Aug 20

Unternehmensprofil schärfen im Social Web.

Autor: PersonalRadar

Businessnetzwerke sind ein spannender Kandidatenpool für Personaler. Doch wer im Netz rekrutiert, sollte dort auch eine virtuelle «Zweigstelle» seines Unternehmens unterhalten, sonst werden gute Chancen für die Kontaktaufnahme und weitere Unterhaltungen mit potenziellen Mitarbeitern vergeben. LinkedIn hat für HR Today eine Checkliste für den Aufbau des richtigen Karriereauftritts im Social Web zusammengestellt (ein Beitrag von: Thomas Heger, HR Today).

Vielen Unternehmen ist die Bedeutung ihrer Arbeitgebermarke für die erfolgeiche Rekrutierung von Mitarbeitern bewusst. Eine Onlinepräsenz in sozialen Netzwerken muss aber nicht nur die Arbeitgebermarke repräsentieren, sondern auch die Reaktionen von Dritten berücksichtigen: Nicht nur Mitarbeiter äussern sich online häufig und gerne. Aus einer klassischen Arbeitgebermarke wird so eine Talentmarke, denn nicht nur der Arbeitgeber nimmt darauf Einfluss. Wer ein Unternehmensprofil anlegt, muss sich also auf Interaktion einstellen und sich darauf vorbereiten.

1. Die Wahl der richtigen Plattformen

Die Bandbreite der Netzwerke ist gross. Machen Sie sich bewusst, welche Bedürfnisse Nutzer der verschiedenen Plattformen haben und überprüfen Sie, ob Ihnen ein Unternehmensprofil dort nützt und Ihre gewünschte Zielgruppe erreicht. Twitter steht beispielsweise für schnelle Kommunikation durch kurze Updates und erfordert viel Beobachtung. Auf LinkedIn und anderen Businessnetzwerken sind Nutzer aus beruflichen Gründen, um sich mit Unternehmen und Kollegen zu vernetzen oder um eine neue Position zu finden.

Sehen Sie sich genau an, welchen Zweck Ihr Unternehmen im Social Web verfolgt und auf welchen Kanälen Sie bereits aktiv sind. Klären Sie dann mit den entsprechenden Verantwortlichen aus Marketing und Kommunikation, wie Sie Ihren Unternehmensauftritt sinnvoll von anderen Profilen abgrenzen können. Gerade zum Wettbewerb sollten klare Unterscheidungen getroffen werden – Aussenstehende verstehen häufig die Unterschiede zwischen Unternehmen einer Branche nicht.

Der Auftritt in den Social Media muss sorgfältig geplant werden. (Bildquelle: HR Today).

Welche Botschaft wollen Sie als Arbeitgeber transportieren und mit welchen Aussagen wollen Sie in Erinnerung bleiben? Überprüfen Sie Ihre Kommunikationskanäle und stellen Sie sicher, dass Sie in allen Unternehmensprofilen auch die anderen Kanäle integrieren sowie die sprachliche und visuelle Kommunikation aufeinander abstimmen. Beispielsweise sollten Neuigkeiten stets zeitgleich in allen Plattformen erscheinen. Die Konventionen zur Kommunikation variieren allerdings auf den verschiedenen Netzwerken: In Business-Netzwerken sollten Sie unbedingt auf ein seriöses Erscheinungsbild Wert legen, denn hier treten Sie in erster Linie als Arbeitgeber auf. Auf Facebook wird meist das «Du» als Anrede gepflegt und der Umgang ist insgesamt etwas legerer.

3. Informationsmaterial und Updates

Führen Sie sich immer vor Augen, dass jeder eingerichtete Kanal Betreuung verlangt. Arbeiten Sie mit eng mit der Unternehmenskommunikation zusammen, um Ihre Profile regelmässig mit aktuellen Nachrichten, Stellenangeboten und Informationen aktualisieren zu können. Viele Unterlagen und auch Bildmaterial und Videos sind meist schon im Unternehmen vorhanden, Sie müssen das Rad also nicht ständig neu erfinden. Bleiben Sie dabei relevant: Platte Marketingbotschaften sind im Social Web fehl am Platz und Produktwerbung gilt als Fauxpas.

4. Jeder ist Unternehmensbotschafter – in erster Linie Sie selbst

Häufig verlinken Mitarbeiter in ihren eigenen Online-Profilen auf die Seiten ihres Arbeitgebers. In Businessnetzwerken erfüllt dies den Zweck, den Lebenslauf zu vervollständigen, aber auch in anderen Netzwerken werden die Profile verknüpft. Stellen Sie daher sicher, dass sich Ihre Mitarbeiter über die repräsentativen Funktionen im Klaren sind, die sie damit für ihr Unternehmen übernehmen. Schulungen helfen zu erläutern, welche Standards ein professionelles Profil erfüllen muss und welche Informationen online tabu sind. Insbesondere Personalverantwortliche oder Recruiter sollten auf ihr eigenes Profil Acht geben: Verwenden Sie ein professionelles Foto und füllen Sie Ihr Profil vollständig aus. Das sorgt für einen seriösen Auftritt und schafft gegenüber potenziellen Kandidaten Vertrauen.

5. Interagieren und sich der Diskussion stellen

Je nach Netzwerk stehen Ihnen unterschiedliche Optionen zur Verfügung, um die Interaktion mit Ihrem Unternehmen zu steigern. Beispielsweise sind Gruppen ein guter Weg, um an themenrelevanten Diskussionen teilzunehmen und sich als Experte zu positionieren. Analysieren Sie ausserdem genau, wer sich mit ihrem Profil vernetzt und welche Themen und Updates relevant sind. Oft lässt sich die Reichweite Ihrer Kommunikation mit ein wenig Budget steigern: LinkedIn bietet zum Beispiel sowohl Möglichkeiten zur Anzeigenschaltung als auch gesponserte Unternehmens-Updates, die auch Nicht-Abonnenten Ihrer Seite erreichen. Solche Massnahmen lassen sich im Social Web genau auf Nutzer zuschneiden, die bestimmte Eigenschaften erfüllen. So erreichen Sie passgenau Ihre Zielgruppe.

Beispiel:

Ab 26. August 2013 geht PKS Personal- & Kaderselektion AG live mit der neuen Webpage.

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