Sep 27

Geben sie in der Gehaltskurve verhalten Gas. Zuviel davon führt in den Crash.

Autor: PersonalRadar

Verdienen Sie gut, mittelmässig oder sogar schlecht? Wenn es um Geld geht, überwiegen erstaunlich oft immer noch die Mutmassungen. Aber es gibt einige seriöse Quellen, wo man sich für wenig Geld umfassend informieren kann.

Zum Beispiel bietet der Schweizerische Kaufmännische Verband jedes Jahr sein kleines Büchlein “Salärempfehlungen” an. In diesem werden jeweils die aktuellen Gehälter für die Bereiche Büro und Verkauf akribisch gelistet.

Diese jährlich angepassten und detaillierten Aufstellungen enthalten sowohl Durchschnittslöhne als auch Bandbreiten für jedes Alter und für verschiedene Ausbildungs- oder Funktionsstufen. Wer sich nämlich gut informiert kann schnell herausfinden, ob das Gehalt fair ist und sich eine Diskussion erübrigt oder ob eine Anpassung nach oben, aus Sicht des Empfängers, dringend notwendig ist. Die Broschüre kann man beim Verband bestellen. Sie kostet CHF 18.-.

Der Verband der dipl. Experten/-innen in Rechnungswesen und Controlling und der Inhaber/-innen des Eidg. Fachausweises in Finanz- und Rechnungswesen nimmt es da noch ein wenig genauer. Er hat seine Mitglieder in einer repräsentativen Gehaltserhebung nach ihren aktuellen Gehälter befragt. 2009 ist das Werk erstmals in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Statistik und Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Zürich durchgeführt worden. Die Ergebnisse sind frappant.

  • Angestellte Diplominhaber/-innen verdienen im Schnitt ca. CHF 189´000.- und arbeiten rund 47 h in der Woche
  • Angestellte mit Fachausweis kommen auf ein Durchschnittsgehalt von ca. CHF 123´500.- und arbeiten in der Regel 43 h in der Woche

Interessanterweise kann aufgrund der Datenlage klar festgestellt werden, dass die Gehälter jährlich um 2,8% steigen und somit auch eindeutig über der Inflationsrate liegen. Erstaunlicherweise wurden die Verbandsmitglieder auch noch nach der Arbeitszufriedenheit befragt. Diese liegt bei einer Skala von 0-10 auf einem sehr guten Wert von 8.

Erstaunlich ist sicher auch die Feststellung, dass die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen in dieser Berufsgruppen nach wie vor hoch sind; nämlich 20%. Eine Ursache davon ist, dass viel mehr Männer Mitglied der Geschäftsleitung sind und Frauen tendenziell eher eine Teilzeitstelle bevorzugen, damit sie Familie und Beruf besser auf die Reihe kriegen. Auch diese Broschüre kann man kaufen. Für Mitglieder kostet sie CHF 60.- und für die anderen CHF 95.-

Auch andere Berufsgruppen bieten Salärempfehlungen an, wo man sich auf einfache Art und Weise über das mögliche Einkommen informieren kann. Denn zwischen Wunschdenken, Anspruchshaltung und Realität klaffen zum Teil grosse Unterschiede. Eine gute und an den Fakten orientierte Gehaltsidskussion zwischen den Arbeitgebern/-innen und Arbeitnehmern/-innen trägt zu einem stabilen Arbeitsfrieden bei. Eine besondere Stärke der Schweiz.

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