Fach- und Führungskräfte Handwerker

Fach- und Führungskräfte Handwerker

PostHeaderIcon PersonalRadar macht Ferien…

Manche Touristen sind Menschen, die nach ihrem Urlaub nichts brauchen als Ferien und Ruhe (von: Christa Schyboll, Eventmanagerin und Autorin)

Die Ferienzeit hat angefangen. Nicht alle können daran teilhaben. Viele müssen gerade dann arbeiten, um die Lücken der Abwesenden überbrücken zu können. Andere sind arbeitslos oder ausgesteuert und können sich keine Ferien leisten. In vielen Teilen der Welt gibt es Millionen Arbeitende, die jeden Tag hart schuften, nie auf einen grünen Zweig kommen und gar nicht wissen was Ferien sind. Sie kennen den Zustand der temporären Freiheit nicht. Sie sind mit ihrem Überleben beschäftigt. Ob sie ausgelaugt oder einfach totmüde sind, interessiert kein Mensch. Sie müssen funktionieren, damit sie ihre Existenz und jene ihrer Familien sichern können.

Ferien sind Luxus. Kosten sie diese bis zur letzten Millisekunde aus. Das Konto des Lebens wirft dadurch bessere Renditen ab.

Ferien

Gerade Kinder beweisen uns immer wieder, dass zeitlose Lebensräume und Nichtstun die Lebensqualität steigern wie auch sinnstiftend wirken und leere Energiespeicher sich dadurch wieder schnell füllen….

Also geniessen Sie die freie Zeit und machen sie sich nicht zum Sklaven von einem zu rigiden Zeitmanagement, SMS, E-Mails, Handy, iPad und anderen Störfaktoren. Legen Sie die Uhr ab, schalten Sie die vielen elektronischen ‘Lebenshilfen’ ab und geniessen sie die süsse Versuchung des Müssiggangs. Auch das ziellose und lösgelöste Nichtstun kann Arbeit bedeuten. Plötzlich sind sie ganz alleine mit ihrer Lebenszeit.

Viele reden vom Luxus endlich ein Zeitreservoir anzapfen zu können. Und jäh besteht die Möglichkeit, ganz viel Zeit mit wenig Aufwand beziehen zu können. Und schon fängt der Stress wieder an. Freizeit kann unfrei machen. Machen sie sich frei und erholen sie sich gut.

Auch PersonalRadar nimmt bis zum 11. August 2014 eine Auszeit. An dieser Stelle möchten sich die vielen Autorinnen und Autoren wieder einmal für ihr Interesse an den Beiträgen bedanken. Ohne diese wachsende Aufmerksamkeit hätte dieser Blog keine Daseinsberechtigung. Die Schreibenden brauchen auch Zeit und Muse, um nach der Rückkehr aus den Ferien mit neuer Inspiration wieder ans Werk gehen zu können. Bis dann…

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PostHeaderIcon Temporärarbeit (Zeitarbeit): Temporärarbeitsvolumen wieder auf Kurs.

swissstaffingDas Temporärarbeitsvolumen hat sich im Juni 2014 vom Taucher im Mai erholt. Gegenüber dem Vorjahr resultierte ein Wachstum von 1,7%. Das Wachstum seit Jahresbeginn beträgt 3,1%. In den letzten zwölf Monaten ist das Temporärarbeitsvolumen durchschnittlich um 1,1 % gewachsen.

Auch die Konjunktur-Indikatoren der KOF sind im Juni angestiegen. Am Arbeitsmarkt herrscht ein günstiges Klima. Die Arbeitslosenrate ist zum vierten Mal in Folge gesunken und liegt bei 2,9 %. Das Seco hat seine Wachstumsprognosen hingegen leicht reduziert.

Quelle: swissstaffing

Angesichts der eher holprigen Erholung der Weltkonjunktur lasse in der Schweiz die Export-Trendwende noch auf sich warten. Wegen der verzögerten Exportbelebung werde die Konjunkturdynamik etwas langsamer ausfallen als bisher erwartet. Der Konjunkturausblick bleibt aber grundsätzlich positiv.

