Sep 10

Der elektronische Bewerbungssalat wird oft mit dem falschen Dressing angemacht.

Autor: PersonalRadar

Der Lebenslauf ist erstellt. Die einzelnen Arbeitszeugnisse und Qualifikationsnachweise sind fein säuberlich vom Scanner erfasst worden und elektronisch abgelegt. Ihre Bewerbung ist fixfertig. Endlich angerichtet.

Schön und gut. Die Stellenangebote in der Zeitung interessieren sie nicht, da sie die meisten sowieso in den jeweiligen Jobportalen finden. Denn das Versenden von Bewerbungen auf dem Postweg ist irgendwie altmodisch geworden. Das Suchen nach der Briefmarke und dem passenden Umschlag hat ein Ende gefunden. Sie können ihre Bewerbung nun elektronisch senden und das auch während der allgemeinen Schlafenszeit. Die Freiheit ist total. Keine Warteschlangen mehr von mürrisch dreinblickenden Menschen, die noch von mürrischeren Postbeamten abgefertigt werden.

Sie sitzen nun gemütlich zuhause vor ihrem Computer, finden das richtige Angebot und bewerben sich, indem sie flugs ihre Daten übermitteln. Und hier fängt meistens das Unheil an. Personalabteilungen, Rekruter, Personalberater/-innen und -vermittler können ein Lied davon singen.

Die gut aufbereiteten Bewerbungen kommen aus einem Guss im bekannten PDF-Format (Acrobat Reader). Man öffnet das File, scrollt die einzelnen Dokumente durch und hat in der Regel in Minuten sofort eine klare Übersicht.

Die meisten senden ihre Bewerbungen jedoch in einzelnen Dokumenten und das oft noch mit verschiedenen Anwendungen.

  • Der Lebenslauf kommt als Word-Dokument daher,
  • die einzelnen Erklärungen zu den verschiedenen Anstellungen in einer Excel-Tabelle und
  • die Arbeitszeugnisse wie auch Qualifikationsnachweise sind einzeln erfasst und erst noch mit einer unbekannten Software ‚gescannt‘ worden, die in der kaufmännischen Welt nicht besonders stark vertreten ist.

Im ungünstigsten Fall kann man die die elektronischen Anhänge einfach nicht öffnen.

Solch stümperhaft aufbereitete elektronische Bewerbungen hinterlassen meist gemischte Gefühle. Insbesondere dann, wenn von den Bewerbenden erwartet wird, dass man mit den modernen IT Anwendungen auch zeitgemäss umgehen kann.

In früheren Zeiten wäre es niemandem in den Sinn gekommen, seine auf dem Postweg versendete Bewerbung, in verschiedene Umschläge zu stecken, diese unterschiedlich zu frankieren und mit korrekten und nachlässigen Postanschriften zu ergänzen. Warum macht man es dann elektronisch?

Elektronische Bewerbungen, die tadellos daherkommen sind meistens im Vorteil. Sie werden schnell richtig eingeschätzt und verärgern die Empfänger nicht. Wenn Sie auffallen möchten, dann bitte mit einer korrekten Bewerbung.

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