Sep 6

Ohne Gymnasium keine Jobsicherheit,…

Autor: PersonalRadar

…denn die einfache Berufslehre macht früher oder später sowieso arbeitslos. Ist das so?

Nicht allen bekommt das Gymnasium gut…

Gute Eltern machen sich immer Sorgen um den Nachwuchs. Gerade während der intensiven Bildungsphase von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen die Zeichen auf Sturm. Insbesondere dann, wenn sich entscheidet, ob der Nachwuchs es ins Gymnasium schafft oder nicht. Die einen überwinden die Hürden locker, ein Teil nur mit Ach und Krach und die anderen gar nicht. Gerade jene Gruppe, deren Resultate auf Messers Schneide sind, werden intensiv von der privaten ‚Wissensvermittlungsindustrie’ liebevoll umgarnt, damit der pubertierende Nachwuchs dieser besorgten Eltern, begleitet durch einen tiefen Griff in die Geldbörse, doch noch die Aufnahme ins Gymnasium schafft. Im Notfall kann man immer noch mit dem Anwalt gegen nicht einsichtige Lehrer vorgehen, die angeblich unfähig sind den Nachwuchs richtig einschätzen und dafür verantwortlich gemacht werden, wenn die Träume von der akademischen Karriere der eigenen Kindern trocken zerplatzen. Ist das wirklich so schlimm?

Nur weil man studiert hat, heisst das noch lange nicht, dass der Arbeitsmarkt mit einem gnädig umgeht, ein stetes Einkommen erzeugt und die dünn werdende Arbeitsplatzsicherheit garantiert ist. Gerade Personaldienstleister machen immer wieder die Erfahrung, dass die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt nur jene beruflichen Fähigkeiten am besten aufnehmen, die sie wirklich brauchen und nötig haben. Ein Studium ist schon lange keine Garantie mehr für anhaltenden Berufserfolg.

In den vergangenen Jahrzehnten war das Bildungssystem starr, dogmatisch und nicht besonders durchlässig. Schon früh mussten sich die Betroffenen für eine Richtung entscheiden. Entweder Lehre oder der Besuch einer Mittelschule. Das heutige Bildungssystem bietet viel mehr Möglichkeiten an. Auch eine handwerkliche Lehre kann zur Berufsmatura und anschliessendem Besuch einer Fachhochschule führen. Gerade die technisch-handwerklichen Berufe werden immer komplexer und anspruchsvoller.

… und ein anderer Weg scheint besser zu sein (Bildquelle: Beobachter)

Kürzlich hat der Beobachter in seiner Ausgabe Nr. 17 vom 23. August 2013 eine Beitrag mit dem Titel ‚Du musst ins Gymi’ publiziert. Er zeigt klar auf, dass sich nicht alle Kinder für das Gymnasium eignen und der Arbeitsmarkt eine akademische Schwemme auch nie aufnehmen könnte. Ein Ingenieur für Klimatechnik braucht immer noch den handwerklichen Fachtechniker, der montiert, schraubt und anschliesst. Beide Fachkräfte sind auf Gedeih und Verderben auf eine gute Zusammenarbeit angewiesen. Zum Glück schaffen es nicht alle ins Gymi. Es würde auch der akademischen Welt nicht gut bekommen.

PersonalRadar möchte zu diesem Blogbeitrag noch auf einen weiteren Beitrag aufmerksam machen, der in der NZZ vom 26. Februar 2012 mit dem Titel: Du musst da rein – Ein Platz im Gymnasium ist so gefragt wie nie erschien. Das Thema scheint uns noch lange zu begleiten.

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