Quelle: swissstaffing

Temporärarbeit, Try & Hire und Dauerstellen

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PostHeaderIcon Arbeitsmarkt Schweiz: Wie gewinnen wir mehr Inländer und Inländerinnen für den Arbeitsmarkt?

swissstaffingEgal, wie die Masseneinwanderungs-Initiative letztlich umgesetzt wird, Fakt ist: Es wird schwieriger werden, Arbeitskräfte aus dem Ausland zu rekrutieren. Die Schweizer Arbeitgeber tun also gut daran, nach Inländern und Inländerinnen zu ­suchen, die noch nicht (voll) im Erwerbsprozess stehen, um ihren ­Fachkräftebedarf zu decken. Das bedingt ein Umdenken (ein Beitrag von: Myra Fischer-Rosinger, swissstaffing).

Das Umsetzungs-Hickhack um die neue Verfassungsbestimmung über die Zuwanderung ist in vollem Gange. Politische Kräfte aus unterschiedlichsten Ecken versuchen auf eine für sie günstige Auslegung einzuwirken.

Wo Potenzial brachliegt

Die Erwerbsquote ist in der Schweiz rekordhoch und liegt bei 83 Prozent. Kaum ein anderes Land auf der Welt hat eine so hohe Erwerbsbeteiligung. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit! Berechnet man die Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten, das heisst, berücksichtigt man die Teilzeitstellen, relativiert sich das Bild: Die Erwerbsquote beträgt dann nur noch 72 Prozent. Oder anders gesagt: Bei rund einem Viertel der Bevölkerung im Erwerbs­alter besteht Potenzial. Für bestimmte Personengruppen ist dieses Potenzial besonders ausgeprägt:

  • Drei Viertel der Schweizer Mütter sind erwerbstätig, aber fast alle (80 Prozent) arbeiten Teilzeit. In anderen (europäischen) Ländern liegt die Teilzeitrate wesentlich tiefer. Die entsprechend bereinigte Vollzeit-Erwerbsquote der Mütter in der Schweiz liegt bei lediglich 58 Prozent.
  • Eine deutlich unterdurchschnittliche Erwerbsquote haben ausserdem Menschen ohne nachobligatorische Ausbildung. Insgesamt leben in der Schweiz rund eine Million Personen, die über keinen Berufsabschluss verfügen und im Erwerbsalter sind. Ihre Erwerbsquote liegt bei 68 Prozent.
  • Eine dritte Gruppe mit Potenzial sind ältere Arbeitnehmende. Die auf Vollzeitstellen berechnete Erwerbsquote der 55- bis 64-Jährigen beträgt 63 Prozent. Ausserdem leben in der Schweiz eine halbe Million Menschen, die 65 bis 70 Jahre alt sind und mit den richtigen Anreizen auch für den Arbeitsmarkt gewonnen werden könnten. Diese Personengruppe wird aufgrund der demografischen Alterung künftig sogar grösser.

Schweizer Fachkräftebedarf: Umdenken ist gefragt. (Qulle: HR Today, Foto: 123RF)

Fast 400’000 potenzielle Arbeitskräfte

5,4 Millionen Menschen sind in der Schweiz im Erwerbsalter (15- bis 64-jährig). Eine Vollzeit-Erwerbsquote von 72 Prozent bedeutet somit, dass 1,5 Millionen Menschen nicht erwerbstätig, teilzeiterwerbstätig oder stellensuchend sind. Hierin liegt das theoretisch verfügbare, inländische Arbeitskräftepoten­zial. Wenn es gelänge, nur 20 Prozent dieses Potenzials zu aktivieren, wären das 300’000 Vollzeitarbeitskräfte für die hiesige Wirtschaft (vgl. Tabelle). Davon stammen je gut 60’000 Arbeitskräfte aus den eingangs erwähnten Potenzialgruppen: Mütter, Personen ohne Berufsausbildung sowie 55- bis 64-Jährige. Bis zu 95’000 zusätzliche Arbeitskräfte könnten aus der Gruppe der 65- bis 70-Jährigen aktiviert werden.

