Okt 3

Fünf Besonderheiten heutiger Talente.

Autor: www.serendi.com

So wie die Geschäftswelt hat sich das Talent in den letzten Jahren auch entwickelt. Folgendes sind fünf Besonderheiten heutiger Talente:

1. Das Talent ist frei und wechselt mehrmals während der Karriere den Arbeitgeber.

In der Regel blieben die Angestellten in den 50er und 60er Jahren ein Arbeitsleben lang bei der gleichen Firma und teilten die Werten und die Vision dieser Firma. In den 70er und 80er Jahren waren viele ehrgeizige „Ladder Climber“, die nicht zögerten die Firma nach durchschnittlich 8 bis 10 Jahren zu verlassen, wenn sie die angestrebte Position nicht erreicht hatten. 2012 sind es meistens Individualisten. Sie sind frei und ohne die Werte und Visionen des Arbeitgebers zu teilen. Sie bleiben durchschnittlich 4.5 Jahren bei einer Firma, was dann circa 11 Arbeitgeber während der Karriere ausmacht.*

2. Das Talent lernt ständig.

Das Talent kann sich nicht mehr nur auf sein Universität Wissen verlassen, da dieses schnell überholt ist. Laut einem Bericht von Deloitte* hat das Wissen der Universität eine „Ablaufdauer“ von 5 Jahren. Das gilt besonders für Bereiche wie z.B. die Technologie, die Medizin, die Telekommunikation… Daher unterliegt das Talent einem ständigen Lernen, um auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Talent muss seine Kenntnisse ständig vertiefen und erweitern, auch wenn es sich um Kenntnisse eines komplementären Berufs handelt, z.B. ein Graphik-Designer kann innerhalb von 2 Jahren ein HTML-Entwickler werden.

3. Das Talent ist weltweit mobile.

Dank zahlreicher internationaler, zwischenstaatlichen Abkommen und gegenseitig anerkannten Qualifikationen ist es einfach auszuwandern. Das Talent erzielt dadurch mehrere Vorteile: höheres Gehalt, bessere Nebenleistungen, vereinfachte administrative Vorgehensweisen (Visum, Wohnung…). Diese Leistungen werden oft vom neuen Unternehmen unterstützend angeboten. Zudem wertet Auslandserfahrung den Lebenslauf auf.

4. Das Talent hat gegenüber dem Arbeitgeber die Verhandlungsmacht.

Wegen dem Talentmangel, der schon für bestimmte Profile wie Ingenieure und Informatiker gespürt wird, ist das Talent in der Ausgangslage höhere Forderungen bei seinen Arbeitgeber zu stellen. Durch das Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot solcher Positionen im Markt , kann das Talent ein hohes Gehalt und umfangreiche Nebenleistungen durchsetzen. Laut den Statistiken von Deloitte* sind seit den letzten 50 Jahren die Gewinne der U.S Firmen gefallen und gleichzeitig die Nebenleistungen und Gehälter der qualifizierten Führungskräfte gestiegen.

5. Das Talent altert.

Caroline Mancioppi, Autorin dieses Beitrages

Caroline Mancioppi, Autorin dieses Beitrages

Viele Studien sind sich über die Auswirkungen der Bevölkerungsalterung in den westlichen Ländern einig. Laut Deloitte, werden 2018 in den USA 40 Millionen Arbeiternehmer 55 oder älter sein. Diese Zahl steigt alle 10 Jahre um 5.8%. Für die junge Arbeitskraft bedeutet dies, dass angesichts des „Ablaufs“ ihrer akademischen Hintergrund und der Schwierigkeit diesen Wissen „zu verkaufen“ um in ihrem Bereich zu arbeiten, sie fallen zurück. Unter diesen Bedingungen, setzen sich die erfahrensten Talente gegenüber den jungen Talenten durch.

*Deloitte White Paper: Brawn from brains – Talent, policy and the future of American competitiveness.

Mehr Informationen unter: www.serendi.com

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