Sep 24

Bio macht Arbeit und ist nicht nur grün.

Autor: PersonalRadar

Mit dem Einsatz von Hefe bei der Herstellung von Wein, Bier und Brot sowie der Produktion von Milchprodukten wie Käse oder Joghurt begann bereits vor über 5000 Jahren die Zeit der angewandten Biotechnologie Heute bietet dieses Fachgebiet immer mehr Arbeitsplätze.

Seit mehreren Jahren erlebt diese Technik in Forschung und Industrie einen Boom als zukunftsweisende und innovative Wissenschaft.

Durch die öffentliche Diskussion Genfood versus biologischer Anbau ist die grüne Biotechnologie bereits in aller Munde. Auch im lebensmitteltechnologischen Bereich sieht man die sogenannte gelbe Biotechnologie bereits als absolut selbstverständlich an, so dass sich die Menschen oft gar nicht bewusst sind, wie stark uns die Biotechnologie bereits seit Jahren begleitet und auch beeinflusst.

In den letzten Jahrzehnten ist man durch die Fortschritte in Forschung und Entwicklung dazu übergegangen, in Bioreaktoren chemische Verbindungen herzustellen, welche durch klassische Verfahren nur schwer oder gar nicht zugänglich wären.

Neben den uns bekannten biotechnologischen Verfahren in der Lebensmittelindustrie oder auch der konventionellen Abwasseraufbereitung hat die medizinische, rote Biotechnologie in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Viele Krankheiten werden heute früher erkannt und können gezielter als jemals zuvor bekämpft werden.

So ist nicht nur der Einsatz von biotechnologisch hergestellten Enzymen in der Diagnostik für Blut- und Urintests zur Bestimmung der Cholesterin- und Glukosewerte bekannt, auch die neu gefundene Wirkstoffklasse der therapeutischen Antikörper hat ihren Weg in die Bereiche Onkologie, Hämatologie und Rheumatologie gefunden. Im Körper binden diese spezifisch an bestimmte Moleküle und blockieren so krankheitsauslösende Wirkungen. In Verbindung mit dem Immunsystem eines Patienten können krankheitsverursachende Strukturen sogar direkt zerstört werden.

Durch die Fortschritte in der naturwissenschaftlichen Forschung, Entwicklung und auch in der industriellen Produktion ist der Prozess bereits im Gange, dass die Biotechnologie die klassische, organische Arzneimittelforschung nach und nach ablösen wird.

Der wirtschaftliche Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften im Bereich Biotech mit dem nötigen und umsetzbaren Fachwissen ist in den letzten Jahren rapide angestiegen.

Obwohl Mikrobiologen, Zellbiologen, Biochemiker und Verfahrenstechniker seit Jahren auf diesem Gebiet tätig sind, bieten Universitäten und Fachhochschulen den interdisziplinären Studiengang Biotechnologie als Schnittmenge von Biologie, Pharmazie und Verfahrenstechnik erst seit wenigen Jahren an, so dass sie dem Anspruch der Industrie kaum nachkommen.

Die Biotechnologie wird die wissenschaftliche Gemeinschaft durch ihre unzähligen Möglichkeiten in Zukunft mehr und mehr beschäftigen.

Dank klarer Regulierung sowohl in der umstrittenen Pflanzenforschung als auch der medizinischen Diagnostik und Therapie, wird sich die Biotechnologie für unser Leben und unseren Wohlstand nachhaltig positiv auswirken.

Für Forschung, Industrie und auch für die Spezialisten des Biotech-Fachbereiches selber ist ein gutes Netzwerk zwischen allen Beteiligten wesentlich.

Die Personalsuche, Personalauswahl und Personalselektion von Fach- und Führungskräften und die Vermittlung von Stellen und Jobs für den Bereich Biotechnologie wird anspruchsvoller werden. Nur Personalberater/-innen mit entsprechender naturwissenschaftlicher Ausbildung werden den Ansprüchen genügen können.

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