Das macht total fast 400’000 potenzielle Arbeitskräfte – eine beeindruckende Zahl. Sie für den Arbeitsmarkt zu gewinnen und nutzbar zu machen, ist aber einfacher gesagt als getan. Dazu braucht es einen ausgeklügelten Mix aus po­sitiven Anreizen für Arbeitnehmende und Unternehmen, einer Neugestaltung der Arbeitsorganisation und arbeitsmarktorientierten Qualifizierungssystemen.

Starthilfe fürs Umdenken

Die Arbeitgeber werden nicht umhinkommen, einen Effort zu leisten, um an die benötigten Fachkräfte zu gelangen. Denn die demografische Alterung führt per se zu einer Verknappung der Erwerbsbevölkerung. Gepaart mit der vom Schweizer Stimmvolk beschlossenen Beschränkung der Zuwanderung wird die Knappheit umso grösser.

Darum ist es an der Zeit, sich ganz konkret mit den brachliegenden Personalressourcen in der Schweiz auseinanderzusetzen und Massnahmen zu ergreifen, um diese gewinnbringend in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die Chancen sind intakt für ein Win-Win-Ergebnis, das sowohl die Wirtschaft als auch die einzelnen Individuen und die Gesellschaft insgesamt weiterbringt.

Unternehmen brauchen aber Sicherheit. Wenn sie sich entschliessen, Arbeitskräfte einzustellen, in deren Beschäftigung sie bislang Risiken vermuteten, benötigen sie Starthilfe. Deshalb braucht es niederschwellige Einstiegsmöglichkeiten für Arbeitskräfte, die längere Zeit nicht am Arbeitsmarkt ­beschäftigt waren oder die noch über wenig Erfahrung im – eventuell frisch erlernten – Beruf verfügen. Personaldienstleister können hier mit ihren Try-and-Hire-Modellen eine wichtige Stütze sein. Sie stehen einerseits den Stellensuchenden mit ihrem Know-how über den Arbeitsmarkt beratend zur Seite. Andererseits übernehmen sie in einem Temporär­arbeitsverhältnis die Arbeitgeberverantwortung und ent­lasten somit den Einsatzbetrieb. Dies erhöht dessen Risiko­bereitschaft, Mitarbeitende einzustellen, die bislang nicht vollumfänglich dem Stellenprofil entsprachen.

Work-Life-Balance reloaded

Ein anderer Ansatzpunkt ist die viel beschworene Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Work-Life-Balance. Sie ist in aller Munde, scheint aber wenig vollzogen, gemessen an der (Vollzeit-)Erwerbsquote der Mütter. Hinter dem Entscheid ­einer Mutter, zu arbeiten bzw. hinter ihrer Wahl des Arbeitspensums stecken nebst organisat­orischen Kriterien auch Werthaltungen. Letztere sind schwierig zu verändern. Erstere können aber von den Unternehmen adressiert werden. Zum einen bedarf es einer Flexibilisierung der Arbeitsorganisation. Die rasante technologische Entwicklung im Bereich der Kommunikationsmittel, die wir in den letzten zwanzig Jahren erlebt haben, kann hierbei wunderbar unterstützen.

Internet, Smartphones und Tablets erlauben es, praktisch überall zu arbeiten und verbunden zu sein. Dem muss aber eine entsprechende Revolution in der Betriebs- und Teamführung folgen.

Ein Team kann nicht funktionieren, wenn man sich nicht mehr in die Augen schaut, weil jeder zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort arbeitet. Die Technik hat den Beruf und das Privatleben vereinbar gemacht. Vielleicht aber sogar zu vereinbar, wenn man bedenkt, wie während Sitzungen WhatsApp-Mitteilungen verschickt und beim romantischen Dinner E-Mails gecheckt werden. Es ist Zeit für eine neue Post-Work-Life-Balance-Leitidee, wie Teams ihre virtuelle und persönliche Zusammenarbeit optimal aufeinander abstimmen. Das hat nicht zuletzt auch mit Gesundheitsschutz zu tun. Möchte man das Arbeitskräfte­potenzial ausschöpfen, gehört die Pflege der Mitarbeitergesundheit dazu.

