Sep 23

Das Führungsbewusstsein der jungen Generation.

Autor: HRToday

Nachwuchskräfte im Management stehen oft unter grossem Druck. Auf der einen Seite sind sie gut ausgebildet, haben viel aktuelles Fachwissen, beherrschen neueste Technologien, und sie gehen mit grossem Elan und frischen Ideen ans Werk. Auf der anderen Seite fehlt es oft an Erfahrung mit konkreten Führungssituationen und dementsprechend an Sicherheit in der neuen Rolle (ein Beitrag von: Matthew Hill, HR Today).

Der Start in eine Führungsposition beginnt mit der Reflexion und Findung der Führungsrolle, die der eigenen Persönlichkeit entspricht und nicht aufgesetzt wirkt. Es gilt, in das eigene Führungsbewusstsein hineinzuwachsen. Die Vorgaben für die heutigen Nachwuchsführungskräfte haben sich in den letzten Jahren verändert. Die Kommunikation ist schnelllebig, die Teams sind virtuell, die Shareholder ungeduldig; von der jungen Führungskraft wird erwartet, ohne grosse Einarbeitung zu wissen, wo es langgeht, selbstbewusst eigene Entscheidungen zu treffen und die Unternehmensziele zu erreichen. Denn es geht heutzutage darum, ein Transformational Leader zu sein. Kontrolle wird in diesem Führungskonzept durch Vertrauen und Macht durch Empowerment ersetzt. Das heisst, die Mitarbeiter sollen sich ihren Kompetenzen entsprechend entwickeln können.

Neue Führungskompetenzen sind gefragt

Für Führungskräfte und Mitarbeiter, die noch den herkömmlichen Führungsstil gewohnt sind, der auf Kontrolle und Macht aufgebaut ist, ist es schwierig, einfach loszulassen. Die Mitarbeiter müssen heutzutage motiviert werden, Neues auszuprobieren, Risiken einzugehen und auch Fehler zu machen.

Führungskräfte von morgen beweisen Mut, indem sie langfristig in das Wachstum und die Entwicklung ihrer Mitarbeiter investieren, anstatt an der eigenen Machtposition festzuhalten.

Wenn junge Führungskräfte zögern, klare Entscheidungen zu treffen und ihre Macht zu delegieren, riskieren sie, von den erfahrenen Kollegen und Vorgesetzten ausgenutzt zu werden. Damit verlieren sie schnell die Ziele aus den Augen, gehen im Tagesgeschäft unter und managen letztlich eher, anstatt zu führen. Die Konsequenzen sind Stress und Überarbeitung, und sie verlieren den Respekt ihrer Kollegen und Vorgesetzten.

Durch den neuen Führungsstil wird das Team kompetenter

Daher ist es als junge und neue Führungskraft wichtig, eine Vision aufzuzeigen, zu erklären und zu leben und dabei gleichzeitig die Verantwortung und die Kontrolle zu behalten. Was danach kommt, ist der spannende Teil am «Führen»: Ihr Team wird immer kompetenter und selbstbewusster, möchte experimentieren und am Entwicklungsprozess teilhaben. Und dies ist der Scheideweg zwischen altem und neuem Führungsbewusstsein: Die alte Schule sieht in der Führungskraft den «Fabrikleiter», während Leader der neuen Schule die «Macht» an die Mitarbeiter übergeben. Die Kosten dieses neuen Führungsstils sind kurzfristig gesehen hoch. Reibungsverluste werden nicht ausbleiben. Erfahrene Mitarbeiter werden sich gegen die jungen stellen, sie testen und selbst High Potentials werden Fehler machen und verunsichert sein. Doch zukünftige grosse Führungskräfte starten durch und geben sich und dem Team eine zweite Chance. Sie setzen ihre Gedulds- und Toleranzschwelle sehr hoch, ermutigen die Teammitglieder, indem sie diese aktiv in den Lösungsprozess miteinbeziehen und die Rückschläge als Lernprozess definieren. So schaffen sie langfristig Vertrauen und Commitment.

Das Führungsbewusstsein der jungen Generation., 8.6 out of 10 based on 7 ratings

VN:F [1.9.21_1169]
Rating: 8.6/10 (7 votes cast)
Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.