Nov 13

Weiterbildung: Temporärarbeitende profitieren von Weiterbildungsfonds.

Autor: swissstaffing

swissstaffingRund 3000 Personen profitierten bislang vom Weiterbildungsfonds temptraining. Die bewilligten Leistungen liegen bei vier Millionen Franken. Hinter den Zahlen stecken persönliche Erfolgsgeschichten (ein Beitrag von: Monika Rüeger, swissstaffing).

Die Branche der Personaldienstleister geht mit dem seit 2012 in Kraft getretenen Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih neue Wege. So ist die Weiterbildung für Temporärarbeitende erstmalig einheitlich und solidarisch geregelt. In einem Umfeld, welches sich durch Kurzlebigkeit und Flexibilität auszeichnet, ist das von besonderer Bedeutung.

temptraining zahlt bis zu 5000 Franken an Weiterbildungskurse und bis zu 2300 Franken Lohnausfallentschädigung.

Dank dieser Massnahme gewinnen alle Beteiligten: Temporärarbeitende können sich beruflich weiterentwickeln, den Einsatzbetrieben und Personaldienstleistern steht qualifiziertes Personal zur Verfügung. Der Weiterbildungsfonds der Temporärbranche ist seit Juli 2012 aktiv und hat bislang rund 3000 Gesuche erhalten. Der Umfang der gesprochenen Leistungen für Weiterbildung und Erwerbsausfallentschädigung liegt bei vier Millionen. Die Weiterbildungsmöglichkeiten mit temptraining sind vielfältig. Welche Chancen sich bieten und welche Erfolgsgeschichten hinter den Zahlen stecken, zeigen Ihnen die folgenden Porträts, welche Sie auch als Kurzfilme auf www.temptraining.ch anschauen können.

Wer in einem fremden Land arbeitet, lernt auf allen Ebenen. Die Chinesin Ying Hui Wang hatte in Schanghai in einem internationalen Unternehmen eine Finanzabteilung aufgebaut und ein Team geführt. Trotzdem war es für die erfahrene Finanzexpertin eine Herausforderung, in der Schweiz Fuss zu fassen. Als Erstes galt es, die deutsche Sprache zu meistern und die Schweizer Kultur kennen zu lernen. Ying Hui Wang schrieb sich am NSH Bildungszentrum Basel für einen Kurs ein und absolvierte das Goethe-Zertifikat mit Bravour. Nun bereitet sie sich an der Handelsschule KV Basel auf die Prüfung zur eidgenössisch diplomierten Expertin Rechnungslegung und Controlling vor. Ying Hui Wang findet, dass Temporärarbeit gute Chancen bietet, um in einem fremden Land den beruflichen Einstieg zu finden.

Der Walliser Arnaud Gariépy wohnt und arbeitet seit einigen Jahren in Freiburg. Seinen Master in Soziologie und Kommunikation hatte er an der dortigen Universität erlangt. Während und nach seinem Studium war Arnaud Gariépy temporär im Einsatz, unter anderem für ein Onlineportal. Dabei schätzte er die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten und sich die Zeit frei einzuteilen. Durch die Weiterbildung am Centre Romand de Formation des Journalistes in Lausanne kam er zum Journalistenausweis. Arnaud Gariépy findet es hilfreich, dass man bei temptraining Erwerbsausfallentschädigung beantragen kann. Denn Temporärarbeitende verdienen oftmals nichts, wenn ihre Weiterbildung während der regulären Arbeitszeit stattfindet. Flexibilität ist ihm wichtig, deshalb möchte Arnaud Gariépy auch in Zukunft für verschiedene Arbeitgeber in unterschiedlichen Pensen tätig sein.

Der Berner Hans Peter Hefti hat sich mit dem Kranführerkurs am Campus Sursee einen Bubentraum verwirklicht: Nun ist er abwechslungsweise in luftiger Höhe als Kranführer oder auf der Strasse als Lastwagenchauffeur im Einsatz. Lebenslang lernen ist für Hans Peter Hefti wichtig und so hatte er den jährlichen Maximalbetrag von temptraining schnell ausgeschöpft. Doch der Weiterbildungsvirus lässt ihn nicht mehr los. Aktuell besucht Hans Peter Hefti die Handelsschule auf eigene Rechnung. Sein Ziel ist es, später auch als Disponent zu arbeiten. In dieser Position ist es ein grosser Vorteil, wenn man die Arbeit der Belegschaft aus eigener Erfahrung kennt. Seit vier Jahren ist Hans Peter Hefti für verschiedene Personaldienstleister tätig. An der Temporärarbeit gefällt ihm die Abwechslung. Zudem bieten die vielseitigen Arbeitseinsätze Gelegenheit, neu Gelerntes in die Praxis umzusetzen.