Eine Neugestaltung der Zusammenarbeit im Unternehmen dient schliesslich auch dazu, die Erwerbstätigkeit für ältere Arbeitnehmende attraktiv zu machen. Wer in seinem Berufsleben bereits das Nötige angespart hat und mit einer Frühpensionierung liebäugelt, überdenkt diesen Entscheid wahrscheinlich, wenn ihm flexible Beschäftigungsformen offenstehen. Denn was gibt es Sinnstiftenderes für einen Menschen als das Gefühl, gebraucht zu werden?

Ohne Qualifizierung geht nichts

Myra Fischer-Rosinger ist Vizedirektorin von swissstaffing, dem Verband der Personaldienstleister der Schweiz.

Das Fundament aller Bestrebungen, noch nicht erwerbstätige Bevölkerungskreise zur Arbeit zu führen, liegt in einer Qualifizierungsoffensive, die diesen Namen verdient.

  • Mütter, die nicht (oder nicht in ihrem angestammten Beruf) arbeiten,
  • Menschen ohne Berufsausbildung und
  • ältere Arbeitskräfte, die ihre Fachkenntnisse längere Zeit nicht mehr aufdatiert haben oder eine neue (Teilzeit-)Funktion übernehmen,

brauchen Weiterbildung – wie alle anderen Arbeitnehmenden ebenfalls. Arbeitgeber wie Arbeitnehmende müssen in Weiterbildung investieren – sei es, um etwas nachzuholen, um eine höhere Qualifikation zu erlangen oder um à jour zu bleiben.

Solche Investitionen lassen sich individuell oder solidarisch gestalten. Die Temporärbranche hat sehr gute Erfahrungen mit einer solidarisch organisierten Weiterbildungsoffensive gemacht. Temporärfirmen haben alleine wenig Anreiz, Weiterbildungen ihrer Mitarbeitenden zu finanzieren. Denn diese sind naturgemäss nur kurze Zeit für sie tätig. Die Früchte der Weiterbildung trägt dann ein anderer.

Deshalb haben Personaldienstleister und Temporärarbeitende die Weiterbildung auf Branchenniveau organisiert: mit dem bald zweijährigen Weiterbildungsfonds temptraining. Dieser wird zu 30 Prozent von den Arbeitgebern und zu 70 Prozent von den Arbeitnehmenden gespiesen. Wer mindestens 176 Stunden temporär gearbeitet hat, kann aus dem Fonds Leistungen von bis zu 5000 Franken für Kurskosten und 2300 Franken für Lohn­ausfall beziehen.

Und temptraining boomt: ­Woche für Woche stellen 150 Temporär­arbeitende – direkt oder über ihren Personal­dienst­leister – ein Weiterbildungsgesuch. Über zehn Millionen Franken Weiterbildungsleistungen wurden bislang an rund 6000 Temporärarbeitende gutgesprochen.

Jeder kann sich weiterbilden

Die Erfahrung von temptraining zeigt, dass es durchaus möglich ist, auch bildungsferne oder wenig qualifizierte Menschen an Weiterbildung heranzuführen. Die meisten Kurse, die über temptraining finanziert werden, sind praxisnah und können direkt im Job umgesetzt werden – zum Beispiel Landessprach-Kurse, Kranführerausbildungen, Staplerfahrerkurse, Lastwagenchauffeur-Ausbildungen, Microsoft-Office-Anwender-Kurse, aber auch Lehrgänge der höheren Berufsbildung im Bereich der IT, des HR, des Verkaufs oder des Rechnungswesens.

Zentral für die Qualifizierung von bildungsfernen oder -scheuen Personen ist die Unterstützung durch den Arbeitgeber. Diese muss nicht finanzieller Natur sein. Eine beratende Hilfestellung ist oft noch wichtiger, die dem Lernwilligen aufzeigt, welche Weiterbildung am Arbeitsmarkt direkt umgemünzt werden kann. Eine moralische und/oder finanzielle Weiterbildungsförderung durch den Arbeitgeber hilft ­diesem nicht zuletzt im Retention Management. In einer Welt mit knappen Arbeitskräften sollte dieses weit oben auf der Prioritätenliste der ­Arbeitgeber stehen.

