Author: PersonalRadar
Alkohol gilt in vielen Unternehmen als Privatsache. Solange niemand lallt, niemand stürzt, niemand ‘offiziell’ auffällt, wird das Thema sauber weggeschoben: Apéro, Kundenessen und Feierabendbier. Alles Kultur, alles normal und alles harmlos. Nur ist genau diese Normalität die perfekte Tarnung für das, was Firmen tatsächlich Geld kostet: nicht der Absturz, sondern die schleichende Leistungsabnahme. Nicht der Skandal, sondern das dauerhafte ‘Ich bin ja da’. Und wenn jemand ‘ja da’ ist, aber nicht mehr wirklich präsent, zahlt nicht die Person, sondern das Team. Und am Ende die Firma. Wenige Prozent, grosse Wirkung Laut dem Schweizer Monitoring (MonAM/Obsan) lag der Anteil der Bevölkerung... mehr
Author: PersonalRadar
Der Personalverleih steht unter Dauerstress: Fachkräftemangel, steigende rechtliche Anforderungen, anspruchsvollere Kund:innen und ein immer engerer Arbeitsmarkt. Qualität entsteht hier nicht zufälli. Sie ist das Resultat systematischer Kompetenzentwicklung. Genau hier setzt QAT – Quality and Training von swissstaffing an. QAT ist kein loses Kursangebot, sondern ein klar strukturiertes Bildungssystem für die Personaldienstleistungsbranche. Vom Einstieg über staffing city als digitale Lernplattform bis hin zur höheren Berufsbildung (z. B. HR-Fachmann/-frau Fachrichtung C) deckt QAT den gesamten Entwicklungspfad ab. Praxisnah, branchenspezifisch und rechtlich auf dem neuesten Stand. Besonders relevant für den Alltag: Die Inhalte sind konsequent auf reale Situationen im Personalverleih ausgerichtet, von Arbeits-... mehr
Author: PersonalRadar
Wir sprechen ständig. In Sitzungen, am Küchentisch, im Zug, im Treppenhaus, in Sprachnachrichten, in Gruppenchats. Wir geben Updates, holen Meinungen ein, koordinieren, erklären, reagieren. Und doch bleibt immer häufiger etwas zurück, das man kaum in Worte fassen kann: Es wurde geredet, aber niemand ist ein Stück näher gerückt. Nicht näher zur Lösung. Nicht näher zueinander. Nicht näher zu dem, was man eigentlich meinte. Die Erosion des Gesprächs geschieht selten in Form von offenem Streit. Sie geschieht leise. Durch Haltungen, die sozial akzeptiert und oft sogar belohnt sind. Durch Muster, die Ordnung versprechen, Effizienz liefern, Souveränität ausstrahlen und dabei das Wesentliche... mehr
Author: PersonalRadar
Online-Bewertungen sind im Personaldienstleistungs-Business längst zur schnellen Entscheidungsabkürzung geworden. Ein Blick auf die Sterne, ein kurzer Scan der Kommentare und fertig ist das Urteil. Gerade bei Personaldienstleistern wirkt diese Logik besonders verführerisch: Wer viele Sterne hat, scheint verlässlich. Wer weniger hat, wirkt riskant. Doch diese Reduktion ist trügerisch. Denn Personaldienstleistung ist kein Produkt mit fixen Eigenschaften, sondern ein komplexer Vermittlungsprozess zwischen Menschen, Interessen und Marktbedingungen. Die mathematische Illusion hinter dem Bewertungsdurchschnitt Der wohl grösste Denkfehler liegt in der Gleichsetzung von Bewertungshöhe und Aussagekraft. Ein Anbieter mit 5.0 Sternen bei zwölf Bewertungen wirkt makellos, ist statistisch jedoch extrem fragil. Schon eine... mehr
Author: PersonalRadar
