschen bei der Orientierung in der Schweiz helfen. Die «Deutsche Wochenzeitung Schweiz» erscheint zur Startausgabe mit 10 000 Exemplaren, danach sollen es wöchentlich 25 000 sein, wie der Verleger und derzeitige Chefredakteur Ole Glausen am Donnerstag der Nachrichtenagentur ddp sagte. «Über allem steht ein Thema: Wir wollen es den Deutschen leichter machen, sich einzuleben und erklären, wie die Schweiz und die Schweizer ticken», sagte der 57-Jährige (Quelle: ddp).
Die Schweiz ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das beliebteste Auswandererland für Deutsche. 2007 zogen über 23 400 Menschen dorthin. Laut Glausen leben rund 250 000 Deutsche bei den Eidgenossen.
Die Zeitung wolle dazu beitragen, Vorurteile zu beseitigen, die auf beiden Seiten bestünden. Sie solle unterhalten und Ratgeber sein, fügte Glausen hinzu. Die Schweiz habe 26 Kantone, da gebe es jeweils ein anderes Schul- oder Steuersystem. Ausserdem sei etwa die Krankenversicherung anders organisiert als in Deutschland. «Wir wollen den Deutschen eine Hilfestellung bieten», sagte Glausen, der auch PR-Berater ist und einen dänischen und Schweizer Pass besitzt.
Auch auf Sprachschwierigkeiten und – missverständnisse werde eingegangen. Allein das Einkaufen “kann ein Hürdenlauf sein», weiss Glausen. So heissen zum Beispiel in der Schweiz Zucchini Zucchetti. Und «Poschten» hat nichts mit der Post zu tun, sondern bedeutet einkaufen.
Die Zeitung, die zum Start 20 und danach 32 Seiten hat, wird von dem in Kopenhagen ansässigen Acoma Verlag herausgegeben. Das Blatt sei «unabhängig, kritisch, geht den wirklich wichtigen Dingen auf den Grund und setzt Akzente im täglichen Leben der deutschen Wohnbevölkerung in der Schweiz», heisst es auf der Website.
Die Publikation kostet nach Angaben von Glausen 50 Franken (umgerechnet rund 33 Euro) für 50 Ausgaben. Das sei der Portopreis. «Wir leben von den Inseraten», sagte er. Die Zeitung wird nicht am Kiosk, sondern über Abonnements verkauft und etwa auch in grossen Hotels oder Krankenhäusern ausgelegt. Bisher seien mehr als 2000 Abos verkauft worden, davon über 500 an Interessenten in Deutschland. Ab Januar sollen ähnliche Zeitungen für die Benelux-Länder und in Dänemark erscheinen.