Aug 28

Das Spital ist tot. Es lebe das Spital. Eine kurze Geschichte…

Autor: PersonalRadar

Es ist unheimlich still. Nachts in einem Spital irgendwo in der Schweiz im Jahr 2022. Viele schlafen. Einige sind wach. Sie rufen nach dem Pflegepersonal. Niemand kommt. Es gibt keines mehr.

Viele lächeln müde und denken: ´So ein Blödsinn. Wir leben in der Gegenwart und alles läuft perfekt. Keine Anzeichen von Pflegenotstand.´ Die Wirklichkeit sieht jedoch weitaus düsterer aus, als manche zu denken vermögen. Die Lücken konnten bis anhin mit Pflegepersonal aus anderen EU-Staaten geschlossen werden. Insbesondere das Pflegepersonal aus den osteuropäischen Staaten schätzt die beruflichen Möglichkeiten in der Schweiz und das weitaus bessere Einkommen als in der Heimat.

Die Volkswirtschaften jener Staaten, die uns bis anhin im Pflegebereich unter die Arme griffen, entwickeln sich wirtschaftlich rasant. Auch deren demografischen Strukturen führen zu einem höheren Bedarf an gut ausgebildetes Pflegepersonal. Die bulgarischen oder rumänischen Krankenschwestern werden dann Arbeitsbedingungen vorfinden, die sie nicht mehr dazu bewegen ihr Brot in der Fremde verdienen zu müssen. Die guten Kräfte aus anderen Ländern werden ausbleiben und in ihren jeweiligen Heimatländern Arbeit in Hülle und Fülle vorfinden.

Was läuft schief? Viele junge Menschen begeistern sich für die Pflegeberufe, lassen sich teuer ausbilden und verlassen früh wieder die Gesundheitsbranche. Total frustriert. Pflegefachfrauen und Ärztinnen werden Mütter, suchen verzweifelt eine Kinderkrippe, die mit den ungewöhnlichen Arbeitszeiten der Spitäler standhalten können und suchen verzweifelt weiter. Es gibt sie nicht. Sie sind zu teuer.

Da reibt man sich nur noch ungläubig die Augen. Was ist teurer? Die Einrichtung einer Kinderkrippe, die es hoch qualifiziertem Pflegepersonal möglich macht den Beruf weiter ausführen zu können oder die extrem kostspielige Ausbildung von Pflegepersonal, dass dann die sinnstiftende Arbeit nicht findet und stiften geht?

Es wird Zeit, dass sich unsere Gesellschaft endlich Gedanken über das Pflegepersonal macht und wie wir ihm Arbeitsbedingungen bieten können, die es möglich machen den Beruf zu lieben. Die Hoffnung durch Hightech-Pflegeroboter genau so professionell den Weg zurück in den Alltag zu finden ist noch viel lächerlicher. Ach so – in dieser Nacht im Jahr 2022 kam das Pflegepersonal sofort aus dem Aufenthaltsraum. Es war einfach in der wohlverdienten Kaffeepause, um sich danach die Nacht, zusammen mit den Patienten, besser um die Ohren schlagen zu können. Im ersten Morgengrauen konnten die Mütter ihre Kinder in der Spitalkinderkrippe abholen. Sie waren zufrieden. Ein Superjob im Spital. Warum wechseln? Wenn doch – dann bieten sich Ihnen mit dieser LINK neue Perspektiven.

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