Die Wirtschaft kann also einiges tun, um das inländische Fachkräftepotenzial noch besser zu erschliessen. Selbstverständlich kann auch der Staat mit Mitteln und Gesetzen die Anreize für Bildung und Arbeit günstig beeinflussen. Doch darauf braucht die Wirtschaft nicht zu warten. Sie hat die Zügel selbst in der Hand.

Arbeitgeber für Festanstellungen, Try & Hire und temporär:

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PostHeaderIcon Die Arbeitskräfte aus dem Elsass sind für die Region Basel wichtig…

…aber mangelnde Deutschkenntnisse vernichten Job-Chancen und Anstellungen.

Ohne Deutschkenntnisse geht es schnell zum Ausgang….

Parlez-vous français? Dieser Satz hört man in der Region Basel immer mehr. Junge Elsässer und Elsässerinnen suchen in der Nordwestschweiz Jobs und werden selten fündig. Warum eigentlich?

Früher war die perfekte Zweisprachigkeit der Menschen aus dem Elsass eine grosse Selbstverständlichkeit. Das typische Elsässerdeutsch war in allen Teilen der Region Basel zu hören. In vielen elsässischen Elternhäusern wird jedoch nur noch Französisch geredet. Das ist inzwischen ein grosser Nachteil für die Jungen, die in Basel und der umliegenden Region auf Stellensuche sind. Diese werden immer mehr von jungen Deutschen aus dem südbadischen Raum verdrängt. Das ist inzwischen für das wirtschaftlich gebeutelte Elsass ein grosser Nachteil, der sich auch auf die Nordwestschweiz auswirkt. Viele Stellen können mit gut ausgebildeten Elsässer und Elsässerinnen nicht mehr besetzt werden, weil die Sprachbarriere es nicht zulässt.

Immer wieder wird die Begründung bemüht, dass Französisch ja eine Landessprache der Schweiz sei. Dem ist so. Vielen Jungen aus dem Elsass ist leider nicht wirklich so bewusst, dass nur in der Romandie Französisch die Leitsprache ist. Inzwischen ist das Problem erkannt. Im März 2014 erschien in der Basellandschaftlichen Zeitung ein interessanter Beitrag mit dem Titel ‚Deutsche Grenzgänger schnappen Elsässern die Jobs weg’. Es wurde folgende interessante Aussage gedruckt:

Die Region Basel war schon immer auf die Grengänger/-innen aus dem Elsass und dem südbadischen Raum angewiesen.

Das Engagement für die Zweisprachigkeit wird nicht mehr als flammende Stellungnahme gegen den Pariser Zentralismus verstanden, der dem Elsass seine Identität rauben will, sondern als wirtschaftliche Chance. Derzeit gehen 21 700 Schüler vom Kindergarten bis zur Primarschule in zweisprachige Klassen, das sind zwölf Prozent der Schüler… ‘Das Problem ist, dass beim Übergang in die weiterführenden Schulstufen viele abspringen…’.

…jedoch mit passablen Deutschkenntnissen lässt sich die Türe zum Arbeitgeber in der Nordwestschweiz viel leichter aufdrücken.

Gerade das Handwerk, der Detailhandel und die Industrie boten traditionell elsässischen Arbeitnehmenden Jobs an. Auch wenn in diesen Wirtschaftszweigen die Anforderungen an die beruflichen Qualifikationen nicht so ausgeprägt hoch sind, bleiben gute Deutschkenntnisse allenthalben unverzichtbar, um eine vernünftige Kommunikation herstellen zu können.

Reden die Jungen aus dem Elsass kein Deutsch mehr, ist das auch für die Region Basel ein herber Verlust. Sie können nicht beschäftigt werden, obwohl sie die berufliche Qualifikation haben. Vielleicht erfahren die elsässischen Dialekte eine Renaissance und erobern die Köpfe der jungen Menschen zurück. Es würde hüben wie drüben vieles vereinfachen.

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PostHeaderIcon Entpuppt sich der kommende Mangel an Arbeitskräften als Standortnachteil?

