Mai 23

Spielt Google als Jobsuchmaschine wirklich eine grosse Rolle?

Autor: PersonalRadar

Kürzlich hat prospective den TREND REPORT 2014 publiziert. Gemäss diesem ist der Suchmaschinenriese Google in der Schweiz die 1. Adresse, wenn was gesucht wird. Auch in Sachen Jobsuche wird das Angebot stark genutzt.

Angeblich unterschätzen Arbeitgeber Google als Jobsuchmaschine. Hier ein paar Zahlen:

  • 50% der Jobsuchenden suchen Stellenangebote via Google
  • 28% der stellenanbietenden Unternehmen haben ihre Webpage für die Suchmaschinen optimiert (SEO = Search Engine Optimization)
  • 2% setzen AdWords ein. Das sind gezielte Werbeeinschaltungen auf Google, um potentielle Interessenten auf ein Angebot aufmerksam zu machen. Die Werbung kostet per Klick.

Das Ergebnis erstaunt, wenn es dann wirklich so zutrifft. Insgesamt wurden 200 Arbeitgeber sowie 1’500 Arbeitnehmer/-innen befragt. Eigentlich ist das ein dünne Datendecke, um etwas wirklich zu erhärten. Darum heisst es ja wahrscheinlich TREND REPORT 2014. Der Trend muss sich nicht immer beweisen.

Geben Sie mal auf Google ‚Krankenschwester+Jobs+Zürich’ ein. Sie werden regelrecht erschlagen von den Suchergebnissen. Es sind aber nicht die eigentlichen Arbeitgeber wie Spitäler, Gesundheitszentren oder Arztpraxen, die gelistet werden, sondern die grossen elektronischen Jobbörsen, die alles mit resoluter ‚Listing-Macht’ wegdrücken. Vielleicht klicken die Suchenden weiter und gehen sogar auf Seite 3 oder 4. Auch dort ist die Macht der Jobbörsen evident. Vielleicht gibt es ja Suchende mit grosser Geduld, die sogar auf Seite 5 und 6 weiter klicken. Selbst dort sind die Jobbörsen absolut dominant und beherrschen die ‚Such-Szene’ auf den Suchmaschinen.

Nutzende von Suchmaschinen klicken in der Regel die ersten 4 Seiten an und geben dann neue Suchbegriffe ein.

Vielleicht gibt es solche, die Google meiden und bei Yahoo, Bing oder DuckDuckGo suchen. Überall werden Stellensuchende die gleiche Szenerie antreffen. Die grossen Jobbörsen beherrschen das Feld. Meistens sind diese auch fleissig Buchende von Adwords. Denn zahlende Kunden werden von den Suchmaschinen als wichtig erkannt. Somit werden deren Angebote auch prominenter gelistet. Selbstverständlich wird das von den Suchmaschinenimperien immer verneint. Wenn man jedoch über längere Zeit gezielt nach bestimmten Dienstleistungen und Produkten sucht, dann fällt auf, dass die Jobangebote von kleinen oder mittelgrossen Firmen praktisch nie auf den ersten 5 Seiten der Suchmaschinen gelistet werden. Selbst dann nicht, wenn eine Firmenwebsite extrem gut bewirtschaftet und für die Suchmaschinen (SEO) optimiert ist.

Jobbörsen sind in der Schweiz beliebt. Keiner kommt an ihnen vorbei. Zudem bieten viele Jobbörsen auch gute Apps an, die das Suchen nach neuen Jobangeboten via Handy extrem erleichtern. Google hin oder her. SEO ebenso. Die Jobangebote auf den Websites von Firmen haben es schwer. Viele schalten ihre Job-Angebote auf Jobbörsen auf und zahlen dafür stolze Preise. Das ist kein Trend, sondern Realität. Der TREND REPORT 2014 können sie hier bestellen.

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