Jul 10

Die kritische Distanz der Personaldienstleistern zum Assessment ist oft zu intim.

Autor: PersonalRadar

Viele Personaldienstleister rekrutieren Bewerbende und bieten sozusagen als ‚All-in-1-Lösung’ zugleich auch arbeitspsychologische Verfahren an.

Die kritische Distanz wird aber bei aller Professionalität, oft auch aufgrund von wirtschaftlichen Überlegungen, nachlässig eingetrübt und verwässert.

  • Ist die Objektivität des Assessments wirklich gewährleistet, wenn die gleichen Personaldienstleister auch schon viel Arbeits- und Kontaktzeit mit diesen Bewerbenden verbracht haben?
  • Was passiert, wenn die wichtige Annäherung einer nachprüfbaren objektiven Kongruenz des Assessmentberichtes mit der Einschätzung des Rekruters nicht zutrifft, auch wenn diese im besten Fall ‚unabhängig’ von zwei verschiedenen, psychologisch geschulten Fachpersonen erstellt wurde?
  • Haben Auftraggeber denn wirklich die Garantie, dass bei schwierigen Rekrutierungsprozessen, die vielleicht wegen mangelnder Zeit und ausgeschöpften Budgets zusätzlich unter Druck geraten, das inhaltliche Ergebnis nicht optimiert wird, um die Position möglichst besetzen zu können?

Nur eine externe, fachpsychologisch geschulte ‚Second Opinion’ gewährleistet methodische Neutralität und eine wertfreie, unabhängige Beurteilung, die sich ausschliesslich auf den Bewerbenden konzentriert und wirtschaftliche Interessen aussen vor lässt. Personalberatungen, die auch noch eigene Assessmentdienstleistungen anbieten sind nie wertfrei. Die klare Trennung von eignungsdiagnostischen Dienstleistungen und Hilfsmitteln vom eigentlichen Suchauftrag gewährleistet die Garantie, dass vermehrt die Objektivität Oberhand gewinnt.

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Comments

One thought on “Die kritische Distanz der Personaldienstleistern zum Assessment ist oft zu intim.”

  • Ludwig Mäder sagt:

    Bringt die Sache auf den Punkt. Oft ist es doch so, dass Assessments von Executive Search Unternehmen angeboten weren. Ob da die kritische Distanz wirklich gegeben ist, glaube ich kaum. Am besten ist, wenn Auftraggeber das einfach trennen. Teurer kommt es bestimmt nicht. Aber es gibt mehr Sicherheit bei der Beurteilung der Profile. Gute Artikel


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