Jan 11

Die Schweizer werden durch die Zuwanderung verdrängt…

Autor: PersonalRadar

…und die knorrige Stammtischthese wird gerne weiter kolportiert.

Die Zuwanderung beunruhigt die Bevölkerung der Schweiz. Es graust vielen, wenn sie Leitartikel über die ’10-Millionen-Schweiz‘ lesen und sich danach fragen: ‚Wo führt das eigentlich hin? Wollen wir das überhaupt?’.

Die Schweiz ist hoch attraktiv. Viele finden das hier in perfekter Form vor, was sie in ihrem Heimatland oft genug vermissen. Das Land ist organisiert, verlässlich und sicher. Der Arbeitsmarkt funktioniert, die Infrastruktur ebenso und die Lebensqualität ist hoch. Das zieht viele an, die von Europa enttäuscht sind und bessere Arbeits- wie auch Lebensbedingungen suchen. Das ist normal und ein Phänomen, das es schon immer gab. Gute Lebensbedingungen ziehen Menschen nun mal stark an wie ein Magnet. Die Intensität der Einwanderung macht jedoch vielen zu schaffen. Der Wohnungsmarkt ist angespannt, die Züge voll und die Strassen verstopft. Zudem wächst der Konkurrenzkampf um Arbeitsstellen und macht mehr und mehr Ansässige aggressiv, wenn diese ihre Jobs an jene verlieren, die aufgrund der besseren Ausbildung und bescheidenen Lohnvorstellungen schneller zum Jobangebot kommen.

Die erfolgreiche Schweiz kommt nicht nur wegen ihrem Bank- und Wirtschaftssystem von ihren Nachbarnstaaten unter Druck. Ihr Erfolg ist für viele unerklärlich und weckt Neid. Zudem zieht sie viele gut qualifizierte Berufsleute an, die ihrem Heimatland den Rücken zukehren, weil sie desillusioniert sind, die Steuerbelastung nicht mehr aushalten und ihr Leben einem Umfeld anvertrauen möchten, das ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bietet, die klar über dem Durchschnitt liegen.

Die Zuwanderung ist aber nicht nur schlecht. Sie bietet auch Chancen und hat das wirtschaftliche, kulturelle wie auch intellektuelle Wachstum dieser Nation positiv stimuliert. Ohne Zuwanderung hätte manche wichtige Stelle nie besetzt werden können, die später weitere Arbeitsplätze schuf.

Ein radikaler Zuwanderungsstopp ist dumm und schadet dem Land. Auch die dirigistische Steuerung durch die Politik ist sicher nicht die beste Strategie und gefährdet die Zukunftstauglichkeit. Der Schweizerische Arbeitgeberverband und economiesuisse haben 13 Faktenblätter zur allgemeinen Diskussion beigetragen. Man muss mit den Thesen und Meinungen der beiden Verbände nicht einverstanden sein. Sie bereichern jedoch die Diskussion und tragen zur sachlichen wie auch nüchternen Information bei. Die Stimmbevölkerung wird schlussendlich abstimmen müssen und täuscht sich selten, wenn es um ein überlegtes Abwägen der Vor- und Nachteile geht.

Die einzelnen Faktenblätter können Sie jeweils im PDF-Format wie folgt herunterladen:

1. Einwanderungsland Schweiz

Klicken Sie kurz auf das Bild und Sie werden zu einem  Kurzfilm über das Thema Zuwanderung weiter geleitet.

2. Rechtliche Situation der Personenfreizügigkeit

3. Veränderung der Zuwanderung durch die Personenfreizügigkeit

4. Drittstaatkontigente

5. Wachstum und Arbeitsmarkt

6. Flankierende Massnahmen

7. Auswirkungen auf die Sozialwerke

8. Integration, Kriminalität und Asylpolitik

9. Raumplanung, Wohungsmarkt 

10. Verkehr, Umwelt, Energie

11. Steuerliche Anreize

12. Die Situation in anderen europäischen Ländern

13. Kommende Abstimmung über die Zuwanderung

PersonalRadar hat zu diesem Thema schon oft berichtet und möchte an dieser Stelle auf einen Beitrag noch verweisen, der weitere Informationen zur Meinungsbildung liefert: Die Migration der Intelligenz ist keine Pest. Sie ist ein Bollwerk gegen den Wohlstandsverlust.

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