Okt. 27

Die Arbeitswelt verliert ihre Gewissheiten. Und die Personalvermittlung muss umdenken.

Author: PersonalRadar

Die Schweizer Arbeitswelt befindet sich in einem bemerkenswerten Zustand: Sie rüstet technologisch auf, während das Vertrauen in die berufliche Zukunft schwindet.

Unternehmen verlangen Anpassungsfähigkeit, investieren aber weniger in Weiterbildung. Beschäftigte wünschen sich Sicherheit, verabschieden sich jedoch zunehmend von traditionellen Karrierevorstellungen. Der Schweizer HR-Barometer 2026 legt diese Widersprüche schonungslos offen. Für die Personaldienstleistungsbranche sind sie längst keine akademischen Gedankenspiele mehr, sondern wirtschaftlicher Alltag.

Die Angst vor der Zukunft betrifft vor allem die anderen

Die Schweizer Beschäftigten begegnen dem technologischen Wandel mit einer eigentümlichen Mischung aus Gelassenheit und Skepsis. Gemäss dem aktuellen Schweizer HR-Barometer 2026, für den 1’597 Beschäftigte befragt wurden, fürchten lediglich 11%, ihren Arbeitsplatz durch künstliche Intelligenz oder neue Technologien zu verlieren. Gleichzeitig rechnen 36% damit, dass die Automatisierung künftig Massenarbeitslosigkeit verursachen könnte.

Offenbar erscheint die eigene berufliche Existenz vergleichsweise sicher, während der Arbeitsmarkt insgesamt einer ungewissen Zukunft entgegensteuert. Diese Diskrepanz ist aufschlussreich, weil sie zeigt, wie unterschiedlich persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Zukunftserwartungen ausfallen können.

Schweizer HR-Barometer 2026 (126 Seiten, deutsch, PDF-Format)