Es ist kein Geheimnis. Viele europäische Volkswirtschaften werden aufgrund der Demografie und immigrationsrechlichen Schranken ihre Arbeitsmärkte nicht mehr mit genügend Arbeitskräften versorgen können. Auch die Schweiz wird betroffen sein.

Kürzlich hat die Boston Consulting Group eine neue Studie mit dem Titel ‚The Global Workforce Crisis: $10 Trillion at Risk’ publiziert. Im Teil, wo sie sich auf die Schweiz bezieht, kommt folgender Text:

While Switzerland’s demographic situation is frequently overshadowed by that ofFlasche leer its European peers, the country nonetheless faces severe shortages. Today, its own economically active population cannot match the demand for workers. In 2012, 263,000 workers from neighboring countries were commuting to Switzerland daily to work. By 2030, this number could be significantly higher as a result of the growing workforce gap.

Kürzlich hat darauf auch die NZZ reagiert und es wie folgt auf den Punkt gebracht:

  • Es fehlen im Moment 260’000 Arbeitskräfte. Diese werden von Grenzgänger/-innen kompensiert.
  • In 6 Jahren wird die Lücke auf 430’000 ansteigen.
  • Im Jahr 2030 werden sogar 900’000 Arbeitskräfte fehlen.

Quelle: NZZ, klicken Sie aufs Bild für mehr Informationen

Manche Politblogs behaupten diese Zahlen seien manipuliert und Ergebnis einer teuer bezahlten Auftragsstudie. Vielleicht stimmen nicht alle Zahlen. Es ist jedoch eine erhärtete Tatsache, dass die reifen Arbeitsmärkte, und dazu gehört nun mal auch die Schweiz, in den nächsten Jahren sehr stark gefordert sein werden.

Quelle: NZZ, klicken Sie aufs Bild für mehr Informationen

Die Ü40-Jahrgänge, Mütter, rüstige Rentner, Wiedereinsteiger und andere werden kaum all die Lücken stopfen können. Auch wenn die Schweiz sofort mit grossen Bildungsanstrengungen beginnt, reicht es ihr immer noch nicht all die zukünftig unbesetzten Stellen mit Fachkräften bestücken zu können. Es bleibt zu hoffen, dass der Mangel keine wirtschaftlichen Nachteile mit sich bringt. Sind diese nämlich ausgeprägt, dann ist die Schweiz bald keine Wohlstandsinsel mehr. 

Diese 2 Personaldienstleister berücksichtigen alle Bewerbungen, ob sie nun über 40 Jahre jung sind, eine Teilzeitstelle als Mutter suchen oder den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt suchen:

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PostHeaderIcon Die Berufswahl ist für Jugendliche oft eine Qual. Eine gute Idee schafft nun neue Perspektiven.

Ein findiger Unternehmer aus Zürich hat kürzlich eine gute Idee lanciert. Er bietet 15 bis 18-jährigen Schulabgänger/-innen einen Bau-Vorkurs an. Was ist das?

Red and yellow paint can and brush and rollerSchupperlehren sind nach wie vor hoch im Kurs. Viele junge Menschen interessieren sich für einen Beruf. Die Betriebe bieten in der Regel für eine Woche Einblick in bestimmte Berufe. Danach ist oft nicht klar, ob es nun der richtige Beruf ist oder nicht. Vielleicht können so noch ein bis zwei weitere Schnupperlehren absolviert werden. Im schlimmsten Fall ist dann ein junger Mensch so klug wie zuvor. Er wird nach wie vor nicht warm mit einem bestimmten Berufsfeld oder landet in der Berufsberatung. Auch dort führen die Bemühungen nicht immer zum Ziel. In der Not wird dann ein Lehrlingsvertrag unterschrieben und im schlimmsten Fall wird dieser wieder aufgelöst, wenn beide Seiten zum Schluss kommen, dass der Entscheid für einen bestimmten handwerklichen Beruf falsch war. Das kostet Nerven, Geld und Zeit.