Temporärarbeit hat im Handwerk bis heute ein widersprüchliches Image. Sie wird gerne als Übergangslösung etikettiert, als etwas Vorläufiges, manchmal sogar als Zeichen von Orientierungslosigkeit. Dabei lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn gerade im Handwerk ist Temporärarbeit weniger ein Symptom von Unsicherheit als vielmehr ein Werkzeug der Orientierung. Sie erlaubt jungen Handwerker:innen, den Arbeitsmarkt nicht theoretisch, sondern praktisch zu verstehen und damit fundiertere Entscheidungen zu treffen. Der erste Einsatz nach der Lehre ist kein beliebiger Job. Er ist ein Deutungsmoment: Wie fühlt sich Arbeit an? Wie wird geführt? Wie wird gesprochen, geplant und reagiert? Temporärarbeit kann diesen Moment entschärfen, strukturieren und... mehr
Author: PersonalRadar
Es gibt Momente, da merkt man sofort: Die Zukunft ist nicht etwas, das irgendwann ‘kommt’. Sie sitzt bereits mit am Tisch. Einfach ohne Namensschild. Sie zeigt sich nicht in grossen Reden, sondern in kleinen Sätzen, die immer öfter fallen. ‘Wir finden niemanden, aber wir haben gleichzeitig Kostendruck.’ ‘Wir brauchen Flexibilität, aber bitte ohne Chaos.’ ‘Wir wollen schneller rekrutieren, aber die Qualität darf nicht sinken.’ ‘Wir setzen KI ein. Niemand soll diskriminiert werden. Es muss rechtlich sauber sein.’ ‘Die Kandidatin oder der Kandidat ist perfekt, aber plötzlich weg.’ Wer in der Schweiz heute HR-Arbeit verantwortet oder als Personaldienstleister:in arbeitet, lebt genau... mehr
Author: PersonalRadar
Was heisst eigentlich ‘Fail Watching’? Fail Watching ist ein englischer Ausdruck. Wörtlich bedeutet er ‘beim Scheitern zuschauen’ oder ‘Fehler beobachten’. Gemeint ist, dass man anderen beim Patzen zusieht, im Büro, in der Werkstatt, im Projekt, im Meeting und dabei (oft still und unausgesprochen) ein Gefühl von Genugtuung empfindet. Auf Deutsch liesse sich Fail Watching auch als ‘Schadenfreude durch Beobachtung’ beschreiben: nicht zwingend laut oder offen, sondern als inneres ‘Aha, jetzt erwischt es mal jemand anderen.’ Warum das so harmlos klingt und so unangenehm ist Fail Watching wirkt oberflächlich wie eine neue Spielart von Unterhaltung: kurz hinschauen, innerlich kommentieren und weitergehen.... mehr
Author: PersonalRadar
Die BAK-Analyse (im Auftrag von Interpharma, siehe unten) zeigt nüchtern, warum die Pharmaindustrie in der Schweiz im Recruiting so oft ‘mit am Tisch sitzt’, selbst wenn man gar nicht in der Branche tätig ist: Die Wirkung läuft über Wertschöpfungsketten und Folgeeffekte in Dienstleistung, Technik, IT, Logistik und vielen weiteren Bereichen. Die Kerndaten sind deutlich: 2022 beschäftigte die Pharmaindustrie direkt rund 50’600 Personen (47’800 FTE). Der gesamtwirtschaftliche Beschäftigungseffekt (direkt und indirekt) liegt bei rund 300’800 Jobs, also 5,4% der Gesamtbeschäftigung. Für das Recruiting ist aber vor allem die Qualifikationslogik entscheidend: In der Pharma verfügen 67% der Mitarbeitenden über einen tertiären Abschluss,... mehr
Author: PersonalRadar
Wachstum hat in Unternehmen den Ruf eines Sieges. Es ist die Kurve, die nach oben zeigt, das neue Büro, die zusätzliche Linie im Organigramm, das Gefühl, die Zukunft nicht nur zu erwarten, sondern zu besitzen. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Wachstum ist weniger Triumph als Prüfung. Es ist nicht bloss ein betriebswirtschaftlicher Zustand, sondern eine existenzielle Bewegung. Eine Verschiebung des Selbstverständnisses, eine Reibung zwischen dem, was war, und dem, was werden will. Denn Wachstum bedeutet: Man verlässt den Ort, an dem alles überschaubar ist. Man verabschiedet sich vom vertrauten Mass. Man riskiert, dass Ordnung und Gewissheit nicht Schritt halten. Und genau... mehr
Author: PersonalRadar
PersonalRadar wünscht allen ein glückliches 2026   mehr