Feb 21

Die Top 10 Best Practices für ein effizientes Mitarbeiter-Empfehlungsprogramm.

Autor: www.serendi.com

Eine grosse Zahl von Unternehmen hat mittlerweile ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm im Unternehmen implementiert, um die Zahl qualifizierter Kandidaten zu vergrössern und gleichzeitig die Zeit und Kosten für die Talentgewinnung zu reduzieren.

Durch solche Empfehlungsprogramme können Mitarbeiter offene Positionen des Arbeitgebers in ihren eigenen Bekannten- und Freundeskreisen bekannt machen. Sollte der empfohlene Kandidat eingestellt werden, erhält der Mitarbeiter dafür eine Vergütung oder einen Preis. Nachfolgend verweisen wir auf die Top 10 Best Practices für ein effizientes Mitarbeiterempfehlungsprogramm.

1. Priorisieren Sie die Talentgewinnung weit oben

Die wirkungsvollsten Mitarbeiterempfehlungsprogramme beziehen nicht unbedingt alle Arten von Jobs ein. In der Regel beinhalten diese schwer zu besetzende Positionen, sogenannte „hard-to-fill-Positionen“. Verschwenden Sie nicht die Zeit ihrer Mitarbeiter für solche Kandidaten, die Sie auch im Wege des normalen Rekrutierungsprozesses erreichen können.

2. Bestimmen Sie ein Team für das Programm

Sieht Ihr Mitarbeiter-Empfehlungsprogramm so aus…

Üblicherweise bestimmen grosse Unternehmen ein ganzes Team für Mitarbeiterempfehlungen. Dieses Team steuert die Kommunikation mit dem Mitarbeiter hinsichtlich des Programms, der Preise & Vergütungen und zu besetzender Positionen. Ausgewählte Recruiter prüfen exklusiv die aufgrund von Empfehlungen eingegangenen Bewerbungen. Dieses Team gibt auch Auskunft zu Fragen von Mitarbeitern im Bezug auf das jeweilige Programm.

3. Verknüpfen Sie Ihr Social Media Engagement mit dem Mitarbeiterempfehlungsprogramm

Mit der starken Verbreitung sozialer und beruflicher Netzwerke sollen auch eigene Mitarbeiter in der Lage sein, über ihr privat, geschaltetes Profil (z.B. Facebook, Xing, LinkedIn) offene Positionen zu bewerben. Nichtsdestotrotz muss dabei natürlich auf die Wahrung des Bildes im Bezug auf die Arbeitgebermarke geachtet werden.

4. Beherrschen Sie die Arbeitgebermarke

Wie oben erwähnt, werden im Wege von Mitarbeiterempfehlungsprogrammen auch informelle Gespräche über das Unternehmen geführt. Die Mitarbeiter sind diejenigen, die für ein positives Arbeitgeberbild nach aussen werben. Anhand von Bildern, Videos und Mitarbeiteraussagen auf der Karriere-Webseite beherrschen Sie die Botschaften, welche die empfohlenen Kandidaten erreichen. In der Regel soll der empfehlende Mitarbeiter nur den Link zur Karriere-Webseite an seinen Kontakt weiterleiten; damit ist der grösste Teil der „Promotion“- Arbeit schon erledigt. Allerdings ist es ratsam, jedem seiner Mitarbeiter die Alleinstellungsmerkmale für seine besondere Arbeitgeberattraktivität, mit an die Hand zu geben.

5. Geben Sie dem Programm einen kräftigen Slogan

Vergessen Sie nicht, Ihr Mitarbeiterempfehlungsprogramm auf allen Werbeträgern (Broschüre, Flyers, Webseiten) mit einem aussagekräftigen Slogan zu versehen. Damit wird das Interesse der Mitarbeiter fürs das Programm gesteigert.

6. Nennen Sie ihre empfohlenen „Ziel-Unternehmen“

Teilen Sie Ihren empfehlenden Mitarbeitern mit, in welchen Unternehmen oder Geschäftsbereichen empfohlene Top-Talente tätig sein könnten.

7. Vergessen Sie nicht jederzeit zu kommunizieren

…oder vielleicht doch so? Wie attraktiver das Paket ist, desto mehr wird es auf Interesse stossen.

Für die Lebensfähigkeit des Programms ist es wesentlich, oft zu kommunizieren, und zwar während und nach der Implementierungsphase. Während der Implementierungsphase sollte das Mitarbeiterempfehlungsprogramm in den verschiedensten Kommunikationsmedien und Werbeträgern erwähnt werden (z.B. Emails, Broschüren, Plakate, Flyers, TV Werbungen auf dem Firmensender). Auf die Existenz eines Mitarbeiterempfehlungsprogramms sollte bei der Einstellung neuer Mitarbeiter schon zu Beginn der Onboarding-Phase hingewiesen werden. Sobald Sie eine Empfehlung erhalten, schicken Sie eine kurze Eingangsbestätigung an Ihnen empfohlenen Kandidaten sowie die empfehlenden Mitarbeiter. Da Bewerbungen aufgrund von Empfehlungen noch nicht so verbreitet sind, muss der Bewerber natürlich wissen, ob seine Bewerbung überhaupt „angekommen“ ist.  Zusätzlich zu der Eingangsbestätigung senden Sie eine persönliche Dankes-Mitteilung an den Mitarbeiter, der eine Empfehlung ausgesprochen hat. Dies kann eine stark positive Wirkung erzielen. Selbst, wenn der empfohlene Kandidat nicht erfolgreich war, wird der empfehlende Mitarbeiter weiter in dem Bewusstsein, dass sein Unternehmen ihm sein Empfehlungsdienst dankt, an dem Programm teilnehmen. Wenn Sie über erfolgreiche Empfehlungen regelmässig kommunizieren, verstärkt sich das Interesse für das Programm und die Teilnahme weiterer Mitarbeiter daran.

8. Identifizieren Sie Mitarbeiter mit den besten Empfehlungen

In der Regel werden die besten empfehlenden Mitarbeiter im Rahmen von effizient ausgerichteten Mitarbeiterempfehlungsprogrammen identifiziert. Empfehlungen von diesen Mitarbeitern sollen mit Priorität geprüft werden, um im Recruitingprozess Zeit zu gewinnen.

9. Variieren Sie die Belohnung

Caroline Mancioppi, Autorin dieses Beitrages

Wenn die Belohnung nie geändert wird, sinkt das Interesse der Mitarbeiter mit der Zeit. Erhalten Sie sich genügend Spielraum für eine regelmässige Variation Ihrer Anerkennungen für Mitarbeiter, um so das Interesse der Mitarbeiter aufrechtzuerhalten. Tatsächlich sinkt das Interesse der Mitarbeiter mit der Zeit, besonderes wenn es keine Neuerungen bezüglich der Belohnungen oder offenen Stellen gibt.

10. Steuern Sie die Programm-Performance

Es ist wichtig, die Ergebnisse des Programms nachzuhalten. Anhand von Kennzahlen kann der Anteil der im Wege von Empfehlungen eingestellter Mitarbeiter (für eine gewisse Zeitspanne) sowie deren Entwicklung gemessen werden. So kann auch die Zufriedenheit der empfohlenen Mitarbeiter sowie ihrer direkten Vorgesetzten bewertet und letztlich auch die Bindung dieser Mitarbeiter an das Unternehmen aufgezeichnet werden.

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