Nov 30

Wären alle gesund und jung, würde der Jobmotor stottern.

Autor: PersonalRadar

Alte, kranke und pflegebedürftige Menschen belasten die Volkswirtschaft und die Sozialwerke. Diese stereotype Denkweise hält sich hartnäckig in unseren Köpfen wie eine verschleppte Infektion. Die Realität ist anders. Alte, kranke und pflegebedürftige Menschen sind Stimuli für die gesamte Wirtschaft.

Alte und kranke Menschen sind eine Tatsache. Es gibt sie seit es die Menschheit gibt. Für viele sind sie ein Synonym für kostspielige Belastung. Mit der zunehmenden Bevölkerung wächst ihr Anteil. Betrachtet man diese Menschen nur aus der nüchternen volkswirtschaftlichen Perspektive, dann fällt einem sofort auf, dass diese Anspruchsgruppe Treibstoff für ein gut laufender Jobmotor ist und einen bedeutenden Beitrag zu dieser prosperierenden Arbeitswelt liefert. Wären alle gesund und jung könnten wir wohl auf der einen Seite viel Geld sparen und auf der anderen Seite noch mehr ausgeben, um die vielen Erwerbslosen dann wieder über Wasser halten zu können.

Alte und kranke Menschen sind Medizin für unsere Wirtschaft

Eine neue Studie des Branchenverbandes Curaviva untermauert die Wichtigkeit dieser Branchen:

  • Beinahe 140’000 Bewohner/-innen werden gesamtschweizerisch in Alters- und Pflegeinstitutionen betreut. Das ist ein bisschen weniger als die Bevölkerung des ganzen Kanton Schwyz.
  • Ca. 115’000 Menschen arbeiten in solchen Institutionen und leisten sage und schreibe mehr als 30 Millionen Pflegetage pro Jahr. Das sind pro Kalendertag um die 82’000 Pflegetage. Eine unwahrscheinliche Leistung!
  • Seit dem Jahr 2000 sind die Zahlen der Erwerbstätigen in diesem Bereich auf über 40% gestiegen. Sie steigen noch immer und werden dies auch in nächster Zukunft noch kräftig tun.
  • Gemäss dem Verband benötigt es noch einmal fast 30’000 Mitarbeitende bis ins Jahr 2020, um die Nachfrage nach diesen wichtigen Pflegedienstleistungen auch befriedigen zu können. Die Bevölkerung wächst und altert.

Pflegefachpersonal ist zu wichtig, um es zu vernachlässigen…

Der Jobmotor Pflege ist einfach zu wichtig, um ihn ohne gute Wartung auf den Arbeitsmarkt zu bringen. Es kann nicht sein, dass man die Lücken nur mit Fachkräften aus dem Ausland schliesst und sich nicht um die jungen Menschen in diesem Land bemüht, die eine solche Ausbildung machen möchten. Deshalb müssen vermehrt Junge für diese Berufe begeistert werden können, damit die wachsenden Zahl pflegebedürftigter Menschen auch weiterhin gut betreut werden können. Der Pflegemarkt ist nicht nur eine gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Belastung. Dieser schafft ganz viel neue Arbeitsplätze und sorgt für Zukunft. Die Wertschätzung gegenüber diesem Personal sollte man nicht erst dann zeigen, wenn man selber deren Dienstleistungen in Anspruch nehmen muss.

Mit dem nachfolgenden Link kommen Sie gleich zur Studie: ‚Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Alters- und Pflege-Institutionen in der Schweiz‚. Suchen Sie den passenden Pflegejob? Nichts ist einfach als das. Mit dem folgenden Link kommen Sie gleich zu den interessanten Angeboten: www.medical-jobs-schweiz.ch.

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