Aug 18

Personalberatungen wälzen Webkosten auf Kunden ab. Suchen Sie einfach einen neuen Anbieter!

Autor: PersonalRadar

Sie möchten eine anspruchsvolle Position neu besetzen. Das Fachwissen ist vorhanden. Es fehlt aber an Zeit und Geduld. Gerne möchten Sie den Auftrag einer Personalberatung anvertrauen, die über genügend Erfahrung, Reputation und Ressourcen verfügt. So weit so gut. Das ist Routine.

Selbstverständlich möchten Sie noch gerne wissen was es kostet. Im besten Fall kennen Sie schon die Konditionen oder sie werden Ihnen mitgeteilt – manchmal im Flüsterton. So weit so gut. Das ist auch Routine. Selbstverständlich möchte der Personalberater ein Mandat verkaufen und das mit teuren Inseraten in den Printmedien krönen, um seine eigene Firmenpräsenz zu sichern und den Chef zu beeindrucken. Sie lehnen ab, da sie die Kosten fürchten, die Wirkung bezweifeln und frei sein möchten. So weit so gut. Das ist Routine.

Der Personalberater ist schon ein wenig ungehalten. Er schaut indigniert auf die Uhr. Time is money! Die nächsten Kunden warten. Er scharrt leise mit den Schuhen, nestelt am Hosenbund und schaut etwas genervt in die Welt. Sie sind der Kunde und möchten aber klare Verhältnisse. Die Position sollte im Netz aufgeschaltet werden. Jede Personalberatung, die etwas auf sich hat, betreibt einen eigenen Webauftritt und arbeitet eng mit Stellenportalen zusammen, die zum jeweiligen Geschäftsmodell der Personalberatung passen.

Auf einmal wird ihr Berater hellhörig. Da lässt sich doch noch gutes Geld verdienen, wenn es im schlimmsten Fall mit der Vermittlung nicht klappt. Der Arbeitsaufwand sollte doch gewinnbringend oder wenigstens kostendeckend abgebucht werden können. Also werden sie mit satten Insertionskosten der elektronischen Medien konfrontiert. Sie schlucken. So weit ist es nicht mehr gut. Das ist keine Routine mehr.

Die gegenwärtige und wachsende Tendenz ist offensichtlich. Personalberatungen möchten vermehrt ihre Internetkosten auf die Kunden abwälzen und bieten ihre elektronischen Postings zu exorbitanten Preisen an, die den Printmedien bald Konkurrenz machen. Das scheint sich als kleine geschäftliche Selbstverständlichkeit zu entwickeln.

Ist das wirklich nötig? Überhaupt nicht. Denn die meisten Kunden wissen nicht, wie das SEO-Marketing dieser Webpage ist, sie kennen vielleicht nicht einmal das Ranking oder die konkreten Besuchszahlen, die darauf schliessen lassen, dass eine bestimmte Internetseite der Personalberatung bei den Stellensuchenden beliebt zu sein scheint. Im besten Fall wird viel bezahlt und es kommt wenig bis gar nichts raus. Elektronische Postings zugunsten der Kunden von Personalberatungen sollten kostenfrei sein. Punkt. Es ist Teil der Arbeitsleistung und runden das gesamte Dienstleistungspaket ab. Punkt. Das sollte Routine werden.

Falls ihr Personalberater immer nervöser wird, laden sie einen anderen ein, der ihre Wünsche als Selbstverständlichkeit versteht und sich über den Auftrag freut.

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