Dez 16

Wer Veränderungen nicht mag, wird sein Versagen hassen.

Autor: swissstaffing

Viele Jahre lang bestand Führung aus der Kunst, die klassischen Produktionsfaktoren effizient und effektiv für die Zielerreichung einzusetzen. Spätestens in diesem Jahrhundert ist mit der Informationstechnologie ein neuer Produktionsfaktor dazugekommen. Das lässt auch die Personaldienstleistungsbranche nicht kalt: Sie wird heute massgeblich getrieben von der technologischen Entwicklung. Geschäftsführer müssen aufpassen, dass sie den Zug nicht verpassen (ein Beitrag von: Georg Staub, swissstaffing).

Quelle: swissstaffing

Führung ist ein dynamischer Prozess: Wer führt, muss mindestens zehn Jahre vorausschauen. Führung erfordert Bereitschaft und Freude, auch Alternativen zu erkennen und mit ihnen zu arbeiten. Und nicht zuletzt verlangt Führung den Mut, sich zu entscheiden, sowie die Kraft, den Entscheid auch umzusetzen. Führung ist immer auch Improvisation. Nur wer die Grundlagen beherrscht – auch die der Informationstechnologie –, kann erfolgreich die Regeln brechen und improvisieren. So entsteht unternehmerische Genialität. Der Horizont in der Personaldienstleistungsbranche wird heute massgeblich getrieben von der technologischen Entwicklung. Schauen wir zurück und nach vorne:

  • Web 1.0. verbindet Organisationen
  • Web 2.0. verbindet Menschen
  • Web 3.0. verbindet Geräte
  • Web 4.0. verbindet Wissenssysteme
  • Web 5.0 verbindet Technologie und Menschlichkeit

Für Letzteres steht das neue «Tech»-Wort Humalogie. Es wird folgendermassen definiert: «Die bestmögliche Vereinigung von Technologie und Menschlichkeit zur Erzielung von bis heute nicht erreichten Ebenen der Produktivität und Leistung. »

Für Näheres zum neuen «Buzzword» lesen Sie den Artikel von Scott Klososky auf www.technologystory.com. Die Entwicklung läuft rasant. Über die Adaptionsfähigkeit und die Bereitschaft zum Einbezug technologischer Entwicklungen werden Unternehmensschicksale entschieden, wie die folgenden zwei Beispiele zeigen:

Quelle: swissstaffing

2006 lagen die drei Branchenriesen im amerikanischen Buchhandel gleich auf. Amazon, Borders und Barnes & Noble.Am 19. November 2007 erschien das digitale Buch Kindle. Eine Technologie-Weiche. Amazon startet durch, Barnes & Noble stagniert und Borders ist 2011 konkursit. 2007 waren die Musikriesen HMV, Sony und iTunes noch ähnlich profitabel. 2007 erscheint das iPhone, 2010 das iPad. Am 15. Januar 2013 hat HMV nach 91 Geschäftsjahren Konkurs gemacht, Sony war tiefrot, iTunes und der Newcomer von 2007 im Musikgeschäft, Pandora, äusserst erfolgreich.

Wir sprechen von digitalem Darwinismus, wenn die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung schneller ist als die Fähigkeit der Menschen, sich neuen Methoden und Werkzeugen anzupassen. Nur Fitte überleben.

