Mrz 28

Schwarzgeld? Kein Problem! Die Pensionskasse nimmt’s gerne.

Autor: PersonalRadar

Die Weissgeldstrategie ist im Moment in aller Munde. Das Anlegen von unversteuertem Geld auf Schweizer Banken wird immer schwieriger. Die Sorge um den Erhalt des guten Rufes wird stark betont  Nur die Berufliche Vorsorge ist sorgenlos.

Diskretion ist wichtig. Bei der Beruflichen Vorsorge ist das Wissen um die Herkunft der Gelder jedoch unerlässlich

Die vorherrschende Überdrüssigkeit gegenüber dem Thema Geldwäscherei ist spürbar. Hat diese doch die Schweiz immer wieder in die Bredouille geführt und ab und zu auch aufs Schafott der internationalen Entrüstung. Weltweit, zum Teil mit hochnotpeinlicher Heuchelei aus der angelsächsischen Finanzwelt, wo diese eingeklagten Praktiken im Bundesstaat Delaware in den USA oder auf den Kanalinseln des Vereinigten Königreichs, nach wie vor lukrativ wie auch ungestraft praktiziert werden, wurde mit dem Finger auf die Schweiz gezeigt. Der helvetische Finanzmarkt hat sich verändert und die sogenannte ‚Weissgeldstrategie’ soll nun die weiche Unterseite des schweizerischen Bankgeheimnises besser schützen. In einem Bereich scheint man aber immer noch nicht ganz dazu gelernt zu haben.

Bei den Pensionskassen ist die Herkunft des Geldes nach wie vor kein Thema.

Warum nicht? Sie sind schlicht und ergreifend einfach nicht dem Geldwäschereigesetz unterstellt. Es geht sicher nicht um die üblichen Abzüge vom Lohn. Da geht es ohnehin mit rechten Dingen zu. Aber viele Versicherten können noch zusätzlich einen Pensionskasseneinkauf machen, um im Alter besser finanziert zu sein. Beim Einkauf gibt es keine Beschränkungen ausser der Deckungslücke. In der Regel entsteht die Deckungslücke aufgrund steigender Einkommen während der Berufskarriere oder wenn zum Beispiel hoch qualifzierte, sehr gut verdienende  Arbeitnehmer aus dem Ausland in die Schweiz einreisen, eine Arbeit hier annehmen und somit hohe Deckungslücken aufweisen.  Das Gute daran ist, dass man den Betrag, den man einzahlt auch von den Steuern abziehen kann. Hat hat man ein wenig Schwarzgeld auf der Seite, dann kann man das einfach bei der Pensionskasse einzahlen. Klugerweise macht man dies nicht in zu fetten Tranchen, um ja nicht aufzufallen. Zudem kann man diese Einzahlungen, dann vom Einkommen abziehen und kommt daher zu nicht ganz unbedeutenden Steuerlastverminderungen.

Durch die leise rotierende Waschmaschine der Beruflichen Vorsorge wird Schwarzgeld gründlich gewaschen und es fliesst lieblich, blütenrein und weisser als weiss zurück in den Finanzkreislauf. Da staunt man nur noch Bauklötze.

Dieser Zustand hat im Moment noch nicht viel Wellen geschlagen.

Schokoladensüsse ist besser als Klingenschärfe... Die Weissgeldstrategie schützt den guten Ruf der Schweiz

Er wird auch keinen ‚BVG-Tsunami’ auslösen. Nichtsdestotrotz ist es relativ grotesk, dass man nun vollmundig von der ‚Weissgeldzeit’ spricht, um die beschädigte Reputation wieder herzustellen, nur weil das zum Teil scheinheilige Ausland grossen Druck auf die Schweiz ausübt, aber die schwarzen Löcher der Pensionskassen immer noch nicht stopfen will. Dass unversteuertes Geld, Blutgeld wie auch Potentatengeld und Geld aus kriminellen Taten in diesem Land finanztechnisch nicht mehr betreut werden, ist sehr gut. Noch besser wäre, wenn man auch der Beruflichen Vorsorge diese Sorgfalt angedeihen würde. Denn die Scheinheiligkeit der anderen wird eines Tages auch diese düsteren Ecken ausleuchten und ostentativ mit dem Finger darauf zeigen, um vor der eigenen Doppelmoral besser ablenken zu können.

