Sep 9

Die Maschine lacht sich krumm. Dada im Lebenslauf ist gaga.

Autor: PersonalRadar

Endlich haben sie ihren Lebenslauf mit aller Sorgfalt auf Vordermann gebracht. Die Arbeitszeugnisse und die Qualifikationsnachweise sind eingescannt, ein elektronisches Dossier ist bereitgestellt, das sich für den E-Recruiting Prozess auch eignet und selbst ein Foto ist dabei, das von einem Profi nach allen Regeln der Kunst geschossen wurde und sie bestens wiedergibt.

Sie sind zufrieden. Endlich kann es losgehen. Sie haben schliesslich viel Zeit und auch Geld aufgewendet, damit in Sachen Bewerbung gar nichts mehr schief gehen kann.

Im Laufe des Bewerbungsprozesses bemerken sie immer mehr, dass auch interessante Stellenangebote publiziert sind, die ihren Lebenslauf und das Motivationsschreiben gerne in englischer Sprache haben möchten. Ihre Englischkenntnisse sind aber eingerostet oder einfach nicht genügend gut entwickelt, um nun schnell einen Lebenslauf in dieser Sprache zu verfassen.

Flugs kommt ihnen eine kühne Idee in den Sinn. Warum nicht eine Übersetzungssoftware gratis aus dem Internet ‚downloaden’, die das für sie in Sekundenbruchteile erledigt? Gedacht und getan. Der neue Text in einer anderen Sprache liegt vor und sie fangen mit der Gestaltung an.

Haben sie solche Maschinenübersetzungen schon einmal richtig durchgelesen? Jenen, englischer Muttersprache, wird das Blut in den Adern gefrieren. Es liest sich wie eine blutarm übersetzte Gebrauchsanweisung aus einem Land, wo Arbeitskraft nichts zählt und gute Leistungen so bezahlt werden, dass es für den nächsten Tag kaum reicht.

Die Maschinenübersetzungen sind unbrauchbar und eignen sich nie für eine Bewerbung. Diese wird ohnehin zu keinem Vorstellungstermin führen. Wer lädt schon Bewerbende ein, die textliche Inhalte versenden, die keine Sau versteht? Die Mitarbeitenden der HR Abteilungen werden solche Dossiers mit spitzen Fingern anfassen und Nasen rümpfend diese auf die Ablage der Absagen legen.

Was ist zu tun? Wenn sie nicht über genügend gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen, um ihre Bewerbung in der gewünschten Sprache zu präsentieren, dann lassen sie sich helfen. Im Bekanntenkreis gibt es meistens solche, die das wirklich können und gerne bereit sind ihnen zu helfen. Wenn sie es jedoch tadellos möchten und sicher sein wollen, dass sie sich nicht lächerlich machen, dann sollten solche Texte von gut ausgebildeten und professionellen Übersetzern/-innen ausgeführt werden. Meistens kostet das nicht viel. Wenn sie krank sind und ins Spital müssen, sind sie auch dankbar, wenn ihr Arzt ein Profi ist, der weiss wie man ihnen helfen kann. Warum soll das bei guten Übersetzungen von Bewerbungsunterlagen anders sein?

Von Maschinen übersetzte Texte sind aufheiternd und haben eine dadaistische Note. Wenn sie jedoch dazu führen, dass ihre Bewerbung postwendend zurückkommt, dann ist es Zeit etwas zu ändern.  Die Versendung von Bewerbungsdossiers ist immer noch eine ernsthafte Angelegenheit.  Auch mit den zweifelhaften Hilfen, die das Internet so bietet.

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