ZimmermannMit dem Projekt ‚Bau-Start-Up’ will man nun neue Wege gehen. In diesem Projekt wird Jugendlichen die Möglichkeit geboten, dass sie in einem Jahr bis zu 10 handwerkliche Berufe kennenlernen dürfen und so besser herausfinden, für welchen Beruf sie sich am besten eignen. Zudem verdienen solche ‚Langschnupperlehrlinge’ auch schon einen Lohn von ca. CHF 500.- Darüber hinaus wird nicht nur gearbeitet, sondern auch gezielt gelernt. Die Jugendlichen müssen jeweils 1 ½ Tage die Berufsfachschule in Winterthur besuchen. Eine gute Idee!

Mit diesem LINK erhalten sie noch weitere Informationen dazu. Falls Sie schon ein ausgelernter Handwerker sind, dann finden Sie unter Jobs für Handwerker das richtige Angebot.

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PostHeaderIcon Das Fachwissen der Job-Migranten war günstig. Zukünftig werden die Bildungskosten steigen.

Die Masseneinwanderungsinitiative wird den Arbeitsmarkt Schweiz stark verändern. Sie bietet Vor- und Nachteile. Im Moment wissen wahrscheinlich nicht einmal die Arbeitsmarktexperten genau Bescheid über die möglichen Auswirkungen und Konsequenzen. In Sachen Weiterbildung wird sich aber bestimmt sehr viel ändern.

Auch der beste Arbeitsmarkt ist mal ausgetrocknet. Die Personalsuche nach den Besten wird härter werden.

Die gut ausgebildeten Arbeitsmigranten nahmen bis anhin ihr Fachwissen gratis und franko in die Schweiz mit. Ein deutscher Arzt zum Beispiel, der jetzt an einer schweizerischen Universitätsklinik arbeitet, hat dem deutschen Steuerzahler hunderttausende Euro an Staatsgeldern gekostet, bevor er überhaupt an Patienten herumwerkeln darf. Ebenso verhält es sich zum Beispiel mit einem Softwareingenieur von einer indischen Eliteuniversität, der hoch spezialisiert ist und vom indischen Staat ausgebildet wurde. Selbst die Krankenschwester aus Polen hat dem Heimatstaat und dem örtlichen Gesundheitswesen wegen ihrer Berufsausbildung viel Geld gekostet, bevor sie alte Menschen in einem schweizerischen Altersheim pflegen darf. Auch der Baupolier aus Österreich hat seinen Arbeitgebern einiges an Ausbildungsgeldern gekostet, bevor er sich überhaupt an komplexe Konstruktionsprojekte im Tunnelbau wagen konnte.

Fachwissen ist ein Rohstoff der teuer ist. Bis vor Kurzem hat die Schweiz einen billigen Preis dafür bezahlt. Bald versiegen die Quellen und der Verteilkampf um die besten Köpfe wird zu starken Beulen führen.

Die Masseneinwanderungsinitiative wird den hiesigen Arbeitsmarkt in Zukunft stark beeinflussen und ihm sehr viel abverlangen. Der Zugriff auf gut ausgebildete Arbeitskräfte aus dem Ausland wird mit dem neuen Kontingentsystem nicht mehr so einfach sein. Das heisst, dass die menschlichen Ressourcen in der Schweiz noch besser wie auch intensiver ausgebildet, reaktiviert und gepflegt werden müssen, um ausbleibende Berufskompetenz aus dem Ausland so gut wie mögliche kompensieren zu können.

Das Auswringen der Möglichkeiten wird früher oder später einem händeringenden Suchen nach den letzten Talenten führen.

Zudem werden die reifen Jahrgänge wieder sexy werden. Viele Unternehmen werden schnell feststellen, dass ältere Mitarbeitende über 50 Jahre, nicht nur eine Last sind, weil unter anderem die berufliche Vorsorge für diese Altersgruppe viel Geld kostet, als ob sie für etwas dafür können, sondern ökonomisch Sinn bildend sind, weil sie viel Lebenserfahrung haben und oft überdurchschnittlich viel berufliches Können mitbringen. Vielleicht gibt es bald keine Diskussionen mehr darüber, ob Teilzeit sinnvoll ist oder Kinderkrippen nötig sind. Viele Unternehmen werden pragmatisch reagieren und zur Erkenntnis kommen, dass eine Teilzeitkraft immer noch besser ist als keine und ein Kind kein Grund sein muss, dem Arbeitsmarkt fernbleiben zu müssen.