Die Welt der Daten

In Unternehmen stehen uns heute Unmengen von Daten zur Verfügung. Das World Wide Web ist zum unerschöpflichen Fundus geworden. Wo es nicht ausreicht, sammeln Individuen, Unternehmen und Staaten ungeniert in vermeintlich geschützten Bereichen weiter. Diese Daten stellen das Hintergrundrauschen des Wissens dar. An einer ersten Entwicklungsweiche belasten sie uns erst einmal durch die Notwendigkeit, unsere Infrastruktur für die Erfassung bereitzustellen. Aber selbst wenn wir das schaffen, haben die jetzt eigenen Unternehmensdaten in nicht verarbeiteter Form wenig Nutzen. Es geht deshalb darum, sie nach uns nützlichen Kriterien zu sichten und auszuwerten. Wir sprechen dann von einer zweiten Ebene von Unternehmensdaten. Diese gibt uns Auskunft über Historien, statistische Verläufe und Vergleiche und erlaubt uns Prognosen. Auf einer weiteren, dritten Verarbeitungsebene ergeben sich dann Möglichkeiten der aktiven Alarmierung, von Handlungsanweisungen und der Aktionssteuerung eines Führungscockpits. Auf einer noch höheren Ebene erlaubt uns die Datenzusammenführung Unternehmenssimulationen, Konkurrenzanalysen, Führungsvorschläge und Anweisungen für die strategische Unternehmensbegleitung. Die letzte, oberste Stufe vereinigt Technologie und Biologie und erlaubt die technologische Beeinflussung von Vitalprozessen und Denkmustern.

Quelle: swissstaffing

Die Qualität des Prozesses der Datennutzbarmachung für das Produkt der Personaldienstleister sowie das erfolgreiche Zusammenführen von arbeitsleistenden und arbeitsnutzenden Menschen und Systemen wird in den nächsten fünf Jahren erfolgsrelevant sein.

Die Rolle der CEOs

Die Todeszellen der Unternehmungen hüten CEOs, die behaupten, technologische Weichen entstünden immer dort, wo die Masse der zur Verfügung stehenden Daten nicht in eine Produktionssteigerung, sondern in eine zunehmende Lähmung der Administration führe.

Wer hinnimmt, dass sein Unternehmen technologisch verhungert, begeht als CEO Hochverrat.

Georg Staub, Direktor von swissstaffing.ch und Autor dieses Beitrages

Fitte Chefs führen mit der richtigen Balance zwischen Mensch und Technik; sie sind humalogische Führungspersönlichkeiten. In der Führung ist die Leistung an der Kunden- und Kandidatenfront entscheidend. Das ist Marketing. Marketing ist digital, Marketing ist messbar und Marketing ist persönlich. Kunden und Kandidatendaten, die im Unternehmen fliessen, sind der Blutkreislauf des Unternehmensorganismus. Um als Personaldienstleister für Technologieweichen bereit zu sein, müssen sie die richtige humalogische Balance finden. Sie müssen sich unabhängig von ihrem «kognitiven Rucksack» der technologisch gewordenen Umwelt und der immerwährenden elektronischen Präsenz ihrer Kandidaten und Kunden stellen und anpassen. Wir müssen lernen. Um von Hier und Heute nach Dort und Morgen zu kommen. Investieren Sie in Ihr persönliches Lernen. Ihre Entschuldigungen wie

  • Ich habe keine Zeit
  • Ich kann das outsourcen
  • Ich bin zu alt
  • Das ist zu kompliziert

Quelle: swissstaffing

werden nicht akzeptiert. Wer als Personaldienstleister hinnimmt, dass sein Unternehmen technologisch verhungert, begeht als Unternehmer Selbstmord und als CEO Hochverrat an der eigenen Firma! Willkommen im Club der weisen, toten Affen.

In vielen Unternehmungen der Personaldienstleistungsbranche stehen Generationenwechsel an. Die Frage stellt sich, was Sie Ihrem Nachfolger überlassen wollen, Ihrem Käufer anbieten können. Ein Unternehmen, das mit jeder Faser und jedem Mitarbeiter fit ist für die technologischen Herausforderungen, oder ein Unternehmen, das Sie auf Ihrem Weg in den Ruhestand zum Todeskandidaten gemacht haben? Packen Sie die Herausforderungen an und werden Sie zu einem «iTunes» oder einem «Amazon» der Personaldienstleistungsbranche. Suchen Sie vorbildliche Beispiele aus der Personaldienstleistung?

Zum Denken «in der Box» steht Ihnen noch eine ganze Ewigkeit zur Verfügung!

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