Nov 1

Der chronische Zeitmangel für die Pflege von alten Menschen ist schlecht. Auch für die Pflegenden. Der Job ist hart.

Autor: PersonalRadar

Kürzlich hat das Institut für Pflegewissenschaft in Basel eine Studie unter dem etwas üppigen und holprigen Titel ‚Swiss Nursing Homes Human Resources Project‘, kurz ‚SHURP‘, publiziert. Der Inhalt entbehrt nicht einer gewissen Brisanz.

Müssen alle ausbrennen?

Die Pflegeberufe in den Altersheimen sind stark unter Zeitdruck. Dieser Sachverhalt ist nicht neu. Es bleibt immer weniger Zeit für die Betagte. Auch die Angehörigen stellen das vermehrt fest. Die Pflegenden erstaunt nichts mehr. Sie sind in der Mühle und versuchen so gut wie möglich ihren Job zu machen.

Die Untersuchung kommt zum Ergebnis, dass weit über 80% der Pflegenden, aufgrund der sinnstiftenden Tätigkeit mit ihrem Job trotz allem mehr oder weniger zufrieden sind, obwohl über 70% an Rücken- und Kreuzschmerzen leiden. Weit über 90% der Pflegenden sind davon überzeugt, dass die Pflegequalität doch noch gut sei. Zum Glück.

Der Bericht ist hoch spannend und gibt einen guten Einblick in den Pflegealltag. Interessant ist eine Feststellung. Der Personalmangel wird sich noch verschärfen. Rund ein Drittel aller Pflegenden ist über 50 Jahre alt. Das gute und erfahrene Pflegefachpersonal altert still und leise der Pensionierung zu und es kommt nicht viel nach. Der Stress wird für alle Beteiligten zunehmen.

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