PersonalRadar möchte an dieser Stelle auf einen Nachrichtenbeitrag des Nachrichtenmagazins 10vor10 mit dem Titel ‘Schweiz spart dank Zuwanderung jährlich bis zu 8 Milliarden’   aufmerksam machen. Auch der Verband der Personaldienstleister swissstaffing hat kürzlich dazu einen Beitrag mit dem Titel Wie gewinnen wir mehr Inländer und Inländerinnen für den Arbeitsmarkt?’ publiziert. Auch der Bundesrat hat im Juni 2014 sich dazu geäussert. Mit dem Arbeitspapier Das Umsetzungskonzept des Bundesrates betreffend der Masseneinwanderungsinitiative’  hat er im Detail aufgezeigt wie der Arbeitsmarkt reguliert wird. Die Zukunft wird spannend.

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PostHeaderIcon Gesundheitswesen Schweiz: Der Pflegeberuf kommt immer mehr unter Druck.

Das Pflegepersonal ist europaweit unter Druck. Der Pflegerhythmus wird immer intensiver und die Pflegedienstleistungsdichte nimmt rapide zu.

In der Schweiz arbeiten 200’000 Menschen in der Pflege. Oftmals kommt deren menschliche Zuwendung zu kurz, weil es an Zeit mangelt. Viele Pflegende müssen sich um zu viele Patienten und Patientinnen kümmern. In Norwegen kümmert sich eine Pflegefachperson um 5 Patienten/-innen, in der Schweiz sind es 8 und in Deutschland sage und schreibe 13. Die Tendenz ist steigend.

Kürzlich wurde eine hochinteressante europäische Studie veröffentlich (siehe am Schluss des Artikels), die eigentlich nachdenklich stimmen sollte. Sie hat auch die Situation in der Schweiz erfasst und beurteilt. Im Moment liegt die Schweiz im Mittelfeld. Es ist wahrscheinlich für viele Pflegende gerade noch knapp erträglich und zu bewältigen. Wie machen es jene in Deutschland?

Die Studie macht eines klar: je mehr eine Pflegefachperson an Patienten/-innen zu betreuen hat, desto mehr nimmt das Sterberisiko der zu betreuenden und pflegenden Menschen zu.

Diese Erkenntnis ist eigentlich nur noch beschämend. Stünde mehr Gesundheitspersonal zur Verfügung, würde es den Kranken und Betagten besser gehen. Es stimmt auch sehr nachdenklich, dass der Arbeitsdruck die Freude an Gesundheitsberufen schmälert und die Rekrutierungsanstrengungen ungeheuer verschärft, damit die Lücken einigermassen geschlossen werden können.

topelement

Gute Pflegequalität im internationalen Vergleich: Ein Physiotherapeut mit einem Patient im Spital Surselva. (Archivbild: Keystone, Quelle: BaZ)

Vielleicht trägt diese Studie dazu bei, dass es vielen wieder einmal bewusst gemacht wird, dass ein Job im Gesundheitswesen kein Zuckerschlecken ist und das Gesundheitspersonal auch ein Recht auf Arbeitsbereicherung (Job enrichment) hat. Wird einem in diesem Beruf die Freude vergällt, dann kehrt man ihm auch den Rücken zu und sucht sich andere Einkommensmöglichkeiten. Auf der Strecke bleiben alte und kranke Menschen.

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PostHeaderIcon Personalsuche: Die eierlegende Wollmilchsau gibt es. Sie muss nur gefunden werden.

PKS Personal- & Kaderselektion AGSie möchten eine möglichst niedrige Personal-Fluktuationsrate haben? Wieso stellen Sie denn immer nur Leute ein, die jeder haben möchte? Gehen Sie mal andere Wege!

 

Sie suchen die eierlegende Wollmilchsau, die alles kann? Auf solche Mandate sind wir spezialisiert. Seit 1992. Die ganz guten legen sogar goldene Eier! Selbst die finden wir.