Feb 9

swissstaffings Position zur Personenfreizügigkeit

Autor: swissstaffing

Die aktuell wieder auflebende Diskussion um die Personenfreizügigkeit verfolgt swissstaffing mit Besorgnis. Denn die Schweizer Personalverleiher nutzen dieses Instrument regelmässig (Quelle: swissstaffing).

Ihr Anteil an der Beschäftigung von Grenzgängern, Kurzaufenthaltern und Meldepflichtigen ist beträchtlich. Wie dies auch Bundesrätin Doris Leuthard bestätigt hat, haben die Personaldienstleister mit der Vermittlung von ausländischen Arbeitskräften wesentlich dazu beigetragen, dass die Schweizer Wirtschaft von der Personenfreizügigkeit profitieren und wachsen konnte und sich der Fachkräftemangel in der Schweiz entschärft hat.

Nebst zahlreichen anderen Studien belegt auch eine Studie von swissstaffing, dass ausländische Arbeitskräfte vor allem dann herbeigezogen werden, wenn ein Arbeitskräftemangel herrscht. Sie ersetzen nicht Schweizer Arbeitskräfte.

Der Fachkräftemangel ist in gewissen Branchen – auch in der jetzigen Wirtschaftslage – akut.

Dies bekommen gerade auch die Personaldienstleister, die sich am Puls des Arbeitsmarktes befinden, stark zu spüren. Mit der bekannten demographischen Entwicklung und der Schrumpfung der (Schweizer) Erwerbsbevölkerung wird sich das Problem weiter verschärfen. Die Schweizer Arbeitgeber und damit auch die Personaldienstleister sind deshalb dringend auf eine breite Rekrutierungsbasis angewiesen, die sich eben auch aufs Ausland erstreckt. Dabei gilt das Augenmerk insbesondere gut qualifiziertem Personal. swissstaffing ist deshalb der Auffassung, dass die Personenfreizügigkeit ein ideales Instrument darstellt, um an dieses Arbeitskräftepotenzial zu gelangen. Dabei ist allerdings nicht zu vergessen, dass auch andere europäische Länder mit einem Fachkräftemangel und einer demographischen Alterung zu kämpfen haben.

In Zukunft dürfte es deshalb umso schwieriger werden, gute Arbeitskräfte in die Schweiz zu locken. Von einer Überschwemmung durch ausländische Arbeitskräfte kann daher nicht die Rede sein. Gleichzeitig soll nicht verschwiegen werden, dass es im Segment der niedrig Qualifizierten gewisse Probleme gibt. Das zeigt auch die über die Jahre angestiegene Sockelarbeitslosigkeit. Aus Sicht von swissstaffing ist dies aber nicht Ausfluss einer misslungenen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, sondern in erster Linie eine von der Asyl- und Bildungspolitik zu lösende Frage.

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