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Comments

One thought on “Schwarzgeld? Kein Problem! Die Pensionskasse nimmt’s gerne.”

  • Kole sagt:

    io: die Loyalite4t dieser spifizeschen Mitarbeiter he4ngt stark mit der Hf6he der Boni zusammen. Diese werden auch als Schweigegeld nach Austritt aus der Bank gehandhabt. Das ist einer der Grfcnde, warum die UBS auch in extremer Schieflage Boni in Milliardenhf6he zahlte, zahlen musste.Ein Grossunternehmen wie die UBS ist von aussen nicht wirklich durchschaubar, obwohl Anlaysten gern einen andern, einen wissenden, Eindruck erwecken. Dass die UBS VON DER SCHWEIZ AUS fcber Jahre kriminelle Strukturen aufgebaut hat, und wie diese im Einzelnen funktionierten und funktionieren, ist nur fcber Whistleblowers wie Birkenfeld herauszubekommen auch ffcr Staatsanwe4lte. Der Schweizer Staatsanwalt, der sich trauen wfcrde, bei der UBS-Zentrale in Zfcrich oder Genf zwecks Beweissicherung eine Hausdurchsuchung zu veranlassen, muss erst noch geboren werden. Entgegen eines hartne4ckigen Me4rchens sind aber auch in der Schweiz Steuerhinterziehung sowie deren Beihilfe strafbar. Gesetze haben und sie anwenden, sind natfcrlich zwei Dinge. Eine schwache Justiz in solchen Dingen ist ein gezielt eingesetzter Standortvorteil. Wie fcbrigens in solchen Dingen auch fcberbrave Medien.Der Sumpf ist riesig. Es geht nach wie vor um hunderte Milliarden CHF Schwarzgeld auf Schweizer Konten. Daran hat sich aller Beteuerungen zum Trotz nichts gee4ndert. Die Schwarzgeldstrategie wird ganz offiziell weiter gefahren, mit einigen sanften Korrekturen, versteht sich, ffcrs Schaufenster.Beispiel: Die FDP-Ffchrung wollte explizit weg von der Schwazgeld- zur Weissgeldstratgie, wie sie es selber nannte. Sie wurde vom Bankenflfcgel schonunglos desavouiert und blamiert, mit der ganz klaren Ansage, selbstverste4ndlich bleibe man wie bisher, bei der Schwarzgeldstartegie: Wir sind doch nicht blf6d, oder? Ffcr Medien in einem Rechtsstaat we4ren das ja eigentlich ein Haufen Themen, die viele Leser durchaus interessieren wfcrden. Den wenigsten Schweizern ist die Dimension und der kriminelle Hintergrund klar. Auch nicht, dass die New Yorker Staatsanwaltschaft die CS unter dem genau gleichen Verdacht hat wie die UBS, dank Birkenfelds detaillierter Hinweise. Er arbeitete vorher schliesslich auch ffcr die CS, allerdings ohne Kundenkontakt. Der Chef der CS hiess damals fcbrigens GrfcbelDie meisten Schweizer halten den Fall Birkenfeld ffcr einen Betriebsunfall, einen Einzelfall eines durchgeknallten Amis so, wie sie’s halt von ihren Medien geschildert kriegen. Falls fcberhaupt.Dabei hat alles System. Und wie! Das sollte man nicht untersche4tzen.Wer das jetzt alles ffcr besonders links he4lt, muss sich fragen lassen, ob ein auch nur sehr durchschnittlich entwickeltes Rechtsempfinden ein Vorrecht von Linken sei?Die Antwort auf diese Frage sollte Journalisten motivieren, in diesen Angelegenheiten aktiver zu werden als bisher.


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